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"Neues Kapitel der Filmproduktion"

Steven Soderbergh sieht das iPhone als Filmkamera der Zukunft

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37 Kommentare 37

Nächsten Monat will der Regisseur Steven Soderbergh sein neuestes Werk Unsane auf den Berliner Filmfestspielen vorstellen. Das Besondere daran: Soderbergs erster Horrorfilm wurde komplett mit dem iPhone aufgenommen.

Im Interview mit dem Medienmagazin Indiewire spricht der Regisseur über seine Erfahrungen mit Blick auf den Verzicht auf eine traditionelle Kameraausstattung. Anders als bei Sean Baker, der seinen Film Tangerine L.A. ebenfalls komplett mit dem iPhone gedreht hat, habe Soderbergh nicht aus finanziellen Gründen zum iPhone gegriffen. Vielmehr habe ihn die Qualität der Aufnahmen überzeugt.

Wer diesen Film sieht und nicht über entsprechende Hintergrundinformationen verfügt, der weiß nicht, dass das am Telefon gedreht wurde.

Soderbergh wurde bekannt durch Produktionen wie Ocean’s 11, Ocean’s 12 oder Traffic. Der Regisseur sieht für die Zukunft großes Potenzial in der Filmproduktion mit der iPhone-Kamera. Die Ergebnisse seien derart eindrucksvoll, dass er bereit sei für ein neues Kapitel im Bereich der Filmproduktion. Die Vorbehalte vieler Menschen gegenüber die Verwendung der iPhone-Kamera in diesem Bereich seien eher „philosophisch“ und hätten mit der geringen Größe des Aufnahmegeräts zu tun. Er sehe dagegen die Möglichkeit, freier zu arbeiten als dies je zuvor der Fall war.

Mittwoch, 31. Jan 2018, 9:15 Uhr — chris
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  • Dazu würde mich ein making of interessieren. Welche apps? Welche aufsatzobjektive ??

  • Hat er auch ander Objektive davor Gesetz oder mit out of the Box gefilm?

    • Kannst davon ausgehen dass Zusatz Equipment im Wert von mehreren TEUR verwendet wurde :-D

    • Also er wird Aufsätze etc genutzt haben weil alleine die Kamera Fahrten im Trailer kannst du nicht mit der Hand machen. Als App denke ich wird er Filmic Pro genutz haben alles andere wäre Quatsch

      • Ehrlich gesagt sieht es im Trailer so aus als wenn er ständig mit der gleichen Brennweite gearbeitet hätte. Ggf mit zwei. Ich glaube sooo viel Equipment, bis auf ein Rig, ist da nicht zum Einsatz gekommen.

      • Ja man sieht, dass nur 2 Brennweiten genutzt worden sind, also normal und tele – ist also rein mit dem plus möglich.
        Qualitativ fallen die Mängel aber sofort auf.
        – Verzicht auf Zoom-Ins, also gleicher Bildausschnitt mit größer werdender Brennweite
        – Verzicht auf Unschärfeverlagerungen
        – Einfach gar keine Tiefenunschärfe
        Für einen Horrorfilm reicht das, weil man in dem Segment low-budget-produktionen gewohnt ist, und trotzdem erfolgreich sein kann (Blair Witch)
        Einen Oceans 14 kann er damit nicht machen, weil die Verzichte stark auffallen würden.

      • Absolut Cancesco

        Schwächen haben die Aufnahmen aber auch bei der Belichtung, vor allem bei Aufnahmen im dunklen Raum mit Fenster sieht man die fehlende Dynamic Range deutlich.

  • Ja, die iPhone Kamera ist gut. Aber so einen professionellen Film damit drehen? Reines Marketing!

    • Klar kann man damit einen professionellen Film drehen. Wenn man auf Freistellung durch unschärfe weitgehend verzichten kann, ist das kein Problem. Das Material, dass das iPhone liefert in UHD ist ziemlich gut. Es gibt Spielfilme, die werden mit niedrigeren Auflösungen produziert.
      Man muss halt an anderer Stelle was drauf packen, z.B. beim Licht und man muss sich von der Vorstellung frei machen, dass der Kameramann nur das nackte iPhone in der Hand hat. Da gibt es sicher ein komplettes Rig, Stabi, der Sound wird extern aufgenommen und Kräne, Dollies, Schienen usw. werden sicher auch benutzt.
      Unterm Strich kann ich mir vorstellen, dass sich so eine Produktion technisch und finanziell vereinfacht und dass es daher durchaus seinen Charme hat.
      Am Ende sorgt der Einsatz des iPhones natürlich auch für das Wichtigste: Es wird über den Film geredet. Mehr, als es bei ARRI, RED und Co. wäre.

      • Dennoch verstehe ich nicht, warum ein Smartphone? Ich erkenne die Vorteile, aber die sind gegenüber den erkauften Nachteil irrelevant. Alleine das trivialste muss überdacht werden z. B. „Datenaustausch“. Aus einem iPhone kann ich keine SSDs oder sonst was rausziehen und Wegkopieren. Es gibt nicht nur eine Kamera. Es werden für das Drehen einer Szene immer mehrere Kameras benötigt. Manchmal gibt es auch mehrere Hauptkameras um Szenen nicht noch einmal Drehen zu müssen um den zweiten Blickwinkel zu erhalten. Ich halte dagegen und behaupte, es ist absolut nichts technisch oder finanziell vereinfacht. Die Kamera ist weder das teuerste noch das unhandlichste am Set. Ich bin Ed_Starks Meinung, es ist reines Marketing. Damit kann ich mir erklären, warum man sich am Set freiwillig verkrüppelt und den Mehraufwand in kauf nimmt. Für mich wäre das nutzen von mirrorless Sony Alphas nachvollziehbarer. Vielleicht ist es für das Team eine Machbarkeitsstudie gewesen. Aber vereinfacht wird da sicher nichts, wenn ein Smartphone als Kamera dient.

  • Wie recht er hat. Apple und Zukunft passen gerade so gut zusammen. Ich schmeiß noch Apple Pay in den Topf der Zukunft. Tims volle Pipeline ebenso. Alles Zukunft.

  • Mal auf die Apple-Produkte alleine im Trailer geachtet?!? na wer da an productplacement und sponsoring glaubt… und Herrn Soderbergh nicht sonderlich ernst nimmt ;)

    Aber abgesehen davon,megal ob Pixel, iPhone oder Samsung… die Dinger haben heute schon tolle Kameras, das ist doch keine Frage.
    Aber die Ausschnitte zeigen jetzt auch keine bildgewaltigen Dinge…. und auf absehbare Zeit werden Smartphones weder Digital-Kameras ersetzen noch den klassischen Film.
    nette cross-promotion, mehr aber auch nicht

    • Ja. Wenn der Typ das wirklich glaubt ist er blind. Dynamikumfang, Bittiefe, Bildschärfe, Schärfentiefe. Man kann einfach keine Ultra Primes an ein iPhone packen. Punkt. Aus meiner Sicht: Reines Marketing. Und ob die Einbußen in der Bildqualität (die man schon im Trailer sieht) durch diesen Stunt wieder wett gemacht werden, bezweifle ich stark.

  • Beim betrachten des Trailers sieht man sofort, dass die Kamera eines Smartphones, mag diese auch noch so gut sein, an vielen Stellen nicht ausreicht. Beispiele:
    0:35 Straßenszene bei Nacht, viele Details verschwinden im Dunkeln
    0:40 zwei Personen sitzen vor einem hellen Fenster, man kann Details von draußen sehen, die Gesichter sind nicht zu erkennen
    0:47 Szene im Flur, Gesichter nicht erkennbar, viele Details verschwinden
    1:45 alles neben dem Lamellenrolladen säuft ab

    Die kleine Linse kann einfach nicht das leisten was eine teure Kamera schafft, Sonderbergh sollte besser an anderen Stellen Sparen als an der Kamera.

    • Es gibt eben Grenzen und die können je nach Absicht und Situation mehr oder weniger stören.

      Er hat auch ganz sicher etliches an Zubehör verwendet.

    • Das nennt man Kunst. Es gibt keine Regeln!

      • Kunst ist, wenn man heute noch Filme in schwarz/weiß dreht oder auf 35mm.
        Einen Sensor zu verwenden, der einfach zu schwach und klein für solch eine Dynamik ist, ist dumm.

      • Aber ein System zu verwenden, das keine Farben darstellen kann, soll schlau sein??

        Nein, beides ist Kunst. Dem einen gefällt es, dem anderen nicht.

      • Genau, schwarz weiss zu drehen, obwohl es in Farbe ginge, oder total veraltetes 35mm Material zu verwenden hingegen ist viel intelligenter und daher Kunst. Du armer Spinner..

      • Ist das Kunst wenn man die Gesichter wegen des Gegenlichts nicht erkennen kann? Nein, das ist einfach falsch ausgeleuchtet.

    • Dr.Koothrappali

      Danke, dachte schon alle anderen wären Bilnd :D

      Kein Vergleich z.b zu einer red. Auch nicht annähernd. Genauso dämlich wie wenn am Smartphone von Konsolenqualität geredet wird. Die meisten user haben einfach keine Ahnung aber reden überall mit :D

  • Sorry, aber ich kann echt nicht verstehen wie die iPhone Kamera die beste Handykamera sein soll?!
    Ich war erst letzte Woche wieder auf einem Konzert, wo es ja immer relativ dunkel ist. Wenn ich da die Handybilder der Leute vor mir gesehen habe, die kein iPhone hatten, dagegen ist die vom iPhone echt grottig…besonders im Dunkeln! Bei Tageslicht ok, da ist sie wirklich top.
    …Und einen (Horror)-Film damit drehen, mit vielen dunklen Szenen…naja, ich weiß nicht so recht!

  • Ich denke, dass er bewusst nicht an der Kamera sparen wollte, sondern versucht hat das „beste“ raus zu holen und natürlich sind Bilder nicht so detailreich, wie mit einer Filmkamera, da die Belichtung geringer ist, jedoch hat er deswegen auch ein Horror Format gewählt, da dort die Anforderung an die Kamera eben nicht 130% sind. Ich finde es gut um zu zeigen was möglich ist….

    Dazu, dass Smartphones niemals Kameras ersetzen…. ich glaube es auch nicht, aber an der Erfolg des I phones hat auch keiner geglaubt, und auch nicht daran, dass es normales Handy irgendwann nahezu komplett ersetzen wird… also man sollte niemals nie sagen…
    eher es ist wahrscheinlich… oder unwahrscheinlich….

    Und auch wenn ich I Phones nicht mag, ich kann mich wie gesagt deutlich erinnern das dem Apfel Konzern des öfteren „es geht nicht“ „das wird keiner kaufen“ und oder „es ist viel zu teuer“ entgegengesetzt wird..und betrachtet man nachher die Quartalsergebnisse, ist doch wieder alles anders…

    Alles in allem finde ich sieht es nach einem spannenden Film à la „Shutter Island“ aus…..

  • Wie man darauf kommt, dass so ein softwareseitig aufgemotzter Winzigsensor mit dem einer professionellen Kamera mithalten kann, ist mir gänzlich schleierhaft.
    Es ist traurig, wenn sich die Sehgewohnheiten tatsächlich auch noch dahingehend verschlechtern. Mir reichen eigentlich schon die ganzen Scripted-Realitiy-Formate, die gutes Film/Fernsehen gekillt haben.
    Hoffe, dass das nur ein Marketinggag seitens Apple ist.

  • Sicherlich eignet sich das iPhone X für professionelle Videoaufnahmen in gewisser Maßen, für bestimmte Szenen (Slowmo 1080p 240 fps). Noch reicht es aber nicht, komplett von RED auf iPhone X umzusteigen.

    Man sieht einfach, dass es ein Low-Budget-Film ist. Die Körnung, Rolling-Shutter-Effekt, die Farbdynamik, keine Tiefenschärfe, Farbbrillanz. Das sind Merkmale, welche einfach zum Look and Feel eines jeden Blockbusters dazu gehören.

    Ich denke 3 iPhone-Generationen später könnte es dann anders aussehen.

  • keine schärfentiefe mit dem iphone. von 50cm bis unendlich alles scharf.

  • Was soll denn das bitte für ein grässliches Bildformate sein? 1,66:1 wie vor 50 Jahren? Das ist wenig sehenswert.

    Wo ich beim Thema bin: kann mir jemand sagen, mit welchen Mitteln man ein iPhone Video auf 2,35:1 matten kann?

  • Ich kann mich noch an die guten zeiten erinnern, wo Trailer lediglich einige Sekunden -bis maximal eine Minute gingen weil auf der VHS nicht so viel Platz war. Der Vorteil war, das man wirklich heiß auf den Film wurde und ihn nicht schon quasi in einem fast 3 minütigen Trailer schon komplett zu Ende gesehen hat.

  • Ich kann die Argumente nicht nachvollziehen.
    Warum ein iPhone. Eine DSLR oder Mirrorless sind unwesentlich größer und bieten so viel mehr Möglichkeiten. Natürlich muss es nicht immer eine Arri oder Panavision. Was das aber teuer und groß werden lässt, ist das drumherum. Kamerakran, Schienen, Monitore und richtig zu Buche schlägt das Licht. Das kann während des Drehs das teuerste sein.

    Bevor ich auf ein iPhone setzte als Kamera, warum auch immer, würde ich lieber an anderer Stelle schauen. Lufthansa baut an einen A380 auch keine IAE V2500 mit der Begründung Gewicht zu sparen.
    Schade das ich vor dem gucken des Films schon weiß, dass es mit einem iPhone gedreht wurde. Der Trailer ist schon Mal kacke.

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