Beliebte Netztest- und Störungen-App
Ookla verkauft: Speedtest und Allestörungen wechseln den Besitzer
Die bekannten Internetdienste Speedtest und Allestörungen stehen vor einem Eigentümerwechsel. Der Beratungs- und IT-Dienstleister Accenture hat angekündigt, die Plattformen gemeinsam mit weiteren Netzwerkprodukten vom Medienkonzern Ziff Davis zu übernehmen.
Der Kaufpreis liegt nach Angaben aus Branchenkreisen bei rund 1,2 Milliarden US-Dollar. Die Transaktion muss noch eine regulatorische Hürde nehmen, ist ansonsten aber weitgehend abgeschlossen
Speedtest wird weltweit genutzt, um die aktuelle Internetgeschwindigkeit zu messen. Allestörungen sammelt Meldungen über Störungen bei Online-Diensten und zeigt, ob Plattformen oder Anbieter aktuell Probleme haben. Beide Dienste gehören zum Portfolio des Unternehmens Ookla.
Daten aus Millionen Netztests
Ookla sammelt monatlich Hunderte Millionen Messwerte zur Internetqualität. Sobald Nutzer die Speedtests-App starten werden verschiedene Eigenschaften der Verbindung erfasst, etwa Downloadgeschwindigkeit, Latenz oder Stabilität. Laut Unternehmensangaben entstehen so umfangreiche Datensätze über reale Netzwerkbedingungen.
Diese Daten gelten für Netzbetreiber und Cloudanbieter als wichtige Informationsquelle. Sie helfen dabei zu erkennen, wie stabil Verbindungen sind und wo Engpässe auftreten.
Messungen sollen intensiver ausgewertet werden
Accenture will die gesammelten Daten künftig stärker für Unternehmen und Behörden nutzbar machen. Ziel ist es, Netzwerke für Anwendungen mit hoher Datenlast besser zu überwachen und zu optimieren. Dazu gehören etwa Cloudplattformen, Rechenzentren und neue Anwendungen im Bereich künstlicher Intelligenz.
Der Konzern sieht in Netzwerkdaten eine Grundlage für verschiedene Analyseaufgaben. Dazu zählen beispielsweise Betrugserkennung im Finanzsektor, Verkehrsanalysen im Handel oder die Auswertung vernetzter Geräte in Haushalten. Vorerst gilt: Die bekannten Dienste sollen in ihrer bisherigen Form weiter betrieben werden.
Ziff Davis trennt sich mit dem Verkauf von einem Teil seines Geschäftsbereichs für Netzwerkanalyse. Der Medienkonzern will sich künftig stärker auf seine digitalen Medienangebote konzentrieren, zu denen unter anderem Technik- und Spieleportale wie CNET, Eurogamer, Mashable und ZDNet gehören.


Die Daten müssen ja extrem wertvoll sein. Accenture blättert ja wohl nicht umsonst über 1 Mrd. hin
Wie machen die diese „dünnen“ Daten zu Geld? Da passiert doch nicht viel, und von meinem Speedtest lassen sich doch keine Kaufwünsche ablesen? Ich bin überrascht.
Ich auch…
Scheint mir wieder eine gigantische Wette auf irgendeinen eventuellen Zukunftswert dieser Services zu sein.
Von deinem Speedtest alleine nicht. Aber wenn mehrere Leute in deiner Region hin und wieder mal einen Speedtest machen, dann kann man da schon eine Richtung ablesen.
Werden ja nicht nur die Geschwindigkeiten festgehalten, sondern wo, über welche IP (Provider). Theoretisch könnte man auch noch die Geräte in der Umgebung abfragen. Und über eine eindeutige ID kann man auch noch ermitteln, wie oft jemand den Speedtest laufen läßt. Es könnte sogar noch ein Profil erstellt werden, wo man überall testet.
Je nach „Kunde“ kann man daraus wieder verschiedene Daten ableiten. Netzbetreiber könnten ein Interesse haben, wie denn tatsächlich die Bandbreite an verschiedenen Standorten ist, ob noch weiter ausgebaut werden muß z. B… bis hin zu Kunden, die an Bewegungsprofilen interessiert sind. Wo macht man Urlaub…
Lasst die Enshittification beginnen.
Wenn die Firma gekauft wurde für Daten Sammeln und auszuwerten ist das Einsatz in mein Geräten beendet.
Das ist doch schon vorher passiert, kommt jetzt nicht mehr drauf an
Verstehe ich. Ist aber vor der Übernahme sicher nicht anders gewesen. Niemand arbeitet umsonst.
Ich mache eigentlich nur Speedtests, wenn mein Provider mal wieder down ist.
Wozu das eine nützliche Information ist, würde mich interessieren
^^