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Telekom: Weiterverwertung von Mobilfunk-Nutzungsdaten startet im April

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33 Kommentare 33

Über die Pläne der Telekom, die Nutzungsdaten aus dem Mobilfunknetz für Verkehrs- und Bewegungsanalysen zu verwenden, haben wir ja bereits berichtet. Jetzt liegen uns weitere Informationen zu diesem Thema vor.

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(Bild: Shutterstock)

Konkret wird die Telekom-Tochter Motionlogic die Auswertung und auch Vermarktung dieser Daten übernehmen. Von April an soll das Unternehmen Netzdaten aus dem Mobilfunk- und WLAN-Netz der Telekom für die Analyse von Verkehrs- und Bewegungsströmen verwenden. Die Telekom betont, dass diese Daten anonymisiert und in Gruppen zusammengefasst an das Tochterunternehmen weitergeleitet werden und Rückschlüsse auf Einzelpersonen zu jeder Zeit ausgeschlossen sind. Das technische Anonymisierungsverfahren soll zudem von unabhängige Institutionen auf seine Funktionsweise und Sicherheit geprüft werden.

Ergänzend zu den Netzdaten werden auch die folgenden Kundenbezogenen Daten in die Auswertungen einbezogen:

  • Altersgruppe in 10-Jahres-Schritten
  • Geschlecht
  • Postleitzahl der Kundenadresse gekürzt auf 4 Stellen

Ein praktisches Beispiel für die Verwendung solcher Auswertungen wäre die Möglichkeit für Verkehrsbetriebe, die Auslastung von Verkehrsmitteln festzustellen oder einen entsprechenden Bedarf anhand der Menge der am Bahnhof befindlichen Personen zu ermitteln.

Grundsätzlich ist eine solche Weiterverwendung von Nutzerdaten heutzutage nichts Außergewöhnliches. Auch die Anbieter von Navigationssoftware verwenden die im Zusammenhang mit der Nutzung ihrer Apps erfassten Daten in der Regel weiter, hier beispielsweise für aktuelle Verkehrsinformationen oder um das Kartenmaterial zu optimieren. Allerdings hat der Kunde sicherlich Anspruch darauf, über derartige Vorgänge umfassend informiert zu werden und sich auf Wunsch dieser Weiterverwendung zu entziehen. Die Telekom wird daher bis zum Start des Programms eine entsprechende Opt-Out-Option online sowie telefonisch, voraussichtlich unter der Telefonnummer 0800-0005608, anbieten. Von der Datenerfassung betroffen sind laut derzeitigem Kenntnisstand nur Privatkunden mit Laufzeitverträgen. Bei Xtra-Kunden und Geschäftskunden werden generell keine Daten weitergeleitet.

Freitag, 20. Mrz 2015, 9:04 Uhr — chris
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Rede mit!
  • Ich habe eure Info richtig verstanden, dass ich schon widersprechen kann?

  • Schlichtweg nicht die Aufgabe eines Privatunternehmens, dass sich jederzeit der Herausgabe von Informationen zum Verfahren und zur Verwendung der Daten entziehen kann.

    • es ist die Aufgabe einer AG Geld zu verdienen. Wenn man die Daten hat und die nur verwerten muss um daraus z.B. Staus zu berechnen und an navi-anbieter zu verkaufen ist das schnell verdientes Geld.

  • Telekom verdient damit Geld. Und sind ohnehin die teuersten, was die Preise angeht. Wenn man als Kunde davon direkt profitieren würde (Preisnachlass, direktere Hinweise zur Nutzung) ginge das ja noch. Ich würde allen Kunden raten, der Nutzung zu widersprechen. Ich finde das nicht in Ordnung.

    • Wieso? Wie soll es dann bspw günstiger werden?

      Mal abgesehen davon: alles wird eher teurer mit der Zeit (Autos, Urlaub, Essen, Filme, Fernsehen, Spiele ..)

      Wieso sollen dann hier alle billiger werden, egal ob Telekom, Vodafone oder O2,?

      • Schau einmal ins Ausland. Selbst die Telekom kannst du da zu ganz anderen Konditionen nutzen. Im Preisvergleich liegt Deutchland in der Steinzeit!

      • Ich glaube du (iChef) hast es nicht verstanden.
        Wenn ein Unternehmen Gewinn durch Informationen die durch mich gewonnen werden daraus Geld erwirtschaftet, sollte man als Kunde schon irgendwie was davon erhalten. Sonst könnte die Telekom doch gleich an ein Unternehmen beauftragen und dieses Unternehmen mit 10.000 devices bestücken und die dafür bezahlen, diese Informationen, welche wir „kostenfrei“ zur Verfügung stellen würden zu besorgen.
        Klar Ist es ein wunschdenken, aber die Telekom verdient an diesen Informationen! Dadurch das wir uns durchleuchten lassen. Gut einige werden wieder sagen, es ist mir egal,… Aber das ist deren Problem.

      • Aber das ist BigData – das macht jeder. Meine Versicherung ist deshalb auch nicht günstiger :/

    • Vodafone ist nicht günstiger als die Telekom…zumindest für mich

    • du solltest dich mal intesiv mit den Tarifen beschäftigen und ALLE anfallenden Kosten mit einbeziehen (die anderen Anbieter geben nämlich gerne einen Tarifpreis an, auf den immer noch fast 100% für ein neues Endgerät aufgeschlagen werden).
      Die Telekom ist in den meisten Fällen nicht mehr teurer als die anderen großen und fast so guten am Markt (Netzqualität wurde mehrmals nachgewiesen!).

      • Wie siehts aus mit mehr LTE Volumen? 250MB für 5€?
        Da hat die Telekom echt nen Knall. Ich hab letztens nen Tarif gesehen (irgendein billig Anbieter) 7,99, monatlich kündbar mit 200 frei SMS oder Minuten und 2GB LTE. Sobald mein Vertrag ausläuft, werde ich mir iPhones nur noch ohne Vertrag kaufen.

      • Wahrscheinlich LTE gedrosselt auf 7,2Mbit. Immer das Kleingedruckte lesen ;)

  • Weshalb wird bei Geschäftskunden keine Datenvermarktung betrieben? Gerade die sollten ja eigentlich vermehrt unterwegs sein….

    Mit den privaten Bestandskunden erwartet man wohl die wenigsten Probleme, mit denen kann man es ja machen, bzw. denen muss man am wenigsten davon erzählen …

    • Das sehe ich genauso. Gerade dienstlich genutzte Telefone würden vermutlich mehr Bewegungsdaten liefern als private.

      Ich hätte den umgekehrten Weg besser gefunden. Nur wer zustimmt wird erfasst.

      • weil Privatpersonen sich in Massen bewegen, also zu Großereignissen, Ferienbeginn, pendeln etc. Geschäftskunden fahren quer durchs Land ohne dass die Informationen sinnvoll verwertbar wären.

    • Weil Sie unter das Dienstgeheimnis fallen?

  • Werden die Daten von Congstar auch genutzt?

  • Vodafon macht das schon ewig und gibt die Daten an TomTom weiter. Was glaubt ihr warum die die besten Verkehrsdaten haben?
    Warum man bei einem anonymisierten dienst bei dem nicht einmal die Einzelnen sondern nur Gruppen weiter gegeben werden hier schon der erste Paranoiede nach Wiederspruch schreit werde ich nie verstehen.

    • Weil es auch ums Prinzip geht. Erst fragen, Zustimmung einholen und dann nutzen und nicht umgekehrt. Ich nehm dir ja auch nicht einfach dein Auto weg mit der Option für dich, dass du es später ja zurückfordern kannst, und wenn du nichts machst, habe ich eben Glück gehabt.

    • Weil dieses in der Vergangenheit oft suggeriert wurde, jedoch ganz andere Daten erhoben wurden. Siehe Snowden Interviews!

  • Endlich interessiert sich mal jemand für mich….:-))

  • Buch Tip
    „Sie kennen Dich!
    Sie haben Dich!
    Sie steuern Dich!“

    Die wahre Macht der Datensammler…

  • Für alle die gegen ihre Datenerhebung, -sammlung und Datenverarbeitung sind habe ich einen ganz einfachen Tipp!
    Jegliche Kommunikation nur vis-à-vis auszuüben , schaltet eure Smartphones aus und benutzt kein Internet.
    Ich denke die hier oben genannte Verwertung eurer Daten sollte euch kein Kopfzerbrechen bereiten. Es gibt da viel ernstere Privatsphärenverletungen die wir jeden Tag unwissentlich über uns ergehen lassen müssen.

  • Was ich mich frage, ist, ob diese ganzen gesendeten Daten über meinen Datentarif laufen und ich dadurch weniger monatliches Datenvolumen zu Verfügung habe. Weißt das jemand?

    • Die Daten stammen von den Funkzellen. Die registrieren deine Bewegung. Den Rest weiß die Telekom von deinem Vertrag. Name, Geb.Datum, männl./weibl., Wohnort…

  • Im Vergleich zu England ist Deutschland ,was Mobilfunk und TV anbelangt,noch Steinzeit geprägt. Die Telekom ist eine Kapitalgesellschaft für sich, isoliert im Kundenservice und nur Umsatz orientiert. Man könnte es auch anders formulieren , ein Saftladen ohne Geschmak.

  • Nur ein weiterer Schritt zur Totalüberwachung. Putzig wie das ganze immer dummenfreundlich verpackt wird. Momentan ist ja kein Platz mehr drin. (wegen der Apple Watch) – aber wohin sich die Telekom das stecken kann …. ist wohl sowiso klar.

  • Das erste Pilotprojekt zu den Verkehrsdaten hat die Telekom-Tochter mit den Nürnberger Verkehrsbetrieben VAG betrieben. Nur waren Stadtrat, Aufsichtsrat der städtischen Tochter und die Öffentlichkeit sowie die 13.000 betroffenen Bürger (und Telekom-Kunden) davon nicht informiert. Nach Berichten in den Nürnberger Nachrichten wurde das Projekt sofort gestoppt!

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