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Erst abschöpfen, dann komponieren

Suno kommt in iMessage – Trainingsdaten sorgen für Kritik

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Der KI-Musikgenerator Suno lässt sich jetzt direkt innerhalb von iMessage verwenden. Nutzer können eine Idee eintippen oder per Sprache aufnehmen, einen Musikstil auswählen und daraus einen vollständigen Song erstellen lassen. Der Empfänger kann das Ergebnis direkt im Chat anhören und seinerseits mit einem eigenen Lied antworten.

Suno App IMessage

Suno beschreibt die neue Funktion in seinen offiziellen Versionshinweisen. Nach der Installation der aktuellen App-Version erscheint die Erweiterung über das Plus-Symbol in der Nachrichten-App. Die Eingabe kann aus einem Songtext, einer kurzen Beschreibung oder einer Sprachaufnahme bestehen.

Vom Chattext zum vollständigen Lied

Damit wird iMessage gewissermaßen zum kleinen KI-Musikstudio. Aus einem Geburtstagsgruß, einer Verabredung oder den Nachrichten eines Gruppen-Chats kann Suno innerhalb kurzer Zeit einen Song mit Gesang und Instrumenten erzeugen. Das Ergebnis wird als abspielbare Nachricht verschickt, ohne dass der Empfänger zunächst die Suno-App öffnen muss.

Die Funktion ist ungewöhnlich und unmittelbar vorzeigbar. Der Zeitpunkt ihrer Einführung fällt allerdings mit neuen Enthüllungen über die Entstehung der zugrunde liegenden KI-Modelle zusammen.

Millionen Titel von Musikplattformen

Nach einem Bericht von 404 Media zeigen bei einem Hackerangriff erbeutete Programmdateien, dass Suno große Mengen an Musik und Liedtexten von YouTube Music, Deezer, Genius und weiteren Plattformen gesammelt haben soll. Eine Datei nennt mehr als zwei Millionen übernommene YouTube-Music-Clips. Hinzu kommen demnach Zehntausende Stunden aus weiteren Quellen.

Das Material umfasst offenbar auch Anweisungen zum automatischen Abruf von Audiodateien. Suno erklärte dazu, seine Modelle seien mit öffentlich verfügbaren Musikdateien und zugehörigen Metadaten aus dem offenen Internet trainiert worden. Das bei dem Angriff erbeutete Material stamme überwiegend aus den Jahren 2023 und 2024.

Urheberrechtsstreit läuft weiter

Die Herkunft der Trainingsdaten ist schon länger Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen. Die GEMA verklagte Suno Anfang 2025, weil der Dienst geschützte Werke ohne Erlaubnis verwendet haben soll. Suno vertritt dagegen die Auffassung, dass das Training mit öffentlich erreichbaren Dateien in den USA unter „Fair Use“ fällt.

Mit Warner Music hat das Unternehmen inzwischen eine Vereinbarung über künftig lizenzierte Musikmodelle geschlossen. Die nun bekannt gewordenen Daten zeigen dennoch, wie umfangreich sich das Unternehmen zuvor offenbar bei bestehenden Musikangeboten bedient hat.

Die Suno-App ist kostenlos erhältlich und bietet In-App-Käufe für zusätzliche Generierungen und erweiterte Funktionen an. Zum Erstellen eines Songs wird ein Benutzerkonto benötigt.

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Entwickler: Suno, Inc.
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16. Juli 2026 um 11:05 Uhr von Ben Fehler gefunden?


    6 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Wegen so einem unnötigen Mist Ist Speicher egal ob Ram oder SSD so unnormal teuer. Ich sehe in sowas einfach kein Mehrwert.

  • Ich bin seit einem Monat umgestiegen – von WhatsApp. Keine Nachteile – dank RCS!

  • so langsam rächt sich die Tatsache, dass viele Leute den Drang haben, wirklich alles in’s Netz und die sozialen Netzwerke stellen zu müssen – so mein Eindruck.

  • Wieso musst du dich denn deinem Kunden anpassen?
    Per iMessage kannst du dank RCS jedem normal schreiben, wie du es von WhatsApp gewohnt bist. Bei Android Usern kommt die Nachricht dann in der „SMS“ App an.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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