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Studien verstärken Handlungsdruck

Social-Media-Verbote für Kinder: Auch Großbritannien prüft Eingriff

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Die Diskussion um Altersgrenzen für soziale Netzwerke erreicht Großbritannien. Premierminister Keir Starmer hat im Parlament signalisiert, dass er ein gesetzliches Vorgehen nach australischem Muster nicht mehr ausschließt.

Kinder Schule Sam Balye W1FwDvIreZU Unsplash 2000

Hintergrund sind wachsende Sorgen über die rasant steigende Bildschirmnutzung von Kindern und Jugendlichen sowie mögliche Folgen für Gesundheit und Entwicklung. Noch vor einiger Zeit hatte Starmer ein solches Verbot als schwer durchsetzbar bewertet. Inzwischen wächst der politische Druck parteiübergreifend.

Politischer Stimmungswandel in London

Auslöser für den Kurswechsel sind Berichte über sehr junge Kinder, die täglich mehrere Stunden vor Bildschirmen verbringen, sowie eine zunehmende Sorge um die Auswirkungen sozialer Medien auf unter 16 Jährige. Nun sprach Starmer offen davon, unterschiedliche Durchsetzungsmodelle zu prüfen und verwies dabei ausdrücklich auf Australien.

Unterstützung kommt inzwischen auch von anderen Parteien. Auch Vertreter der Konservativen und der Liberaldemokraten plädieren inzwischen dafür, die Erfahrungen aus Australien genau auszuwerten, um daraus Konsequenzen abzuleiten. Eine endgültige Entscheidung der Regierung wird innerhalb der kommenden Monate erwartet.

Studien verstärken Handlungsdruck

Parallel zur politischen Debatte mehren sich wissenschaftliche Hinweise auf mögliche Risiken intensiver Bildschirmnutzung. Aktuelle Untersuchungen (PDF-Download) im Auftrag der britischen Regierung zeigen, dass Kleinkinder mit besonders hoher täglicher Bildschirmzeit im Durchschnitt über einen geringeren Wortschatz verfügen als Gleichaltrige mit deutlich kürzerer Nutzung.

  • Viel Bildschirmzeit: Zweijährige, die täglich rund fünf Stunden mit Handy, Tablet oder Fernseher verbringen, sprechen deutlich schlechter und beherrschen im Schnitt nur gut die Hälfte der getesteten Wörter.
  • Wenig Bildschirmzeit: Kinder mit unter einer Stunde Nutzung pro Tag schneiden klar besser ab und können rund zwei Drittel der Testwörter sprechen.

Nahezu alle Zweijährigen in Großbritannien kommen täglich mit Bildschirmen in Kontakt. Die durchschnittliche Nutzungsdauer liegt deutlich über den Empfehlungen der World Health Organization, die für Kinder zwischen zwei und vier Jahren maximal eine Stunde pro Tag vorsieht. Vor diesem Hintergrund plant die britische Regierung erstmals verbindliche Leitlinien für Eltern von Kindern unter fünf Jahren. Diese sollen zeigen, wie digitale Medien sinnvoll in den Alltag integriert werden können, ohne Sprachentwicklung, Konzentration und soziales Verhalten zu beeinträchtigen.

14. Jan. 2026 um 11:50 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Hartmut Bachmann

    Finde ich prinzipiell tatsächlich sehr gut.
    Meine Kinder sind jetzt 18 und 20, beide haben das Handy erst mit 18 Jahren bekommen.

    Ergebnis: beide extrem gute Noten und der eine ist sogar Schulbester.

    Es gab auch keinerlei Ausgrenzung seitens der Freunde.

    Aber somit habe ich meinen Kindern das Aufwachsen in der Natur und mit Tieren ermöglicht, und sie sind auch in der Lage, Bücher durchzulesen.

    PS: ich selber bin ITler, kenne mich also mit Technik gut aus. Mir ging es aber primär vor allem darum, dass die Kinder lernen, sich auf eine Sache konzentrieren zu können. Viele können das heutzutage nicht mehr.

    • Kein bisschen übertrieben. Die Gehirnentwicklung endet erst mit 25 Jahren und ist während der Nutzung von Bildschirmmedien verlangsamt, beziehungsweise völlig verhindert. Das sind Phasen, die nicht später nachholbar sind und nicht nachträglich korrigiert werden können. Studien zeigen, dass insbesondere bei jüngeren Kindern die Bildschirmnutzung zu dauerhaften, geistigen Behinderungen führt und damit Auswirkungen auf das ganze Leben haben wird. Wer seine Kinder davor verschont, tut genau das Richtige.

      • Hartmut Bachmann

        Das ist genau der Punkt.

        Das ist genauso mit Fettleibigkeit. Wenn ein Mensch als Kind bereits fettleibig ist, hat er das gesamte Leben damit zu kämpfen.

        Also ist es mein Job als Elternteil, meinen Kindern die bestmöglichen Voraussetzungen zu geben.

    • 18 finde ich persönlich bisschen zu spät, aber jedem das seine. Hut ab, dass es geklappt hat.

    • Wenn ich Ihnen die Hand schütteln könnte, würde ich es tun! Sehr gute Entscheidung!

    • @ Hartmut:
      Alles richtig gemacht.
      Allerdings müssten da auch die Schulen entsprechende Regeln einführen. Hier bei uns setzen die Lehrer die Handys im Unterricht voraus. :(

  • Das liegt wohl eher an den Eltern. Dann werden die Kinder halt vor dem Fernseher geparkt.

  • „Zweijährige, die täglich rund fünf Stunden mit Handy, Tablet oder Fernseher“

    Und das soll nun die Begründung für ein Social Media Verbot für unter 16-Jährige sein und damit das Problem lösen?

    Wenn Zweijährige schon 5 Stunden vor Displays verbringen, besteht doch schon ein ganz anderes Problem. Die Zweijährigen werden wohl kaum auf TikTok oder X unterwegs sein oder YouPr0n schauen…

    Ich bin ja voll für eine Regulierung aber einfach ein Erst-Ab-16-Verbot für SocialMedia wird das doch niemals lösen können wenn die Kids dann halt einfach auf den Geräten zocken oder sich Nachrichten in Gruppen schicken oder Serien reinziehen oder oder oder…

    Naja, sollen sie machen…

  • Die Kommentare unter manchen Beiträgen zeigen weshalb Anonymität und fehlende Altersbegrenzung im Web nicht immer gut sind ^^

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