Ältere iOS-Versionen als Angriffsziel
Umfangreiches iPhone-Spionagewerkzeug landet in Hacker-Kreisen
Sicherheitsforscher von Google haben ein neues Software-Werkzeug identifiziert, mit dessen Hilfe Angreifer Zugriff auf iPhones mit älteren iOS-Versionen erhalten können. Der Dokumentation zufolge reicht bereits der Besuch einer entsprechend präparierten Webseite aus, um die Schadsoftware auf dem Gerät zu installieren.
Ursprung im Umfeld staatlicher Überwachung?
Das mit dem Namen „Coruna“ versehene Exploit-Kit scheint im Auftrag der US-Regierung erstellt worden und zwischenzeitlich in die Hände von russischen Hackern gefallen zu sein. Dieser Umstand macht die Entdeckung besonders brisant. Das Magazin Wired berichtet davon, dass die Software neben Google auch durch die Sicherheitsfirma iVerify untersucht wurde. Deren Spezialisten sehen Hinweise darauf, dass es sich um um eine höchst aufwändige und kostspielige Entwicklung handelt, die eine entsprechende Auftragsarbeit vermuten lässt. Vor diesem Hintergrund stellt sich umso mehr die Frage, wie das Spionagewerkzeug in Hackerkreise gelangen konnte.
Bilder: Mikhail Nilov
Werkzeugkasten mit mehreren Angriffsmethoden
Die Software enthalte fünf vollständige Angriffsketten, mit deren Hilfe sich mehrere Sicherheitsmechanismen von Apples iPhone-Betriebssystem umgehen lassen. Insgesamt würden hierfür 23 verschiedene Schwachstellen in iOS ausgenutzt. Eine derart umfangreiche Sammlung von Angriffstechniken gelte unter Sicherheitsforschern als ungewöhnlich und deute darauf hin, dass erhebliche Ressourcen in die Entwicklung geflossen seien.
Die Sicherheitsforscher haben auch Komponenten einer als Triangulation bekannten Malware-Kampagne entdeckt, bei der Angreifer offensichtlich spezielles Wissen über versteckte Funktionen in Apple-Prozessoren hatten.
Nach Einschätzung der Forscher seien Teile des Codes bereits Anfang des vergangenen Jahres beobachtet worden. Einige Monate später sei eine weiterentwickelte Variante in einer mutmaßlichen Spionagekampagne aufgetaucht, die mit einer russischen Gruppe in Verbindung gebracht wird. Dabei sei der Schadcode in ukrainische Webseiten eingebettet worden. Später habe man das Werkzeug erneut entdeckt, diesmal in einer kriminell motivierten Kampagne. Dabei hätten manipulierte Webseiten für Kryptowährungen und Online-Glücksspiele Schadsoftware verteilt, die digitale Geldbörsen ausspähen sollte.
Sicherheitslücken durch Apple geschlossen
Apple hat die genutzten Sicherheitslücken mit seinen letzten Updates für iOS geschlossen. In der Folge sind nur Geräte gefährdet, auf denen noch iOS-Versionen zwischen 13 und 17.2.1 installiert sind. Eine Aktualisierung auf die jeweils neueste Version wird dringend empfohlen.

Endlich jemand, der eine ordentliche Überschrift hinkleistern kann. „Ältere iOS-Versionen als Angriffsziel“ viele andere Seiten würden es reißerischer formulieren, um Klicks zu generieren. Danke.
Guten Morgen, du Griesgram
Nö Flopper, er hat schlicht recht!
…gibt halt Leute (wie Flopper), die auch aus positiven Postings nur das negative herauslesen…
Ich kann im Posting von Fire2002de auch nichts erkennen, was die Bezeichnung „Griesgram“ verdient. Im Gegenteil.
Guten Morgen! Recht hat er/sie aber dennoch. :-)
Schreib doch lieber „derjenige“ statt „er/sie“. Immer dieser mundgerechte Kindergarten mit der deutschen Sprache
Er, sie, es, wieso, weshalb, warum, wer nicht fragt bleibt dumm!
„gehnt“ = geht
Oh Mann, die iPad Tastatur war mal besser und meine Finger dünner.
Nochmal: geht für gent.
23 verschiedene Schwachstellen in iOS. Dafür gäbe es mutmaßlich durchaus einen mehrfachen Millionenbetrag von Apple. Das zeigt, dass da wirklich viel Aufwand betrieben wurde. Nur ist es imho unschön, dass noch nicht einmal völlig veraltete Hardware ungeschützt bleibt. iOS 17.2.1 ist ja nicht lange her.
Es gibt aber Updates für alte iOS Versionen die im Januar 2026 veröffentlich wurden. Also ist die Hardware weiter sicher wenn die Leute Updates ausführen.
Versteh ich nicht. Z.b. ein iPhone 8 (ja, uralt) hat maximal mit allen Updates 16.7.x. Also bleibt dies lt. dem letzten Absatz des Artikels weiterhin unsicher.
Die Frage stellt sich mit der aktuellen US-Regierung überhaupt erst?