Gescheitertes Gaming-Experiment
Netflix zieht sich weiter aus dem Mobile-Gaming zurück
Netflix zieht weitere Konsequenzen aus seiner bislang wenig erfolgreichen Gaming-Offensive. Der Streaminganbieter schließt mit Night School Studio und Moonloot Games zwei seiner internen Entwicklerteams. Zusätzlich fallen weitere Stellen innerhalb der Spieleabteilung weg.
Besonders symbolträchtig ist das Ende von Night School Studio. Netflix hatte den Entwickler hinter den „Oxenfree“-Spielen im September 2021 übernommen. Es war die erste Studioübernahme des damals noch jungen Netflix-Games-Bereichs und sollte den Grundstein für einen umfangreichen Katalog hochwertiger Spiele bilden.
Das zweite betroffene Studio ist Moonloot Games aus Helsinki. Netflix hatte das Team 2022 eigens gegründet. Wie viele Mitarbeiter von den aktuellen Maßnahmen insgesamt betroffen sind, nennt das Unternehmen nicht.
Ausgerechnet die erste Übernahme muss schließen
Die beiden Schließungen sind inzwischen Teil einer längeren Reihe. Bereits 2024 machte Netflix ein ambitioniertes Studio dicht, das an einem großen AAA-Spiel gearbeitet hatte, ohne jemals einen Titel zu veröffentlichen. 2025 folgte Boss Fight Entertainment, Entwickler von „Squid Game: Unleashed“. Spry Fox, bekannt für „Cozy Grove“, wurde wiederum an seine früheren Besitzer zurückgegeben.
Auch beim Spieleangebot selbst hat Netflix kräftig aussortiert. Im vergangenen Jahr verschwanden gleich mehrere prominente iPhone-Titel aus dem Abo, darunter „Hades“, die „Monument Valley“-Reihe, „Braid Anniversary Edition“ und „Death’s Door“.
Vom iPhone zurück auf den Fernseher
Ganz beerdigt wird Netflix Games trotzdem nicht. Der Anbieter zählt weiterhin mehr als 120 Mobile-Spiele, die Abonnenten ohne Werbung und In-App-Käufe auf iPhone und iPad laden können. Die strategische Richtung hat sich jedoch deutlich verändert.
Im Juli hatte man noch einige neue Titel zum Abo hinzugefügt.
Statt auf einen großen Katalog prestigeträchtiger Mobile-Games und kostspielige Eigenentwicklungen konzentriert sich Netflix mittlerweile auf vier Bereiche: Spiele für Kinder, erzählerische Titel, bekannte Mainstream-Marken und insbesondere Partyspiele.
Letztere wandern zunehmend direkt auf den Fernseher. Titel wie „LEGO Party“, „Pictionary“, „Boggle Party“ oder „Tetris Time Warp“ laufen über Netflix auf kompatiblen Fernsehern, während das Smartphone lediglich als Controller dient.
Damit ist Netflix zwar weiterhin im Spielemarkt aktiv, vom ursprünglichen Ansatz ist aber wenig übrig. Aus dem zusätzlichen Spiele-Abo für iPhone-Nutzer wird zunehmend eine Erweiterung des klassischen Fernsehabends.


Ist auch schwer vermittelbar, wenn sie dauernd die Preise erhöhen, ich aber keine Games brauche/will. Das ist alles unnötiger Aufwand und Invest, den ich am Ende zahlen muss, wenn ich ein Abo nur wegen der Filme abschliesse. Die sollen lieber in ihr Kerngeschäft investieren.
+1
Oder Schuster, bleib bei deinen Leisten.
Irgendwie wenig überraschend. Fand den Move damals schon fragwürdig.
*Gut dass Netflix dann künftig den Preis auch wieder für ihr Abo senkt nachdem er für den Quatsch angehoben wurde ….*
Das Abo wird selbstverständlich erhöht, Slogan „Jetzt ohne unnötige Spiele, Video Streaming pur“
Ärgert mich immernoch das Hades verschwunden ist :/
Ja was sind das auch für räudige Spiele?! Ein paar sind gut aber der Rest ist leider Müll.