Neue App vom Overcast-Entwickler
Unforgetful verschärft Apples Erinnerungsfunktion
Der Entwickler Marco Arment hat mit Unforgetful eine neue Aufgaben-App für iPhone und Mac veröffentlicht. Die Anwendung richtet sich insbesondere an Menschen, denen klassische Aufgabenlisten zu viel Organisation abverlangen oder deren Erinnerungen im Alltag leicht untergehen.
Arment, der unter anderem durch die Podcast-App Overcast bekannt ist, hat Unforgetful zunächst für den eigenen Gebrauch entwickelt. Auslöser für das Projekt waren seine eigenen Schwierigkeiten, Aufgaben zuverlässig im Blick zu behalten.
Erinnerungen verschwinden nicht
Unforgetful greift direkt auf die Daten von Apples Erinnerungen-App zu, unterscheidet sich in seinem Konzept und vor allem beim Umgang mit Benachrichtigungen jedoch deutlich. Ein Hinweis verschwindet beispielsweise nicht dauerhaft, wenn der Nutzer die zugehörige Mitteilung versehentlich wegwischt. Unforgetful erinnert stattdessen wiederholt an eine Aufgabe, bis diese erledigt oder gelöscht wird.
Sind mehrere Aufgaben für denselben Zeitpunkt vorgesehen, sollen die Hinweise zeitlich versetzt erscheinen. Bei ortsabhängigen Erinnerungen lässt sich zudem eine Verzögerung festlegen. Eine Aufgabe kann beispielsweise erst einige Minuten nach der Ankunft zu Hause angezeigt werden.
Klare Struktur, weniger Optionen
Au Auch beim Aufschieben von Aufgaben gelten besondere Regeln. Die angebotenen Zeitabstände passen sich daran an, wie oft eine Erinnerung bereits aufgeschoben wurde. Einen klassischen Status für überfällige Aufgaben gibt es dagegen nicht. Aufgaben werden lediglich danach unterschieden, ob sie jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt anstehen. Auf Ordner, Schlagwörter und verschiedene Ansichten verzichtet die App ebenfalls. Damit soll verhindert werden, dass Aufgaben innerhalb einer komplexeren Struktur aus dem Blick geraten.
Durch die Anbindung an Apples Erinnerungen können Aufgaben wie gewohnt mit Siri angelegt werden. Neue Einträge lassen sich außerdem direkt in Unforgetful diktieren. Die Funktion steht auch über die zugehörigen Widgets zur Verfügung. Eine Erkennung natürlich gesprochener Zeitangaben unterstützt die Diktierfunktion bislang allerdings nicht.
Abo mit Probemonat
Unforgetful ist für iPhone und Mac erhältlich. Die Nutzung kostet 22,99 Euro pro Jahr, wobei das Abonnement beide Plattformen umfasst. Vor Abschluss eines Abonnements lässt sich die App einen Monat lang kostenlos ausprobieren.


Abo für so eine App – nein!
+1
Und ambitionierter Preis
Hört sich alles sehr gut an, bis zum letzten Absatz. 22,99 Euro jährlich sind mir deutlich zu viel. Da nützt mir auch der Probemonat wenig. Schade.
Geld zahlen wäre in Ordnung, von mir aus auch einmalig 22,90 Euro – wenn sie hält was sie verspricht.. für mich klingt sie jedenfalls interessant.
Kennt jemand zufällig ähnliche Alternativen?
Good Task ist ein mächtiges Tool für Erinnerungen. Kann sehr viel, ist mir aber zu unübersichtlich und deshalb nix für mich.
Ich nutze Remind Faster zur Erstellung von Erinnerungen. Ansonsten reichen mir die Bordmittel von Apple.
danke
Due wäre eine Alternative. Der Vorteil an der hier vorgestellten App ist aber, dass die Datenbank der Apple-Erinnerungs-App verwendet wird. Das ist bei anderen Apps nicht so.
Marco Arment schreibt irgendwo auch selbst, dass ihm die zuverlässige und einfachere Siri-Anbindung von Apples App wichtig ist.
Sieh dir mal die App „Due“ an. Die nutze ich seit iPhone 4 und kann sie empfehlen. Das Abo kostet 4,99€ fürs Jahr.
Auch an euch ein Dankeschön – gucke ich mir an.
4,99 EUR im Jahr zzgl. 8,99 EUR einmalig für den Kauf der App. Also auch nicht ganz so günstig.
Schickes Icon, gefällt mir.
Preis finde ich fair, wenn es einem zusagt und man es täglich benutzt, sind unter 2€ im Monat oder 6 Cent pro Tag.
Trotzdem werden nur lokale Daten in der App verarbeitet, womit keinerlei laufende Kosten für Cloud Server oder Ähnliches entstehen. Somit empfinde ich jedwede dauerhafte Zahlung als pure Abzocke und so lange mein Gehalt nicht auch als Abo bezahlt wird, ist es schlichtweg inakzeptabel so andere zu bezahlen…
Warum keine iPad-Version und ein Abo bei dem Funktionsumfang macht einfach keiner Sinn.
Ich dachte es gäbe gar nicht die Möglichkeit für App-Entwickler auf diese Daten zuzugreifen? Das würde ich gerne mal ausprobieren mit einem LLM meiner Wahl und dann ein UI obendrauf bauen.
Sehe keinen wirklichen Vorteil zur Apple-App. Nutze diese intensiv und sie kann alles was man braucht; es gibt so viele Möglichkeiten und Funktionen. Einfach mal in YouTube nach Hilfevideos schauen. Dann kann man sich das Geld sparen. Aber: jeder wie er mag.
Gut, wenn es für Dich funktioniert bzw. ausreicht. Aber für viele dürfte allein das unbeabsichtigte Wegwischen einer Erinnerung, die dann ggfs. in Vergessenheit gerät bereits ein Grund sein nach Alternativen zu schauen. Oder aber ein „penetranteres“ Erinnern..
Die Features klingen gut und werden hoffentlich von Apple kopiert, aber 23 € im Jahr wäre mir das nicht wert. Als 3-€-Einmalkauf hätte ich zugeschlagen. Und dann kann der Entwickler gerne in zwei Jahren gerne eine neue Version rausbringen, mit mehr Features, die vielleicht 5 € kostet und die Stammkunden für 2 € Aufschlag freischalten können.
Ich habe mir in der Apples Erinnerungs-App intelligente Listen „heute“ und „überfällig“ angelegt und angepinnt.
Damit sehe ich auf einen Blick, was heute noch wichtig ist und was eigentlich schon erledigt sein sollte.
Das hilft enorm.