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EU-Regelung als Vorbild

Schweizer Wettbewerbshüter untersuchen NFC-Restriktionen beim iPhone

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13 Kommentare 13

Heute früh haben wir darüber berichtet, dass Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken jetzt auch mit dem iPhone kontaktlos bezahlen und dabei anstatt Apple Pay eine in der VR Banking App hinterlegte digitale Girokarte verwenden können. Passend dazu kommt nun eine Meldung aus der Schweiz. Die dortige Wettbewerbskommission COMCO will prüfen, ob Apples Vorgaben hinsichtlich der Nutzung der NFC-Schnittstelle mit dem Schweizer Kartellrecht vereinbar sind.

Ähnlich wie wir es von den Auseinandersetzungen zwischen der EU-Kommission und Apple kennen, will auch die Schweizer Wettbewerbsbehörde untersuchen, ob Anbieter von Zahlungs-Apps bei kontaktlosen Zahlungen im stationären Handel unter den gegebenen Voraussetzungen wirksam mit Apple Pay konkurrieren können. Die Behörde hat zu diesem Zweck eine förmliche Untersuchung eingeleitet.

Nfc

Die Schweizer Wettbewerbshüter haben dabei offenbar ebenfalls die von Apple gepflegte Struktur des iPhone-Ökosystems im Visier und bemängeln, dass Apple seine Geräte ausschließlich mit dem eigenen Betriebssystem betreibt und auf diesem Weg den Zugang zur standardisierten Funktechnik NFC vollständig kontrolliert.

Zugeständnisse womöglich nicht ausreichend

Die Behörde orientiert sich dabei an den von Apple im vergangenen Jahr gegenüber der EU-Kommission gemachten Zusagen bezüglich der NFC-Nutzung. Apple hat zwar im Anschluss daran auch Schweizer App-Anbietern Zugriff auf die NFC- und Secure-Element-Technologien im iPhone gewährt, allem Anschein nach jedoch nicht in der gleichen Weise, wie dies in der EU der Fall ist.

Mithilfe der nun gestarteten Vorabprüfung will die Schweizer Wettbewerbsbehörde klären, ob die für die dortigen Entwickler geltenden Bedingungen den Anforderungen des Schweizer Wettbewerbsrechts genügen.

Im Rahmen der Untersuchung werden zunächst nur Marktinformationen und Einschätzungen gesammelt. Auf dieser Basis wird dann entschieden, ob aus der Vorabprüfung ein formelles Verfahren wird.

12. Dez. 2025 um 15:54 Uhr von chris Fehler gefunden?


    13 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Es wird – weltweit – enger für Apple und deren Abschottungspolitik. Sehr gut !!
    Und auch hier sieht man wieder wie Apple versucht nur gerade soweit zu öffnen wie sie unbedingt müssen, und wie es „klappen“ könnte ohne Ärger zu bekommen.
    Man öffnet für die Schweiz nicht so weit wie für die EU – wieder muss hier extra gegen Apple vorgegangen werden.

    Aber ist natürlich alles „zur Sicherheit der Nutzer“ ;). Bullshit ! Apple will alleine Apple Pay damit sie hier bei den Banken kassieren können. Mit „Sicherheit“ hat das rein gar nichts zu tun.

    Sehr gut das weltweit die Regulierungsbehörden nun gegen Apple vorgehen !
    Aber vielleicht kann Tim Cook ja der Orange wieder einen goldenen Pokal schenken damit der nun gegen die Schweiz wettert.

  • Nichts anderes als das Betriebssystem kann mit der Hardware kommunizieren. Gemeint ist den Zugriff auf die Hardware auch anderen Apps zugänglich zu machen

  • Wie sehen die Gebühren heutzutage aus wenn damit bezahlt wird(B2B)?
    So zwischen Bank und Apple wird wohl nicht unerheblich sein.

  • Es sind ja nicht nur Zahlungen.

    Wobei ich mir durchaus wünschen wurde das meine Bank auch die EC (bla bla heißt jetzt Girocard, oder was auch immer) unterstützten würde und eben nicht nur Kreditkarten.

    Eigentlich am liebsten wie bei der Spasskasse (bin ich aber nicht), direkt direkt Apple Pay. Hier würde ich zur Not auch eine Bank Applikation akzeptieren.

    Ansonsten Zugangsberechtigung in Firmen & sonstiges gibt es ja auch noch, die von Apple geblockt wird.

  • Das mit der Karte in der VB-App ist voll umständlich. Bis ich das gefunden habe, vergehen ja 3 Minuten.

  • Wem Apple und Apple Pay nicht gefallen, soll andere Geräte benutzen. Ganz einfach!

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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