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Keine guten Noten

Klarna in der Kritik: Kein festes Kreditlimit und abgelehnte Überweisungen

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Falls ihr euch eine neue Apple Watch gönnen und mit einer Klarna Card bezahlen wollt, solltet ihr im Blick behalten, dass es den Betreibern zufolge hier kein festes Kreditlimit gibt. Die Folge ist, dass sich im Vorfeld nicht generell sagen lässt, ob insbesondere größere Transaktionen auch tatsächlich abgewickelt werden. Ein Leser hat uns diesbezüglich einen unerfreulichen Erfahrungsbericht im Zusammenhang mit dem Versuch, ein neues iPhone zu erwerben, zukommen lassen.

Klarna Kontodaten

Als Verrechnungsmittel für Apple Pay hinterlegt, schlug die Bezahlung des neuen iPhone mithilfe der Visa-Karte von Klarna demnach ohne nachvollziehbaren Grund mehrfach fehl. Die Antwort des daraufhin kontaktierten Support von Klarna überrascht. Unterm Strich scheint das Bezahlen mit der Karte einem Pokerspiel zu gleichen, da der Verfügungsrahmen sich offenbar mit jeder Nutzung der Karte ändert – ein festes Kreditkartenlimit gebe es nicht:

Bitte beachte, dass die Klarna Card, anders als andere Kreditkarten keinen festgelegten Verfügungsrahmen hat. Stattdessen wird bei jedem Kaufversuch, wie auch bei jeder Bestellung mit Klarna, eine Mikrobonitätsprüfung vorgenommen, um sicherzustellen, dass die gewünschte Bestellung zu dem Betrag durchgeführt werden kann. Diese Entscheidung unterliegt mehreren Faktoren, wie etwa dem Betrag, dem Verlauf vergangener Bestellungen bei Klarna und Informationen, die wir von externen Auskunfteien erhalten. Ein festgelegtes Kreditlimit gibt es hierbei nicht.

Klarna-Nutzer können sich also nicht auf einen festen Kreditrahmen verlassen, sondern müssen sich den Spielraum der Karten durch fortwährende Nutzung erarbeiten. Der Finanzdienstleister nennt dies ein auf Vertrauen und Loyalität basierendes Konzept. So werde eine Bonitäts- und Identitätsprüfung bei jeder Bestellung aufs neue durchgeführt und die Möglichkeit, für höhere Beträge akzeptiert zu werden, könne mit der Zeit beeinflusst werden

Vor größeren Anschaffungen sollen Klarna-Nutzer ihre aktuelle Bonität daher mithilfe von „Testkäufen“ stets über die Klarna-App prüfen. Auf diese Weise ließe sich herausfinden welcher Betrag aktuell genehmigt wird. Die Funktion versteckt sich im Menü „Mein Klarna“ und dort unter der Option „Shopping Power“. An dieser Stelle wird Klarna zufolge der maximale Betrag angezeigt, der aktuell für Einkäufe mit der Klarna Card zur Verfügung steht.

Auch Klarna-Überweisungen problematisch

Über ärgerliche Eigenheiten im Zusammenhang mit Klarna berichtet aktuell auch der Verbraucherzentrale Bundesverband. So würden bei der Zahlungsabwicklung über Klarna teils korrekt überwiesen Beträge zurückgebucht, weil Klarna die Zahlungen ablehnt. Der Grund dafür können schon kleinste Abweichungen von dem auf der Rechnung des über Klarna abrechnenden Verkäufers angegebenen Verwendungszweck sein.

Besonders problematisch sei hier, dass die Rechnungen im System von Klarna dann als „nicht beglichen“ hinterlegt werden, was automatisch ein Inkassounternehmen in Aktion treten lässt. Betroffene Nutzer berichten, dass dies auch durch Anrufe und E-Mails an den Kundendienst von Klarna nicht korrigieren ließ.

08. Okt 2021 um 10:57 Uhr von chris Fehler gefunden?


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