Teleprompter inklusive
So will Google Influencer vom iPhone zum Pixel locken
Mit dem Pixel 11 greift Google Apple nicht nur bei Kameras und KI-Funktionen an. Eine neue „Creator Suite“ richtet sich ausdrücklich an Nutzer, die Videos für TikTok, YouTube, Instagram und andere Plattformen direkt mit dem Smartphone produzieren.
Statt dafür mehrere Apps und Zubehörlösungen zu kombinieren, integriert Google die wichtigsten Werkzeuge direkt in die Pixel-Kamera. Dazu gehört ein Teleprompter, dessen Text während der Aufnahme automatisch mitläuft. Hilfslinien zeigen gleichzeitig, welcher Bildausschnitt später beispielsweise für verschiedene Social-Media-Formate sichtbar bleibt.
Ergänzt wird das Paket um eine Sprachverbesserung und eine direkte Pegelanzeige für angeschlossene externe Mikrofone. Videos lassen sich bereits während der Aufnahme verschiedenen Projekten zuordnen und anschließend mit „Storyboard“ direkt auf dem Smartphone kürzen und neu anordnen. Wer überwiegend filmt, kann Video zudem erstmals als Standardmodus beim Start der Kamera festlegen.
Weniger Zubehör und zusätzliche Apps
Google versucht damit, einen Vorteil nicht allein über die Qualität der Kamera zu erzielen, sondern über den gesamten Produktionsablauf. Viele dieser Aufgaben lassen sich auch mit einem iPhone erledigen, benötigen dort allerdings teilweise separate Anwendungen wie Final Cut Camera, Blackmagic Camera oder zusätzliche Teleprompter-Lösungen.
Beim Pixel 11 soll möglichst viel davon schon ab Werk bereitstehen. Google positioniert das Smartphone damit stärker als komplette Produktionslösung, bei der zwischen Aufnahme, Organisation und einfacher Nachbearbeitung weniger gewechselt werden muss.
Google sieht Chancen bei kleineren Creatorn
Gegenüber The Verge erklärt Pixel-Kamerachef Isaac Reynolds, dass Google insbesondere die wachsende Gruppe angehender Creator im Blick hat. Professionelle Influencer arbeiten inzwischen teilweise mit kompletten Teams und aufwendiger Kameraausrüstung, während Einsteiger ihre Inhalte häufig ausschließlich mit dem Smartphone produzieren. Genau diese Lücke soll die Creator Suite schließen.
Ob Google damit tatsächlich Nutzer aus Apples Ökosystem herauslocken kann, bleibt abzuwarten. Der Ansatz ist allerdings interessant: Statt das iPhone nur mit mehr Megapixeln und Zoomstufen herauszufordern, versucht Google, die Arbeit rund um die eigentliche Aufnahme einfacher zu machen.
Ist das denn nun spät genug angekündigt worden, dass Apple an seinem diesjährigen IPhone nichts mehr ändern kann in diese Richtung? Vorausgesetzt sie wollten das tun.
Ist wie beim Yps Heft – das Gimmick bringt den Umsatz – beim C&A gab es früher kleine Anhänger an den etwas teureren Kinder Klamotten.
Da es ja nur Software ist, könnte das auf jedem OS von Drittanbietern umgesetzt werden.