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"Missachtung von Verbraucherrecht"

Werbung bei Prime Video: Verbraucherzentrale zieht vor Gericht

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44 Kommentare 44

Zu dem Schluss, dass die Einführung von Werbeunterbrechungen bei dem Video-Streaming-Dienst Prime Video gegen geltendes Recht verstößt, kam vor wenigen Tagen bereits die Stiftung Warentest, die seit kurzem einen Musterbrief zum Thema (RTF-Datei) anbietet.

Prime Video App 10 0

Nach Bewertung der Warentester gleicht die Einführung der Werbeunterbrechung einer Preiserhöhung und benötigt daher das aktive Einverständnis der Bestandskunden.

Verbraucherschützer schließen sich an

In die gleiche Kerbe haut nun auch der Verbraucherzentrale Bundesverband, der ebenfalls der Ansicht ist, dass Amazon eine so wesentliche Vertragsänderung nicht einfach einseitig durchsetzen kann.

Auch aus Sicht der Verbraucheranwälte müsste Amazon die Zustimmung seiner Kunden einholen, wenn laufende Verträge um ergänzende Werbeunterbrechungen erweitert werden. Zwar will Amazon nur wenige Minuten Werbung pro Stunde ausspielen, will diese jedoch auch allen zahlenden Bestandskunden zumuten, die bislang überhaupt keine Werbeunterbrechungen zu Gesicht bekommen haben.

Wieder werbefrei für 2,99€/Monat

Wie berichtet, wird Amazon zur Einführung der Werbeunterbrechungen am 5. Februar eine kostenpflichtige Zusatzoption anbieten, mit der sich Kunden die Reklame wieder wegkaufen können. Die Kosten für die Zusatzoption liegen bei drei Euro pro Monat.

Prime Video Werbefrei Buchen

Verbraucherzentrale reicht Klage ein

Ramona Pop aus dem Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband macht deutlich, dass man es nicht zulassen dürfe, dass Amazon seine Prime-Video-Kunden ohne deren Zustimmung mit signifikanten Vertragsänderungen konfrontiert. Pop betont, dass ein solches Vorgehen eine Verletzung des Verbraucherrechts darstelle, da die Zustimmung der Nutzer erforderlich sei, sobald diese von erheblichen Änderungen betroffen sind.

Vor Gericht will der Verbraucherzentrale Bundesverband jetzt die Ansicht vertreten, dass Kunden von Prime Video das Recht behalten müssen, die werbefreie Version zum ursprünglich vereinbarten Betrag zu nutzen.

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02. Feb 2024 um 12:44 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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    44 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Werden womöglich gewinnen. Für den Verbraucher wird es aber über Umwegen vermutlich wieder aufs Selbe hinauslaufen..

    • Entweder du stimmst zu oder direkt Kündigung von Amazon
      Also letztendlich kein Gewinn für den Kunden

      Antworten moderated
      • Richtig!!!! Im Prinzip eine Klage nur für die Medien….. Amazon wird es Null interessieren.

      • Was ist die Alternative – die Firmen immer einfach machen lassen was sie wollen?

      • Die Klage bringt null für den Kunden. Amazon bekommt ein auf die Hand getätschelt und ein böser Satz das man das nicht so macht.

        Dann fragt Amazon den kunden ob er mehr bezahlen möchte und das war’s. Entweder sagte ja oder kündigst

        Habe Prime auch schon lange nicht mehr und vermiss es kein Stück

      • Wahrscheinlich wird Amazon eine Nutzervereinbarung „nachschieben“.
        Ich werde mir kündigen lassen, zumal der „Pillepalle-Kram“ noch günstiger von TEMU.
        Die höherpreisigen Produkte werden eh meist kostenlos verschickt

      • @Christian: Es ist nicht günstiger – Es ist billiger!

    • Einfach Prime kündigen! Ich habe es gemacht. Es ist Mathematik: wenn mehr Leute kündigen als Leute die bereit sind 3€ mehr zu bezahlen, dann wird das oben ankommen.

      • Joa, ich glaube, dass mehr Leute einfach bereit sind, die Werbung zu akzeptieren, was Amazon letztlich ja auch Mehreinnahmen beschert.

  • Im Endeffekt läufts es doch dann darauf hinaus, dass man, falls man win Monats und kein Jahresabo hat, der Werbung zustimmen oder eben Kündigen muss, oder? Finde zwar die Initiative gut, denke aber, dass es kaum was am Ausgang ändert. Maximal verzögert.

    • Nicht ganz. Zum müsste der Anbieter kündigen. Wenn der Kunde untätig bleibt läuft alles weiter.

      D.h. Bisher konnten die Anbieter solche Änderungen relativ risikoarm durchführen. Wer die Änderung nicht mochte musste kündigen.

      Jetzt ist der Spieß umgedreht. Der Anbieter muss sich Zustimmung zu einer Vertragsänderung holen. Tut der Kunde nichts, ändert sich auch nichts.
      Einzig der Anbieter müsste kündigen. Da ist aber die Frage wie risikobereit der Anbieter ist dies auch durchzusetzen. Denn die Absprungquote dürfte um ein vielfaches höher sein.

      Ein weiter wichtiger Faktor ist, dass nun die Werbeminuten Vertragsbestandteil sind und nicht nach Lust & Laune erhöht werden können.

  • Mit den ganzen Channels ist Prime Video ohnehin ziemlich unattraktiv geworden. Oh, den Film den ich sehen will gibt es Prime, super! Oh, dafür muss ich den Channel „Tolle Filme“ für 2,99 EUR zusätzlich im Monat abonnieren. Oh, den nächsten Film gibt es nur im Channel „Andere tolle Filme“ für den ich nochmal 2,99 EUR im Monat bezahlen muss. Dafür gibt es den nächsten Film dann im Channel „Filme die auch toll sind“ für nochmal 2,99 im Monat.

    Die Idee mit der Werbung finde ich auch nicht toll. Aber das Channel Konzept ist der reinste Hohn.

    Antworten moderated
  • Wird spannend.

    Keine Ahnung wie es genau im Prime Vertrag formuliert ist, ich war immer der Auffassung, ich bezahle für den Prime Versand und bekomme Prime Video quasi gratis on top. („Gratis“ ist hier natürlich mit Vorsicht zu genießen).

    „Prime Video Kunde“ hätte ich als separaten Vertrag ausgelegt.

    • Amazon bewirbt ja die Vielfalt des Angebots für Prime Kunden. Damit ist das alles auch Vertragsbestandteil.
      Denke aber auch, dass es wie bei den Banken laufen wird. Stimme zu oder wir lösen den Vertrag auf.

      Antworten moderated
    • So verkauft es dir Amazon weil sie wissen dass sich ohne quer Finanzierung die einzelnen Dienste nicht rechnen. Den meisten reicht doch der Versand.
      Aber faktisch verkaufen sie dir eine gesamte Paket an Dienstleistungen. Wenn sie nun einen Teil rauslassen ist das eben ein Vertragsbruch.
      Im Endeffekt werden sie dich vor die Wahl stellen innerhalb einer Zeit das neue zu akzeptieren oder zu kündigen.

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  • Die Antwort von Amazon auf den Musterbrief ist jedenfalls musterhaft und lachhaft…
    —–
    Guten Abend,
    vielen Dank für Ihr nettes Anschreiben
    Es tut mir leid, dass Sie diese Schwierigkeiten haben.
    Ich soll nach Ihrem Anliegen mehr recherchieren und ich gebe Ihnen Bescheid.
    Wir haben dieses Problem von anderen Kunden schon bekommen.
    Ich bitte Sie nur um Geduld und Sie bekommen eine andere E-Mail von mir.
    Und falls wir diese Möglichkeit derzeit nicht haben,werde ich es auch weiterleiten,damit die Techniker es bearbeiten können.
    Wir warten auf Ihrem nächsten Besuch und sind immer für Sie da.
    Wir haben die alle Möglichkeiten,um Ihnen zu helfen,damit Sie immer bei uns zufrieden sind.
    Wir hoffen, dass Sie uns bald anrufen, damit wir Ihnen weiterhelfen können.
    Ich wünsche Ihnen dann einen schönen guten Abend!

    Antworten moderated
    • Das ist nicht wirklich deren Antwort auf das Musterschreiben.
      Also in jedem Fall ein Armutszeugnis an Inhalt und Schreibweise aber gerade zu so einem Schreiben sollte man etwas mehr Professionalität erwarten.

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    • bei mir etwas anders:

      Guten Tag,

      zunächst vielen Dank für Ihr freundliches Schreiben an Amazon.de.

      Als Kunde kann ich Ihre Problem sehr gut verstehen und möchte mich vielmals für die Unannehmlichkeiten entschuldigen.

      Gerne werde ich Ihnen in diesem Fall weiterhelfen, da Ihre Zufriedenheit für uns an erster Stelle steht.

      Soeben habe ich Ihre Komplette Anfrage überprüft.

      Bitte machen Sie sich keine sorgen.

      Sie können mir vertrauen.

      Um Ihnen dabei weiterzuhelfen, habe ich Ihre komplette Anfrage und auch Ihre Nachricht an die Anliegen Abteilung weitergeleitet, die sich schnellstmöglich um Ihr Problem kümmern wird.

      Wir werden ihre Anfrage Internal überprüfen.

      Sie werden sobald wie möglich darüber eine Internal Antwort erhalten.

      Ich werde mich sobald wie möglich wieder bei Ihnen melden, um Ihnen eine Antwort mitzuteilen.

      Wenn ich die benötigte Rückmeldung früher erhalte, werde ich mich natürlich direkt bei Ihnen melden.

      Ich bitte um ihr Verständnis!

      Bitte machen Sie sich keine sorgen.

      Sie können mir vertrauen.

      Von Ihrer Seite besteht kein Handlungsbedarf.

      Ich habe in unserem System alles aktualisiert und entsprechend in Ihrem Kundenkonto vermerkt.

      Antworten moderated
  • Aber auch gut, dass ihr die Zusatzoption als Affiliate Link hier reinpackt. Leicht zynisch wenn ihr mich fragt.

    Antworten moderated
  • Naja. Dann werden sie im nächsten Schritt Unterschiede bei den Abonnements einführen und halt den Katalog um die besten Titel beschneiden. Wer dann die drei Euro mehr bezahlt bekommt auch die top Filme. Wir zahlen das am Ende doch trotzdem.

  • Immerhin ist man bei Amazon ja nicht an einen Vertrag mit Laufzeit geknebelt. Recht kundenfreundlich kann man ja jedes Abo bei Amazon von einem Tag auf den nächsten kündigen. Wo ist also das Problem?

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  • Es geht hier um Preiserhöhungen, welche einfach durchgeführt werden, und „stillschweigend“ vom Nutzer angenommen wurden. Das ist gegen geltendes Recht: Preiserhöhungen müssen vom Nutzer aktiv angenommen werden.

    Aktiv Preiserhöhung annehmen oder nicht mehr nutzen können, ist dann wieder gesetzlich korrekt.

    Von daher: für mich völlig korrekte Vorgehensweise

  • Dann wäre es wohl besser jetzt zu bezahlen und es sich dann nach einer gerichtlichen Niederlage zurück erstatten zu lassen, oder? Ansonsten schaut man jetzt Werbung und die Zeit erstattet einem niemand.

  • Die ganze grossen Frimen wie Dyson oder Emma Matratzen oder VW sitzen auf einem so hohem Roß das man sie verklagen muss damit die Recht Recht sein lassen

  • Interessant ist vor allem, dass auch die Kunden, die bereit sind die 2,99Eur zusätzlich zu zahlen, um keine Werbung zu sehen, die schon seit 2016 vorgeschaltete Werbung vor Filmen auch weiterhin zwangskonsumieren müssen und diese künftig auch nicht mehr überspringen können. Werbefrei ist es also nicht mal wenn man zahlt.
    Man wird das Gefühl nicht los, dass Amazon konsequent daran arbeitet Prime völlig abzuschaffen.

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  • Leute, nicht jammern! Seid konsequent und kündigt! Wenn das alle Nutzer machen und mindestens 6 Monate durchhalten, wird das Wirkung zeigen. Wenn nicht, wegbleiben – bin seit gut 6 Monaten von Netflix weg und habe nichts verpasst und nichts bereut!

    • Woher weißt du, dass du nichts verpasst hast? Und hat jeder den gleichen Geschmack wie du?

      • Er weiß es, weil er seinen Bedarf kennt und das sicher ganz gut einschätzen kann. Ihm fehlt nichts.
        Darüber sollte jeder mal nachdenken, statt immer nur alles einfach so konsumieren zu müssen.
        Es gibt ein tolles Leben „neben“ der Glotze. Auch für weniger Geld. Doch, wirklich, und auch da ist sicher für jeden etwas dabei…

  • Werden vermutlich gewinnen, da ist durch realistisch.
    Dann wird Amazon die Zustimmung einfordern. Erfolgt dies nicht, wird gekündigt durch Amazon.

    Oder alternativ wird schlicht der Jahres/Monatspreis erhöht.

    Das Amazon einfach die Werbung, zurück nimmt unwahrscheinlich.
    Wird auf Zustimmung, Kündigung oder Preiserhöhung hinauslaufen.

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  • Man könnte einfach mal ein Zeichen setzen, indem jeder mal sein Abo kündigt, aber man ist meist zu bequem…
    Leider ist das die einzige Sprache, welche solche Konzerne verstehen und zudem ein mächtiges Mittel der Verbraucher. Man müsste aber halt mitziehen…

    Antworten moderated
  • Das sehe ich genauso wie Bruno!
    Die Benutzer unterschätzen, wie sie mit der Macht ihres Portmonees abstimmen können. Amazon wird definitiv keinen Prime-Vertrag kündigen, wenn man der Werbeschaltung nicht zustimmt.
    Wahrscheinlicher ist, dass sie Prime ein weiteres Mal im Preis erhöhen. Dann bin ich aber weg.
    Solche Aktionen wie zusätzliche Werbung, das „Wegschalten“ von Werbung per zusätzlicher Gebühr oder eine Prime Preiserhöhung wird Amazon so lange durchführen, wie es die Kunden mitmachen. Sobald viele abspringen, rudern sie wieder zurück.
    Es gilt wie immer. Das Motto: Sie würden ihr letztes geben, um alles zu bekommen !!!

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  • Hat eh keinen Erfolg, da es keine Verträge auf Dauer sind. Bei Amazon ist es immer nur von Tag zu Tag. Deswegen kommen die damit auch durch. Man wählt nur die Zahlungsmethode aus und hat die Wahl zwischen monatlich oder jährlich. Kündigt man, bekommt man den Rest zurück.

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  • Auch ich bin der Meinung, muss man mal harte Kante zeigen, es gibt genug StreamingDienste. Habe nach dieser erneuten, versteckten Preiserhöhung gekündigt.
    Außerdem stinkt mir seit langer Zeit, dass ich Filme oder Serien, die ich später ansehen möchte und in „meine Liste“ lege, dann später plötzlich Geld kosten, weil ich nicht sofort geguckt habe. Hier lässt die viel beschworene Kundenfreundlichkeit von Amazon deutlich nach

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  • Richtig so !!! Und auch gleich das mit der Steuer prüfen die Amazon so erfolgreich umgeht …

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  • Es ist alles ziemlich unübersichtlich, von Amazon gestaltet ist Absicht

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  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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