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Ohne Samsung? iPhone 7 setzt wohl wieder auf einen Chip-Zulieferer

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24 Kommentare 24

Ihr erinnert euch an das kurzweilige Aufreger-Thema „Chipgate„? Um der enormen Nachfrage nach dem iPhone 6s gerecht zu werden, verteilte Apple die Produktion der aufwändigsten iPhone-Komponenten in diesem Jahr auf mehrere Fertiger.

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Chipworks zeigt erkennbare Unterschiede

So wurde das iPhone-Herz, Apples A9 system-on-a-chip, sowohl von Samsung als auch von dem chinesischen Halbleiter-Spezialisten TSMC hergestellt. Ein Umstand der eigentlich nicht der Rede wert gewesen wäre, würden die beiden Chip-Produzenten identische Komponenten produzieren.

Dem war jedoch nicht so. Zwar arbeiteten beide Chips auf logischer Ebene gleich, unterschieden sich physikalisch aber deutlich voneinander. Während Samsungs A9 eine Grundfläche von 96mm² einnimmt, lief die TSMC-Variante mit 104,5mm² ein. Und nicht nur die Chip-Größe, auch die Performance unterschied sich deutlich voneinander.

Samsungs A9-SoC beeinträchtigt nicht nur das Durchhaltevermögen des iPhone-Akkus – bei identischen Geräte-Konfigurationen hält der TSMC-Chip 50 Minuten länger durch ehe die 50%-Marke erreicht ist – sondern wirkt sich auch auf die Geräte-Temperatur aus: Während der A9 von Samsung das iPhone 6s auf 33° Celsius aufwärmt, ließ sich beim iPhone 6s mit TSMC-Chip nur eine Maximal-Temperatur von 30° feststellen.

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Vorwürfe, die Apple sogar zu einer offiziellen Stellungnahme motivierten. So konstatierte Cupertino Anfang Oktober: Die Differenzen im Akku-Verbrauch würden im Bereich von 2-3 Prozentpunkten und damit deutlich unter einem Wert liegen, der sich im normalen Alltagseinsatz bemerkbar machen könnte.

Mit Verkaufsstart des iPhone 7 im kommenden Herbst sollen die Scherereien der Vergangenheit angehören. So dürfte TSMC im kommenden Jahr 100% der Chip-Produktion für das iPhone 7 übernehmen. Mit-Zulieferer Samsung wäre dann aus dem Rennen.

Mit Blick auf das iPad Pro scheint TSMC bereits jetzt einen ersten Exklusiv-Auftrag zu halten. Während TSMC weniger als 50% der im iPhone 6s und im iPhone 6s Plus verbauten Chips produziert, sollen 100% der iPad pro Chips aus den Werken des Taiwanesischen Unternehmens kommen.

Donnerstag, 03. Dez 2015, 14:22 Uhr — Nicolas
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Rede mit!
  • Wo sieht an eigentlich welchen Chip man hat? Nur mal aus Interesse.

  • Richtige Entscheidung!
    – ein Samsung-Chip-Geplagter

  • Ungewöhnlich dass eine Größe wie Samsung den weniger guten Chip gebaut haben soll. OK, die Unterschiede scheinen mir nicht wirklich der Rede wert zu sein, aber es kostet sie evtl Aufträge.
    Mich würde interessieren, wie man genau feststellen kann welche Chip beim eignen iPhone verbaut wurde.

    • Ich denke es liegt daran, dass Samsung sich etwas auf seinen Ruf und seine Bekanntheit ausgeruht hat. Dann kommt ein anderer (eher unbekannter) Zulieferer und macht es besser. Wahrscheinlich sogar billiger. Und man hat einen perfekten direkten Vergleich. Da würde ich als Hersteller auch einen anderen Zulieferer nehmen. Ist in der Autoindustrie nicht anders.

      • Hier gibt es aber außer, die beinahe schon doppelte Akkulaufzeit bescheinigen, weil der eigene CPU nicht von Samsung ist. Ich denke so wirklich bemerkt das keiner. Als ob bisher bei allen die iPhones immer gleich lang liefen. Mein iPhone hält auch viel länger mit seinem Samsung CPU als das iPhone meiner Freundin, die vermutlich auch einen hat.

      • außer = User

      • Im Artikel oben gibt’s einen entsprechenden Link.

  • Ich habe mich damals schon über das „Chipgate“ ein wenig gefreut. Damit war es doch schon besiegelt das kein minderwertiger Samsung-Chip mehr in das neue iPhone findet. Ab nächstes Jahr werden die langsam austrocknen.

  • Ein Schelm wer böses dabei denkt. Sowas passiert wenn man die Konkurrenz Einzelteile herstellen lässt die dann im Konkurrenzprodukt verbaut werden.

    • So ein Quatsch. Wenn überhaupt liegt die Schuld bei Apple. Die werden schon Vorgaben an die Chip-Hersteller gemacht haben (Stichwort Lastenheft) und diese auch intern überprüft haben. Der Samsung Chip hat sie erfüllt, der TSMC übertroffen. Damit erfüllen beide Chips die Vorgaben von Apple und werden verkauft. Die TSMC-Besitzer besitzen also höchstens ein iPhone welches „besser“ ist, als es Apple für nötig gehalten hat.

  • Ihr habt folgende Antwortmöglichkeit vergessen:

    „Ich bin ein Apple-Nerd und kaufe ungesehen alles was mir Apple zum Kauf anbietet, egal zu welchem Preis.“

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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