Modern und attraktiv aber nicht gerade günstig
SwitchBot AI Art Frame ausprobiert: E-Ink-Rahmen zeigt Fotos wie gedruckt
Wir haben uns in den vergangenen Tagen genauer mit dem AI Art Frame von SwitchBot auseinandergesetzt, den der Hersteller als digitalen Bilderrahmen auf Basis eines farbigen E-Ink Displays am Markt platziert hat.
Aus einem Meter Abstand wirkt die Bilddarstellung wie ein hochwertiger Druck
Die folgenden Eindrücke haben wir mit der 13,3-Zoll-Variante gesammelt, die laut Hersteller vor allem für den Wohnbereich und kleinere Galeriewände gedacht ist. Der Rahmen wird aktuell direkt im EU Shop von SwitchBot angeboten und ist dort zum Einführungspreis von 279,99 Euro erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 349,99 Euro.
Unauffällige Darstellung
Im Alltag zeigt sich schnell, dass der SwitchBot AI Art Frame am sinnvollsten beurteilt werden kann, wenn man ihn nicht als klassischen digitalen Bilderrahmen versteht. Das eingesetzte E-Ink Spectra 6 Display ist nicht hintergrundbeleuchtet und benötigt nur beim Bildwechsel Energie. Dadurch wirkt die Darstellung deutlich ruhiger als bei LCD oder OLED Lösungen, die permanent aktiv sind. Aus normaler Betrachtungsdistanz erinnert das Bild eher an einen hochwertigen Druck hinter Passepartout als an einen Monitor.
Die App ist einfach zu bedienen und bietet nur wenige Einstellungen
Die sichtbare Bildfläche misst rund 20 mal 26 Zentimeter. Der Rahmen selbst ist größer ausgeführt und besteht aus einer schwarzen Aluminiumlegierung mit weißem Passepartout. Der Rahmen kann im Hoch oder Querformat an der Wand montiert oder mit einem integrierten Standfuß aufgestellt werden. In Wohnräumen fügt er sich unauffällig ein und zieht nicht dauerhaft Aufmerksamkeit auf sich. Gerade im Vergleich zu klassischen digitalen Bilderrahmen mit leuchtstarker Anzeige bleibt der Art Frame hier eher im Hintergrund.
Die Bildwirkung hängt allerdings stark von der Umgebungsbeleuchtung ab. Bei eingeschaltetem Raumlicht kommen Farben und Kontraste besser zur Geltung. In dunkleren Umgebungen wirken die Farben flacher, was eine typische Eigenschaft dieser Displaytechnik ist. Wer bisher keine Erfahrung mit farbigen E-Ink Displays hatte, nimmt bei näherer Betrachtung die Rasterung und die begrenzte Farbtiefe wahr. Technisch interessierte Nutzer wissen diese Eigenschaften einzuordnen und akzeptieren sie als Teil des Konzepts.
Viele kleine Bildpunkte: Unter der Lupe zeigen sich typische E-Ink-Artefakte
Zwei Jahre mit einer Akkuladung
Die Einrichtung erfolgt über die SwitchBot-App, die auch für andere Produkte des Herstellers genutzt wird. Der Rahmen verbindet sich über 2,4 GHz WLAN und Bluetooth 4.2. Eine offene Schnittstelle oder eine Integration in Automationen ist aktuell nicht vorgesehen. Inhalte lassen sich ausschließlich über die App übertragen. Unterstützt werden eigene Fotos und Bilddateien aus der lokalen Mediathek.
Der Bildwechsel nimmt etwa 30 Sekunden in Anspruch.
Der Bildwechsel benötigt beim 13,3 Zoll Modell rund 30 Sekunden. Währenddessen ist das typische Flackern eines E-Ink Refreshs sichtbar. Für einzelne Bildwechsel ist das unproblematisch. Wer mehrere Motive hintereinander ausprobieren möchte, muss jedoch etwas Geduld mitbringen. Im internen Speicher lassen sich bis zu zehn Bilder ablegen. Diese können statisch angezeigt, als Diashow mit Intervallen von bis zu 24 Stunden genutzt oder zeitgesteuert gewechselt werden. Dadurch eignet sich der Rahmen auch für einfache Informationsdarstellungen wie Öffnungszeiten oder Speisekarten.
Der Akku wird über USB-C geladen und soll bei einem wöchentlichen Bildwechsel bis zu zwei Jahre durchhalten. Im Test bestätigte sich der sehr geringe Energiebedarf. Nach mehreren Wochen Nutzung war kein relevanter Ladebedarf erkennbar. Damit entfällt die Notwendigkeit einer dauerhaften Stromversorgung vollständig.
„KI“ – Kannste Ignorieren
SwitchBot bewirbt den Rahmen stark mit integrierten KI-Funktionen. Über ein kostenpflichtiges Abonnement lassen sich Bilder generieren, umwandeln oder mit Filtern versehen. Diese Funktionen sind technisch sauber umgesetzt, bieten im Alltag jedoch keinen wirklichen Mehrwert. Vergleichbare Ergebnisse lassen sich über zahlreiche externe Dienste erzeugen und anschließend als Bilddatei übertragen. Für die Nutzung des Rahmens als digitale Bildfläche ist das KI-Abonnement nicht nur nicht erforderlich, sondern sein Geld schlicht nicht wert.
Die KI-Funktionen wirken fehlplatziert und sprechen uns überhaupt nicht an
Technisch setzt SwitchBot auf ein E-Ink Spectra 6 Display mit einer Auflösung von 1200 mal 1600 Pixeln und einer Darstellung von bis zu 65.000 Farben. Die Farboptimierung erfolgt über Dithering Verfahren, die für diese Displayklasse üblich sind. Der Rahmen ist Teil einer Produktreihe mit drei Größen bis 31,5 Zoll, richtet sich in der getesteten Variante aber klar an private Wohnräume.
Als gestalterische Kritik bleibt festzuhalten, dass die getestete Variante ausschließlich mit schwarzem Aluminiumrahmen erhältlich ist. Eine Ausführung in Holzoptik oder alternativ in helleren Aluminiumfarben hätte die Einsatzmöglichkeiten erweitert. Gerade in Kombination mit Porträts kann der schwarze Rand je nach Motiv und Raumwirkung sehr formell wirken und Assoziationen an klassische Trauerfotografie hervorrufen. Eine größere Auswahl an Rahmenvarianten würde dem Anspruch gerecht, den Art Frame stärker als Wohnobjekt und weniger als reines Technikprodukt zu positionieren.
Modern und attraktiv aber nicht gerade günstig
In der praktischen Nutzung überzeugt der SwitchBot Al Art Frame vor allem als ruhiger, stromsparender Bildträger. Diesen darf man jedoch nicht mit klassischen digitalen Bilderrahmen oder Displays gleichsetzen. Für schnelle Bildwechsel, animierte Inhalte, hohe Leuchtkraft oder interaktive Funktionen ist die E-Ink-Technik nicht ausgelegt. Der Bildaufbau ist vergleichsweise langsam, Farben sind bewusst zurückhaltend und die Darstellung lebt von Umgebungslicht.
Der Rahmen ist schlicht und wohnraumkompatibel, dank integriertem Akku wird kein Kabel benötigt.
Wer hingegen gezielt ein digitales Bild sucht, das sich wie ein gedrucktes Werk verhält, dauerhaft statisch angezeigt wird und sich unaufdringlich in den Raum einfügt, findet im SwitchBot Al Art Frame eine brauchbare Lösung, die ihre Stärken vor allem im ruhigen Alltagseinsatz ausspielt. Die moderne Bilddarstellung lässt den Rahmen jedoch vergleichsweise teuer ausfallen. Trotz des Einführungsrabattes von 20 % werden für das 13-Zoll-Modell derzeit immer noch 279 Euro fällig.





Für die Nutzung des Rahmens als digitale Bildfläche ist das KI-Abonnement nicht nur nicht erforderlich, sondern sein Geld schlicht nicht wert.
das heisst doch dann: Für die Nutzung des Rahmens als digitale Bildfläche ist das KI-Abonnement nur erforderlich, sondern sein Geld schlicht wert.
????
Der Rahmensatz lautet:
… nicht nur a) sonder auch b)
mit a = nicht erforderlich und
b = sein Geld nicht wert
Den ganzen Artikel hätte man um 1/3 kürzen können so oft wird da wiederholt. Kenne ich eigentlich nur von KI generierten Artikeln.
Aber egal, ich stelle fest das Ding ist eh zu teuer für mich
Die Domain oliverfun.de ist noch verfügbar.
Ich freue mich auf Deinen Blog, in dem Du alles ganz dolle besser machst.
Geil! :D
Nur weil man konstruktive Kritik äußert muss man es nicht gleich selber machen. Meine Güte
Der Ton macht die Musik ;)
Die Wahrnehmung von „konstruktiv“ ist auch bei jedem Leser unterschiedlich … ;)
Nein, konstruktiv geht anders
Oh man… XD
Ich frage mich, ob man daraus nur Kunst ordentlich Anzeigen kann, oder ob auch Familienfotos funktionieren? Hat jemand Erfahrungen?
Der Satz „Unterstützt werden eigene Fotos und Bilddateien aus der lokalen Mediathek.“ spricht dafür. Nach Erfahrungen zu fragen, ist evtl. etwas zu früh.
Ich habe seit letztem Jahr das Inky Impression 13.3″ von Pimoroni, das ebenfalls auf dem Spectra 6 basiert, also quasi dieselbe Technik im Bauch hat.
Ich bin sehr zufrieden damit, nutze es aber als digitalen Tischkalender oder für Fanart von Filmen (Filmposter, etc.).
Es sieht schon super aus und wenn ich Besuch bekomme von Leuten, die es noch nicht kennen, denke viele es steht ein gerahmtes, gedrucktes Poster da.
Für „echte“ Fotos tatsächlich ist es aber wahrscheinlich weniger geeignet, da zum einen die Auflösung fehlt, die man von iPad und Co. gewohnt ist, zum anderen auch etwas die Farbbrillanz.
Aber wenn man es z.B. mit einem Fotoabzug in Matt vergleicht, käme es schon in etwa hin (ist man aber halt heutzutage nicht mehr so richtig gewohnt :)
Danke für die Info, das klingt doch super. Leider ist mir das Gerät momentan noch etwas zu teuer, sonst würde ich zugreifen.
Wie hast du das technisch umgesetzt? Eigentlich braucht man ja einen Rasberry pi. Ebenfalls würde mir Qualität Bilder in matt langen
Interessante Technologie. Ich selbst find den Aura e-Ink spannender, weil der die fehlende Brillanz durch eine ganz dezente Beleuchtung ausgleicht, sobald Menschen in der Nähe sind.
Finde ich sehr schön aber wirklich noch etwas zu teuer. 199-229 € fand ich für die Technik ok. Ich bräuchte auch nicht nur einen sondern mindestens 3 bis 5 davon.
Brauchen also.
Man darf rätseln, was mit deiner Aussage gemeint ist.
Schön wäre es, wenn man über mqtt oä den Frame ansteuern könnte…
+1
-1
Es geht auch besser und billiger!
https://paperlesspaper.de
Gleiches Display – und teurer – verstehe deinen Post nicht
Schau lieber noch mal nach … billige ist da nix
Schaut euch paperlesspaper.de an
Sobald ich echten Link einsetze wird das nicht publiziert deswegen nur der Name.
„Der Bilderrahmen benötigt nur Strom wenn das Bild aktualisiert wird und kann so bis zu 6 Monate ohne störendes Kabel betrieben werden.“
Das ist die Aussage bei deinem Vorschlag. Also 6 Monate vs. 2 Jahre…
Die Laufzeit ist aus meiner Sicht nicht so wichtig bzw. 6 Monate sind genug. Die Möglichkeiten mit der api und ggf. Eigener Firmware sind ganz andere. Ist nicht für alle, nur für die die was damit anfangen können. Wenn jemand 2 Jahre Laufzeit braucht nimmt das eine für die API das andere.
Was helfen 2 Jahre Akku, wenn es dann Elektroschrott ist?
Danke für den Tipp mit paperlesspaper.
Ein eINK Display behält sein Bild bei, auch wenn der Akku tot ist. Im schlimmsten Fall müsste man bei einem gestorbenen Akku eben kurz das Kabel anstecken um ein Bild zu wechseln
Hatte beide nicht auf dem Schirm, finde beide zu teuer, beide nichts für mich. Dann Bau ich lieber einen Rahmen und Paspartout um mein altes iPad und upcycle dieses.
Die 13.3″ Variante kostet €339 das ist doch nochmal eine ganze Schippe teurer.
Und was genau ist da technisch besser? Selbe Display Technik mit gleicher Auflösung aber deutlich schlechtere Akku Leistung offenbar.
Ich finde beide Varianten für die mit Wand immer noch viel zu klein und zu teuer leider :/
Warum? Kostet bei gleicher Größer noch mehr. Bekommst du Geld für die Werbung?
War da mal nicht die Info, dass diese mit Ikea Rahmen kompatibel sind. Ist jetzt nichts mehr auf der Hersteller Seite zu finden.
Ja, stand mal da und ich hatte mich darauf verlassen. Hatte dann aber bei IKEA keinen Rödalm Rahmen gefunden der passt. Daraufhin IKEA angeschrieben und angesprochen, den Rödalm gibt es nicht in den benötigten Maßen. Dann mit Switchbot hin und her geschrieben und erst noch die Antwort bekommen, dass es je nach Region eine andere Verfügbarkeit der Rödalm geben soll. Das ist Quatsch und hatte ich denen auch geschrieben mit der IKEA Info. Jetzt mussten sie es wohl einsehen… da frag ich mich, wieso man sowas angibt (Marketing) wenn es NIE einen passenden Rödalm gab. Prüft das vorher keiner?
Gut, dass Ihr in der Beschreibung darauf hinweist, dass keine offene Schnittstelle existiert und auch nicht vorgesehen ist. Das alleine würde mich neben dem hohen Preis abschrecken.
Sehr ich genau so. Sowas wird nicht mehr gekauft.
Keine API, kein Kauf. Dann lieber Bloomin8.
Für 449 $ + customs
Das „lieber blooming8“ ist erklärungsbedürftig.
Help: Ich suche einen E-Ink-Bilderrahmen oder ein Display für mein Café, den ich ins Schaufenster stellen kann, damit ich bei Krankheit von zu Hause aus per WLAN die Information für meine Gäste teilen kann, dass das Café heute geschlossen hat.
Hat jemand eine Empfehlung? 1000 Dank im Voraus! :)
Das müsste mit dem hier oder dem was 2-3 Nachrichten vorher verlinkt ist doch funktionieren. Einfach zuhause auf ein Blatt malen/ schreiben und per App im Bild /Schaufenster synchronisieren.
Ich nutze 3x Samsung 32″ Color E-Paper EMDX… Die App dazu ist leider etwas umständlich , aber die Displays sind gut.
Zu beachten ist allerdings, dass WLAN (always on) ohne Stromversorgung die Laufzeit deutlich reduziert, da würde ich dir raten das USB-C-Kabel stecken zu lassen…
Ich lasse Fotos/Plakate anzeigen und schalte die Displays beim wechseln der Bilder manuell ein. Dafür ist der Akku gut geeignet.
Im Schaufenster müsstest du generell bei dieser Art Display, je nach Öffnungszeit, über eine Beleuchtung verfügen. Die Displays ersetzen ja quasi ein Plakat aus Papier und leuchten nicht…
Wie sieht die Qualität bei Fotos aus?
TRMNL
?
Würde ich benutzen um meine Termine des Tages in Schreibschrift anzeigen zu lassen. Dann passt der in den Eingangsbereich.
Warum immer der Mist „eigene App“ und KI ?
Hatte mal einen digitalen Bilderrahmen. App wurde nicht mehr weiter entwickelt, nach 2 Jahren war er funktionslos, weil die App nicht mehr auf dem neuen iOS/Handy installiert werden konnte.
Das ist doch bei so vielen Gadgets das Problem.
Ich warte bis Bastler eine 3d-gedruckte Mechanik mit Servomotor entwickelt haben, um den Rahmen bei Landscape-Bildern automatisch um 90 Grad zu drehen.
Das sollte es tatsächlich geben
+1
Keine offene Schnittstelle? Wenn der Hersteller pleite geht, dann ist das Ding irgendwann elektroschrott weil keiner mehr die App weiter entwickelt / wartet.
„Eine offene Schnittstelle oder eine Integration in Automationen ist aktuell nicht vorgesehen.“
… damit wäre ich bei dem Teil raus. Auch wenn ich damit zu einer Minderheit gehöre, möchte ich keine Geräte mehr kaufen die nur über eine vom Hersteller gebundene App funktionieren.
Abo, KI, nur eigene App:
Abgesehen davon, dass das alles Reizwörter sind: Nachtigall, ick hör Dir trapsen.