Vergessene Musik wiederfinden
Playback: Apple-Music-Fundstücke statt immer gleicher Songs
Wer seine Apple-Music-Mediathek über Jahre gepflegt hat, kennt das Problem: Die Sammlung wächst, gehört werden am Ende aber doch immer wieder dieselben Alben und Wiedergabelisten. Genau hier setzt die neue App Playback an. Sie durchsucht die vorhandene Musikbibliothek und versucht, ältere Favoriten wieder nach vorne zu holen.
Statt neue Musik zu empfehlen, arbeitet Playback ausschließlich mit Inhalten, die bereits zur eigenen Mediathek gehören. Im Bereich für Wiedergabelisten genügt ein virtueller Dreh am Auswahlrad, um zufällig eine der vorhandenen Playlists zu starten. Das funktioniert auch per Siri. Gerade bei Nutzern mit vielen selbst zusammengestellten Listen dürfte der Zufallsfaktor manches fast vergessene Archivstück wieder ans Licht holen.
Spielhäufigkeit trifft auf musikalische Ähnlichkeit
Mehr Aufwand steckt im Song-Bereich. Playback berücksichtigt unter anderem, wie häufig ein Titel bislang abgespielt wurde, wie lange er nicht mehr lief und ob er zwar neu zur Mediathek hinzugefügt, bislang aber kaum gehört wurde. Daraus entsteht eine fortlaufende Auswahl aus der eigenen Sammlung.

Die Reihenfolge überlässt die App dabei nicht allein dem Zufall. Tempo, musikalische Verwandtschaft und eine aus der 30 Sekunden langen iTunes-Hörprobe ermittelte Klangsignatur fließen in die Sortierung ein. So sollen Titel aufeinander folgen, die auch musikalisch zusammenpassen. Bereits abgespielte Zusammenstellungen landen in einem Verlauf und können anschließend als Playlist gesichert werden.
Einen ähnlichen Ansatz verfolgt der Design-Bereich. Hier zeichnen Nutzer eine gewünschte Energiekurve von ruhig bis intensiv. Playback füllt diese anschließend mit 10 bis 50 passenden Titeln aus der Mediathek. Mit Version 1.1 lässt sich über „Magic Mix“ zudem die Reihenfolge bestehender Playlists nach demselben Ähnlichkeitsprinzip neu sortieren. Auch selbst importierte beziehungsweise lokal gespeicherte Musik wird inzwischen berücksichtigt.
Ohne Konto, Tracking oder laufendes Abo
Entwickler Daniel Eden stellt Playback ausdrücklich als Ergänzung zu Apple Music vor. Ein zusätzliches Benutzerkonto ist nicht erforderlich. Im deutschen App Store kostet Playback einmalig 6,99 Euro und setzt iOS 26 oder neuer voraus.

Apple Music selbst hat seinen Funktionsumfang zuletzt unter anderem um Konzertsuche, Setlists und erweiterte Songtexte ergänzt, zudem wurden die Abo-Preise kürzlich erhöht. Playback will hier einen Mehrwert schaffen. Die App widmet sich nicht dem Katalog von Apple, sondern dem Teil davon, den Nutzer längst für sich ausgewählt haben.
- Apple Music Preiserhöhung: Apple verteuert Abos in Deutschland

wie kann man Apples arogantes aufzwingen der Musik app unterbinden ohne die app zu löschen?
Wenn du auf lokale Medien setzt, kann ich Sonora sehr empfehlen.
„Arrogantes Aufzwingen“??? Weil sie eine Musik-App mit dem Gerät mitliefern?
Stark!!
Du warst noch nie gezwungen, diese zu nutzen. Selbst Apple Music funktioniert mit anderen Apps. Also was meinst du?
Wenn ich mit einer App unzufrieden bin und eine alternative dazu nutzen will, lösche ich die alte einfach.
Keine Ahnung was der Ragebait soll
Die Musik-App ist einfach gänzlich eine Vollkatastrophe.
Warum?
zum Beispiel, weil sie völlig aufgebläht ist. Ich habe 1 Playlist in der Mediathek und die App belegt 3,72 GB Speicher. Wozu?
Vlt weil du irgendwelche Songs auf dein Gerät runtergeladen hast? Manchmal sitzt das Problem auch vor dem Gerät …
Die App selbst belegt nämlich nur recht wenige MB. Aber unter den Einstellungen des iPhones kannst du wunderbar sehen, wofür der Speicher verwendet wird. Lösch doch einfach, was du nicht brauchst.
@Hanseat: weil sich der Cache immer mehr aufbläht je länger du hörst…wie auch bei Spotify und allen anderen Musik Apps.
Nein, auch ohne Downloads wächst der Speicherbedarf deutlich an. Zum Beispiel durch die Alben-Cover die im Cache behalten werden und man im Gegensatz zu den Downloads das nicht entfernen kann. Nichtmals durch auslagern.
Noch viel schlimmer sind aber Instagram, Snapchat, TikTok etc. die teilweise 10GB Speicher klauen, der nur durch löschen und neu installieren wieder freigegeben werden kann. Finde ich regelmäßig bei Freunden und Familie die über Speichermangel klagen
Die Differenz zwischen Gesamtspeicherbelegung der Music-App und den Musikdaten liegt bei mir bei 1,4GB und das bei 50GB (High Quality, nicht Lossless) an Musik auf dem iPhone. So dramatisch ist das also nicht, finde ich. Wer nur streamt und keine Musik auf dem iPhone hat, wird wohl den ein oder anderen Gigabyte übrig haben. Und sobald man Downloads von Musik nutzt, spielt dieser Overhead wirklich keine Rolle mehr.
@_Knight, stimmt, es wird an dem 1 Lied liegen, dass ich gespeichert habe.
Aber schön, dass die Besserwisser nicht aussterben
Nutze auch aufgrund Wechsel Apple Music, aber mit dem UI der App von ich immernoch nicht warm geworden
Dem kann ich nicht zustimmen. Ich finde sie sehr gut. Was gefällt dir denn nicht?
Besonders die Startseite:
Unzählige hubriken, irgendwelche soundvorschläge von Bands die ich nicht mal in meine Favoriten Liste habe falls ja muss ich in der Startseite so weit nach unten scrollen um es wiederzufinden, nett wäre es es auszublenden was man nicht benötigt
Eigentlich geht es mehr um Sachen die mich nicht interessieren aber in Maßen vorzufinden sind
Ich habe über die letzten 10 Jahre regelmäßig andere Musik- und auch Podcasts-Apps auf iPhone, iPad und Mac ausprobiert und bin dann am Ende immer wieder bei denen von Apple gelandet.
Eine Ausnahme bildet Cider auf dem Mac, weil es die ansprechenderen Ansichten beim Playback bietet, besonders wenn man die App dann auf einem kleinen Zweitmonitor laufen lässt.
Teilweise kann ich die Kritik nachvollziehen, aber manches ist auch einfach nur Meckern und persönliche Präferenz.
Geschmacksache. Bin seit Tag 1 bei Apple Music und finde es extrem einfach zu bedienen. Kenne aber auch keinen anderen Dienst.
Ich finde zum Beispiel diese nordische App, die mit dem grünen Logo, völlig überladen. Wie heißen die denn gleich… Spotify!
Ich klicke auf neu. Gaaanz viele aktualisierte playlists. Nicht eine davon habe je gehört. oder würde ich je hören.
Die Startseite ist komplett vollgemüllt mit Sachen, die ich gerne ausblenden würde.
Die Künstlervorschläge zT völlig hanebüchen. Da gibts einfach so viel Unnötiges. Zumindest bei mir funktioniert trotz gesetzten Haken auf keinem Device, dass ich die Band, die ich gerade auf dem Phone gehört habe, auch auf dem Mac oder im Auto weiter hören kann.
+1
Nett, aber das gleiche kann man auch mit intelligenten Playlisten ohne extra kostenpflichtige App hinbekommen
Intelligente Playlists, die die Mediathek scannen und Titel anhand ihres Soundprofils in eine Playlist sortieren. Also zB Titel mit ähnlichem Tempo, ähnlichem Sound, etc … ? Also bis ich das mit intelligenten Playlists und drölfzig Regeln eingerichtet habe, sind die 7EUR für die App mit meinem Stundensatz gerechnet schon zigfach wieder drin.
Ich suche nach Wegen, dass die App nicht immer mit dem selben Titel startet, wenn sich das iPhone mit dem Auto verbindet. Das nervt. Muss immer erst die App öffnen -> Titel -> Zufallswiedergabe aufrufen.
Welche App denn?
Ich tippe in der „Mediathek“ auf „Titel“ und dann auf „Zufällig“ – durch die neue Funktion, Titel ineinander überzublenden, werden – zumindest gefühlt – eh ähnliche Titel nacheinander gespielt. Klar, ne Vorauswahl für besonders schnelle Songs oder so hat man dann nicht.