Studien verstärken Handlungsdruck
Social-Media-Verbote für Kinder: Auch Großbritannien prüft Eingriff
Die Diskussion um Altersgrenzen für soziale Netzwerke erreicht Großbritannien. Premierminister Keir Starmer hat im Parlament signalisiert, dass er ein gesetzliches Vorgehen nach australischem Muster nicht mehr ausschließt.
Hintergrund sind wachsende Sorgen über die rasant steigende Bildschirmnutzung von Kindern und Jugendlichen sowie mögliche Folgen für Gesundheit und Entwicklung. Noch vor einiger Zeit hatte Starmer ein solches Verbot als schwer durchsetzbar bewertet. Inzwischen wächst der politische Druck parteiübergreifend.
Politischer Stimmungswandel in London
Auslöser für den Kurswechsel sind Berichte über sehr junge Kinder, die täglich mehrere Stunden vor Bildschirmen verbringen, sowie eine zunehmende Sorge um die Auswirkungen sozialer Medien auf unter 16 Jährige. Nun sprach Starmer offen davon, unterschiedliche Durchsetzungsmodelle zu prüfen und verwies dabei ausdrücklich auf Australien.
Unterstützung kommt inzwischen auch von anderen Parteien. Auch Vertreter der Konservativen und der Liberaldemokraten plädieren inzwischen dafür, die Erfahrungen aus Australien genau auszuwerten, um daraus Konsequenzen abzuleiten. Eine endgültige Entscheidung der Regierung wird innerhalb der kommenden Monate erwartet.
Studien verstärken Handlungsdruck
Parallel zur politischen Debatte mehren sich wissenschaftliche Hinweise auf mögliche Risiken intensiver Bildschirmnutzung. Aktuelle Untersuchungen (PDF-Download) im Auftrag der britischen Regierung zeigen, dass Kleinkinder mit besonders hoher täglicher Bildschirmzeit im Durchschnitt über einen geringeren Wortschatz verfügen als Gleichaltrige mit deutlich kürzerer Nutzung.
- Viel Bildschirmzeit: Zweijährige, die täglich rund fünf Stunden mit Handy, Tablet oder Fernseher verbringen, sprechen deutlich schlechter und beherrschen im Schnitt nur gut die Hälfte der getesteten Wörter.
- Wenig Bildschirmzeit: Kinder mit unter einer Stunde Nutzung pro Tag schneiden klar besser ab und können rund zwei Drittel der Testwörter sprechen.
Nahezu alle Zweijährigen in Großbritannien kommen täglich mit Bildschirmen in Kontakt. Die durchschnittliche Nutzungsdauer liegt deutlich über den Empfehlungen der World Health Organization, die für Kinder zwischen zwei und vier Jahren maximal eine Stunde pro Tag vorsieht. Vor diesem Hintergrund plant die britische Regierung erstmals verbindliche Leitlinien für Eltern von Kindern unter fünf Jahren. Diese sollen zeigen, wie digitale Medien sinnvoll in den Alltag integriert werden können, ohne Sprachentwicklung, Konzentration und soziales Verhalten zu beeinträchtigen.
- Social-Media-Verbote: Suchtbeauftragter Streeck fordert Altersfreigaben

Finde ich prinzipiell tatsächlich sehr gut.
Meine Kinder sind jetzt 18 und 20, beide haben das Handy erst mit 18 Jahren bekommen.
Ergebnis: beide extrem gute Noten und der eine ist sogar Schulbester.
Es gab auch keinerlei Ausgrenzung seitens der Freunde.
Aber somit habe ich meinen Kindern das Aufwachsen in der Natur und mit Tieren ermöglicht, und sie sind auch in der Lage, Bücher durchzulesen.
PS: ich selber bin ITler, kenne mich also mit Technik gut aus. Mir ging es aber primär vor allem darum, dass die Kinder lernen, sich auf eine Sache konzentrieren zu können. Viele können das heutzutage nicht mehr.
Übertreib Junge
Kein bisschen übertrieben. Die Gehirnentwicklung endet erst mit 25 Jahren und ist während der Nutzung von Bildschirmmedien verlangsamt, beziehungsweise völlig verhindert. Das sind Phasen, die nicht später nachholbar sind und nicht nachträglich korrigiert werden können. Studien zeigen, dass insbesondere bei jüngeren Kindern die Bildschirmnutzung zu dauerhaften, geistigen Behinderungen führt und damit Auswirkungen auf das ganze Leben haben wird. Wer seine Kinder davor verschont, tut genau das Richtige.
Das ist genau der Punkt.
Das ist genauso mit Fettleibigkeit. Wenn ein Mensch als Kind bereits fettleibig ist, hat er das gesamte Leben damit zu kämpfen.
Also ist es mein Job als Elternteil, meinen Kindern die bestmöglichen Voraussetzungen zu geben.
18 finde ich persönlich bisschen zu spät, aber jedem das seine. Hut ab, dass es geklappt hat.
Wenn ich Ihnen die Hand schütteln könnte, würde ich es tun! Sehr gute Entscheidung!
@ Hartmut:
Alles richtig gemacht.
Allerdings müssten da auch die Schulen entsprechende Regeln einführen. Hier bei uns setzen die Lehrer die Handys im Unterricht voraus. :(
Da hatte ich tatsächlich Glück, die Lehrer haben es mitgemacht. Meine Jungs haben sich halt mit den Klassenkameraden abgesprochen.
18 ist zu spät, die verschlafen alles und können gar nicht den Anschluß mithalten.
Während andere direkt loslegen können, auch beruflich, da fangen die Kids mit 18 dann erstmal mit den Grundlagen an? Ich lach mich kaputt.
Ich habe mit 10 früher meinen ersten PC zerlegt und benötige heute bei extrem vielen Dingen absolut keine „Fachkraft“ dazu.
Eine Altersgrenze wird auch nichts bringen auf Social Media. Wer nur ein bisschen ahnung vom Internet hat, der lacht über solche Ideen, weil man sie mühelos umgehen kann, selbst mit Ausweisabfrage …
Nun, ich bin 52 Jahre alt, und in meiner Jugend gab es keine Smartphones.
Ich würde schon behaupten, dass ich diese komplexe Technik relativ schnell gelernt habe…:-)
Und mittlerweile haben die Jungs ihr Smartphone, und sie können es problemlos bedienen. Ist ja nicht so schwer.
Man muss sich IMMER vor Augen führen und die Frage stellen:
Warum hat ein Steve jobs seine Kinder kein iPhone/ iPad früh gegeben?
Warum gibt Zuckerberg seinen Töchtern kein insta Account?
Weil die wissen wie schädlich das alles für jungen Menschen ist!
Manche Eltern sollten mal die Bildschirmzeit ihrer kleinen mal berechnen:
– vorm TV
– tablet (schön während der Autofahrt)
– unterwegs das Smartphone von Mami
Usw.
Du als Elternteil hast alles richtig gemacht. Und das ist der Punkt. Du bist dafür verantwortlich. Wir brauchen keinen Staat der und zeigt wie wir zu leben haben. Am Ende führt das zu mehr Überwachung und die Kinder bekommen trotzdem was sie wollen von Eltern die keine Ahnung haben oder denen es egal ist.
Leider viel zu spät die Diskussionen…
Das liegt wohl eher an den Eltern. Dann werden die Kinder halt vor dem Fernseher geparkt.
Das ist der Punkt, es ist doch viel cooler, etwas gemeinsam mit den Kindern machen zu können. Und zwar draußen.
„Zweijährige, die täglich rund fünf Stunden mit Handy, Tablet oder Fernseher“
Und das soll nun die Begründung für ein Social Media Verbot für unter 16-Jährige sein und damit das Problem lösen?
Wenn Zweijährige schon 5 Stunden vor Displays verbringen, besteht doch schon ein ganz anderes Problem. Die Zweijährigen werden wohl kaum auf TikTok oder X unterwegs sein oder YouPr0n schauen…
Ich bin ja voll für eine Regulierung aber einfach ein Erst-Ab-16-Verbot für SocialMedia wird das doch niemals lösen können wenn die Kids dann halt einfach auf den Geräten zocken oder sich Nachrichten in Gruppen schicken oder Serien reinziehen oder oder oder…
Naja, sollen sie machen…
Zweijährige sollten überhaupt kein Handy haben, wozu?
Ich glaube du hast das Problem Social Media noch nicht verstanden.
– Mobbing
– Vergleiche mit anderen (Landesweit/ Global!!)
– permanente Gefühl das Leben anderer ist besser
– Förderung von Unzufriedenheit
Usw.
Es geht such nicht um den Schutz von Kindern. Es geht um mehr Überwachung. Alle Einschränkungen können und werden umgangen. Die Eltern sind verantwortlich für ihre Kinder. Wenn die schon zwei Jährige vor dem Bildschirm parken denkt irgend ein Politiker, dass diese Kinder dann von den Eltern vor 16 kein social media bekommen?
Die Kommentare unter manchen Beiträgen zeigen weshalb Anonymität und fehlende Altersbegrenzung im Web nicht immer gut sind ^^
Weil du sie lieber persönlich diffamieren möchtest?….
Ich frage mich immer, wenn ich so etwas hier lese, könnt ihr nicht oder wollt ihr nicht das große Ganze im Hintergrund erkennen, um was es wirklich geht?
Ist doch garnicht so schwer,ist alles veröffentlicht. Nur mal beim WEF reinschauen, da steht genau,wo es hingehen soll!
Es geht mit Salamitaktik! Bis alles weg ist!
Sagte schon Herr Juncker! Sinngemäß: Wir stellen etwas in den Raum. Gibt es kein großes Geschrei, machen wir weiter, bis es kein Zurück mehr gibt!
Daher verstehe ich diese ganzen Jubelperser nicht, die sich so etwas wünschen!
Eltern mit niedrigem Bildungsstand können einfach nicht wissen und verstehen, was sie ihren Kindern da antun. Sie lesen sich die Studien, oder wenigstens die Zusammenfassungen ja nicht durch. Es tut mir wirklich leid um deine Kinder.
Liebes ifun-Team, mir persönlich fehlt im Aufmacherbild die Gedankenblase des kleinen Kindes: „Ist ja Android – Mist …“
:)))))
Es geht einzig und allein um Totalüberwachung, nicht um den Schutz von Kindern!
Ja, genau! Die Totalüberwachung von kleinen Kindern und Jugendlichen ist wirklich ein riesiges Problem. Was die Social Media-Anbieter an Daten sammeln und was dann in private Hände weiter verkauft und ausgenutzt wird, ist eine Katastrophe. Ohne Smartphones können die Kinder ja nicht mehr manipuliert und ausspioniert werden. Danke für diesen Beitrag! ;-)
Um solch ein „ehres Vorhaben“ durchzusetzen bedarf es der Klarnamenpflicht für alle Nutzer. Alle! Verstanden?