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"Claude.md"-Datei vergessen

Update-Versehen bestätigt „Vibe Coding“ in Apples Entwicklungsalltag

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28 Kommentare 28

Ein Update der offiziellen Apple-Support-App hat einen ungewöhnlichen Einblick in interne Abläufe bei Apple ermöglicht. In der zum Mai-Wochenende freigegebenen Version 5.13 wurde kurzfristig eine Konfigurationsdatei mitgeliefert, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Es dauerte mehrere Stunden, bis Apple dann eine bereinigte Version nachreichte.

Apple Support App

„Claude.md“-Datei vergessen

Bei der Datei handelt es sich um eine sogenannte „Claude.md“-Datei. Solche Dateien werden in der KI-gestützten Softwareentwicklung eingesetzt. Sie enthalten Anweisungen, mit denen Systeme wie Claude Code ihre Arbeit an vorhandenen Projektvorgaben ausrichten.

Programmierern dienen sie dazu, Regeln für Code-Struktur, verwendete Bibliotheken und interne Abläufe festzulegen. Die KI greift bei jeder neuen Sitzung auf diese Vorgaben zu und ergänzt sie durch eigene Erkenntnisse aus vorherigen Arbeitsschritten.

Claude Md Datei Apple

Entwickler können typische Prozesse als feste Befehle hinterlegen, etwa für Prüfungen von Code oder für Testläufe. Ergänzend lassen sich automatische Schritte definieren, die etwa nach jeder Änderung ausgeführt werden. Dazu zählen Formatierungen oder Prüfmechanismen, die Fehler frühzeitig erkennen sollen.

„Vibe Coding“ in Apples Entwicklungsalltag

Die versehentlich veröffentlichte Datei belegt, dass auch Apple solche Werkzeuge aktiv nutzt. Dabei werden Applikationen nicht mehr ausschließlich manuell geschrieben, sondern durch KI-Systeme auf Basis von Textvorgaben erzeugt und weiterentwickelt.

Dies ist nicht nur vor Apples ansonsten sehr zurückhaltender KI-Strategie interessant, sondern auch vor dem Hintergrund des kürzlichen Vorgehens gegen Vibe-Coding-Anwendungen im App Store.

Wie bereits berichtet, hatte Apple mehrere Updates von Vibe-Coding-Anwendungen blockiert, mit denen Anwender die KI zum Bau eigener Applikationen einsetzen konnten. Begründet wurde dies mit bestehenden Richtlinien, die die nachträgliche Veränderung im App Store freigegebener Anwendungen einschränken sollen. Einige Beobachter unterstellten Apple jedoch, sich aktiv gegen Vibe-Coding-Werkzeuge zu positionieren.

Xcode Ki Apple

Zur Erinnerung: Mit Xcode 26.3 hatte Apple externe KI-Systeme wie Claude Code von Anthropic und Codex von OpenAI erstmals auch in die hauseigene Entwicklungsumgebung integriert.

Die schnelle Entfernung der Datei deutet jedenfalls darauf hin, dass Apple interne Einblicke vermeiden will, auch weil sie Rückschlüsse auf die eigene Softwareentwicklung und den praktischen Einsatz von KI-Systemen in Cupertino zulassen.

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03. Mai 2026 um 07:51 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    28 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • @ifun: Was ist das für ein Markdown-Editor im Screenshot? Sieht sehr gut und übersichtlich aus.

  • Alle kochen nur mit Wasser. In dem Fall verwendet Apple halt auch lauwarmes Wasser. Wie die „normalen“ Entwickler auch.

  • KI bei der Entwicklung zu benutzen ist nicht verwerflich, sondern sehr sinnvoll. Es beschleunigt die Arbeit ungemein und hilft, auch kleine Fehler, nicht zu übersehen (Beispiel CodeRabbit).
    Vibe-Coding wäre es, wenn man vollständig von der KI entwickeln lässt, aber das belegt alleine das Vorhandensein von Claude.md nicht.

    • Ganz genau! Vibe-Coding ist einer KI per Prompt eine Komplettanweisung für die Erstellung eine Software zu geben, ohne selbst Programmierkenntnisse zu haben. Das andere heißt Agentic Coding. Hier erstellen Entwickler gezielte kleine Arbeitspakete, die meist monotone und repetitive Arbeitsschritte automatisieren. Die Kompetenz über Architektur, Coding Muster etc. sowie deren Überprüfung und ein finaler Code Review verbleiben beim Entwickler. All dies entfällt beim Vibe Coding.

  • Das ist/war doch abzusehen. Wenn ich als absoluter Programmier-Noob mit Claude eine halbwegs ansehnliche und funktionale Web-App/Mac-App herstellen kann, möchte ich nicht wissen, was das in einem Software/Hardware Konzern für Einsparungspotential mit sich bringt.

  • Vibe-Coding ist nicht gleichzusetzen mit der Nutzung von KI bei der Software-Entwicklung. Etwas mehr Aufklärung täte hier gut.
    Bitte werdet nicht zur Click-Bait App.

  • Ehrlich, ich finde diese Art der Kommunikation widersprüchlich.
    Was ich mir in der Vergangenheit beim coden den Kopf stundenlang zerbrochen habe, um einen Fehler zu finden und jetzt beschreibe ich den Fehler und die Ki findet ihn innerhalb Sekunden. Macht das um einiges leichter. Die KI kann keine Kreativen Ansätze machen, das obliegt bisher nur Menschen, der hat die Idee und die KI setzt sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten um.
    @apple: Geht doch offen damit um, keiner wird es euch übel nehmen

  • Hahaha:D
    Hoffentlich bekommt Claude in iOS 27 die Tastatur und Autokorrektur besser hin;)

    Mal eine Frage:
    Wenn wir normalen User alle durch KI Nutzung dümmer werden…
    Werden die Entwickler auch schlechter, wenn sie diese KI coding Werkzeuge benutzen?

    Ps: Apple muss Google Gemini abonnieren und dann umlabeln in Siri…
    Dazu benutzt man Claude zum coden…

    Interessante Entwicklungen…ob sie gut oder schlecht sind? Wer weiß. :)

  • Also für mich ist „Vibe Coding“ doch nochmal etwas anderes, als KI-unterstütztes Programmieren.
    Ich denke, kaum ein „Vibe-Coder“ wird eine sich erweiternde und mit festen Regeln versehene Markdown-Datei verwenden. Eher: Ich diskutiere solange mit meiner Chat-KI, bis rauskommt, was ich glaube zu erwarten.

  • Ich glaube es ist ein Unterschied zwischen KI hilft mir und KI macht alles alleine für mich.

  • Ist halt fragwürdig, wenn sie Vibe Coding Applikationen im App Store verbieten, aber selbst Applikationen mittels Vibe Coding erstellen. Apple nimmt sich immer ein Sonderrecht raus.

  • Es gibt einen Unterschied zwischen „Vibe Coding“ und „Agentic Coding“. Ich hoffe mal, Apple macht Letzteres.

  • Naja professionelles Software Development mit AI-Unterstützung fällt für mich definitiv nicht unter „Vibe-Coding“.

    Ein professioneller Software Dev der weiß was er tut, kann mit AI einfach deutlich effizienter coden. Vibe coding sind für mich Leute ohne Knowledge die der KI sagen „bau mir ne App die X macht“ und keine Ahnung haben was da passiert.

  • Nur weil eine Claude.md Datei vorhanden ist, heißt das noch lange nicht, dass sich Apple nun völlig unkontrolliert auf KI-Müll verlässt. Sorry iFun, das könnt ihr besser.

  • Bei Apple passiert nichts was Apple nicht absegnet . Marketing Champions

  • Die Software Qualität wird also noch mehr nachlassen. Steve rotiert im Grab! :(

  • Noch keine abwertende oder höhnische Kommentare … was ist los?

  • Schon spannend, dass Apple das auch nutzt. Zeigt aber auch, wie undurchdacht da noch manches ist, ich habe mich auch schon gefragt, warum Claude diese Datei einfach ins Hauptverzeichnis des Projektes knallt statt zB ein separates Verzeichnis zu nehmen, das ich beim Commit ausschließen könnte. Das provoziert solche Fehler ja geradezu.

  • Sicher kein Vibe Coding, sondern Agentic Coding, das im Übrigen Xcode direkt unterstützt. Warum sollte Apple das also nicht nutzen?

  • Bitte Agentic Coding (was Apple mutmaßlich nutzt) nicht mit Vibe Coding (was Apple sehr wahrscheinlich/hoffentlich nicht bei Produktiv-Software einsetzt) gleichsetzen ;-)

  • Die Cloud.md belegt, dass Apple LLMs und agentische Codingsysteme verwendet. Das ist kein Vibe coding. Vibe coding ist wenn jemand AI verwendet und es der Person egal ist, wie die Anwendung entsteht Hauptsache es funktioniert irgendwie am Ende. Für gewöhnlich sind das Laien, die keine Ahnung haben was sie machen. Architektur und Implementierungsdetails sind dabei egal.

    In der Cloud.md wird hier gezeigt, dass die/der Entwickler hier gezielt Anweisungen geben, welche Techniken und Methoden verwendet werden sollen. Das diese Methode der Entwicklung schneller und oft auch Qualitativ besser ist, als per Hand zu entwickeln, sollte akzeptiert werden und es Wäre naiv von Apple nicht sowas zu verwenden.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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