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Freier iPhone-Konkurrent

Open-Source-Handy „Librem 5“: Spezifikationen stehen fest

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Das in Kalifornien ansässige Technologie-Unternehmen Purism startete 2014 mit einem relativ simplen Mission in den Markt: Unter dem Arbeitstitel „Librem 15“ wollte man ein hochwertigen Linux-Laptop fertigen, der fast vollständig auf proprietäre Software verzichten sollte.

Librem 5 Spec

Der Zuspruch aus der Community und das positive Feedback sorgten dafür, dass Purism 2017 eine Crowdfunding-Kampagne für ein ähnlich gelagertes Smartphone startetet.

Das „Librem 5“ sollte ebenfalls auf freie Software setzen, sein Betriebssystem also nicht auf Android basieren, und eigentlich schon im Januar 2019 verfügbar sein.

Aufgrund mehrerer Hindernisse während der Fertigung wurde der Start des freien iPhone-Konkurrenten mehrfach verschoben, soll nun jedoch im 3. Quartal 2019 über die Bühne gehen. Kurz davor hat Purism jetzt die finalen Spezifikationen des „Librem 5“ vorgelegt.

Frühe Vorbesteller zahlen $649 für das Open-Source-Handy, ab August soll der Preis auf $699 klettern.

FinalSpecs FullSheet Jul 29

Librem 5: Die Spezifikationen im Detail

CPU: i.MX8M @ max. 1.5GHz

  • Quad core Cortex A53, 64bit ARM
  • GPU: OpenGL/ES 3.1, Vulkan, OpenCL 1.2
  • Auxiliary Cortex M4
  • RAM: 3GB RAM

Storage:

  • Internal 32GB eMMC
  • microSD storage expansion slot (max 2 TB)
  • Display: 5.7″ IPS TFT screen @ 720×1440

3 Hardware Kill Switches

  • WiFi / Bluetooth
  • Cellular Baseband
  • Cameras & microphone
  • All 3 off = additionally disable IMU+compass & GNSS, ambient light and proximity sensors

Other Buttons

  • Power button
  • Volume ± buttons

Battery

  • 3,500mAh, user replaceable

Wireless

  • 802.11abgn 2.4 Ghz / 5Ghz + Bluetooth 4

Baseband

  • Option 1: Gemalto PLS8 3G/4G modem w/ single sim on replaceable M.2 card
  • Option 2: Broadmobi BM818 (made in China)
  • nanoSIM tray for cellular
  • GPS: Teseo LIV3F GNSS

Cameras

  • Rear camera @ 13 MPixel
  • Camera flash LED for rear camera
  • Front camera @ 8 MPixel

USB Type-C Port

  • USB3.0 data
  • Power Delivery (Dual-Role Port)
  • Video out

Audio

  • 1 earpiece speaker + digital microphone
  • 3.5mm headphone jack with stereo out and mono microphone input
  • Audio DAC: Wolfson Media WM8962
  • 1 loudspeaker

Smartcard

  • Reader with 2FF card slot (SIM card size)

Notification Lights

  • RGB LED with PWM control per color

Other Sensors, Components

  • Acceleration, gyro and compass sensor (“9-axis” by ST, LSM9DS1)
  • Ambient light and proximity sensor: VCNL4040
  • Haptic motor
Mittwoch, 31. Jul 2019, 8:39 Uhr — Nicolas
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  • So sehr ich Alternativen zu Apple und Google begrüße, der Preis ist für die gebotenen Specs zu hoch. Das Ding kann nicht mal Full-HD.

    • Kein Full-HD bedeutet allerdings auch weniger Beanspruchung für die Grafikeinheit, und dadurch höhere Akkulaufzeit. Es hat alles seine vor und Nachteile.

  • Technische Spezifikationen aus 2014…
    ein HD-Display für 699€ soll wohl ein schlechter Scherz sein.

  • Und welche Apps laufen darauf? Aus welchem Store kann man was laden? Wie sieht es mit der Sicherheit des Systems und der Apps aus? Viel zu teuer für ein Handy, bei dem (mir) das Ökosystem völlig unklar ist.

    • Bitte Text lesen und verlinkten Inhalt ebenfalls. Sollte ja machbar sein.

      • Ich als Entwickler werde dieses System soweit wie möglich unterstützen. Durch ein am Anfang relativ kleines Ökosystem ist es aus Entwicklersicht Recht einfach für seine App schnell Nutzer zu finden. Daher erwarte ich ein Wettrennen um die ersten verfügbaren Apps.

  • Die Idee ist ja toll, aber ich bezweifle das Entwickler nur für dieses eine Telefon eigene Apps entwickeln.

  • Das Konzept mag ja ehrenswert sein, aber wenn ich für mehr als 600€ die Hardware eines 150€ Android Handys bekomme, dann fragt man sich schon, wer die Zielgruppe ist. Journalist in Diktatur? Freiheitkämper im autoritären Regime? Man muss sich der Gefahr bewusst sein, der man etwaig ausgesetzt ist und für die große Mehrheit der Konsumenten wird dann auch ein 150€ Android mit LineageOS (also Google-frei) reichen. Alles darüber hinaus lässt sich dann nur mit chronischer Paranoia begründen.

  • Sowohl die Wifi als auch die Bluetooth Spezifikationen sind auch nicht mehr wirklich zeitgemäß…

  • Mit einem Laptop macht do ein Projekt ja auch noch Sinn. Es gibt immerhin genügend freie Betriebssysteme die man darauf installieren kann.
    Aber bei einem Smartphone?

  • Ich bin mittlerweile echt nen großer Freund von Open Source. Ich frage mich schon lange, warum es kein Linux fürs Smartphone gibt….das wäre wirklich ne super Sache. Das würde ich tatsächlich auch mal intensiv testen, denn ein wirklich freies Open Source OS für Smartphones fehlt einfach noch.

    • Weil sowas nicht erwünscht ist von den Konzernen wie Microsoft, Apple, Amazon oder Google. In Echt beherrschen die den Markt aktuell und kontrollieren sehr viele Arbeitsplätze und so weiter.

      Würde man Milliarden Euro jährlich in Open Source Systeme unterstützen und deren Entwickler. Würde dadurch automatisch unabhängige Technologien entstehen. Alles wäre anders die Menschen hätten es unter Kontrolle und die nicht Konzerne. Das würde auch noch weitere Bereiche übergreifen, wovon Milliarden Menschen profitieren würden.

      Keine Armut mehr, keine Schulden mehr, die Lebensqualität für die Menschen würde in jedem Land weltweit massiv steigen etc…

  • Also Apple hat uns damals (& auch teilweise heute noch) ja gezeigt, dass man nicht zwingend massenweise RAM und Kerne beim Prozessor braucht um flüssig zu laufen aber diese Specs sehen ja grauenhaft aus. eMMC Speicher? HD-Display? 699$? Das Teil wird die Totgeburt der letzten 5 Jahre.

  • Da feht es nicht nur an der Hardware sonder auch am UI.
    Das ist ja grottenschlechtes Design aus den 90igern…

    Aber naja…es ist Crowfunding und damit automatisch cool…

  • Ich mach mal die Glaskugel: Endet wie Smartphones mit Firefox OS …
    Für Melancholiker: Gibt es „neu“ und ungebraucht für ein paar Euro in der Bucht.

  • Hmm, für die Spezifikationen in der Tat recht teuer und alles andere als ein Meilenstein in Sachen Design. Andererseits: hohe Sicherheitsstandards und lebenslange Updates, das ist schon mal ne Ansage.

    Wie das aber realisiert werden soll mit Software, die nicht nur mit aktuellen iPhone-Apps standhält, sondern ja ebenfalls lebenslange Updates beinhalten müssen, wenn das Konzept tragen soll, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

    Trotzdem: was den Grad an Freiheit und Nachhaltigkeit angeht, bin ich sehr angetan und wünsche den Entwicklern viel Erfolg.

  • Mir sind die technischen Daten bei Handy’s völlig wurscht! Es hat’s Touchscreen, also kann ich es angucken und drauf tippen. Es ist ein Telefon, also wird telefonieren auch gehen! Wenn’s jetzt noch GPS hat und in’s Internet geht, kann es alles was ein Smartphone können muss!

    Ich würde mich über eine Alternative zu Apple und Google freuen, aber 700 Euro sind echt hoch angesetzt und einer weiten Verbreitung sicher nicht zuträglich. Zumal sie die gesamte Infrastruktur für das System ja auch erst entwickeln muss, woran ja bereits Windows gescheitert ist,

  • Gute und fair produzierte Alternative ist das Shiftphone (deutsches Unternehmen).

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