Alternative zu Apples Mail-App
Thunderbird für iOS: Mail-App nimmt langsam Gestalt an
Thunderbird soll auf dem iPhone künftig eine ernsthafte Alternative zu Apples Mail-App werden. Das Entwicklerteam zeigt jetzt einen ausführlicheren Blick auf die noch entstehende native iOS-Version. Die Anwendung entsteht vollständig neu und greift nicht einfach auf vorhandenen Programmcode der Desktop- oder Android-Ausgabe zurück.
Damit konkretisieren sich die Pläne deutlich. Noch Anfang des Jahres bestand die TestFlight-Version im Wesentlichen aus Platzhaltern und einem kaum nutzbaren Grundgerüst. Inzwischen arbeitet das Team an den Funktionen, die eine Mail-App im Alltag zuerst beherrschen muss.
Konten einrichten, Mails im Hintergrund laden
Die Kontoeinrichtung soll möglichst automatisch ablaufen. Vorgesehen sind unter anderem Anmeldemöglichkeiten für Dienste wie Google und Microsoft, auch mehrere Konten sollen sich ohne größeren Aufwand hinzufügen lassen. Dahinter entsteht eine Hintergrundsynchronisation, die die Verbindung zum jeweiligen Anbieter aufrechterhält und neue Nachrichten abrufen soll, ohne den Akku unnötig zu belasten.
Auch Posteingang und Editor nehmen Form an. Gezeigt wird eine aufgeräumte Nachrichtenliste sowie ein Editor mit Formatierungswerkzeugen. Damit setzt Thunderbird zunächst genau dort an, wo das Team bereits im Februar seine Prioritäten gesetzt hatte: Erst müssen Abruf, Versand und Anmeldung zuverlässig funktionieren, bevor umfangreichere Zusatzfunktionen folgen.
Erstes Community-Testing in wenigen Monaten
Technisch soll die neue App zugleich Raum für spätere Erweiterungen schaffen. Thunderbird setzt dafür nach eigenen Angaben auf eine saubere Architektur und ein System für experimentelle Funktionen. Neue Features können damit zunächst gezielt für Tester freigeschaltet werden. Gleichzeitig soll der Aufbau Beiträge externer Entwickler erleichtern, was bei einem quelloffenen Projekt eine nicht ganz unwichtige Grundlage ist.
Im Thunderbird-Blog nennt das Team nun auch einen groben Zeitrahmen. Eine erste Version für Community-Tests soll in den kommenden Monaten bereitstehen. Bis dahin versteht sich das Gezeigte ausdrücklich als Zwischenstand. Langfristig soll sich Thunderbird über Geräte hinweg möglichst einheitlich anfühlen, unabhängig davon, ob Nutzer ihre Nachrichten am Rechner oder unterwegs auf dem iPhone bearbeiten.



Prima, ich freue mich drauf.
Hoffentlich setzen sie die IMAP Funktionen besser um als auf dem Desktop. Dort musste ich erst auf irgendwelchen Seiten Parameter für Konfigurationsdateien finden, um tiefe Ordnerstrukturen anzuzeigen. Und auch damit funktionierte es nicht zuverlässig. Eine gute Alternative zu Mail wäre ja nicht schlecht!
Für mich wäre das anlegen von Ordnern wichtig.
Das geht bei Apple Mail auch
Bin mit Mail mehr als zufrieden. Auf dem Desktop sieht Thunderbird aus wie aus dem letzten Jahrhundert.
Apple Mail aber auch… irgendwie.
Ist das denn so schlimm? Ich bin auch aus dem letzten Jahrhundert.
Aber ansonsten gebe ich dir recht. Ich weiß nicht, was man gegenüber Mail noch verbessern sollte/könnte. Ich bin da mal gespannt.