Drei Sprachmodelle zur Auswahl
Outspoken: Geheimtipp bringt lokale Diktierfunktion in jede iPhone-App
Mit Outspoken steht eine weitere Diktierlösung für iPhone und Mac bereit, die gesprochene Texte vollständig auf dem Gerät verarbeitet. Unter iOS bindet sich die Anwendung über eine eigene Tastatur ein. Nutzer können dadurch in Nachrichten, Mail, Notizen und anderen Apps direkt in ein Textfeld diktieren, ohne Aufnahmen zunächst in einer separaten Anwendung transkribieren und anschließend kopieren zu müssen.

Das Konzept erinnert an die Tastaturintegration von MacWhisper, Whisperboard und VoiceInk, die App arbeitet komplett lokale, ist gänzlich kostenlos und transkribiert die eingesprochenen Texte nicht nur, sondern kann diese mit lokalen KI-Modellen auf Wunsch auch noch glätten korrigieren und umformulieren.
Outspoken setzt ebenfalls auf eine zusätzliche Tastatur mit großer Mikrofontaste. Für die Einrichtung müssen Anwender der Erweiterung den Vollzugriff gewähren und den Mikrofonzugriff zunächst in der Hauptanwendung bestätigen.
Drei Modelle für unterschiedliche Anforderungen
Für die eigentliche Spracherkennung bietet Outspoken mehrere Verfahren an. Apples integrierte Technik liefert laufend Text und eignet sich dadurch für kurze Diktate, bei denen das Ergebnis möglichst schnell im Eingabefeld erscheinen soll. Alternativ stehen Parakeet V3 für 25 Sprachen und Whisper Large v3 Turbo für 99 Sprachen zur Verfügung.
Parakeet und Whisper werten das Diktat in der Regel nach dem Ende der Aufnahme aus. Dadurch erscheint das Ergebnis etwas später, die Modelle können dafür den vollständigen Zusammenhang berücksichtigen. Parakeet soll vor allem bei Akzenten, Hintergrundgeräuschen und technischen Begriffen zuverlässige Ergebnisse liefern. Whisper unterstützt eine größere Zahl an Sprachen und benötigt mit rund 1,6 Gigabyte zugleich mehr Speicherplatz.
Technisch kann eine iOS-Tastatur solche umfangreichen Modelle nicht direkt in ihrem eigenen Prozess laden. Tastaturerweiterungen verfügen nur über einen begrenzten Arbeitsspeicher. Outspoken lagert die Verarbeitung deshalb aus, während die Bedienung für den Nutzer weiterhin über die Tastatur erfolgt.
Texte lassen sich lokal überarbeiten
Neben der reinen Transkription kann Outspoken die gesprochenen Inhalte vor dem Einfügen überarbeiten oder übersetzen. Zur Auswahl stehen unter anderem Modi für unveränderten Text, sprachliche Glättung, verkürzte Notizen, professionelle Nachrichten und strukturierte KI-Anweisungen. Hier könnt ihr euch aussuchen, ob dafür Apple Intelligence oder andere lokale KI-Modelle wie Qwen3 genutzt werden sollen.
Die Anwendung überträgt nach Angaben des Entwicklers weder Audiodateien noch Transkripte an externe Server. Auch die zusätzlichen Sprachmodelle laufen lokal und bleiben damit ohne Internetverbindung nutzbar. In der Begleit-App können Nutzer frühere Diktate einsehen, Modelle auswählen und die gewünschte Form der Textüberarbeitung festlegen.

Welches iPhone-Modell /-Generation muss für die lokale Verarbeitung vorausgesetzt werden?
Bspw. MacWhisper auf dem iPhone 12 (Pro Max) funktioniert nicht. Allerdings ohne das ein Hinweis erscheint, dies erkennen zu können. Man kriegt dann schlicht lediglich den Abschluss des kostenpflichtigen Abos angeboten.
Voiceink ist für iOS auch kostenlos und kann mit Parakeet V3 deutsch lokal auf einem iPhone 12 Pro trankribieren. Dazu muß Parakeet zusätzlich in der Voiceink-app unter „Models“ heruntergeladen werden. Ist dabei auch auf dem iPhone 12 Pro noch ganz flott.
Bald kommt doch sowieso Gemini für Siri, das dürfte doch auch die Diktierqualität deutlich verbessern, oder?
Ich dachte iOS bietet das überall an!? Ich habe gerade keine App gefunden, wo ich nicht transkribieren kann.
Die Erkennungsqualität ist mit Parakeet oder Whisper Large wesentlich besser als mit den aktuellen Boardmitteln von iOS 26
Endlich versteht die Tastatur einen! Dieser Bug seit iOS 7 war und ist einfach nur lästig gewesen. Ständig hat man sich verschrieben.
Vor Tim wäre mit heutiger Technologie so was als iKI selbstverständlich in den iPhones integriert ;)
Dafür hat sich Tim ein paar Jahre lang für das dünnste Smartphone feiern lassen. Und die Tatsache, dass er AI verschlafen hat, schlägt sich zumindest weder auf den Umsatz noch auf den Aktienkurs nieder.
leider verhindert Apple, dass solche Apps vernünftig auf dem iPhone funktionieren. Die App muss im Hintergrund immer laufen, wenn man aufzeichnen möchte. Dann schaltet allerdings zum Beispiel Spotify in einen qualitativ schlechteren Modus, als wenn mein telefoniert und die Audiokontrollen über die AirPods funktionieren nicht mehr. Zumindest auf dem iPhone fällt die App dadurch führ mich durch.
Enttäuschend
Mit Whisper auf einem iPhone 17 pro wird der Satz „guten Tag, wie geht es dir?“ auch nach 2 Minuten Rechenzeit nicht erkannt.
Dafür wird das Telefon aber richtig heiß.
teste mal die kostenlose App Voiceink mit dem Parakeet V3. Das funktioniert sehr gut
Parakeet hat leider kein Swahili. Das geht nur mit Whisper
Natürlich bekommst du neben meinem Mikrophon noch den Vollzugriff auf meine Tastatur. Darf es sonst noch was sein ? ;)
+1
Aber ich schwör, dass ich nix mach :-)
Es ist nicht unbedingt nötig, dass zu erlauben. Du kannst die Diktierfunktion auch direkt in der App nutzen und dann per Copy and Paste an die gewünschte App übertragen. Nur kannst du dann nicht die extra-Tastatur von Outspoken nutzen.
wie 1990. ist das denn? :D Text-Transfer geht aber schon ohne Fax, oder?
Spannend und meines Wissens momentan ein Alleinstellungsmerkmal dieser App ist die Möglichkeit das transkribierte lokal und kostenlos mit einem weiteren LLM (apple intelligence, qwen, gemma) nachzubearbeiten um z.B. eine Zusammenfassung zu erstellen.
Windows- oder Linux-Nutzern kann ich nur empfehlen, einen Blick auf die Handy-App zu werfen. Die funktioniert richtig gut. Wichtig ist auch ein vernünftiges Mikrofon für die Eingabe. Für Windows nutze ich dazu ein USB-Konferenzmikrofon von MXL AC-404. Kostet ca 75€ und erzeugt sehr gute Transkripte.
Ich hatte noch nie Probleme mit falsch erkannten Wörtern, wenn ich mein sächsisch unterdrücke ;) Okay, ich transkribiere keine Romane … nur WhatsApp, ChatGPT, usw. Aber läuft mit iOS perfekt.
Aber man muss manuell zwischen Deutsch und Englisch umstellen. Das geht hier und bei Wispr Flow automatisch.
Okay! Das ist ein Argument!