iphone-ticker.de — Alles zum iPhone. Seit 2007. 43 320 Artikel

Studie zeigt differenziertes Bild

Zwischen Ablehnung und Zustimmung: Jugendliche zum Handyverbot

Artikel auf Mastodon teilen.
24 Kommentare 24

Die Postbank hat sich angesichts der laufenden Diskussionen um Handyverbote an Schulen mit der Meinung von Jugendlichen zu diesem Thema befasst. Die Mehrheit spricht sich gegen ein pauschales Handyverbot aus. Dabei sprechen sich mit 56 Prozent weniger Befragte dagegen aus, als zunächst anzunehmen gewesen wäre. 37 Prozent der Jugendlichen würden eine solche Regelung dagegen ausdrücklich befürworten.

Nach Geschlecht unterschiedliche Sichtweisen

Gut die Hälfte der Befragten traut sich zu, das Smartphone verantwortungsvoll zu nutzen. Vor allem junge Frauen messen der selbstbestimmten Nutzung und der schnellen mobilen Kommunikation eine große Bedeutung bei und führen dies häufiger als junge Männer als Argument gegen ein Verbot an. Gleichzeitig zeigt sich, dass sie ihr Smartphone im Durchschnitt deutlich intensiver verwenden als männliche Jugendliche. Während junge Männer im Schnitt 34,3 Stunden pro Woche online sind, kommen junge Frauen auf 41 Stunden.

Postbank Studie Handyverbot 1

Die aktuelle Jugend-Digitalstudie der Postbank bestätigt dann auch, dass Smartphones aus dem Alltag der meisten Jugendlichen kaum noch wegzudenken sind. So nutzen 92 Prozent der 16- bis 18-Jährigen in Deutschland ein Smartphone und sind damit im Durchschnitt rund 37,5 Stunden pro Woche online.

Bewusstsein für Risiken im Schulalltag

Gleichzeitig sind sich viele Jugendliche der Schattenseiten bewusst. Ein großer Teil hält Einschränkungen für geeignet, um Ablenkungen im Unterricht zu reduzieren, die Konzentration zu verbessern und den Druck ständiger Erreichbarkeit zu verringern. Besonders Schülerinnen erwarten zudem, dass ein Handyverbot die persönliche Kommunikation in den Pausen stärken könnte, während dieser Aspekt für Schüler eine deutlich geringere Rolle spielt.

Postbank Studie Handyverbot 2

Über alle Endgeräte zusammen liegt die durchschnittliche Onlinezeit der Befragten sogar bei 65,5 Stunden pro Woche. Dies entspricht mehr als neun Stunden täglich, das sind sechs Stunden weniger als im Jahr davor.

06. Feb. 2026 um 10:50 Uhr von chris Fehler gefunden?


    24 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Das sind ca. 6 stunden am Tag. Wahnsinn! Dadurch kann das Gehirn doch nur Matsche werden…

  • Junge Männer und Frauen wurden gar nicht befragt, es ging um Jugendliche.

  • Es sind mehr als 9 Stunden täglich. Uff!
    Ich habe etwas mehr als 5 Stunden täglich, benutze das Handy aber auch beruflich. Die Zahlen sind schon krass.
    Angenommen die Schule geht bis 14:00 Uhr und das Handy wird erst danach genutzt, dann geht man um 23:00 Uhr ins Bett und hat ununterbrochen am Handy gehangen. Das kann ich mir ja kaum vorstellen.

      • Wenn man bei jungen Männer und Frauen im Tarifvertrag Mittelhessen von einer 35 Stundenwoche ausgeht und 1/3 der Mitarbeiter ein Firmenhandy mit einer Batteriekapazität von 95% haben, kommt man im zyklischen Prozess, bezogen auf Winter-/Sommerzeit und 29 Tagen im Februar auf ein Durchschnittswert von etwas 26 Stunden am Tag!

      • Constantin Opel

        Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.
        Frei nach Winston Churchill.

  • Tja.
    Süchtige leiden an Fehleinschätzungen, auch bezüglich des Konsums!
    2-3 std. Onlinezeit pro Tag sind schon nicht mehr normal.
    Von 4-6 brauchen wir gar nicht erst reden.
    Traurig ist das manche 7-8 jährige schon eine Bildschirmzeit von 2 std. erreichen (TV, Tablet und das Handy von Mami mal).

    Vor kurzem in der NYT (oder WaPo?) ein Artikel einer Journalistin gelesen, die laut eigenen Aussagen ein Problem mit dem Smartphone/ Social Media hat und jetzt NUR noch 4 std. täglich online ist, früher 7-8 std. Sie hat den Trick benutzt, ihr Smartphone Display ohne Farben einzustellen.

    Und was für eine Überraschung: sie ist gegen ein Social Media verbot :D

    Natürlich haben viele Leser in den Kommentaren auf diesen Widerspruch hingewiesen:)

    Fazit: Süchtige können nicht klar denken.

    • Hi Hansi Schwansi! Du hast in deinem Kommentar geschrieben, dass die Journalistin ein Problem mit Ihrem Handy hatte! Weißt du welches? Hat sie den Akku getauscht? Weil sie scheinbar danach nur noch 4 Stunden Akkulaufzeit hatte?!

    • Ich finde es immer wieder faszinierend, wie manche Menschen sich anmaßen bestimmen zu können, was „normal“ ist. Völlig ohne jedwede Selbstreflexion…

      • Und ich finde es immer wieder faszinierend wie süchtige behaupten alles unter Kontrolle zu haben;)
        Vor allem wie uneinsichtig Eltern sind.
        Schön ihren Kindern mit 7 Jahren das Fire tablet kaufen….Smartphone ist dann auch bald da…
        Und später ist man natürlich verwundert warum es mit Hausaufgaben und Schule nicht so läuft.

        PS: Steve Jobs fand und Zuckerberg findet seine Produkte auch nicht normal für die eigenen Kindern, ansonsten würden sie ihre eigenen Sprösslinge nicht davon fern halten!
        Darüber würde ich mir mal als Elternteil Gedanken machen.

  • Als jemand der das Allermeiste am Handy macht, empfinde ich die Diskussion als sehr pauschalisierend. Die Boomer denken gefühlt nur an die negativste Art der Nutzung: Spielen, Unsinn an Freunde senden, Cybermobbing … nie an die sinnvollen Anwendungsfelder. Ich würde die Geräte aktiv in den Unterricht einbinden. Wer kann am schnellsten recherchieren, wie die 4 Aminosäuren heißen, aus denen unsere die DNA zusammengesetzt ist? Ist die Antwort falsch, dann lasst uns mal schauen, woher die Antwort stammt und ganz natürlich ein bisschen Medienbildung in den Unterricht einbinden. Ich halte auch nichts von KI-Verboten. Lehrer müssen damit rechnen, dass Ki verwendet wird und dass sie es selbst nicht bemerken. Dann sollte man fie Aufgaben lieber komplexer stricken und KI aktiv einbinden. Letztlich geht es doch darum, dass die Schüler etwas lernen und Zusammenhänge verstehen. Ich habe seit dem aufkommen von KI sehr viel gelernt, was ich mir sonst in dem Umfang zeitlich gar nicht hätte erschließen können. KI und das Handy an sich kann ein super Tool sein – man muss es nur als solches behandeln. Momentan kommt es mir vor, als ob wir den Taschenrechner zum Teufel erklären.

    • Es geht hier und Kinder und Schüler in der Entwicklung.

      Lassen wir doch mal die Lehrer darüber entscheiden, die tagtäglich in den Klassen sind und das ausbaden müssen, was viele Eltern zuhause falsch machen.

      Ist die Konzentration der Schüler besser geworden in den letzten 10 – 15 Jahren?
      Die Mathefähigkeiten? Die Lesefähigkeiten? Usw.

      Wie las ich mal so schön:
      Für Mathematik braucht man nicht mehr als ein Zettel und einen Stift.

      War das Schweden die von komplett digital zurück gehen auf Schulbücher?

      Nicht alles mit Digital ist automatisch besser oder muss zwangsläufig benutzt werden, weil es da ist.

      Ich kenne eine Familie wo beide Eltern Akademiker (wissenschaftlichen Bereich) sind und ihre Kindern nur 30 Minuten Bildschirmzeit geben.

      Vielleicht stimmt es hier auch : desto weniger Bildung desto mehr Bildschirmzeit bei den Kindern?

  • Ich habe auch zwei Kinder (11/13 Jahre).
    Ein wenig unterscheiden muss man ggf. was mit Onlinezeit gemeint ist.
    Auch Apple Music oder ähnliches. Da hören unsere nebenbei immer wieder mal ein Hörspiel oder Musik.
    Social Media haben beide nicht. Spiele nur mit Zeitbeschänkung von 30min.
    Ein Problem ist natürlich die zunehmende Nutzung von Pads/Medien in der Schule. Bei unserem Großem ist das jetzt in der 8. Klasse voll Digital. Da sing am Ende des Schultages schon 5-6 Stunden Bildschirmzeit auf der Uhr. Alle Länder rudern da wieder zurück nur wir halten daran fest….

    • Da gebe ich dir natürlich recht.
      Musik, Hörbücher sollte man abziehen von der Bildschirmzeit.

      Was ich nicht in Ordnung finde:
      Schulipads mit nicht eingestellter Bildschirmzeit an die Kinder geben.
      Keine Ahnung ob alle Schulen es so machen.

      Ich glaube viele Eltern wissen nicht das die Kinder über das schulipad stundenlang auf YouTube gucken Können, wenn da nichts eingestellt ist.

      • Frag nicht. Ich bin natürlich der Arsch, weil ich das Pad unseres Sohnes „zu gemacht“ habe. Die Konfiguration der Schule incl. der Firewall ist ein Witz. Da wurde wohl schon Netflix während des Unterrichts geschaut. Filme ab 16 in der 8 Klasse. Da hat sowohl die Schule (wieso wird das im Netzwerk nicht geblockt) als auch die Eltern (wieso haben die Kinder einen Account der dann auch nicht richtig eingestellt ist…) versagt…
        Ist leider für viele bequem: Kinder ab vor die Medien und man hat seine Ruhe. Meinetwegen kann der ganze Social Media Quatsch komplett verboten werden. Incl. TikTok und YouTube Shorts.

  • Es kommt langsam Bewegung.
    Gerade Meldung bekommen:

    „EU-Kommission wirft Tiktok „süchtig machende“ Funktionsweisen vor und fordert Änderungen – Strafe droht“

    Na endlich.

    Dark patterns sollten endlich knallhart bestraft werden.

  • Schüler*innen und dann aufgteilt in männlich & weiblich. Herrlich :D

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPhone, iPad, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 43320 Artikel in den vergangenen 6733 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2026 aketo GmbH   ·   Impressum   ·      ·   Datenschutz   ·   Safari-Push aketo GmbH Powered by SysEleven