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Mit Blick auf den Preis erstaunlich gut

Redmi AirDots: Komplett kabelllose Billig-Ohrhörer ausprobiert

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Xiaomi bietet mit den Redmi AirDots kabellose Ohrhörer an, die regelmäßig unter 20 Euro zu haben sind. Natürlich können sich die schwarzen Knöpfe nicht mit den AirPods oder anderen Ohrhörern der Oberklasse messen. Die mit Blick auf den günstigen Preis der AirDots gebotene Leistung ist allerdings stattlich.

Redmi Airdots Case

Zunächst einmal wollen wir kurz auf den Unterschied zwischen den schwarzen Redmi AirDots und den weißen Xiaomi AirDots eingehen. Die unterschiedliche Farbe ist hier nämlich eher Nebensache, vielmehr handelt es sich hier um zwei grundlegend unterschiedliche Ohrhörer. Die in der Regel für rund 30 Euro erhältlichen Xiaomi AirDots sind quasi die Luxusvariante der Redmi AirDots: Ohrhörer und Ladecase zeigen sich merklich besser verarbeitet, zudem verfügen die Ohrhörer über ein Touch-Bedienfeld anstelle des Klicktasters ihrer schwarzen Verwandten. Die Leistungsdaten sind ansonsten – soweit für uns ersichtlich – bei beiden Hörern gleich.

Xiaomi Airdots Vs Redmi

Mit einer Akku-Ladung sollen die Ohrhörer Xiaomi zufolge bis zu vier Stunden betrieben werden können. Ein etwas optimistischer Wert, abhängig von Lautstärke und Verbindung sollten jedoch zwei bis drei Stunden problemlos möglich sein. Das Ladecase hält zwei weitere Ladungen für die Hörer bereit.

Die Bluetooth-Verbindung zum iPhone muss klassisch über die iOS-Einstellungen eingerichtet werden und hat sich bei uns stets zuverlässig und stabil gezeigt. Die Ohrhörer verbinden sich direkt beim Herausnehmen aus der Ladebox automatisch. Das Herausnehmen selbst ist bei den Redmi-Hörern allerdings ziemliches Gefummel. Die weißen AirDots sind dank der feinen Unterschiede auch im Bereich der Ladebox dagegen völlig problemlos zu handhaben. Für beide Varianten der Hörer gilt, dass sich stets nur einer der Ohrhörer mit dem iPhone verbindet und der andere nur Verbindung zu seinem Bruder hält. Somit ist es nicht wie bei den AirPods möglich, einen beliebigen Hörer einzeln zu nutzen, sondern stets nur den, der sich initial mit dem iPhone verbunden hat.

Xiaomi Airdots

In Sachen Klang dürft ihr in dieser Preisklasse keine Wunder erwarten, doch darf man die Audioleistung der AirDots – auch wieder mit einem Seitenblick auf den Preis – als mehr als in Ordnung bezeichnen. Wichtig ist hier, dass ihr die richtigen der drei mitgelieferten Sätze Ohrpassstücke auswählt und die Hörer gut sitzen. Bei meinem Test der Redmi AirDots habe ich anfangs übrigens die Bässe deutlich vermisst. Dafür war allerdings nicht (nur) der noch nicht optimale Sitz in den Ohren verantwortlich, die Hörer haben in der Tat nach einiger Zeit mehr Bässe geliefert. Ein Phänomen, das im Audiobereich auch als „Burn-in“ bekannt ist. Moshi bietet hierfür sogar eine spezielle iOS-App an.

Wenn ich den Klang der AirDots per Equalizer anpassen müsste, dann würde ich die Höhen zugunsten der Mitteltöne etwas zurücknehmen. Die Bässe könnten weiterhin stärker sein, hier sind wir einmal mehr bei den mit Blick auf den Preis der Hörer erforderlichen Kompromissen.

Im Ohr sitzen die AirDots überraschend gut. Dies dürfte mit daran liegen, dass die Ohrhörer extrem leicht sind und daher auch dann sicher in den Ohren sitzen, wenn man die Stöpsel nicht wie ein Korken luftdicht im Ohr stecken.

Die Hörer haben keine Ohrerkennung wie Apples AirPods, somit läuft die Musik nach dem Herausnehmen weiter, bis ihr entweder die seitliche Taste (die gesamte Seitenfläche der Hörer) drückt, oder sie in die Ladehülle einsetzt. Bei den weißen Hörern genügt dank des Touchfeldes ein Antippen.

Redmi Airdots Im Case

Falls ihr die Ohrhörer auch kaufen wollt, um regelmäßig damit zu telefonieren, möchte ich davon abraten. Die Rufannahme ist zwar ebenfalls über die Seitentaste möglich, die Sprachqualität über das integrierte Mikrofon allerdings miserabel. Zur Not sicher mal okay, aber keinesfalls mit einem vernünftigen Headset vergleichbar.

Montag, 11. Nov 2019, 21:38 Uhr — chris
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  • Gibt es eine Alternative zu den AirPods? Die von xiaomi sind leider InEar und das mag ich absolut nicht. :(

  • Sowas suche ich auch noch, kleine Kopfhörer die anders als In-ears Halt finden und die man ein- und ausschalten kann ohne das Ladecase mitschleppen zu müssen. Ich nutze im Moment Kopfhörer von Kind. Dort sind die Aufsätze an das eigene Ohr angepasst. Die gibt es leider nur mit Kabel. Wären ansonsten perfekt. NC ist da nicht nötig da perfekt abgeschirmt und super Tragekomfort.

  • Kann die Redmi nur empfehlen… Habe zwei Stk davon (Arbeit / Daheim) gut ne schnelle Runde Radeln oder spazieren reicht das allemal. Auch die Akkulaufzeit/Verarbeitung etc ist Xiaomi entsprechend gut.

  • Bose QC 35 nehme ich auch beim Sport

  • Vorhin für knapp 14€ bei Aliexpress bestellt :) mal sehen ob sie dieses Jahr noch kommen xD

  • Ich mag bzw. vertrage die überhaupt nicht und such auch nach alternativen.

    • Oh yeah! Die sind super, bis auf das Design (steht mir zu sehr aus den Ohren raus). Mein Favorit sind und bleiben bis jetzt die Sabbat e12 (Ultra). Da gibts echt nichts zu meckern und sie schliessen schön bündig mit meinen Ohren ab. Und kosten tun sie gerade mal knapp USD 50.-!

  • Touchfeld…, na wirklich…! Ich habe etliche solche (chinesische) in Betrieb, mit Tasten und Touchfeld, beide Versionen sind ganz ausgezeichnet, und das für 11 oder 12 Euro! Aber die mit Touchfeld : Hab‘ sie in den Ohren, will sie richten, komme ein paarmal an, Musik stoppt, geht nicht mehr, oder es passiert sonstwas…!
    Ich bevorzuge ganz klar die Tastenvariante!

  • Ich stufe mich in die Kategorie „Jäger nach dem perfekten Klang“ ein, und habe mich meinen bald 50 Lenzen eine Menge Kopfhörer und Hi-Fi-Systeme durch…

    Ich habe die weißen AirDots mal eher aus Jux bestellt gehabt und lasse mich zu dem Urteil hinreißen, dass ich fast umgekippt bin, wie gut sie spielen!
    Im Gegensatz zu den Hörern einiger andere namhafter Hersteller, die ich getestet hatte (Teufel, Sennheiser, Cambridge Audio (und ich schreibe jetzt nur von inEar))
    spielen diese hier von den tiefsten Bässen bis in die Höhen ohne irgendeine „Delle“ darin sehr homogen.
    Ich geniere mich nicht zuzugeben, dass ich kaum noch andere Hörer hernehme,
    sie spielen meine „Referenztracks“ ohne Fehl und Tadel.

    Allerdings sind sie im Umgang tatsächlich umkomfortabel beim Hantieren (die Touch-Fläche wird ungewollt berührt) und ich muss sie in der Tat abartig tief in den Gehörgang schieben, um sie dicht am Trommelfell und den Gehörgang abgedichtet zu haben.

    Der richtige Sitz ist halt aber auch allgemein die Krux bei inEars, weswegen auch die drei mitgelieferten Ohrpolster kein Garant für den perfekten Klang sind, wenn Ohr und Hörer nicht zusammenpassen wollen bzw. der Anwender nicht genügend Kreativität beim anpassen an den Tag legt.

    Deswegen ist ein Tragen auch nur im Sitzen/Liegen sinnvoll, da sich jedes Gehen hämmernd wie ein Gewitter bemerkbar macht.

    Wer also gerne mal mit der Passung im Gehörgang experimentiert und Musik nur ruhend genießt, könnte hier ein kleines Schätzchen finden.
    Die Bedienungsanleitung habe ich ebenfalls mal ins Deutsche ver-PDFt.

  • Habe die Dinger auch zuhause, mir gefallen sie nicht, weil…

    Keine lauter/leiser, Titel vor/zurück an den Ohrhörern selber möglich, man muss jedesmal das Handy raus kramen. Nur An/ Aus, Pause/ Play und Assistent starten ( darüber könnte man lauter leiser machen, aber wer macht das schon in der Bahn oder so)

    Wenn die Ohrhörer zum Laden im case liegen, und das case dann leer ist, verbinden sich die Ohrhörer direkt wieder mit dem letzten Gerät, das kann sehr nervig sein, wenn man es nicht bemerkt, weil Anrufe automatisch stumm geschaltet werden und direkt auf die ohrhöhrer geleitet werden, so kommt es schonmal vor das man ein Anruf/ Benachrichtigung verpasst.

    Klanglich nur ok, für den Preis aber zu verkraften.

  • Das nennen ich mal ein Test. „Der wert ist optimistisch“ Was soll das heißen? Entweder halten die was auf der Packung steht oder nicht. Ist bei den AirPods auch nicht anders. Und dann der Vergleich dieser Stöpsel mit einem richtigen Headset. Die Stöpsel sind kein Headset, auch Airpods nicht. Und klingen daher alle im besten Fall O.K. Als ein Zusätzliches Paar Stöpsel für die Reise würde ich mir solche Dinger holen. Denn dank grenzenloser Weisheit der Apple Manager, kann man nicht mehr Laden und hören gleichzeitig. Gut, kann man schon, aber ein noch ein Kabelloses Ladegerät für Unterwegs habe ich nicht vor zu kaufen. Ich meine, wenn ich dann die Kabelkophörer nehmen würde.

  • Ich kann sehr die JBL reflect Mini 2 empfehlen. Haben zwar ein Kabel, aber das gerade finde ich gut. Ich mag diese Kabellosen nicht so.
    Ich nutze die jetzt seit fast einem Jahr und die Akkulaufzeit ist super! 7-8 Stunden mindestens (habe den Akku noch nie leer gehört)
    Nutze die Hörer für Sport oder für Dienstreisen. Im Flugzeug nehmen die inEar Hörer sehr viele Umgebungsgeräusche weg. Es ist dann echt sehr erträglich. Beim Sport höre ich tatsächlich fast nur die Musik, ab und zu ein paar Umgebungsgeräusche.
    Tragekomfort ist auch okay, wenn man die richtige Größe der der „Stöpsel“ gewählt hat.
    Den Klang finde ich sehr gut! Sehr klar und satte Bässe. Hatte den Vorgänger 3 Jahre lang, als sich dann die Batterie verabschiedet hat. War aber ein Kabelbruch.

  • Die Software der schwarzen ist neuer. Bei den Weißen kann es zu Synronisations Problemen der beiden Hörer zueinander kommen. Das wurde bei den schwarzen ausgemerzt. Haben einen guten Klang. Bin sehr zufrieden. Hab sie direkt in China für 12€ gekauft.

  • Da gibt es deutlich bessere günstig zu haben. Wie z.B. die enacfire Future plus wo die Schachtel zudem als powerbank für das Handy genutzt werden kann und der Klang überragend ist.

  • „Ein Phänomen, das im Audiobereich auch als „Burn-in“ bekannt ist.“
    Der gesuchte Begriff lautet „Break-in“.

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