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Das Bargeldland im Wandel

Podcast-Tipp: Bargeld, Karte oder App? Abschied von Münzen und Scheinen.

39 Kommentare 39

Das Sendungs-Format „Hintergrund“ nutzt der Deutschlandfunk seit Jahren für kompakt recherchierte Themen-Schwerpunkte. Die 15 Minuten langen, täglich zu den unterschiedlichsten Themen ausgestrahlten Sendungen sind nie prätentiös, stets faktentreu und halten sich auch bei kontroversen Themen mit Bedacht zurück. Das Deutschlandradio informiert ohne die Gier nach Sensationen zu befriedigen.

Podcast Bargeld

Aktuell wiederholt der Radiosender unter der Überschrift „Bargeld, Karte oder App? Verabschieden wir uns langsam von Scheinen und Münzen?“ eine Ausstrahlung vom September, die wir hier mitlesenden Apple Pay-Nutzern gerne ans Herz legen möchten.

Positive und negative Auswirkungen des Wandels

Selbst auf Bequemlichkeit bedacht, hat der kurze Rundumschlag unseren Horizont erweitert und unter anderem daran erinnert, dass der langsame Bargeld-Rückzug erhebliche Auswirkungen auf Straßenmusiker, Obdachlose und all jene Mitmenschen hat, die auf Kleingeldspenden angewiesen sind.

Auch die Bargeld-Nutzung als Schutz vor Strafzinsen (gegen Inflation helfen die Scheine unterm Kopfkissen ja bekanntlich nicht) hatten wir so nicht auf dem Schirm.

China, Schweden und Deutschland

Zudem wirft die diesmal knapp 20 Minuten lange Sendung von Cataline Schröder einen Blick auf die mittelbaren Auswirkungen der gerade in Coronazeiten deutlich an Fahrt aufnehmenden, kontaktlosen Bezahlmöglichkeiten. Wirft neugierige Blicke nach China und Schweden und erinnert daran, wer von der neuen Lust an Apple Pay und Co. profitiert bzw. warum in Deutschland mal wieder alles ganz anders läuft als sonst wo in Europa.

Grundsätzlich darf das Abo des Hintergrund-Podcasts empfohlen werden, auch wenn es viele Sendungen vielleicht nicht in den persönlichen Interessen-Cocktail schaffen. Die, die euch interessieren laufen mit so einer Informationsdichte auf, dass euch die Viertelstunde hier oft umfassender informiert als eine 2-Stunden-Talk-Sendung am Freitag.

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Dienstag, 29. Dez 2020, 7:46 Uhr — Nicolas

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  • Da empfehle ich doch mal das Hörbuch „Schönes neues Geld“ von Norbert Häring.

  • Die Podcasts von DLF und DLF Nova sind insgesamt sehr sehr gut gemacht. Habe einige abonniert.

  • aber Spotify-Kanal für die „Hintergrund-Reihe“ gibt’s keinen, richtig? :/
    Finde unter dem Namen nur eine öffentlich gemachte private Playlist mit 2 Beiträgen….

  • zum Beitrag -ich lebe in Schweden, und das seit Jahren praktisch bargeldlos in Alltag. Viele Shops akzeptieren auch gar kein Bargeld mehr (meist kleinere). Kürzlich habe ich wieder bemerkt, dass ich tatsächlich die verschiedenen Scheine u Münzen immer noch nur durch ablesen erkenne. Es ist extrem bequem und einfach im Alltag, und ich genieße es sehr. Mein Geldbeutel ist ausgemustert: Handyhülle mit Führerschein- und Kreditkarte genügt immer (FS funktioniert auch als ID, mit QR code). Die größte Gefahr jedoch sehe ich bei der Bargeldabschaffung, die über kurz oder lang sowieso global „ausgerollt“ werden wird, in den Negativzinsen. Vorbdenen kann man dann schlicht nicht mehr flüchten. Und Immobilien oder andere „feste Werte“ können ja z.B. auch kurzerhand mehr besteuert werden. (Größere Goldkäufe von mehr als ich glaube 2000€ werden in D seit diesem Jahr zwangsregistriert….)
    Das ist alles durchaus ein riesen Problem für jeden mit Besitz; wenn der Staat zulangen will, gibt es dann keinerlei Schutz mehr für Sparer und die breite Bevölkerung…Ich bin hier also durchaus zwiegespalten :/

    • Crypto könnte noch eine Lösung sein.

      • Ja, sehr guter Punkt! Muss mich wirklich mal mehr damit beschäftigen. Allerdings verlagert man dann eben den Einfluss / die Abhängigkeit vom Staat hin zum Herausgeber der Cryptowährung, oder? Zwar quasi das, worauf man abzielt, aber eben auch das andere Extrem, sozusagen…völlig unreguliert zu sein kann gut, aber eben auch gefährlich sein.
        Wiegesagt, werde mich mal mehr damit auseinandersetzen, danke für den Hinweis :)

      • Nein, du kannst Cryptowährungen auch „ganz klassisch“ auf einem key ausgedruckt auf Papier speichern, nachdem du dir den Key selber generiert hast.

  • Wird auch Zeit. Ich hasse nämlich das Bargeld! Handel und Gastronomie sollten gesetzlich verpflichtet werden ALLE Kreditkarten zu akzeptieren.

    • Ja. Und es sollte keine Mindestbeträge geben, ab denen die Kartenzahlung erlaubt ist. Unser REWE hier erlaubt Kartenzahlung erst ab 5€ Einkauf. Meistens liegt man drüber, jedoch kommt es vor und dann will ich nicht irgendwas mitnehmen, um den Mindestbetrag zu erreichen.

      • Stimmt!

      • Das liegt halt auch daran, dass die KK Herausgeber Gebühren auf die Transaktionen verlangen. Und je nach Anbieter sind die relativ hoch.
        Da verstehe ich die Verkaufsläden schon.

      • Richtig, Dude. Die Abrechnungspartner zocken bei jeder Transaktion zwischen 15 und 25 Cent ab. Wenn du beim Bäcker 2 Brötchen bezahlst, legt der Bäcker noch Geld drauf. Möchte gerne mal wissen, wie das in anderen Ländern mit dem Micro-Payment geregelt ist. Bei uns in Deutschland sind das Abrechnungsmodelle wie damals, als man Internet noch pro Minute bezahlen musste.

      • Das ist so nicht richtig. Die Gebühren werden schon seit langem monatlich auf alle Transaktionen in Summe erhoben, daher ist es egal, ob du 1 Cent mit der Karte bezahlst oder 1000 Euro. Diese Begrenzung, erst ab einer bestimmten Höhe mit der Karte bezahlen zu dürfen, ist ein Relikt aus alten Zeiten und daran erkennt man, wie schlecht informiert der Händler ist.

      • Das ist eine Lüge! Eine Kreditkartentransaktion kostet ca. 1,5 % vom Umsatz, Bargeld ist in der Verwaltung für die Bäcker extrem teurer! Viele Bäcker in Hamburg können mittlerweile rechnen und akzeptieren endlich Kreditkartenzahlungen ab 1 Euro.

      • @enzoreal, das ist keine Lüge. Die Kreditkartenanbieter dürfen mittlerweile zwar nur noch einen geringen Prozentanteil und keine Mindestgebühr erheben. Da Terminals und Systeme nun aber mal nicht kostenlos sind, bleiben den Händlern nur die Möglichkeit, diese teuer zu kaufen oder mit Langzeitverträgen zu mieten. Und genau hier entstehen den Händlern immer noch oft hohe Mindestgebühren pro Transaktion.

      • Wer meinen Kommentar bzgl. Gebühren nicht glauben will: jeder Depp kann ein Lesegerät mieten/kaufen. Folglich gibt’s entsprechende Homepages der Anbieter. Da stehen die Transaktionsgebühren und sonstige Kosten schön gelistet.

    • Dann schlagen sie die Gebühren eben auf die Artikelpreise auf. Das ist bisher auf Grund der Mischkalkulation und des noch relativ hohen Bargeldanteils noch zum kleinen Teil erfolgt.
      Geben wir nur fröhlich die nächsten 2% unseres hart verdienten Geldes an Visa/Mastercard/Amex etc. und nachdem die ja ihren Sitz nicht bei uns haben läufts wie bei Amazon und Steuern werden so gut wie keine in der EU abgeführt.

  • Freiheit oder Bequemlichkeit? Ich zahle weiter bar.

    • Genau. Ich will das Geld sehen und anfassen können das ich habe. Ich lasse auch nie mehr Geld auf dem Konto als unbedingt nötig. Bargeld bedeutet Unabhängigkeit und Freiheit.

  • Es gibt doch mittlerweile genug Lösungen, um Kartenzahlungen anzunehmen. Selbst Klingelbeutel mit eingebautem Contactless Reader hab ich (vielleicht sogar hier) schon mal gesehen.. Ich würde vermutlich sogar eher spenden, wenn ich es kontaktlos könnte.. Bei jedem Tag 1 EUR abbuchen und fertig.
    Die Wahrscheinlichkeit das ich Münzen bei mir habe ist einfach sehr gering, da komme ich mir dann auch schlecht vor, wenn ich der Toilettendame kein Trinkgeld da lassen kann – gleichzeitig möchte ich aber auch für diesen Zweck keine losen Münzen mit mir herum tragen – mein Geldbeutel besteht mittlerweile nur noch aus einem Kartenetui.

  • Ich habe seit Monaten, wenn nicht gar mehr als einem Jahr ca 22.000 Isländische Kronen (ca €150) in meinem Geldbeutel (der eh meistens zu Hause bleibt). Ich zahle nur noch, egal ob ein Produkt für (umgerechnet) € 1 oder das neue iPhone mit dem iPhone/ApplePay. Gut, hier in Island, ist es auch mgl. überall „digital“ oder mit Karte zu bezahlen (aber alternativ eben auch mit Bargeld) und wird nicht abgewiesen, wenn es sich nur € 1 handelt.

  • So sehr ich die Idee vom bargeldlosen System sexy finde, so sehe ich auch diverse negativen Seiten auf unsere Gesellschaft zukommen. Nur ein Beispiel, Obdachlose und oder Hilfsbedürftige die auf der Straße absolut benachteiligt sein werden, wenn es erst mal kein Bargeld mehr gibt. Wenn diese kein Gerät zum Empfang von elektronischem Geld besitzen um es dann auch nutzen können. Für mich sehe ich das System noch als sehr naiv und unbedacht und hoffe darauf weiterhin auch in Zukunft Bargeld nutzen zu können.

    • In China kannst du mit einem Barcode betteln und mit deinem Gesicht bezahlen – geht alles irgendwie, aber ob das so erstrebenswert ist, wage ich zu bezweifeln!

    • Und genau dieses Argument der Bedürftigen oder auch Straßenmusiker etc greift mM eben nicht. Ein QR-Code der zum digitalen Konto verlinkt ist schnell ausgedruckt. So ist ein Lesegerät in den meisten Fällen überflüssig. In ähnlicher Weise könnte direkt eine Spende an ein PayPal-Konto erfolgen. Auch hierbei ist kein Lesegerät erforderlich. Einzige Voraussetzung ist lediglich ein Smartphone auf der Seite des Spenders und (jetzt kommt der problematischere Part) Internetzugang auf der Seite des Bedürftigen. In der Hoffnung, dass man jedoch in Zukunft weiter in deutscher Geschwindigkeit daran arbeiten wird, jedem Menschen Zugang zu einer digitalen Verwaltung zu schaffen, könnte das dann 2050 auch kein Problem mehr sein ;)

  • Bargeld sollte erhalten bleiben – als Alternative. ApplePay ist durch die Token-Bezahlung datensicher. Die NFC-Kredit- oder Giropay-Karten sind es hingegen nicht.

  • Der Betrag ist unerträglich pauschal: Ja, klar werden Digitale Einkäufe getrackt, aber eben nicht bei Diensten wie ApplePay (tokenized payment). Apple sieht nicht was oder wo oder wievel du gekauft hast. Der Händler sieht nicht deinen Namen, deine Kartennummer oder die Sicherheitsnummer auf der Karte. Auch hier gilt: erst schlau machen, dann nutzen.
    Vergleiche mit China im Beitrag sind echt unfassbar populistisch.

    • Warum bietet Apple ApplePay an? Wenn du darauf eine Antwort findest, sind die Vergleiche mit China gar nicht mehr so blöd!

      • Weil es im Ökosystem Geldverkehr viel zu verdienen gibt, Umsatzbeteiligungen bei jeder Transaktion, warum sonst? Apple generiert Umsätze durch Hardware, Services, etc, nicht durch Daten. Darum kostet ein iPhone Pro über 1000€.

      • Wenn Apple mit Daten kein Geld verdient, dann sind sie in 5 Jahren weg vom Fenster!

  • Cryptowährungen schwanken auch im Kurs – da kann man auch an der Börse zocken.

    Wer einfach nur den Wert seiner Ersparnisse sichern will ist heutzutage ganz schön gekniffen und es wird sicher nicht besser!

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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