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Fintech-Sterben

Nach Überweisungs-App Cookies: Auch Avuba flattert in die Insolvenz

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18 Kommentare 18

Die Halbwertszeiten neuer iOS-Applikationen, die das iPhone-Banking, den schnellen Versand von Bar-Transaktionen und überhaupt das mobile Bezahlen neu erfinden wollen, werden immer kürzer.

Avuba App

Nachdem es die Überweisungs-App Cookies nur 5 Monate im App Store ausgehalten hat und sich nach interne Streitereien in der Geschäftsführung des Unternehmens über Nacht in Luft auflöste, hat nun auch das App-basierte Guthabenkonto Avuba Insolvenz angemeldet.

Erst Mitte kündigte Avuba einen Neustart an und versprach das klassische Bankkonto durch ein guthabenbasiertes Konto mit Kreditkarte zu ersetzen. Nach Registrierung über die Avuba-App erhielten Anwender eigene IBAN-Nummer, über die das neue Konto per Überweisung gefüllt werden konnte.

Dieses Guthaben sollte dann sowohl für klassische Überweisungen als auch für Direkttransfers unter den Nutzern zur Verfügung stehen. Obendrauf bestand die Möglichkeit, eine MasterCard zu erhalten und diese um eine sogenannte „digitale MasterCard“ zu erweitern. Diese sollte, durch die Möglichkeit die Karte jederzeit unabhängig von der Hauptkarte zu sperren und auf Wunsch wieder zu aktivieren, zusätzliche Sicherheit bringen.

Jetzt ist Schluss. Wie Avuba auf dieser Sonderseite mitteilt hat das Unternehmen bereits am 11. November 2016 Insolvenz angemeldet und wird alle Avuba-Konten am 30. Januar 2017 schließen.

Kunden, die ihre Avuba-Karte bereits ein Jahr im Vorhinein bezahlt haben, erhalten eine anteilsmäßige Erstattung dieser Gebühren für den Zeitrahmen ab dem 30. Januar 2017. Die Rückerstattung dieser Gebühren findet in den kommenden 14 Tagen statt.

Du kannst dein Avuba-Konto ohne Einschränkungen bis zum 30. Januar 2017 verwenden. Danach wirst du auf dein Avuba-Konto nicht mehr zugreifen und insofern auch keine weiteren Zahlungen empfangen oder Ausgaben über deine virtuellen oder physischen Avuba-Karten tätigen können. Wir empfehlen dir, so bald wie möglich eine Auszahlung deines verbleibenden Guthabens via SEPA vorzunehmen und eine sofortige Schließung deines Kontos über die Chatfunktion der Avuba-App zu beantragen.

Mit Dank an Spiral.

Freitag, 02. Dez 2016, 10:16 Uhr — Nicolas
18 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
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  • Also ich bin mit kwitt nun mehr als zufrieden. Das reicht mir. Aber schon komisch, dass denen nun allen die Puste ausgeht. Liegts an n26?

    • Ich denke auch. N26 ist trotz der Umstellung auf 3/5 Abbuchung am Geldautomaten im Monat immer noch hoch im Kurs. Ein Konkurrent weniger. Habe aber ehrlich gesagt noch nie was von Avuba gehört.

    • Ich finde kwitt mal wieder nix halbes und nix ganzes.

      Allein schon das ich die Überweisung am ende nochmals bestätigen muss, macht die Sache eigtl total unsinnig.

      Ich sende einem Freund eine kwitt anfrage, der gibt einen Tag später seine IBAN ein, und ich muss nochmals bestätigen. So bin ich bei einer Überweisung an 2 Tagen beschäftigt.

      • Das ist ja nur so, wenn der Empfänger noch nicht für Kwitt angemeldet ist. Danach reicht ein Klick. Ist ja auch gerade erst gestartet. Und die Volks- und Raiffeisenbanken bringen demnächst ein kompatibles System an den Markt.

      • es macht aber trotzdem kein Sinn. Ich Bestätige die Zahlung bereits am Anfang, der andere bestätigt die Zahlung ja indem er seine IBAN angibt. Warum soll ich diese nochmal bestätigen?

        Um die IBAN zu kontrollieren? Nö, die habe ich wahrscheinlich gar nicht. Deswegen habe ich kwitt genutzt. Und das ich ihm das Geld geben möchte, habe ich schon am Anfang bestätigt.

      • HESSENbabbler – du hast es nicht verstanden. Sobald dein ggü auch kwitt freigeschaltet hat faellt dein „zweites“ bestaetigen weg.

  • „Ünerweisungsdienste“ die nur für eine Bank arbeiten oder kleine Startups sind, sind Quatsch bzw. nicht vertrauenswürdig. Es gibt heute genug Banken die ein kostenloses Konto und auch kostenlose Master Card und Kreditkarte bieten und per PayPal kann ich überall anonym bezahlen (also Bankdaten liegen nur bei PayPal) und kann auch anderen PayPal Benutzern Geld transferieren ohne das der Andere meine Kontodaten bekommt. Ok dafür liegt meine Kreditkartendaten bei PayPal in den USA. Ansonsten bleibt ja immer noch die Überweisung, bequem vom iPhone von jeder Bank zu jeder anderen Bank.

    • Irgendwann müssen eben kleine Banken an den Markt gehen, die beim System einfach mal bei Null sind. Und das sind eben Fintechs/Start-Ups.

      Es ist erschreckend mit welchen alten Systemen unsere Banken arbeiten,. Und auf ein 30 Jahres altes System wird dann eben modernes Zeug wie Online-Banking irgendwie draufgebügelt. was dann zu gewissen Problemen führt und die Banken bei Innovationen langsam macht.

  • Diese Apps starten mit großen Worten und noch größeren Zielen und wundern sich wieso sie nicht von einem etablierten Anbieter für 5 Mio. gekauft werden. Aber die Zeiten sind vorbei und potenzielle Käufer brauchen auch scheinbar nicht allzu lange warten bis sich die Sache in Wohlgefallen aufgelöst hat. Sie scheitern alle an der Realität. Hey es gibt immer noch Leute, die Überweisungsvordrucke zur Bank tragen oder Leute die Online-Banking nur machen, wenn die per Kabel mit dem Internet verbunden sind. Und das sind keine Rentner, wie man jetzt meinen könnte.

  • Ich hab bis heute nicht verstanden wozu Überweisungsapps gut sind wenn einem die Bank doch eh schon Möglichkeiten zur Verfügung stellt

  • Beim Thema Geld vertraue ich lieber den alteingesessenen Banken und Sparkassen. Die haben mit kwitt und paydirekt durchaus gute Varianten im Angebot. Und wahrscheinlich einen längeren Atem.

    • Paydirekt ist bisher ja auch mega erfolgreich und man kann quasi überall damit bezahlen. (Achtung Ironie!)

      Und kwitt auch komplizierter als es sein muss (nicht alle Sparkassen machen mit, die Überweisung muss ein zweites mal bestätigt werden)

      • Das mit der BEstätigung ist ja nur so, wenn der Empfänger noch nicht für Kwitt angemeldet ist. Danach reicht ein Klick. Ist ja auch gerade erst gestartet. Da kommen bestimmt noch viele Sparkassen dazu. Und die Volks- und Raiffeisenbanken bringen demnächst ein kompatibles System an den Markt.

      • Ich habe letzte Tage bei Mediamarkt etwas bestellt und aus Neugierde mit Paydirekt bezahlt – ich bin begeistert. Das ist echt deutlich einfacher, als Paypal. Ich habe am Ende den „Wie? Das war’s schon?“-Effekt gehabt – positiv. Ich werde es wieder nutzen (sofern PD Zahlung angeboten wird).

      • Bei Paydirekt finde ich den größten Nachteil das man pro Konto eine andere E-Mail Adresse braucht. So muss ich mir zur Konto-Nummer auch noch die passende E-Mail Adresse merken. Das finde ich bei Paypal (eine E-Mail für alle Konten) deutlich besser gelöst.

      • Denen vertrau ich ja schon fürs Girokonto nicht…
        Und deren Chance, das dominierende Zahlungsmittel der Zukunft an den Start zu bringen, schätze ich mit 1% vermutlich noch zu realistisch ein.

  • Ich finde VR Bank eigentlich ganz ok.

  • Startup, Fintech, Angel Investor, Venture Capital, Seedfinanzierung, Elevator Pitch (vielleicht sogar vor einem Löwen?)….

    Alles schöne Buzzwords mit die man heute oft und regelmäßig hört. Gefühlt stecken dahinter meist nur heiße Luftnummern die mit viel Marketing und Tamtam gepusht werden. Gefühlt kommen dabei meist chic stylishe Trendy-Apps bei raus, die toll aussehen aber kaum funktionieren und wenig bis gar keinen Mehrwert bieten. Leider sind es diese Luftblasen, die im App Store auch noch groß gepusht und Apple gelobt werden.

    Die von mir meist genutzten Apps stammen eigentlich ausnahmslos von „kleinen App Schmieden“, die (soweit ich weiß) ohne Investoren und das ganze Bullshit-Bingo Gedöns auskommen. Die Apps sind einfach clever, praktisch und funktionieren gut. Da wird eine App verkauft und keine Luftnummer. Deswegen gibt es diese Apps auch schon mehrere Jahre mit stetiger Weiterentwicklung. Schade, dass solche Apps nicht mehr Beachtung finden.

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