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Keine Kontrolle über "vertraute Orte"

Schutz für gestohlene Geräte: iOS 17.4 schärft nach

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47 Kommentare 47

Apple wird die mit der Ausgabe von iOS 17.3 am 22. Januar eingeführten Sicherheitsfunktion „Schutz für gestohlene Geräte“ bereits mit dem kommenden iOS-Update überarbeiten und damit auf die fehlende Kontrolle reagieren, die Anwender auf die Erstellung der sogenannten „vertrauten Orte“ haben – ein elementarer Bestandteil der neuen Schutzfunktion.

Sicherheitsverzoegerung Ios 1 7 3

„Schutz für gestohlene Geräte“

Grob zusammengefasst, basiert die neue Schutzfunktion auf dem Wissen des iPhones um vertraute Orte, wie etwa der eigenen Privatadresse oder dem Arbeitsplatz. Wenn Anwender hier elementare Änderungen an ihrem Gerät, wie am Passcode oder an der Apple ID vornehmen, werden dafür weniger strikte Sicherheitsvorgaben geltend gemacht, als wenn diese Änderungen an Orten stattfinden sollen, die nur selten gesucht werden, wie etwa Kneipen, Veranstaltungsorte und Reiseziele. Hier müssen zusätzliche Wartezeiten in Kauf genommen werden.

Apple will damit verhindern, dass gestohlene oder unterwegs abhandengekommene Geräte, deren Diebe über Kenntnis des persönlichen Passcodes verfügen, als einfache Zugangsmöglichkeiten zu iCloud-Einstellungen der betroffenen Nutzer zweckentfremdet werden können.

Problematisch dabei ist: Anwender haben keine Möglichkeit, die vertrauten Orte manuell anzulegen, sondern sind auf die automatische Ermittlung eben jener Geokoordinaten durch das iOS-Betriebssystem angewiesen.

Ios 17 4

Links: iOS 17.4 – Rechts: iOS 17.3

Im schlechtesten Fall führt dies dazu, dass das iPhone auch die häufig von euch frequentierte Eckkneipe als vertrauten Ort einstuft und den zusätzlichen Schutz damit unwirksam macht.

iOS 17.4 schärft nach

Unter iOS 17.3 können Anwender entweder die automatische Erstellung vertrauter Orte deaktivieren (dann sind die zusätzlichen Schutzvorgaben immer erforderlich) oder auf iOS 17.4 warten.

Die nächste Betriebssystemaktualisierung wird die neue Schutzfunktion noch einmal überarbeiten und dieser auch die Möglichkeit mit auf den Weg geben, immer auf die neuen Sicherheitsverzögerungen, die bestimmte Wartezeiten vor der Änderung grundlegender Funktionen einführen, zu bestehen.

Biometrische Authentifizierung per Face ID oder Touch ID

Wenn der Schutz für gestohlene Geräte aktiviert ist und dein iPhone sich nicht an einem vertrauten Ort befindet, musst du dich mit Face ID oder Touch ID authentifizieren, bevor du bestimmte Aktionen wie die folgenden ausführen kannst:

  • Im Schlüsselbund gespeicherte Passwörter oder Passkeys verwenden
  • In Safari gespeicherte Zahlungsmethoden verwenden (automatisch ausfüllen)
  • Modus „Verloren“ deaktivieren
  • Einstellungen und Inhalte löschen
  • Neue Apple Card beantragen
  • Virtuelle Kartennummer der Apple Card anzeigen
  • Bestimmte Apple Cash- und Savings-Aktionen in Wallet ausführen (z. B. Apple Cash- oder Savings-Überweisungen)
  • Neues Gerät mit deinem iPhone einrichten (z. B. Schnellstart)

Verzögerung bei sicherheitsrelevanten Aktionen

Bei aktiviertem Schutz für gestohlene Geräte musst du außerdem möglicherweise eine Stunde warten, bevor du mit deinem iPhone Änderungen an wichtigen Sicherheitseinstellungen oder deiner Apple-ID vornehmen kannst. Wenn sich dein iPhone nicht an einem vertrauten Ort befindet und du Einstellungen wie die folgenden ändern möchtest, musst du dich mit Face ID oder Touch ID authentifizieren, auf den Ablauf der Verzögerungszeit warten und dich dann erneut mit Face ID oder Touch ID authentifizieren:

  • Passwort der Apple-ID ändern
  • Von deiner Apple-ID abmelden
  • Sicherheitseinstellungen des Apple-ID-Accounts ändern (z. B. ein vertrauenswürdiges Gerät, einen Wiederherstellungsschlüssel oder einen Wiederherstellungskontakt hinzufügen oder entfernen)
  • Face ID oder Touch ID hinzufügen oder entfernen
  • iPhone-Code ändern
  • Alle Einstellungen zurücksetzen
  • „Wo ist?“ deaktivieren
  • Schutz für gestohlene Geräte deaktivieren

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29. Jan 2024 um 07:57 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Schön wäre es wenn man diese Orte noch verwalten könnte und selbst definieren können.

  • Zumindest kann man unter „Wichtige Orte“ den Verlauf löschen und hin und wieder damit auch die Eckkneipe entfernen.

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  • John Applespeed

    Ich hoffe, dass sie endlich mal alternative Passwörter für den Schlüsselbund zur Pflicht machen, statt des immer noch verwendeten passcodes für das iPhone selbst. Der kann bei nicht funktionieren der Faceid schnell ausgespäht werden

  • Wenn der Schutz aktiv ist, das iPhone gestohlen, dann benötige ich ein iPad mit der gleichen Apple ID um das iPhone zu sperren?
    Wie ist die beste Vorgehensweise bei einem Verlust?

    • Bei wo ist auf iCloud.com einloggen und bei „wo ist?“ das iPhone als verloren setzen

      • Wie funktioniert das technisch? Angenommen ich habe nur ein iPhone, wenn ich mich bei iCloud anmelde, grätscht mir die 2FA zwischen die Beine und sagt: gibt den sechsstelligen Code ein, den ich dir an dein iPhone geschickt habe

      • Ich bin mir nicht sicher, was genau bei der Verwendung von Bestätigungscodes nach dem Einloggen passiert, da ich einen Yubikey für die 2FA nutze.

        Bei mir kommt nach der Eingabe des Accountpassworts zunächst eine Seite, die zur Authentifizierung via Sicherheitsschlüssel auffordert. Dort stehen unter dem „Weiter“-Button die zwei Optionen „Geräte suchen“ und „Geräte verwalten“ zur Verfügung.

    • Wo ist/Find my steht über iCloud.com immer zur Verfügung. Auch kann jedes Apple Gerät von Freunden/Bekannten dafür verwendet werden. In der Wo ist? App einfach auf Freunde helfen drücken.

  • Funktioniert das eingentlich nur MIT FaceID? Ich habe die Funktion auf meinem 13mini nicht aktiviert und kann den Diebstahlschutz nicht einmal finden!

    Antworten moderated
  • Dann muss der Kriminelle nicht nur den Code erspähen sonder auch den Wohnort :-D

    • Und den hast du ja ganz schnell wenn du einmal im Gerät bist. Mann Mann Mann, ich find das alles etwas halbherzig und undurchdacht was Apple da gemacht hat…

      • Ja richtig, steht ja in den Kontakten. Eins ist erreicht, das sich der Aufwand für den einen oder anderen nun nicht mehr so lohnt.

      • Da kann ihn dann gleich die Polizei in Empfang nehmen

      • Er muss sich ja nur in einen bestimmten Radius rund um dein Haus begeben. Ich weiß nicht wie groß der ist, aber das dürfte möglich sein ohne dass er erwischt wird.

      • @chris apple widmet sich nicht mehr dem iphone nur noch dieser skibrille, due sie zukunft nennen. Darum so halbherzig. Wir sollten mal wieder den user was vor die nase werfen, nicht dass sie dann noch aufbegehren ;)

      • Natürlich, jemand klaut dein Handy, hat zufällig den Code, und dann fährt er zu dir nach Hause um die Sperre zu umgehen. Alles bisschen weit hergeholt oder? Bis es soweit ist hab ich das Gerät im Modus verloren und auch schon aus der Ferne gelöscht

  • Das Feature ist doch nur etwas für Minderintelligente Menschen,welche nicht auf ihren Code aufpassen können.Solche,die auch Lovescammer Kohle überweisen,unbewusst ihre Bank zugangsdaten weiterleiten oder dem vermeintlich falschen Enkel
    80 000€ in die Hand drücken.Niemals in meinem Leben kann mir ein fremder meinen Zugangscode ablesen oder klauen.Dazu müsste er dann obendrein auch noch mein Handy stehlen.Absolut Ausgeschlossen.

  • Was ich zusätzlich bei mir noch gemacht hab, ist in dem Menüpunkt Bildschirmzeit bei den Beschränkungen „Code Änderungen“ und „Account Änderungen“ auszuwählen. Dann einen Code für die Bildschirmzeit einrichten. So muss ein Dieb nicht nur den iPhone Passcode wissen sondern auch den Code für die Bildschirmzeit, um mich aus meinem Account auszusperren. Wie sicher das ist, weiß ich nicht, aber zumindest verschafft es einem etwas mehr Zeit.

    • Genau so ist es. Es ist doch wie bei der Wohnungs- oder Haustür. Sie muss nicht super-duper sicher sein, sondern nur sicherer, als die des Nachbarn.

      Übersetzt auf das iPhone entspricht das ein wenig mehr Zeit, um es auf „gestohlen“ zu setzen.

    • Apple hätte auch einfach das eigentlich Problem lösen können: nämlich dass man zum ändern des Apple-ID Passworts erst mal das alte eingeben muss. Das ist übliche Praxis, und wird von Apple ignoriert. Nur wegen diesem offenen Scheunentor (dass man das Apple-id Passwort umgehen kann, wenn man den Gerätecode kennt) gibt es überhaupt diese ganzen Probleme. Und der ganze Murks mit den neuen Sicherheitsmaßnahmen machen alles nur kompliziert, lösen das Problem aber nicht wirklich. Der Dieb muss nun nur noch in die Nähe der Wohnung des Opfers (oder eines anderen „sichern“ Orts), was ja bequem alles auf dem Gerät zu finden ist.

      Ähnlichen Schwachsinn hat Apple ja auch beim lokalen Sync/Backup der Geräte mit dem Mac veranstaltet. Auch hier gibt es ein Sicherheitsproblem bzgl. des Backups, anstatt dieses zu beheben macht Apple nun den lokalen Sync kaputt, weil man nun immer erst mal den Gerätecode auf dem Gerät eingeben muss (und bis der abgefragt wird, kann durchaus eine Weile vergehen), bevor überhaupt der Sync und das Backup startet.

      Antworten moderated
      • Es würde schon reichen wenn man zur Änderung des Passworts grundsätzlich den Code UND Face ID/Touch ID benötigen würde.

  • Wenn man zum Ändern für sensible Daten des Kontos, nicht einfach ein richtigen 2FA einführt, ist mir ein Rätsel.

  • Was ist, wenn man Wichtige Orte bereits deaktiviert hat? Was passiert dann, wenn man die Passcode Funktion wieder deaktivieren möchte?

  • WANN macht Apple das iPhone endlich mal wirklich Diebstahl sicherer, indem es den Sperrcode einführt beim Versuch das Handy auszuschalten? Alles andere bringt wenig, wenn ein Dieb das iPhone einfach ohne Code ausschalten und somit die Ortung verhindern kann?!

    • Das habe ich mich auch schon oft gefragt. So dumme Diebe sind bestimmt schon ausgestorben, die das geklaute Gerät nicht sofort ausschalten. Da sollte was passieren, ich sehe das wie Ryan.

      • Was habe ich als Dieb denn davon, dass ich das geklaute iPhone ausschalte? Dann kann es nicht geortet werden. Und dann? Dann kann ich es nicht mehr einschalten, weil ich sonst geortet werden kann. Was habe ich dann von einem geklauten iPhone?
        Oder was habe ich nicht verstanden?

      • … der Dieb kann es in Teilen verkaufen, Bildschirm, Rückseite, Batterie usw.

  • Warum nicht auch die Möglichkeit implementieren, bei Erkennung eines bestimmten AirTags den Schutz herunterzufahren?
    Den könnte man dann Zuhause platzieren.

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