Mit Riemenantrieb und App-Anbindung
Tenways CGO009 ausprobiert: Komfortables und smartes City-E-Bike
Wir haben die neue Version des Tenways CGO009 ausprobiert. Das Fahrrad richtet sich an Nutzer, die ein komfortables E-Bike für die Stadt suchen, und hat unser Interesse vor allem durch seine iPhone-Anbindung geweckt.
Optisch und ergonomisch orientiert sich das CGO009 am klassischen Hollandrad und setzt auf vergleichsweise einfache, wartungsarme Technik. Anstatt einer herkömmlichen Kette kommt beispielsweise ein Gates-Riemen zum Einsatz und die vorhandenen Kabel sind nach Möglichkeit verborgen oder verlaufen im Rahmen.
Ergänzungen beim neuen Modell
Die seit vergangenem Monat erhältliche „New Edition“ des CGO009 wiegt 23 Kilogramm und bringt einige Detailverbesserungen mit sich, die vor allem Komfort und Alltagstauglichkeit betreffen. Neu ist unter anderem ein zusätzliches, helles Frontlicht am Vorbau, das das bereits im Rahmen integrierte Licht ergänzt. Darüber hinaus wurde der Rahmen leicht überarbeitet. Die Gabel wirkt stabiler, und eine Halterung für Satteltaschen gehört nun zur Serienausstattung. Ein passender Frontgepäckträger soll ab dem Sommer als Zubehör erhältlich sein.
Zudem sind die iPhone-Anbindung und ein kleines Farbdisplay am Lenker neu hinzugekommen. Der Bildschirm zeigt grundlegende Fahrdaten wie Geschwindigkeit, Akkustand, aktuelle Unterstützungsstufe, verbleibende Reichweite und Tageskilometer an.
Angesichts seiner Ausstattung ist das Rad mit einem Preis von 2.199 Euro absolut konkurrenzfähig in seinem Segment. Für Tenways spricht zudem, dass der Hersteller überwiegend Standardkomponenten verbaut und sein Händler- und Servicenetz weiter ausbauen will, sodass Kauf und Wartung zunehmend auch über lokale Fachgeschäfte möglich sind.
Singlespeed mit drei Unterstützungsstufen
Im täglichen Einsatz zeigt sich das CGO009 als komfortorientiertes Stadtfahrrad. Der verbaute C9-Nabenmotor verfügt über ein Drehmoment von 45 Nm. Der Antrieb lässt sich über das zentrale Bedienelement am Lenker in drei Unterstützungsstufen zuschalten.
Der breite Sattel, die aufrechte Sitzposition und große Reifen sorgen für ein ruhiges und angenehmes Fahrverhalten. Auch längere Strecken lassen sich komfortabel und ohne größere Belastung bewältigen. Das Rad meistert auch leichte Steigungen problemlos. Kürzere, steile Anstiege sind ebenfalls machbar, wenn man etwas stärker mitarbeitet und am besten noch die Boost-Funktion nutzt.
Der Boost-Knopf sitzt etwas versteckt unterhalb der Steuereinheit am Lenker und erlaubt es, die Motorleistung temporär um rund 50 Prozent zu erhöhen. Dieser Modus bleibt aktiv, solange der Knopf gedrückt wird, und kann insbesondere beim Anfahren an der Ampel oder an Steigungen hilfreich sein. Der Akkuverbrauch steigt dabei natürlich entsprechend.
So gut sich das Rad beim Fahren auf Straßen und Radwegen macht. Für Touren abseits befestigter Wege ist das CGO009 weniger geeignet. Das Fehlen einer Federung macht sich auf unebenem Untergrund dann doch deutlich bemerkbar.
Zahnriemen statt Kette
Der beim CGO009 verbaute Zahnriemen vereint mehrere Vorteile. Im Gegensatz zu einer Kette ist er nahezu geräuschlos und wartungsfrei. Da hier auch kein Schmieren erforderlich ist, entfällt zudem die Angst, die Hose dreckig zu machen oder einzuklemmen.
Der herausnehmbare Akku verfügt über eine Kapazität von 374 Wh und lässt sich sowohl ausgebaut als auch direkt im Rahmen laden. Laut Hersteller sind damit Reichweiten von bis zu 100 Kilometern möglich, wobei die tatsächliche Leistung natürlich stark von Faktoren wie Fahrweise, Unterstützungsstufe, Temperatur und Streckenprofil abhängt.
GPS-Ortung und mehr als Zusatzpaket
“Optional stellt das im neuen CGO009 verbaute sogenannte Smart-Connect-Modul zusätzliche Funktionen rund um die iPhone-Anbindung bereit. Per App ist es möglich, sich nicht nur allgemeine Fahrdaten anzeigen zu lassen, sondern das Fahrrad auch über GPS zu orten.
In Verbindung damit stehen verschiedene Sicherheitsfunktionen zur Verfügung, darunter Push-Mitteilungen bei erkannten Bewegungen oder wenn das Fahrrad bestimmte Bereiche verlässt.
Mit im Paket ist auch eine Navigationsfunktion. Die Routenplanung selbst muss zwar auf dem Handy erfolgen und die Navigation aktiv auf dem Telefon laufen, über das Display am Lenker kann man sich dann aber ohne Blick auf das Handy führen lassen. Angezeigt werden Richtungspfeile sowie die Entfernung bis zur nächsten Abbiegung. In den meisten Fällen reicht diese einfache Darstellung aus und man kann das Smartphone während der Fahrt in der Tasche lassen.
Die Smartphone-Integration ermöglicht zudem das kontaktlose Entsperren. Wenn sich das iPhone in der Nähe befindet, wird das Rad automatisch fahrbereit. Alternativ lässt sich das System aber auch jederzeit durch die Eingabe eines Zahlencodes am Bedienelement aktivieren.
In der Tenways-App lassen sich wenn gewünscht auch sämtliche zurückgelegten Strecken ausführlich protokollieren. Neben den GPS-Daten werden hier auch Werte wie Geschwindigkeit, Höhenunterschiede und die Leistung erfasst. Diese Werte können darüber hinaus auch an Apple Health übertragen werden.
Die smarten Funktionen sind im ersten Jahr kostenfrei enthalten. Danach fällt eine jährliche Gebühr an, die aktuell bei 49 Euro liegt. Das Fahrrad lässt sich jedoch auch vollständig ohne App betreiben.
Unterm Strich ein überzeugendes E-Bike für die Stadt
Das Tenways CGO009 hat sich im praktischen Einsatz bei uns als praktischer Begleiter beim täglichen Weg zur Arbeit oder beim Einkaufen bewährt. Die Antriebseinheit ist dabei sehr leise und ausreichend leistungsfähig, um auch das Auf und Ab in unserer Kleinstadt zu bewältigen, ohne dass man besonders kräftig in die Pedale treten muss.
Die Fahrräder von Tenways werden weitgehend vormontiert im Karton geliefert. Parallel hat eine Freundin ein Tourenrad des Herstellers gekauft. Bei beiden Rädern mussten nur noch Arbeiten wie die Montage von Lenker, Vorderrad und Pedalen vorgenommen werden, was sich entspannt in einer halben Stunde erledigen lässt.
Mit Blick auf das eingangs bereits erwähnte Servicenetz nennt Tenways aktuell die Zahl von 1.500 Händlern und Servicezentren als Alternative zum Support per Chat oder E-Mail.









Ich habe den Vorgänger letztes Jahr mal für eine Probefahrt ausgeborgt. Das Singlespeed in Verbindung mit dem Riemen hat mir super gefallen – die Bremsen dagegen nicht wirklich. Die Bowdenzüge am Lenker stören zudem den schicken Gesamteindruck.
Im Ganzen fand ich es aber gut, kam letztlich nur mit dem gebogenen Lenker nicht gut zurecht.
In Angesicht von Preis/Leistung aber ein wirklich schönes Rad.
Wie ist die Sitzgeometrie im Vergleich zum Tenways CGO600Pro?
Beim 600Pro sitze ich leicht nach Vorne gebeugt. Fühlt sich leicht sportlich an, Aber für jeden Tag ist mir das zu anstrengend.
Ansonsten ist es ein super Fahrrad. Dadurch, dass es so leicht ist, ist es super agil. Das Single Speed ist alltagstauglich.
Ich hatte das CGO009 vorletztes Jahr getestet und mich für dann für 600 Pro entschieden. Ich bin 1,96 m groß und für große Menschen sind diese Urban-Bikes einfach nichts. Beim 600 Pro kann ich viel mehr individualisieren, aber dafür in Sachen Optik einbußen. Habe einen gebogenen Lenker montiert, damit ich aufrechter sitzen kann und z.B. in eine Parallelogramm-Sattelstütze investiert.
Vielleicht montierst Du in ein gebogenem Lenker von z.B. Ergotec um dauerhaft aufrechter sitzen zu können? Es liegen wirklich Welten dazwischen.
Danke für die Tipps! Bei meinen 1,75 sollte ich dann mal Probe fahren. Da ich das 600 nur geleast habe, will ich nicht so viel zusätzlich investieren. In 2 Jahren kann ich mir das nächste Fahrrad holen.
Die Investition in einem gebogenen Lenker kostet ca. 40€. Mach mal den Test. Setz Dich auf das Rad und stell‘ Dir vor Du hättest bereits einen gebogenen Lenker. Wenn Du Deine Hände etwas anwinkelst, sitzt Du automatisch aufrechter.
Natürlich ist es – verhältnismäßig – leicht. Alles > 17 kg empfinde ich für mich persönlich weiterhin als zu viel.
Als „günstiges“ City-ebike ist das Modell aber sicher recht gut.
„Keilriemen statt Kette
Der beim CGO009 verbaute Keilriemen vereint mehrere Vorteile.“
Das ist ein Zahnriemen.
Und wartungsfrei ist ein Zahnriemen auch nicht, er ist wartungsarm. Ein Zahnriemen sollte hin und wieder gereinigt werden und die Spannung sollte auch kontrolliert und ggf. angepasst werden.
Ja, das Fahrrad sollte gereinigt werden. Kein Vergleich zu Kette…Alkoholfrei heisst auch noch 0,5 %
Hab den vorgänger geiles teil.
Nur 2 Probleme:
1. Hand teile lösen sich nach 9 monaten auf. (Ersatz kost 20€)
2. sattel geht kaputt wenn wasser gegen kommt (7 monate)
Das feststehende Licht am Rahmen kannste vergessen!!
Warum? Kann man den Leuchtwinkel nicht einstellen und blendet dann alle Entgegenkommenden? Diese extrem hellen Fahrradlichter sind echt eine Pest, wenn sie nicht vernünftig einstellbar sind.
Nein das Licht am Rahmen ist nur ein Tagfahrlicht.
Krass wie viele Leute bei einem blendenden Radlicht abgehen
Autos hingegen…
@ Magoly
Whataboutism sind inzwischen echt out …
@Magoly:
LED Scheinwerfer sind beim Auto richtig eingestellt, da blendet nix. Nur alte Hallogenautos, bei denen die Scheinwerfer falsch einstellt sind, blenden.
Aber Radterroristen fahren mit 2 Lichtern am Helm, falsch eingestellt und 2 am Rad, auch falsch eingestellt, und blenden dich dermaßen stark, dass du aufpassen musst, dass nix passiert…
Also was ich schon Leute mit meinem ehemaligen Model 3 geblendet hab…^^
Sorry, erst auf der Tenways Internetseite gesehen das es noch ein schwenkbares Lenkerlicht hat. War im Artikel nicht so deutlich zu ersehen. Hab noch die erste Version von Fenway und die läuft zuverlässig.
Ich fahre auch ein Tenways. Und es ist top. Gute Qualität. Superleise wegen des Zahnriemen Antriebs. Und wenn man nicht zu viele Hügel auf seiner Strecke hat ist der Single Mode top. Man kann immer locker die 25 km/h fahren.
Abo für smarte Funktionen.. naja :/
Der support ist super langsam und nervig. Teilweise wochenlang ohne fahrrad deswegen
Und so formschön ;-)
2200€ für ein Citybike das in gewissen Städten vermutlich keine drei Monate beim Besitzer bleibt…
und selbst wenn: die haben nicht mehr alle Latten am Zaun. Da gibt’s schon deutlich komplexere Geräte um weniger Geld.
Für das Geld gibt es schon deutlich weniger schwachbrüstige Räder mit 500er Akku und Bosch Performance … auf den Riemen kann man dafür gut verzichten
Wie viele andere „Gravel“ oder „City“ E-Bikes auch ist auch dieses nicht für alle Städte geeignet. Ich Fahrer einige Monate im Jahr von Langenfeld nach Köln Porz ins Büro – kurz nach Leverkusen fängt das Dilemma an – die Fahrradwege in Köln sind schlimmer als jede Kraterlandachaft auf dem Mond – die Frankfurter Straße zb – da sind die Wege durch die – welche Wunder – sehr nah gepflanzten Bäume einfach aufgeplatzt und hochgedrückt. Nach einem Jahr mit einem ohne Federung bin ich nun mit einem Cube glücklich – da muss ich mir nicht um meine Gesundheit sorgen.