Apple Watch am Android-Handy
Vivo verbindet Android mit Apple Watch, AirPods und iCloud
Android-Smartphones und Apples Ökosystem vertragen sich traditionell nur bedingt. Vivo versucht diese Grenze mit seinem neuen OriginOS 7 nun deutlich aufzuweichen. Ausgewählte Smartphones des Herstellers sollen sich nicht nur komfortabler mit AirPods verbinden, sondern auch Daten mit einer Apple Watch austauschen und direkt auf Inhalte aus iCloud zugreifen können.
Apple Watch benötigt weiterhin ein iPhone
Am ungewöhnlichsten ist die von Vivo angekündigte Apple-Watch-Anbindung. Benachrichtigungen und Nachrichten eines kompatiblen Vivo-Smartphones sollen auf der Uhr erscheinen. Umgekehrt lassen sich ausgewählte Trainings- und Gesundheitsdaten der Apple Watch mit Vivos Origin-Health-App synchronisieren.
Ganz von Apples Vorgaben kann sich Vivo dabei allerdings nicht lösen. Eine Apple Watch muss zunächst mit einem iPhone gekoppelt und aktiviert werden. Unterstützt werden laut Hersteller die Apple Watch Series 6, die Apple Watch SE der zweiten Generation und neuere Modelle ab watchOS 9.6.
Die Funktion ist zudem noch nicht verfügbar, sondern soll mit einem späteren OTA-Update folgen. Vivo nennt dafür die X200-Serie und neuere X-Modelle sowie die iQOO-13-Serie und deren Nachfolger. Die Verfügbarkeit unterscheidet sich je nach Land und Gerät.
AirPods und iCloud enger integriert
Bei AirPods geht Vivo über die normale Bluetooth-Anbindung hinaus. Akkustand und Verbindungsstatus werden direkt in „Origin Island“, Vivos Pendant zu Apples Dynamic Island, angezeigt. Zudem bewirbt der Hersteller eine Unterstützung für räumliche Audiowiedergabe.
Auch iCloud wird in das System eingebunden. Über den Dateimanager von OriginOS 7 können Nutzer nach der Anmeldung mit ihrem Apple Account auf unterstützte Dateien zugreifen sowie Inhalte hoch- und herunterladen. Technisch greift Vivo dabei auf den Webzugang von iCloud zurück.
Auch sonst finden sich Anleihen, die an iOS erinnern.
Auch Mac und iPad werden eingebunden
Mit dem Vivo Office Kit geht die Verzahnung noch weiter. Ein Vivo-Smartphone kann als Kamera für einen Mac dienen, Dateien lassen sich zwischen den Geräten übertragen und Fotos oder Screenshots direkt an ein iPad weiterreichen, um dort weiterzuarbeiten.
Damit zielt Vivo offensichtlich auf Nutzer, die nicht ausschließlich in einem Ökosystem unterwegs sind. Apples eigene Geräte arbeiten untereinander weiterhin enger zusammen. Für Besitzer eines Macs, iPads, von AirPods und einer Apple Watch könnte ein Vivo-Smartphone künftig aber deutlich weniger Fremdkörper sein als ein gewöhnliches Android-Gerät – auch beim Design.



Die Telefone bleiben immer ein Fremdkörper.
Da könnte die Integration noch so gut sein – es ist und bleibt ein Workaround. Dasselbe gilt umgedreht, bei einem Android Ökosystem und einem iPhone/einer Watch.
PS: bei dem Preis kann man sich auch einfach ein iPhone kaufen. ;D
Haha ja, das Geld gebe ich niemals für ein Vivo aus
Wenn ich ein Android hätte, würde ich mir auch ein Wearable davon kaufen. Für mich muss es einfach gut zusammenpassen. Und nicht mit so einem Workaround