CarPlay ohne Kabel und mit Fahrerwechsel
Wireless CarPlay nachrüsten: Twelve South steigt mit AirFly Drive ein
Twelve South ist iPhone-Nutzern vor allem durch seine AirFly-Audioadapter, Ladegeräte und weiteres Apple-Zubehör bekannt. Jetzt erweitert der Hersteller die Produktfamilie um den AirFly Drive. Der kompakte Adapter verwandelt eine vorhandene kabelgebundene CarPlay-Verbindung in Wireless CarPlay und lässt das iPhone anschließend in Tasche oder Jacke.
Das Prinzip kennen wir bereits von zahlreichen günstigeren Adaptern. Der AirFly Drive wird mit dem USB-Anschluss verbunden, den das Fahrzeug normalerweise für CarPlay verwendet. Beim ersten Start wird das iPhone über Bluetooth gekoppelt, die eigentliche CarPlay-Verbindung läuft anschließend drahtlos. Unterstützt werden sowohl USB-A als auch USB-C.
Nach der erstmaligen Einrichtung stellt der Adapter die Verbindung beim Start des Autos automatisch wieder her. Voraussetzung ist lediglich, dass WLAN und Bluetooth auf dem iPhone eingeschaltet sind.
Zwei iPhones per Knopfdruck wechseln
Ein interessantes Detail ist der sogenannte Smart Button. Der AirFly Drive merkt sich die beiden zuletzt gekoppelten Smartphones und bevorzugt zunächst das zuletzt verwendete Gerät. Wird dieses innerhalb von 15 bis 30 Sekunden nicht gefunden, versucht der Adapter automatisch das zweite Smartphone zu erreichen.
Wer sich ein Auto mit einer zweiten Person teilt, kann zudem per Knopfdruck wechseln. Der Smart Button trennt die aktuell bestehende Verbindung. Ist ein zweites Smartphone gespeichert und in Reichweite, versucht der AirFly Drive anschließend automatisch, dieses zu verbinden. Ein zehn Sekunden langer Tastendruck setzt den Adapter dagegen vollständig zurück.
Kabelgebundenes CarPlay bleibt Voraussetzung
Wichtig ist wie bei allen Adaptern dieser Art: Der AirFly Drive rüstet CarPlay nicht grundsätzlich nach. Das Fahrzeug muss Apple CarPlay bereits ab Werk oder über das verbaute Autoradio per Kabel unterstützen. Twelve South nennt mindestens iOS 10. Android-Nutzer können den Adapter ebenfalls verwenden, sofern das Auto kabelgebundenes Android Auto unterstützt und mindestens Android 11 zum Einsatz kommt.
Firmwareupdates lassen sich über eine lokale Verwaltungsseite installieren. Dort bietet Twelve South zudem Einstellungen zur Reduzierung möglicher Verzögerungen und Audioaussetzer an. Eine Kompatibilitätsliste für unterstützte Fahrzeuge stellt der Hersteller ebenfalls bereit.
Wireless-CarPlay-Adapter sind inzwischen für teilweise deutlich unter 50 Euro erhältlich. Der AirFly Drive dürfte deshalb weniger mit einer grundsätzlich neuen Funktion punkten als mit der einfachen Einrichtung und insbesondere dem schnellen Wechsel zwischen zwei regelmäßig genutzten Smartphones. Preis und Veröffentlichungsdatum sind noch nicht bekannt.


Ich nutze seit Monaten auch einen solchen Adapter mit Schalter auf der Frontseite zum Umschalten zwischen 2 Geräten…neue Chipset-Generation die absolut problemlos läuft bei mir, hat keine 30 EUR bei Amazon gekostet…sollte man im Zweifel gut hinschauen bevor man das kauft.
Kannst du den Anbieter und das Produkt bitte einmal nennen? Danke
Darf man fragen welchen Adapter du nutzt?
Ja klar. Exakt den ich bestellt hatte für 29,99 EUR gibts bei Amazon nicht mehr, aber ein optisch und funktional (auch von den Werbebildern her): https://amzn.eu/d/0ehNKrDk – kostet jetzt 37,14 EUR, IMHO immer noch sein Geld wert.
Mit dem bin ich absolut zufrieden.
Wüsste auch gerne welchen Adapter du nutzt. Habe einen von Ottocast probiert aber der verliert in meinem T-Roc ständig die Verbindung und startet ständig neu.
Modellname bitte
Hab mir den ottocast mini 2 Adapter für 20€ bei Ali gekauft. Funktioniert bestens.
+1
Ich nutze schon länger Ottocast. Hier sehe ich auch den Vorteil, dass Ottocast-Geräte auch direkt mit USB-C erhältlich sind und man keinen Adapter braucht. Firmware-Updates bietet Ottocast auch.
Preislich dürfte Twelf-South deutlich höher liegen.
Ich nochmals. Wenn ich mir die Anleitung von TwelveSouth so ansehe, wird da exakt der Ottocast-Bildschirm abgebildet. Eventuell wird da nur ein anderer Name auf den gleichen Adapter gepackt.
Endlich: Auf der Kompatibilitätsliste steht mein Rolls-Royce Wraith! Wobei da überlege ich erstmal ob ich nicht bei Ali einen Adapter für 15€ bekomme….
Ich habe ebenfalls einen mit Knopf zum Wechseln von Amazon, wurde auch schon hier von iFun vorgestellt.
Der funktioniert aber nur so teils.
Das wechseln nicht immer.
Aber ich merke das Ding wird auf langer Fahrt richtig heiß, evtl. Liegen die Aussetzer / Verzögerungen daran.
Schade, dass Apple das mit Carplay so nicht kann.
Und da mein Auto leider nur wireless Carplay hat, bin ich dann auch bei solchen guten drittanbieterlösungen raus.
Wie meinen?
Es wäre schön, wenn man auch mit Apples Carplay direkt mehrere iPhones koppeln könnte.
Für wired CarPlay gibt es nachrüstmöglichkeiten. Wenn man das „moderne“ Wireless CarPlay hat, hat man pech gehabt.
Einfach mal beim Alie nachschauen. Kostet dort nur einen Bruchteil.
Kann das Passwort geändert werden? 888888 ist kein Passwort (default pwd laut Doku, und dort steht nirgendwo, dass man es ändern könnte)). Ich finde es krass, dass man 130kmh fährt und jedes Auto nebenbei auf den USB Port zugreifen könnte; aber Niemand sich Sorgen macht. Das klingt nach ein Sicherheitsalbtraum.
Ich habe auch den hier mal vorgestellten Adapter mehrere Monate in Benutzung. Hat bei Amazon gerade mal so um die 36,- € gekostet. Inzwischen ist der nicht mehr bei Amazon erhältlich, dafür aber optisch identische Adapter.
Anfangs hat er ja noch zuverlässig verbunden und zwischen 2 iPhones auf Wunsch gewechselt, später bereitete er aber erhebliche Probleme, überhaupt eine Verbindung zu finden und forderte ständig die Konfiguration einer neuen Verbindung. Er ist jetzt an Amazon zurück geschickt worden.
Inzwischen nutze ich einen „noname“ Adapter von Ottocast, der noch einwandfrei funktioniert und das hoffentlich auch weiterhin macht. Ottocast fordert aber einen Knopfdruck von oben auf den Adapter, dabei wackelt der erheblich und biegt auch am USB-Port. Darum war der Druck von vorne beim „noname“ Adapter ergonomisch besser.
Aufgefallen ist mir beim identischen Updateprozess und der identisch aussehenden Update-Webseite, dass sowohl Ottocast als auch der „noname“ Hersteller offenbar die gleiche Software nutzen.