Kritik an Design und Personalisierung
WDR baut Digitalangebot um: Neue App begleitet neue Webseite
Der Westdeutsche Rundfunk hat seinen digitalen Auftritt umfassend überarbeitet. Sowohl die Webseite als auch die bisherige „WDR aktuell“-Applikation wurden neu gestaltet. Die Anwendung trägt nun den schlichten Namen „WDR App“ und soll stärker auf regionale Inhalte ausgerichtet sein.
Zu Geringe Informationsdichte? Die Startseite zeigt nur eine Schlagzeile
Im Mittelpunkt der Neuausrichtung steht die neue Digitalstrategie des WDR, bei der Inhalte zuerst online veröffentlicht werden. Ziel ist es, Nachrichten und Reportagen schneller bereitzustellen und stärker an den jeweiligen Regionen auszurichten. Dafür hat der Sender sein Reporter-Netz ausgebaut und setzt nun auf mehrere Teams, die im gesamten Bundesland verteilt arbeiten.
Die zentrale Plattform für die Inhalte ist künftig die Startseite von wdr.de. Dort werden Nachrichten, Hintergründe und Reportagen gebündelt. Separate Angebote wie wdraktuell.de und lokalzeit.de werden in diesem Zuge eingestellt. Inhalte aus den bisherigen Formaten sollen stattdessen direkt in das neue Gesamtangebot integriert werden.
Neue App mit stärkerer Personalisierung
Parallel zur Webseite wurde auch die App grundlegend überarbeitet. Neben dem neuen Namen fällt vor allem die angepasste Navigation auf, die nun dauerhaft am unteren Bildschirmrand verfügbar ist. Auf dem Startbildschirm werden mehr Themen gleichzeitig angezeigt, die untereinander angeordnet sind.
Ein zentraler Bestandteil ist die Personalisierung. Nutzer können gezielt Regionen auswählen und sich Inhalte entsprechend zusammenstellen. Der frühere Bereich „Meins“ wurde in „Mein NRW“ umbenannt und übersichtlicher gestaltet. Hier lassen sich regionale Schwerpunkte sowie individuelle Interessen festlegen, die auch für Push-Mitteilungen genutzt werden.
Kritik an Design und Personalisierung
Erste Reaktionen aus der Community fallen gemischt aus. Kritisiert werden unter anderem die Gestaltung, die nun auf größere Abstände zwischen den Inhalten setzt und die dadurch deutlich reduzierte Informationsdichte. Auch der stärkere Fokus auf personalisierte Inhalte wird hinterfragt.
Kritiker sehen darin die Gefahr, dass Nutzer unterschiedliche Informationsstände erhalten, da Inhalte je nach Auswahl variieren können. Statt einer gemeinsamen Nachrichtenbasis rückt damit die individuelle Zusammenstellung stärker in den Vordergrund. Kritik, die es auch schon beim Neustart der Tagesschau-App hagelte.


Wow, endlich, hab schon ewig darauf gewartet.
+1
Also mir gefällt das neue Design richtig gut. Es ist aufgeräumt und übersichtlicher.
Zu den gefällt mir der ‚Mein NRW‘ Bereich. So kann ich die Infos aus meiner Region sehen, die mich interessieren.
Ich muss nicht zwangsläufig wissen was im kleinen Dorf bei Dortmund oder so los ist.
Bei den vielen Information, die man täglich mittlerweile liest, muss man wirklich aussortieren, damit man nicht durchdreht.
Davon könnte sich die Tagesschau App mal etwas abschauen. :)
Ich verstehe eh nicht, warum die ÖR nicht einfach ein einheitliches Design-Konzept für alle erarbeiten, was quasi Standard ist und das alle Sender individuell adaptieren können (Inhalte, Farben, Schriften, etc.). Das wäre mal sinnvoll. So aber erfindet sich jeder 3. Sender gefühlt jedes Jahr neu.
Sehe ich genauso. Aber dafür parallel Kinder(radio)sender nur noch ins Netz stellen und parallel Social Media bis 16 verbieten wollen ….
Übrigens sollte die ARD bei der Webseite Sounds das Impressum suchen, es gibt nämlich keines. Ebenso steht hier und da auf der Seite „Blab bla“ … und ich finde die Sendepläne nicht. Sind diese besonders gut versteckt oder gibt es sie nicht?
Es gibt noch viel zu tun.
@ Meerschweinchen: Weil dafür die „Auftritte“, also die CI, der jeweiligen ÖR zu unterschiedlich sind. Die lassen sich nicht in eine Vorlage hineinpressen, indem man Logo, Farbe, Adresse usw austauscht. Und dazu kommen noch unterschiedlichste Inhalte und Contentbereiche. Es geht nicht nur um Audio/Podcasts, sondern um viel mehr Content. Die wollen natürlich ihr eigenes, wiedererkennbares Layout behalten.
Es wäre kostengünstiger, bestimmt. Ich bezweifle auch, dass sich da die ÖR auf ein UI/eine UX einigen würden …
Bei „ARD Sounds“ geht’s einfacher und macht(e) auch Sinn, weil hier der Content stark eingegrenzt ist (Audio/Podcasts), und hier Aufwand/Kosten zu gross wären für eigene App-Entwicklungen.
Grad „mausprobiert“…
Sehr aufgeräumt, übersichtlich, macht echt Spaß.