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SDI iHome iP99: Komfortabler Radiowecker mit iPod-Dock

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5 Kommentare 5

ip99br.jpgSchon seit längerer Zeit angekündigt, ist mit dem iP99 der erste iPod- und iPhone-kompatible Radiowecker aus dem Hause iHome jetzt auch in Deutschland erhältlich.
Das Gerät verfügt neben der Funktion als Wecker und Sounddock über einen integrierten UKW-Emfpänger sowie einen AUX-Eingang für den Anschluss zusätzlicher Audioquellen. Für den Sound verantwortlich ist die bei iHome traditionell verbaute Reson8-Lautsprechertechnik in Kombination mit einem integrierten Equalizer und einer „SRS WOW“ genannten Klangoptimierung. Die Bedienung erfolgt wahlweise über die in der Gehäuseoberseite versenkten Tasten und Drehregler oder über die mitgelieferte Fernbedienung.
Wir haben bereits ein iHome iP99 ausgepackt, weitere Bilder gibt es am Ende dieses Artikels bzw. in unserer Galerie auf Flickr.

Das mattschwarze Kunststoffgehäuse macht einen ordentlich verarbeiteten und robusten Eindruck, weiche Gummifüße sorgen für sicheren Stand auch auf glattem Untergrund. Im Gegensatz zur amerikanischen Version kommt das iP99 hier ohne Mittelwellenempfänger und daher auch ohne separate Antenne. Der UKW-Emfpang erfolgt über eine direkt mit dem Gerät verbundene Wurfantenne.
Somit beschränkt sich der Lieferumfang neben dem iP99 auf das im Vergleich zu älteren iHome-Weckern erfreulicherweise deutlich geschrumpfte Wandnetzteil, eine Fernbedienung sowie vier verschiedene Dock-Adapter (iPhone, iPhone 3G, Nano 3G und Touch). Der neue iPod nano der 4. Generation findet Dank seines geringen Gewichts sicheren Halt auch ohne speziellen Adapter, für ältere iPod-Modelle muss man wie so oft entweder den am besten passenden oder gar keinen Adapter verwenden und beim Einsetzen und Abnehmen entsprechende Vorsicht walten lassen.



Bedienelemente und Optik
Über die relativ großen Tasten an der Geräteoberseite lässt sich das iP99 hervorragend bedienen. Die Einstellung von Uhr- oder Weckzeit erfolgt anstelle der sonst üblichen Drücktasten schnell und sicher über ein dem alten iPod-Scrollwheel ähnliches Drehrad. Sämtliche Grundfunktionen sind auch über die mitgelieferte Fernbedienung erreichbar, so lässt sich zum Beispiel der Schlummermodus auch dann vom Bett aus aktivieren, wenn der Wecker ein paar Meter weiter im Regal steht.
Die Helligkeit der angenehmen und gut ablesbaren LCD-Negativanzeige (weiße Zahlen/Schrift auf schwarzem Grund) lässt sich in acht Stufen an die persönlichen Vorlieben anpassen, unter anderem komplett deaktivieren. Gleichzeitig werden die Tasten auf der Geräteoberseite abhängig von der LCD-Einstellungen stärker bis gar nicht beleuchtet.
Auf der Gehäuserückseite findet sich neben dem Anschluss für das Netzteil und einem AUX-Eingang noch die Umstellung zwischen 12 und 24 Stundenanzeige sowie ein praktischer Sommerzeitschalter zum verstellen der Uhrzeit um eine Stunde nach vorn bzw. nach hinten.
Auf der Unterseite verwirrt den unbedarften Käufer der neben dem Fach für die Notfallbatterien (Backup bei Stromausfall) platzierte, so genannte Hotelschalter. Dessen Existenzberechtigung gründet in der Tatsache, dass der Hersteller iHome inzwischen unzählige Hotels weltweit mit seinen iPod-Weckern bestückt. Der Schalter aktiviert eine Reihe von speziell auf den Einsatz in Hotels zugeschnittenen Beschränkungen, so ist im Hotel-Modus beispielsweise die Fernbedienung nicht mehr benutzbar und wird die maximale Lautstärke reduziert.

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Diese Lautstärkeregulierung macht beim Einsatz in Hotels auch durchaus Sinn. Das iP99 ist vom Klang her zwar nicht vergleichbar mit einem vollwertigen iPod- bzw. iPhone-Soundsystem, doch die Reson8-Technologie bringt ordentlich Leistung und vor allem überraschend kräftige Bässe. Die mittleren Frequenzbereiche sind dagegen etwas dünn vertreten, die Anforderungen für den vom Hersteller angepeilten Einsatz auf dem Nachttisch werden insgesamt jedoch deutlich übertroffen.

Schlummern und Wecken
Überhaupt leistet das iP99 im Zusammenspiel mit iPods und iPhones hervorragende Dienste. So spielt es die auf den Geräten vorhandene Musik auf Wunsch auch zum Einschlafen und Aufwecken ab. Der Schlaftimer lässt sich auf 120, 90, 60 oder 15 Minuten einstellen und die Musik wird in der gewählten Zeitspanne gleichmäßig ausgeblendet.
Ebenso kann man sich morgens mit eigener Musik wecken lassen. Wer dazu eine spezielle Musikauswahl hören will, erstellt in iTunes eine Wiedergabeliste mit dem Titel „iHome“ und befüllt diese entsprechend. Das iP99 lässt sich zum Wecken wahlweise auf „Summer“, „Radio“, „iPod“ oder auf „Playlist“ einstellen. Playlist bedeutet, dass nur die Musik der eigens dafür erstellten iHome-Wiedergabeliste zum Wecken gespielt wird.

Sowieso sind die Weckfunktionen des iP99 vorbildlich umfassend. Das Gerät verfügt über zwei voneinander unabhängige Wecker, die jeder für sich zu separaten Zeiten und in verschiedenen Weckmodi (Summer, iPod, usw.) aktiv werden können. Beim Einstellen der jeweiligen Weckzeiten kann man zudem festlegen, ob der Alarm täglich, nur Werktags oder nur an Wochenenden aktiv sein soll.

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Ein Wort zum iPhone
Das iHome iP99 trägt neben dem „Made for iPod“-Signet auch das „Works with iPhone“-Logo auf der Verpackung. Dies bedeutet allerdings keinesfalls, dass sich das iP99 auch als Freisprecheinrichtung beim Telefonieren nutzen lässt, sondern deutet nur auf eine besondere Abschirmung gegen Mobilfunkstrahlung hin. Man kann sein iPhone also ohne die nervende „Flugmodus-Meldung“ andocken und bei aktivierter Telefonfunktion die Musik vom iPhone störungsfrei über das iP99 genießen. Bei einem eingehenden Anruf wird dann der aktuelle Titel ausgeblendet und dafür der Klingelton über die Gerätelautsprecher wiedergegeben. Entweder nimmt man nun das Gerät aus dem Dock und den Anruf an oder man wartet bis der Anrufer aufgibt und die Musik automatisch wieder eingeblendet wird.
Problematischer ist das Zusammenspiel zwischen iPhone und dem integrierten UKW-Empfänger. Auch wenn die Abschirmung deutlich besser als bei Geräten ohne iPhone-Zertifizierung ist, spätestens ein eingehender Anruf verursacht – wenn man gleichzeitig mit dem iP99 Radio hört – hässliche Störgeräusche. Zudem wird der Klingelton im Radiobetrieb auch nicht über die Lautsprecher des iP99 wiedergegeben, statt dessen läuft der eingestellte Radiosender mit unverminderter Lautstärke weiter. Dieser angesichts der iPhone-Zertifizierung etwas überraschende Mangel ist sicher nicht für alle potenziellen Käufer von Bedeutung, wer viel Radio hört sollte sich dessen allerdings vor dem Kauf bewusst sein um eine sonst vorprogrammierte Enttäuschung zu vermeiden.

Fazit
Abgesehen von den erwähnten Problemen im Zusammenspiel zwischen iPhone und UKW-Radio hinterlässt das iP99 einen ausgesprochen positiven Eindruck, vor allem die ausgefeilten Weckfunktionen finden sich so bei keinem vergleichbaren Gerät. Auch Soundqualität und Verarbeitung genügen unseren Ansprüchen an einen „Radiowecker“ absolut. Die Preisempfehlung des Herstellers für das iP99 liegt bei 149 Euro (-> iP99 bei Amazon.de).

Dienstag, 02. Dez 2008, 9:48 Uhr — chris
5 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Super Bericht. Habe mir auf Apple.de die Radiowecker angeguckt und hatte auch einen recht ordentlichen Eindruck. Nun hab ich nach nem testbereicht gesucht und hier grad einen echt tollen gefunden. Macht weiter so!
    Und nun wird gespart. ;-)

  • Wow! wirklich ein guter Artikel! Ich habe auch ein Test zu diesem Gerät gesucht und bin auf eure Seite gestoßen! Nun weiß ich eigentlich alles was ich wissen wollte aber testen muss ich es doch noch alleine :D

    macht weiter so!

  • Pingback: iHome iP9: Video-Review des iPhone-Radioweckers

  • Servus,

    Sowas Suche ich noch, aaaaaber mit WLAN Radio.

    Hat jemand ne Idee?

  • kann man das gerät eigentlich problemlos aus den usa mitnehmen mir machen da der radioempfang und die stromversorgung sorgen.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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