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Monopol-Untersuchung: Apple beantwortet alle 43 Fragen

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15 PDF-Seiten hat Apples Chef-Jurist Kyle Andeer benötigt, um auf die Monopol-Untersuchung des US-Repräsentantenhauses zu reagieren.

Das Dokument, in dem das Unternehmens die 43 Fragen des Unterausschusses für Kartell-, Handels- und Verwaltungsrecht beantwortet hat, lässt sich jetzt hier aus dem Netz laden.

Überraschende Ein- oder Zugeständnisse müssen in den Antworten Apples zwar vergeblich gesucht werden, die teils ausführlichen, teils wortkargen Reaktionen des Unternehmens gewähren jedoch einen seltenen Blick auf das interne Selbstverständnis Apples.

Gleich zu Beginn adressiert Apple etwa mehrere Frage zu Safari. Ein Auszug:

  • Frage 1: Erlaubt Apple iPhone-Benutzern Safari zu deinstallieren? Wenn ja, beschreiben Sie bitte die Schritte, die ein Benutzer durchführen müsste, um dies zu tun. Wenn nicht, erklären Sie bitte, warum nicht.

    Benutzer können Safari nicht deinstallieren, da dies ein wesentlicher Bestandteil der iPhone-Funktionalität ist; sie haben jedoch viele alternative Browser von Drittanbietern, die sie im App Store herunterladen können.

    Benutzer erwarten, dass ihre Apple-Geräte ein großartiges Erlebnis bieten, so dass unsere Produkte bestimmte Funktionen wie Browser, E-Mail, Telefon und Musikplayer als Grundlage enthalten. Die meisten vorinstallierten Apps können vom Benutzer gelöscht werden. Eine kleine Anzahl, darunter Safari, sind „Betriebssystem-Apps“ – integriert in das Kernbetriebssystem -, die Teil der gemeinsamen Erfahrung von iOS und iPhone sind. Das Entfernen oder Ersetzen einer dieser Betriebssystemanwendungen würde die Funktionalität des Geräts zerstören oder stark beeinträchtigen.
    Der App Store ermöglicht Apples Benutzern den Zugriff auf Apps von Drittanbietern, einschließlich Webbrowsern. Browser wie Chrome, Firefox, Microsoft Edge und andere stehen den Benutzern zum Herunterladen zur Verfügung.

  • Frage 2: Erlaubt Apple iPhone-Benutzern, einen anderen Browser als Safari als Standardbrowser einzustellen? Wenn ja, beschreiben Sie bitte die Schritte, die ein Benutzer durchführen müsste, um dies zu tun. Wenn nicht, erklären Sie bitte, warum nicht.

    iPhone-Benutzer können keinen anderen Browser als Standardbrowser festlegen. Safari ist eine der Apps, von denen Apple glaubt, dass sie die wichtigste Benutzererfahrung auf iOS mit branchenführenden Sicherheits- und Datenschutzfunktionen definieren. Wie in Beantwortung von Frage 1 erwähnt, ist Safari eine „Betriebssystem-App“ wie Telefon, Kamera und iMessage, die so konzipiert sind, dass sie zusammenwirken.

  • Frage 12: Im Jahr 2012 führte Apple „Apple Maps“ ein. Wie viel hat Apple seit der Einführung in Apple Maps investiert?

    Apple hat Milliarden von Dollar in Apple Maps investiert.

  • Frage 21: Bitte geben Sie für jedes Jahr seit 2009 den Gesamtumsatz an, den Apple mit Reparaturleistungen erzielt hat.

    Seit 2009 übersteigen die Kosten für die Erbringung von Reparaturleistungen in jedem Jahr den Umsatz aus Reparaturen.

Donnerstag, 21. Nov 2019, 8:48 Uhr — Nicolas
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  • Frage an die Bundesregierung: Kann jeder Bürger auf die Einkommenssteuer verzichten? Antwort: Nein, weil sie zur großartigen Bürgerfahrung gehört.

    Wieso wird neuerdings alles mit einer „Erfahrung“ begründet? Was soll das sein?

    • Doch, wenn man sie noch nie gemacht hat.

    • Das ist nicht neuerdings so, sondern war schon immer Begründung. Und ja „Erfahrung / Erlebnis“ ist genau das, womit man Produkte verkauft (am besten in Kombination mit Emotionen), ist in Deutschland allerdings immer noch nicht angekommen, deswegen erleben wir mit den größten Kahlschlag im Einzelhandel durch die Digitalisierung im Vergleich zu anderen Ländern (bestes Beispiel Kaufhäuser, die funktionieren anderswo immer noch).

    • Ich wünsche dir, anhand deiner Ironie die ich in ne der Frage finde, dass du mal für dich alleine testen könntest wie die „Erfahrung“ Lebensraum Deutschland wäre wenn der Staat keine Steuern einnehmen würde

    • Ja, jeder Bürger muss sogar auf die Einkommenssteuer verzichten, da er sie nicht erhält, sondern das grossartige Erlelbins erfahren darf, diese zu bezahlen.
      Wie du soeben erfahren durftest, erlebts du begründete Hinweise zu Grossartigem.

      • Mein Erlebnis des Schreibens war weniger grossartig, da ich Vertippper erfahren durfte.

  • Bestes Resultat: apple muss Root Zugriff für Nutzer wahlweise mit vielen Sicherheitsleistungen zulassen. Oder auch Sekt gut: apple muss Alternative Stores (wie zb buildStore) erlauben.

  • Die Antwort auf die Reparaturkosten überrascht mich am meisten. Aber kann schon sein, Personal, Ausbildung, Werkzeuge, Material und bestimmt auch Raummiete in guter Lage.

    • Und dass die Geräte so schwer reparierbar sind. Siege AirPods oder MacBook Pro Tastatur. Um das zu reparieren, muss man Großteile des Gehäuses wegschmeißen und neu machen.

      • (1) Sorgt Apple mit der Konstruktion der Geräte selbst dafür das diese nicht einfach und schnell repariert werden können.

        (2) Berechnet mit Sicherheit nicht den Einkaufspreis sondern den Endkundenpreis für Ersatzteile & Ersatzgeräte.

    • Wäre interessant zu wissen, ob die Antwort auch die Reparaturen umfassen, welche Apple aufgrund eigener Verschulden durchführt. Denn hier zahlt ja der Kunde gar nichts, hat also enormes Gewicht auf die Antwort.

  • Antwort 21 ist ja wohl nen Witz und gelogen…
    das kann ich mir bei weitem nicht vorstellen.

    Wird überhaupt auch geprüft was dort geantwortet wird ?? Oder kann man als geschönt antworten ??

    • Ist es nun gelogen oder kannst du es dir nicht vorstellen? Oder ist es nur gelogen weil du es dir nicht vorstellen kannst?

      • Mit Sicherheit eine geschönte Antwort. Normalerweise müsste man diese Zahlen (wenn sie denn vorhanden wären) in noch auftrennen und Kosten die durch Garantiefälle entstehen und Kosten die durch Fahrlässigkeit der Nutzer entstehen.

      • Entschuldigung aber das beantwortet nicht meine Frage. Das die Berechnung von Kosten optimiert werden kann um ein gewünschtes Ergebnis zu erhalten ist mir bewusst. Allerdings wurde dann immer noch nicht gelogen.

    • Der erste seines Namens

      Da bin ich aber ganz anderer Meinung und zwar weil Apple da bestimmt auch jedes Gerät mit aufführt, welches im Garantiefall repariert wird. Und dann stellt sich direkt die Frage, wie das bilanziert wird. Welchen Wert setzt oder darf Apple da ansetzen. Ein Akkutausch innerhalb der Garantie bringt Apple exakt 0€, kosten wird das sicherlich 30€ inklusive Lohn etc.

      Wenn ich dann noch dran denke, wie Apple früher noch gefühlt bei jedem Garantiefall direkt ein Refurbished Gerät rausgehauen hat, dann will ich gar nicht wissen wie da die Zahlen zu aussahen. Selbst wenn man für ein refurbished iPhone 250€ ansetzt, dann machte man da eben 250€ pro Gerät miese.

      Und rein aus meinem Umkreis sehe ich, dass ab Schäden die das Display betreffen, der Großteil zu Ali um die Ecke geht und das da für 50€ machen lässt und nicht für teures Geld bei Apple direkt.

      • Obwohl die veranschlagten 250€ miese auch nicht korrekt gerechnet sind. Statt es Vor-Ort zu reparieren hat man es halt später, woanders gemacht. D.h. es war vielleicht kein großer Kostenunterschied zu heute (mehr Logistik, weniger Lohnkosten). Aber auch das ist nur Spekulation.

    • Der Umsatz durch Apple Care ist vielleicht nicht mit einberechnet, dafür aber Kosten die im Fall einer durch Apple Care gedeckten Reparatur entstehen. Begründet durch weitere Servicebestandteile in Apple Care, “kann” dies nicht einberechnet werden. So kann ich mir das Vorstellen.

  • Plausible Antworten, Safari betreffend.
    Die Frage nach dem Investitionsvolumen in Karten kann ich nicht nachvollziehen.

  • Aus dieser dürren Antwort können wir lediglich vermuten und spekulieren. Wer hier alles was weiss…

  • Haha….die Kosten für Reparaturen übersteigen die Umsätze? Das muss dann aber schon ganz schön komplex runtergerechnet worden sein :)
    Wie hoch war nochmal die Austausch Pauschale beim iPhone ab dem X? 600-700€? In etwa?
    Wenn Apple die kaputten iPhone natürlich tatsächlich direkt verschrottet und neue rausgibt statt zu reparieren kann ich es verstehen

  • Die Safari-Antwort ist lächerlich.
    Ich bin dafür, dass man selbst wählen sollte, was man nutzen will – als Standard

    • Sehe ich auch so – hier wird einiges vermischt (vermutlich absichtlich) in Apples Antwort:

      Richtig ist, dass das Webkit Framework, also der Teil von Safari, der Webinhalte darstellt, tatsächlich im Betriebssystem für Vieles verwendet wird – Beispielsweise, um HTML-Emails korrekt darstellen zu können oder AppStore-Inhalte darzustellen, oder in anderen Apps eine Link-Vorschau zu ermöglichen.

      ABER: das betrifft nur das Framework, nicht Safari selbst. Es gibt also keinen objektiven Grund, Safari nicht de-installieren zu lassen.

      Und schon gar nicht gibt es einen Grund, den Benutzer nicht den Standard-Browser wählen zu lassen (ebenso wie den Standard Mail-Client. Diejenigen, die das machen (dürfte eh nur eine Minderheit sein) wissen, was sie tun, und könnte daher auch mit einer anderen „Benutzererfahrung“ problemlos umgehen.

      Ich hoffe sehr, dass sich das Repräsentantenhaus hier durchsetzt.

      • Und diejenigen die sich damit auskennen richten es denjenigen ein die sich nicht auskennen wollen und genau diese sind dann bei Problemen aufgeschmissen.

  • Seltsame Fragen. Beim ersten Satz hätten sie einfach ein iPhone nehmen und es sich danach selbst beantworten können.
    Und was soll die Frage nach den Investitionen in Apple Maps?

    • weil das wahrscheinlich nicht ganz umsonst ist und das von vorneherein so konstruiert ist, um maximalen gewinn zu generieren, eine wohl typische (und leider wohl auch erfolgreiche) vorgehensweise bei apple.

  • Frage 2: Die Definition eines anderen Internetbrowsers als Safari als Standardbrowser würde den Safari-Browser, betriebssystemeigen oder nicht, und/oder seine pure Existenz auf den Geräten, per se nicht beeinträchtigen.

    Was Apple vorliegend hierzu von sich gibt, ist im besten Fall unverschämte Verars… .

    Im schlimmeren Fall demonstrierte Bevormundung des Käufers/Users.

    Im schlimmsten Fall beides.

    P F U I !!!!!!!!!

  • KLEINE ANMERKUNG..
    Wenn man sich die Antwort durchliest und vielleicht etwas querdenkt wie das der Solidarzuschlag keine Steuererhöhung ist, dann kommt der Reingehalt der Antwort fast auf eine Übereinstimmung mit der Wirklichkeit…
    Denn….
    Davon ausgehend, das k.A. 50, 60, 70 oder mehr Prozent der Reparaturen Garantiefälle sind, dann ist doch klar, daß 50,40,30 oder weniger Prozent den Anteil Ausmachen, wo man Einnahmen zu sagen könnte….
    Denn…
    Er hat ja nur gesagt, daß die Ausgaben bei Reparaturen höher sind als die Einnahmen…
    Und eigentlich ist das generell so, daß oftmals Reparatureinrichtungen Garantiefälle abwickeln und der Tatsache geschuldet, daß apple auch gleichzeitig die Reparatureinrichtung ist, kann man das dann so getros ohne einem schlechten Gewissen aussagen….
    Bei der Billanzierung allerdings wird ja schon ein zu erwartender Ausfall von Geräten mit einkalkuliert und was Apple-Care angeht ist, daß es wahrscheinlich keine Versicherung gibt, die Verlust macht, denn wenn es der Fall wäre, gebe es Apple-Care erst gar nicht….
    Das die alternativ dazu einfach bessere Qualität produzieren könnten, um das Mißverhältnis bei den Reparaturausgaben/ -einnahmen zu verbessern, kommt für die wahrschinlich nicht in Frage und bei einer Marge des aktuellen iphones des Jahres 2020 in Höhe von 800$ + dürften die anfallenden Garantiekosten, die Apple entstehen längst einkalkuliert sein.
    Denn wenn die Frage in etwa so gewesen wäre wie z.B. hoch der Anteil für eine Garantiereparatur bei der Preisfindung eines iphones wäre und in wieweit das den Leuten zugute kommt, die wo kein Garantiefall entsteht…
    Dann käme vielleicht zumindest im Ansatz zu erkennende Antwort, die der Fragesteller erwartet, was dann in der Regel der Wahrheit entspricht.
    Tatsächlich wurde die Frage so gestellt, das keine sagen kann, er habe die Unwahrheit oder er habe nicht die Wahrheit gesprochen… Er wiederung kann sich damit versichern, indem er einfach sagen muß, daß er nicht die Unwahrheit gesprochen hätte.

    maneste
    und P.S. ich mag apple auch nicht besonders

  • Und all das läßt sich mit Gier beschreiben, die hätten einfach nur fragen müssen, ob er gierig sei und deshalb die Vorgehensweise bei apple in manchen Dingen (ok, wahrscheinlich in den meißten..) genauso ist wie sie halt ist…

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