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9 Monate nach Abo-Einführung

Verkauft: Scanbot wechselt den Besitzer

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Der beliebte Dokumenten-Scanner Scanbot, eine der populärsten Apps ihrer Kategorie, wird zusammen mit Scanbot Pro und der Papier-Foto-Archivierung Unfade das Portfolio der doo GmbH verlassen und zukünftig den Bestand des Werbe-Vermarkters Maple Media vergrößern.

Maple Media beschreibt sich selbst als „mobile media, advertising and technology company“ die hunderte von mobilen Apps besitzt und sich auf die Übernahme rentabler Applikationen spezialisiert hat. Im App Store für iOS ist Maple Media unter anderem mit WeekCalendar und dem Einheiten-Umrechner CalConvert vertreten.

Scanbot sorgte zuletzt im vergangenen Sommer für Schlagzeilen. Damals wechselte die App auf das Abo-Modell und führte für Neukunden Monatskosten von gut 4 Euro ein.

Immerhin (eine Info die all jene Nutzer beruhigen dürfte, sich damals das Jahres-Abo geklickt haben) muss auf Scanbot vorerst nicht verzichtet werden. Die App soll zwar einen neuen Namen bekommen und die Integrationen mit Wunderlist und Shoeboxed über Bord werfen, ansonsten jedoch weitgehend unverändert arbeiten und angeboten werden.

Wir gehen davon aus, dass Scanbot von ihren neuen Besitzern als weitgehend „feature complete“ betrachtet wird und wir wohl keinen Funktionsausbau mehr sehen werden. Entsprechend schlecht ist folgendes Zitat gealtert, mit dem die Entwickler im Juni 2019 den Wechsel zum Abo-Modell rechtfertigten:

Wir arbeiten kontinuierlich an Scanbot und seinen Funktionen. Neben der Tatsache, dass wir die App nicht nur am laufen halten und dafür sorgen, dass Fehler korrigiert und Bugs behoben werden, fügen wir regelmäßig neue Funktionen hinzu. Das ist nur mit viel Wissen und der Energie eines recht großen und engagierten Teams möglich, das täglich sein Bestes gibt, die hochqualitativen Funktionen von Scanbot zu garantieren. Durch den Wechsel zum Abonnement-Modell können wir sicherstellen, dass wir Scanbot auch in Zukunft weiterhin so gut “supporten” können wie bisher.

Die Scanbot-Verantwortlichen werden sich ihrerseits um die Weiterentwicklung des Scanbot SDK kümmern, ein Firmenkunden-Produkt, das in zahlreichen Apps eine Scanfunktion zur Verfügung stellt. Eine Kernkomponente, von deren Updates Scanbot noch profitieren soll.

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‎ScanPro App
‎ScanPro App
Entwickler: doo GmbH
Preis: Kostenlos+
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Dienstag, 03. Mrz 2020, 20:51 Uhr — Nicolas
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  • Hatte ich früher einmal, dann kam das Abo und ich fand Alternativen.

    • check nicht ganz, was paperless genau bezweckt? kannst mir das erklären? die seite gibt nicht soviel her.

    • Da bricht mir schon die Zunge beim lautlosen Lesen…

    • Da mein Hauptsystem Linux ist, ist dies ein sehr guter Tipp für alle, die POSIX-Systeme verwenden. Dieser Artikel bespricht jedoch ein iOS-Produkt und demnach interessieren sich viele Leser sicherlich eher für iOS-Apps/-Lösungen. Funktioniert dieser Lösungsvorschlag vollständig unter iOS?

      Eben!

      Daher empfehle ich JotNot Pro (siehe https://www.iphone-ticker.de/verkauft-scanbot-wechselt-den-besitzer-154293/#comment-1190688 ). Wem aber die einzigartige Möglichkeit jedoch nicht fehlt, der ist sicherlich auch mit Scanner Pro, Genus Scan Enteprise oder anderen gut beraten (wobei ein paar Google Analytics verwenden, was ich aber nicht so schlimm finde, da Google Analytics nicht den Inhalt des Fotografierten feststellt).

      • Woher ich weiß, wer Linux nutzt? Diejenigen erzählen es mir ungefragt

      • Was mich persönlich freut. Danke Reborn.

      • @googman: Sagt man dies nicht (habe ich öfter gelesen) von Leuten, die Macs als Hauptsystem benutzen? Ich habe übrigens auch mehrere Macs, macOS war mein Hauptsystem und nutze ich privat weiterhin als Hauptsystem (wobei Linux mittlerweile auch wichtig ist). Jetzt wissen Sie auch, dass ich macOS (auch wegen der schönen FreeBSD Unix Basis) gerne nutze. Bin ich nun ein Linux-Fanboy oder ein Apple-Fanboy? ;)

      • @Nicolas: Es freut mich, wenn meine Kommentare hilfreich sind. :-D

  • finde ich zwiespältig….

    was man daraus ablesen aber kann: die app lohnt sich nicht wirklich für die firma, sondern eben nur der geschäftsbereich. und das trotz umstellung auf abo.

    • Oder: es läuft so gut, dass ich mich entschlossen habe, die Kaufangebote in Betracht zu ziehen und bei einem sehr guten schlage ich zu!
      Warum? Weil je mehr Wachstum, desto größer und darauf habe ich keine Lust. Außerdem kann ich so meine neuen Ideen umsetzen, weil ich wieder mehr Zeit habe. Oder ich habe ausgesorgt und möchte das Leben genießen?

  • ja, einzig adäquate alternative: scanner pro :)

    • Wozu noch eine App benutzen? iOS Bordmittel funktioniert genauso gut.

      • Welches iOS bordmittel erlaubt es extrem schnell, präzise und mit sehr guten Filtern dokumente zu scannen und an diverse Cloud Dienste automatisch zu verteilen?

      • Kommt halt drauf an, wofür man es braucht. Mit Scanner Pro hast du z. B. die Möglichkeit, Papierformat und Größe einzustellen und alles automatisch in die Nextcloud, Dropbox etc. zu laden, Aautomatische Dateinamenerstellung und automatisierte Aufgaben wie Mailversand. Das ist schon sehr hilfreich, gerade für Reisekostenabrechnungen etc, wenn Tankbelege und Taxiquittingen im PDF nicht auf DIN A4 gestreckt, sondern in Originalgröße bleiben.

      • @heldausberlin
        Es ging um iOS bordmittel die von Kleinhirn erwähnt worden sind. Da gibt es meines Wissens aber keine mit selbigem Funktionsumfang. Ansonsten würde ich vermutlich die Scanner Apps von Adobe oder Microsoft nehmen, aber scanbot ist schon verdammt streamlined.

      • Guter Witz.

    • Keine Alternative, da Google Analytics und das Facebook SDK genutzt werden

  • Schade.
    In der Vergangenheiten gingen viele App Verkäufe ja nicht sonderlich gut aus. Scanbot war eine der ersten und hat bis heute ein extrem gutes Ergebnis. Wäre schade wenn man wechseln müsste. Die App hat mich wirklich zu jedem neuen iPhone begleitet.

  • @ifun
    Man sollte fairerweise erwähnen das die beiden Dienste nicht über Bord geworfen werden wegen dem Verkauf, sondern einfach in den nächsten Wochen eingestellt werden (wunderlist ist ja bekanntlich schon lange bei Microsoft und wird in deren ToDo app aufgehen).

  • Na dann alles Gute! Hoffentlich bleibt das Kernprodukt wie es ist. Digitalisiere damit sehr regelmäßig Dokumente, was einfacher nicht sein könnte. App starten, über Dokument halten, scannen, wird automatisch zu Google Drive geladen und vom Gerät gelöscht. Richtig schnell, einfach und produktiv. Habe einmal vor langer Zeit bezahlt und dann nie wieder. Also sehr zufrieden auf jeden Fall.

  • Interessantes Geschäftsmodell: App mit großem Benutzerstamm kaufen und nicht mehr weiterentwickeln.

    Ach, vermutlich wird es noch eine letzte Weiterentwicklung geben müssen – die Integration vieler Tracking-Netze um das Verhalten des Benutzers auszuspionieren. Irgendwie muss sich der Invest ja auszahlen.

    Das erklärt auf jeden Fall wieso ich in Weekcal Kommunikationen zu 50 Tracking-Firmen mitschneiden konnte.

    Es ist eine Pest und als Nutzer kann man sich anscheinend nicht einmal mehr durch den Kauf von Apps dem Tracking entziehen.

    • Befürchte auch das zig Tracking Tools nun integriert werden :/, die wollen ihre Moneten ja wieder einspielen.

    • Ja, das ist ja auch eine „Advertising Technology Company“. Ausverkauf. Datenschutz my ass. Ich hoffe nur, dass für den Anbieterwechsel eine Neueinstellung in den Appstore nötig ist und ich nicht einfach so ein Update bekomme. Alternative deinstalliere ich die App asap. Scanne eh kaum und Dropbox macht das mittlerweile auch einfach so.

      Lustig ist das Abo-Argument. Erst dauerhaft 4 € haben wollen, weil man ja so tolle Ideen und Kosten hat. Und jetzt das Ding für billig an so’ne Werbeschleuder verscherbeln. Toll.

      • Jetzt nach nochmaligem Durchschauen des Artikels wegen Scanbot SDK ist mir nun aufgefallen, dass sie weiterhin ihr Scanbot SDK an andere verkaufen und weiterentwickeln wollen. Somit hat dann die Scanbot Pro App als GUI des Scanbot SDKs sicherlich die Funktion vorführen zu können, was für tolle Dinge man mit diesem SDK vollführen kann. Somit besteht die Hoffnung, dass der neue Besitzer in Scanbot Pro nicht zu viele unangenehme Funktionen integriert, wenn überhaupt, und dass bei gutem Verkauf des Scanbot SDKs Scanbot Pro dennoch weiterhin gut weiterentwickelt wird.

        (Ob dies so sein wird, kann ich natürlich nicht voraussagen, aber Hoffnung stirbt zuletzt.)

  • Toll!
    Nicht mehr weiterentwickeln, aber weiter Abo-Gebühren kassieren. Das System ist zum kotzen!

  • Naja vielleicht ist das ja mal ein Rüttler das sich diese beknackten Abos nicht lohnen wenn die App jetzt sogar verkauft wird

  • Aufgrund langer Historie (hatte ich vor mehr als einer Dekade für 0€ gekauft & hieß damals Genius+) bin ich zusätzlich im Besitz von Genius Scan Enterprise gekommen (daher Vergleich möglich!) & es war übrigens damals die einzige App, die ich nutzen konnte (… hatte keine Kreditkarte & Umweg über Girokonto war noch nicht möglich oder eingerichtet …). Dann wechselte ich aber zu JotNot Pro, die damals viel besser war & heute nun JotNot Scanner App Pro heißt. Inzwischen hat Genius Scan Enterprise erstaunlich viele Exportmöglichkeiten hinzugewonnen. Dies ist aber bei JotNot auch ähnlich. JotNot hatte damals zwei sehr hilfreiche Funktion, die Genius nicht hatte. Eine großartige Funktion hat Genius inzwischen auch, was ich unter 1. aufliste. Was ich unter 2. aufliste, ist aber weiterhin bei Genius (und vielen anderen Scanner Apps) nicht vorhanden. Deshalb empfehle ich weiterhin die JotNot (Pro-Version). Die hilfreichen Funktionen liste ich auf:

    1. Man kann direkt nach dem Fotografieren das Bild gerade zerren (Bsp.: Papierblätter, die perspektivisch schief aufgenommen wurden). Und man kann das Bild in allen Formen verzerren, was viele Scanner Apps nicht oder nur eingeschränkt konnten wie damals Genius (Achtung: Scanner Pro, Genius, Scanbot können dies heute oder konnten dies zum Teil und oft nur eingeschränkt auch (Genius erst spät …)). Dies ist heutzutage nichts Besonderes mehr. Toll ist aber, dass man nach dem „Optimieren“ des Bildes die Änderungen wieder zurücksetzen kann, falls wichtige Details verloren gingen und daher eine bessere „Optimierung“ nötig ist (z.B. fotografiertes Übungsblatt vom Mathematikübungsblattpartner, weil dies sonst das Nachvollziehen erschweren drastisch oder sogar in die Irre führen konnte). Dies hatte mich damals an Genius sehr gestört, was sie aber heute laut meinem Test nun endlich auch kann (vor ein paar Jahren testete ich dies und da konnte Genius dies noch immer nicht, was ich schade fand, weil die Aufnahmequalität jedoch sehr gut war … JotNot war früher etwas schlechter, aber diese Funktion war für mich enorm wichtig um Aufschrieb schnell fotografieren zu können und erst danach Zuhause die Zeit hatte die Aufnahmen lesbarer umzuformen).

    2. Eine weiterhin fehlende Funktion in Genius (und Scanner Pro und Scanbot) ist, dass die hell- oder dunkelgrünen mit Kreide beschriebenen Schiefertafeln, die oft schlecht vom Prof. saubergemacht waren (Gehilfen hatten sie selten und z.B. in Physik- und Mathematikvorlesungen Schnelligkeit in der Lehre viel wichtiger war als Sauberkeit (und nebenbei dadurch mehr prüfungsrelevante Themen aufzeichnen konnten … ;) )) abfotografiert werden können und die App selbst beinahe automatisch den schmutzigen Hintergrund erkennen (je nach selbst wählbarer Kontrasteinstellungen, da sonst die Circumflexes oder Pfeilchen über den Buchstaben (in Physik zeitliche Ableitung) auf den schmutzigen Tafeln nach Umwandlung verschwinden konnten) und entfernen kann und somit die weiße Schrift (ja, vermutlich eine Art Invertierung – sieht man auch an farbiger Kreide, dass dessen Farben zum Großteil invertiert sind) im Bild so umwandeln kann, als wenn der Prof. auf einem weißen Blatt mit Filzstift alles aufgeschrieben hätte. Bevor Klugsch3183r behaupten, dies sie selbst alles im Grafikprogramm machen, denen sollte Gewahr werden, man muss dafür nicht klug sein und all dies würde für einen erheblichen zeitlichen Aufwand sorgen, was man sich mit dieser App sparen kann. Ich habe dies selbst schon einmal versucht und auf Anhieb nicht so ein gutes Ergebnis wie die App erhalten. Und selbst dann war der Zeitaufwand enorm, da man jedes einzelne Bild umwandeln muss, Batch-Prozesse offenbar nicht immer möglich sind und man dies alles zurück in die App bringen muss, damit die App aus diesen Bildern zusammenhängende PDFs erstellt.

    Wegen OCR hatte ich parallel aber Scanbot und Scanner Pro installiert (und erstaunlicherweise nur selten genutzt seit ca. einer Dekade). Genius soll dies inzwischen auch können, aber JotNot hat seit ca. 4 Monaten auch eine OCR-Funktion. Welche App OCR besser implementiert hat, weiß ich leider nicht und so viel Zeit verschwende ich dafür nicht, da ich sie kaum benötige (und wenn ich sie benötige, Scanner Pro, Scanbot Pro oder Genius+ nutzen könnte). Wegen der Möglichkeit Schiefertafeln abfotografieren und automatisch für Drucker optimiert die Bilder umwandeln lassen zu können, empfehle ich deshalb weiterhin JotNot.

    Allerdings gibt es inzwischen oft ein PDF zur Vorlesung, worauf man dann mit Notability, Goodnotes oder Goodreader (zwischenzeitlich zwar schlecht gewesen, aber inzwischen wieder fabelhaft – nur für freihändige Notizen leider nicht so gut, aber viele Synchronisierungsmöglichkeiten wie über Webdav, was PDF Perfect & Documents zwar theoretisch auch können, aber in die Synchronisationsordner kann der Markdowneditor AIwriter nur beim Goodreader zugreifen, wenn sie nicht mit military grade encryption verschlüsselt ist).

    Wer sich fragt, warum ich mir so viel Mühe gebe: Altruismus!

    (Kleiner Hintergrund: Ich war aus unglücklichen Umständen nicht imstande in den Vorlesungen Nötiges mitzuschreiben, da ich gezwungenermaßen nur sehr grobmotorisch und langsam schreiben konnte. Mit dieser App und der Fotokamera war dies aber ein guter Ersatz, wozu ich aber oft in der ersten Reihe sitzen musste, um im oft großen Vorlesungssaal die Tafel lesbar abfotografieren zu können. Damals hatten aber die Kameras der iPhones 2, 3 oder 5MP. Wegen den 12MP ist dies vermutlich nicht mehr zwingend nötig (außer davor sitzende Kommilitonen versperren die Sicht). Und die früheren Zurücksetzmöglichkeiten um Verbesserungen zu verbessern sind sicherlich auch nicht mehr ab und zu unbedingt notwendig.)

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