Premium-Abo ergänzt die kostenlosen Apps
Thunderbird für iOS: Fokus auf Grundfunktionen und neues Premium-Abo
Die Entwickler der freien E-Mail-Lösung Thunderbird treiben die Arbeiten an ihrer iPhone-App weiter voran und haben zugleich ihre langfristige Finanzierungsstrategie konkretisiert. Ein aktueller Fortschrittsbericht zeigt, dass sich die mobile Entwicklung klar auf stabile Basisfunktionen konzentriert, während mit einem neuen kostenpflichtigen Angebot zusätzliche Einnahmen generiert werden sollen.
Für iOS knüpfen die Pläne an den bisherigen Zustand der App an, die Anfang Januar erstmals als kaum nutzbare TestFlight-Version erschienen war und vor allem als Lebenszeichen des Projekts diente.
App noch 2026 mit E-Mail-Grundgerüst
Für die iPhone-Version steht 2026 die Veröffentlichung einer ersten funktionsfähigen Version im Mittelpunkt. Nach Angaben des Entwicklerteams liegt der Schwerpunkt zunächst auf technischen Grundlagen wie IMAP und SMTP, also den Protokollen für den Abruf und Versand von E-Mails. Parallel dazu wird ein einheitliches Designkonzept aufgebaut, das langfristig auch auf andere Plattformen übertragen werden soll.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Einführung von OAuth. Dieses Verfahren erlaubt eine Anmeldung über die jeweiligen E-Mail-Anbieter, ohne dass Nutzer manuell spezielle App-Passwörter anlegen müssen. Erst wenn diese Bausteine stehen, sollen typische Funktionen wie das Schreiben und Lesen von Nachrichten, der Umgang mit Anhängen, Signaturen und verschiedene Postfächer folgen.
Premium-Abo ergänzt die kostenlosen Apps
Parallel zur App-Entwicklung stellt Thunderbird mit Thunderbird Pro ein kostenpflichtiges Zusatzangebot vor. Dieses Abonnement bündelt mehrere Cloud-Dienste, darunter einen eigenen E-Mail-Dienst namens Thundermail, eine Terminplanungsfunktion sowie einen Dienst für den verschlüsselten Versand großer Dateianhänge. Die Angebote setzen auf offene Standards und sollen auch mit externen Diensten wie Google Calendar oder CalDAV zusammenarbeiten.
Die Entwickler betonen, dass die klassischen Desktop- und Mobile-Apps weiterhin kostenlos und quelloffen bleiben. Die Einnahmen aus dem Pro-Abo sollen die Weiterentwicklung finanzieren und eine langfristige Unabhängigkeit sichern.



Sind die Entwickler, nicht Mozilla?
Sind sie auch. In testflight ist sie Entwickler Mozilla zu sehen.
Mozilla ist die Firma/Organisation (so ganz durchblicke ich das Geflecht von Mozilla Foundation und Mozilla Corporation nicht), die Firefox und Thunderbird nebst einigen anderen Projekten vorantreiben. Firefox und Thunderbird sind jedoch weiter Opensource-Projekte. Die Entwickler sind nicht zwangsläufig auch Angestelte von Mozilla, soweit ich weiß.