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Gründerteam schweig dazu

Komoot-Übernahme verunsichert Mitarbeiter und Nutzer

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84 Kommentare 84

Die Outdoor-App Komoot wurde verkauft. Als neuer Besitzer tritt der in Italien ansässige App-Verwerter Bending Spoons auf. Das Unternehmen zählt bereits Anwendungen wie Evernote oder WeTransfer zu seinem Portfolio und hat bislang nicht unbedingt den Anschein erweckt, diese Projekte mit Innovationsgeist und Engagement weiterzuführen.

Grübeln lässt uns auch die Tatsache, dass eine Anfrage von uns diesbezüglich bislang unbeantwortet blieb. Dies trotz der guten Kontakte, die wir seit den ersten Tagen von Komoot zu dem Entwicklerteam haben. Somit verpassen die Komoot-Gründer aber auch die Möglichkeit, den Vorwürfen etwas entgegenzusetzen, mit denen die Wirtschaftswoche einen Komoot-Mitarbeiter zitiert.

Komoot

Demzufolge haben die rund 150 Angestellten gestern durch den Komoot-Gründer Tobias Hallermann erfahren, dass Komoot einen neuen Eigentümer hat. In dem kurzfristig angesetzten Meeting sei zudem angekündigt worden, dass es in diesem Zusammenhang zu Kündigungen kommt. Für Rückfragen sei kein Platz eingeräumt worden. Quasi zeitgleich wurde die Übernahme durch Bending Spoons offiziell bekanntgegeben.

Komoot hat es seit seinem Start im Jahr 2010 auf mehr als 45 Millionen registrierte Nutzer gebracht und gilt als führende Outdoor-Plattform in Europa. Das Unternehmen hat der Wirtschaftswoche zufolge im Jahr 2023 einen Umsatz von 36 Millionen Euro gemacht. Was sich der neue Eigner dieses Potenzial hat kosten lassen, wurde nicht kommuniziert.

Miserable Kommunikation

Natürlich bleibt die Hoffnung, dass Komoot auch in Zukunft auf dem Niveau weitermacht, wie wir die App über die Jahre hinweg kennengelernt haben. Die Zweifel daran lassen sich jedoch nicht so einfach unterdrücken. Die Art und Weise, wie die alten und neuen Eigner mit der Angelegenheit umgehen und diesbezüglich gar nichts oder minimal kommunizieren, erweckt nicht gerade den Eindruck, als würde man die Nutzer von Komoot angemessen respektieren. Ganz zu schweigen von den Befürchtungen der Mitarbeiter.

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komoot - Wandern und Radfahren
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Entwickler: komoot GmbH
Preis: Kostenlos+
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21. März 2025 um 16:33 Uhr von chris Fehler gefunden?


    84 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Schade. Eine meiner Lieblings Apps. Ich spüre schon Abos kommen. Bislang war die App gut ohne Abos verwendbar.

    • Dem stimme ich zu. Ein neuer Eigentümer will von seinem investierten Geld auch wieder etwas sehen. Komoot war bislang fast schon „zu“ günstig. Ich habe ein einziges Mal ein paar Euro für ein paar Regionenpakete gezahlt, und das war es. Warten wir mal ab, wie es weitergeht.

      • Ist nun mal so. Ein neuer Betreiber kauft die App wo Einmalzahlungen für gewisse Regionen gereicht haben. Der neue Betreiber hat davon was? Nichts… wie wird er irgendwas erwirtschaften? Genau.

      • Umsatz 32 Mio €? Vielleicht reicht ihm das. Ich meine ohne entsprechende Weiterentwicklung… :-)

    • Die ganzen „join Premium“ popups beim App start (trotz Welt Paket) gingen mir aber schon hart auf die Nerven.

    • Oh man, mir schwant schlechtes. Wäre schade drum, weil ich die App weltweit wirklich gerne eingesetzt habe. Nur Cash raus ziehen, nicht weiter entwickeln und irgendwann gegen die Wand fahren.
      Tut mir leid für die Mitarbeiter in Potsdam. Schlechtes Karma.

    • Diese „alles muss umsonst sein“, Mentalität muss aber auch echt langsam aufhören.

      • Nun ja, das stimmt, aber der neue Besitzer glänzt ja nicht unbedingt es verantwortungsvoll zu handhaben und das ist eher das Problem.

      • ist ja nicht umsonst: ich habe weltweite karten gekauft und erwarte das das für mich so bleibt. wenn nicht gebe ich die App mangels Vertragserfüllung an Apple zurück und verlange Kaufpreiserstattung.

  • Tjoar… was sind denn vergleichbare Alternativen?

  • Klingt ja nicht so gut. Ich bin seit Jahren treuer Benutzer und habe schon unzählige Wanderungen mit Komoot gemacht.

    Hoffen wir mal, dass der neue Eigentümer das Ding nicht vor die Wand fährt.

    • Na ja, es wird kaum Entwicklungen geben. Die App Verwerter wollen nur mindestens ihr Geld wieder raus haben. Die App ist damit faktisch tot. Wird nur noch am Leben erhalten solange sie genug Geld abwirft. Daher ist erst einmal mit einem anderen Bezahlmodell zu rechnen ohne nennenswerte neue Funktionen.

  • Taschen voll gemacht. Für die Familie, Kinder, Enkel und Urenkel ausgesorgt. Und ab… Schade drum, wenn man an so einen Investor verkauft.

    • Wenn ich für alle aussorgen kann, ist mir egal, woher das Geld kommt solange halbwegs legal.

      • Mein Gott Tom, denk noch mal darüber nach was Du schreibst. In Deiner Welt möchte ich nicht leben

      • Hier kann man mal wieder schön sehen was es der Cummunity bringt eine App groß zu machen, denn von Kommot sind weder die Zahlreichen Bilder, Bewertungen, Wegbschreibungen und Routen usw. gekommen aber Geld haben sie mit der Arbeit der Nutzer durch den Verkauf gemacht !

    • Ich sehe es wie Tom.
      Ganz ehrlich, mir kann niemand erzählen, dass er ein Multi-Millionen Angebot ablehnen würde.

      • Na ja … der kolportierte Umgang mit den Mitarbeitern ist schon aus der Kategorie „untere Schublade“ und Bending Spoons hat sich halt schon einen gewissen Ruf erarbeitet, bei dem man sich fragen muss, ob’s genau der Käufer hätte sein müssen und so gar keine Alternative existierte. Ist eben maximal undankbar gegenüber Mitarbeitern/Kunden.

    • Woher weißt du wieviel die damit verdient haben? Also die Eigentümer.

  • In der Kaption fehlt hinter „schweig“ ein t! :)

  • Evernote ist auch von Bendig übernommen und wird ständig weiterentwickelt, das lässt hoffen. Wer evtl. umsteigen will, kann ich Naviki ans Herz legen.

  • Was für ein Mist! Stellt sich tatsächlich die Frage nach Alternativen. Oder nach guten Plattformen für den Austausch der Dateien, die sich dann ja in Apps wie MapOut importieren lassen.

    Ach, warum muss alles Gute immer nur verscherbelt werden… :(

  • Sehr, sehr schade – das lässt nichts Gutes erwarten. Ich benutze Komoot seit den Anfängen und war stets ein glühender Verfechter der App. Und nun?

  • Bending Spoons hat’s drauf – die haben schon Filmic in den Sand gesetzt: Überzogenes Abo-Modell + Weiterentwicklung der App eingestellt. Glücklicherweise gibt’s mittlerweile (zu Filmic) gute/bessere Alternativen.

  • Ich hab komoot nun schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr benutzt, ich vermisse nichts, also kann´s weg.
    Das Schicksal würde übrigens über 50% aller Apps treffen die man auf dem Handy hat. Einfach mal schauen wann man sie das letzte mal benutzt hat und dann weg damit.

    • Also ich benutze Komoot tatsächlich regelmäßig, soll heißen mindestens 2 – 3 mal im Monat. Gerade für Wanderungen in Europa habe ich noch keine gute Alternative gefunden. Ich hoffe dann einfach mal, dass die Löffel-Vögel nicht das Ding kaputt machen.

      Wenn jemand gute Alternativen hat… immer her damit…

      • Markus, wenn Bruno sagt, dass das weg kann, dann brauchst Du das auch nicht wirklich und kann weg! Also… lösch es bitte, jetzt!

      • Ich nutze Komoot seit vielen Jahren mehrmals die Woche. Also kann sie nicht weg. Wenn allerdings ein überzogenes Abo-Modell kommt, dann landet die App im Papierkorb.

  • Dabei hat Bosch gerade erst die Integration seiner E-Bike Lösung mit der Komoot App optimiert. Die dürften auch überrascht sein.

  • Sobald ein Abo kommt, ist die App sofort gelöscht.

  • Schauen wir mal, wie das weitergeht. 282 Touren bisher damit getrackt und sehr viele geplant.

  • Toll wie man überall mit Mitarbeitern umgeht

  • Klappe zu, Affe tot!
    Ganz ehrlich, wir sollten uns schleunigst auf die Suche nach einer Alternative machen. Ich könnte mir Outdooractive vorstellen.
    Dass der Entwickler nichts sagt, sagt alles. Das Ding wird den Tod sterben, die schon viele Übernahmen zuvor eingeläutet haben

  • Echt schlimm. Wieso macht man sowas?

  • Ich benutze neben Komoot auch Bergfex und Bikemap. Mal ist die Eine, mal die Andere besser.

  • Autsch! So ein sch*
    Das Dumme ist: gute Routing Alternativen sind nicht mal fix aufgebaut. Da steckt viel Zuviel Fleißarbeit dahinter, die Zeit benötigt. App Verwerter sind die Pest. Software Heuschrecken.

  • Nachdem Komoot mir Chat drei mal hintereinander in die tiefsten, unwegsamen Wälder geschickt hat, habe ich die App gelöscht. Werde ich nicht vermissen. Rausgeholt hat mich immer Apple Karten, trotz schlechter Fahrrad Navigation.

  • Wovon werden denn 150 Angestellte bezahlt, wenn es keine Abos gibt?

    • Es gibt Abos und die Karten kosten einmalig Geld.

    • Es gibt ja auch jetzt schon Abos. Komoot Premium. Aber du kannst die App halt auch ohne Abo sehr gut nutzen. Das Abo brauchst nur, wenn Du etwas ambitionierter unterwegs bist.

      Jährlich 60€, wenn ich mich nicht täusche. Ab und an auch Sonderaktionen, für das erste Jahr 30€…

    • Vor allem von Kooperationen mit Tourismusverbänden und Sportartikelherstellern (bei mir gerade Rügen, VisitTheUSA, Hansefit, FrankenTourismus, …) die mit Sponsorings im Home-Feed platziert werden.

  • Vor einiger Zeit die Weltkarten gekauft. Bin mal gespannt ob das rausgeschmissenes Geld war?!

  • Ich lad mir meine Strecken in Organic Maps rein und fertig. Mehr brauch ich net.

  • Schade! Nach 1972 Touren mit Komoot und als jahrelanger Premiumkunde fällt der Abschied schwer…

  • Wenn die Komoot verhunzen, wird es echt blöd. Weil Alternativen gibt es nicht. Ich habe Cyclers probiert, aber will mann offroad fahren, berechnen deren Algorithmen Wege mit rein, wo kein Mensch auf die Idee käme dort zu Fuß zu gehen. Dreht man an Einstellungen, kommt 90% Asphalt raus. Und für sowas wollen sie Geld haben.

    • Das macht Komoot doch genau so. Ich lande fast jedes Mal auf fürs Treckkingrad ungeeigneten Wegen und rege mich über die App auf, während ich das Rad mit Gepäck schiebe/trage.
      Bei der nächsten Tour wird sie dann doch wieder benutzt :)

  • Ein den Mitarbeitern und Kunden gegenüber sehr schlechtes Verhalten. Vieleicht konnten die Gründer gar nicht anders. Hat es womöglich ein Angebot gegeben, dass sie nicht ablehnen konnten?

  • Bending Spoons hat seit der Übernahme von Evernote viel Engagement in die Entwicklung gesteckt. Daher würde ich der Übernahme von Komoot eher entspannt gegenübertreten.

  • Wetransfer ist seit der Übernahme quasi unbrauchbar geworden … sieht schlecht aus

  • Die schweinerei dabei keine offizielle Info zu erhalten, ich nutze es im premium Abo mit meinem Bosch ebike System und da im unklaren gelassen zu werden wie weiter geht bzw Kündigung der Mitarbeiter, ich habe das premium Abo vorzeitig gekündigt mal sehen wenn das ein paar mehr machen wie der neue Eigentümer reagiert….

  • Es gibt bereits die ersten Änderungen: „Um Touren auf dein externes Gerät zu senden, benötigst du ein aktives komoot Premium Abonnement.“ Scheint derzeit aber wohl nur für Neukunden zu gelten…

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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