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Kalkulierte Kontroverse: Werbeblocker Peace verabschiedet sich

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69 Kommentare 69

Der Softwareentwickler und Tumblr-Mitbegründer Marco Arment ist kein unbeschriebenes Blatt. In der iOS-Community erlangte Arment unter anderem durch seine iPhone-Applikation Overcast und die regelmäßigen Auftritte im Apple-Podcast ATP eine gewisse Bekanntheit, fiel in den vergangenen Monaten aber vor allem als provozierender Blogger auf, der zuletzt mit seinem Vorwurf „Apple has lost the functional high ground“ für Aufsehen sorgte.

arm

Mit seiner letzten Einscheidung, den erst am 17. September veröffentlichten iOS-Werbeblocker Peace aus dem App Store zurückzuziehen, hat Arment jetzt eine neue Debatte entfacht und sich für viele Anwender bis auf weiteres disqualifiziert.

Fangen wir vorne an. Schon im Vorfeld der iOS 9-Freigabe stand fest: Die vom iPhone erstmals unterstützten Werbeblocker würden (endlich mal wieder) eine kleine Goldgräber-Stimmung unter den registrierten App Store-Entwicklern entfachen. Der Konsens: Die kleinen Safari-Erweiterungen ließen sich relativ problemlos programmieren, benötigten fast keine Benutzeroberfläche und würden einen ordentlichen Umsatz erzielen. Genau so kam es dann auch. Nur wenige Stunden nachdem Apple die offizielle Freigabe von iOS 9 einleitete, stürmten die kostenpflichtigen (!) Werbeblocker die iTunes-Charts.

Nutzer, die sich in den letzten Jahren immer häufiger mit aufdringlichen mobilen Reklamebannern herumärgern mussten, investierten die veranschlagten 2-4€ ohne mit der Wimper zu zucken und trafen damit eine (erwartbare) Entscheidung, die vor allem die kleinen Inhalte-Anbieter treffen sollte.

Die Großen hatten sich entweder schon im Vorfeld auf den Einsatz entsprechender Gegenmaßnahmen vorbereitet – ifun.de berichtete über die Blockierung der Werbeblocker bei CNET – oder waren ohnehin nicht auf die überschaubaren Einnahmen, die gemeinhin von fingernagelgroßen Mobil-Bannern erzielt werden, angewiesen. Vor allem die Nachrichten-Anbieter setzen schon längst nicht mehr nur auf Banner-Plätze, sondern auch auf versteckte native advertisments, den Verkauf von Printanzeigen, bezahlte Online-Zugänge oder partnerschaftliche Kooperationen mit großen Online-Marktplätzen.

peace

Wie gesagt, die bezahlten Adblocker trafen in erster Linie unabhängige Schreiber, kleine Online-Magazine und ganz konventionelle Blogs. Leser, die „Marias Stricktipps“ auch bislang schon gratis besuchen konnten, bezahlten nun einen Dritten, um das eigentlich werbefinanzierte Angebot zukünftig auch frei von Bannern lesen zu können.

Eine nicht unkontroverse Neuausrichtung des mobilen Netzes, da iPhone-Anwender hier – im Gegensatz zu den ebenfalls beliebten Desktop-Blockern – sogar bereitwillig die eigene Kreditkarte zückten. Nicht um Maria für ihre Stricktipps zu entlohnen, sondern um die Macher der Werbeblocker für ihren destruktiven Einsatz zu bezahlen.

Nicht für seine Verlässlichkeit bekannt

Zurück zu Arment und seinem Werbeblocker Peace. Der ohnehin nicht für seine Verlässlichkeit bekannte Entwickler – die iPhone-Abo-Zeitschrift „The Magazin“ stellte seinen Betrieb nach nur 12 Monaten am Markt ein, der Später-Lesen-Dienst Instapaper wechselte 2013 überraschend den Besitzer – hat den Verkauf des Werbeblockers Peace in der Nacht zum Samstag eingestellt. Nach zwei Tagen an der Spitze der App Store Charts plagten Arment, dies berichtet der Programmierer in seinem ebenfalls mit Bannern geschmückten Blog, plötzliche Gewissensbisse.

Die diskriminierungsfreie Entfernung von Web-Anzeigen, so Arment, sei kontraproduktiv:

Peace required that all ads be treated the same — all-or-nothing enforcement for decisions that aren’t black and white. This approach is too blunt, and Ghostery and I have both decided that it doesn’t serve our goals or beliefs well enough. If we’re going to effect positive change overall, a more nuanced, complex approach is required than what I can bring in a simple iOS app.

Arment, der nach der millionenschweren Tumblr-Übernahme des Internet-Giganten Yahoo nicht mehr auf ein geregeltes Einkommen angewiesen sein dürfte, fühlt sich unwohl dabei, für einen Werbeblocker verantwortlich zu sein, der alle Anzeigen gleichermaßen deaktiviert. Egal ob auf Spiegel Online oder auf Marias Stricktipps.

Im Hausblog zieht Arment jetzt zynische Konsequenzen und empfiehlt nicht nur die Rückerstattung der App-Kosten bei Apple zu beantragen, sondern auch zwei konkurrierende Werbeblocker und schließt das Kapitel für sich ab.

Spätestens jetzt nehmen wir euch das tiefe Durchatmen nicht mehr übel.

Auch wir hegen Zweifel am plötzlich eingekehrten Humanismus und sortieren den kurzen Auftritt des Werbeblockers Peace als egozentrische Eskapade eines Entwicklers ab, der es vorzuziehen scheint, sich nicht mehr mit Geld, sondern mit Aufmerksamkeit bezahlen zu lassen.

Zum einen dürften bereits während der App-Entwicklung genügend freie Momente vorhanden gewesen sein, um mögliche Konsequenzen eines kostenpflichtig angebotenen Werbeblockers abzuschätzen. Zum anderen hätte Arment den geschilderten Gewissenskonflikt auch produktiv angehen können. Der Umbau des Werbeblockers Peace zu einem passiven Reklame-Stopper, der erst mal alles durchlässt und nur die schlimmen Fälle „auf Zuruf“ stoppt, oder eine prominentere Whitelist-Integration hätten die Diskussion um die von Arment formulierte Pflicht zum Umdenken wohl effektiver befeuert, als der Verweis auf alternative Blocker mit ähnlichem Funktionsumfang.

Aktuell jedenfalls werden wir das Gefühl nicht los, als habe Arment die Applikation bereits mit der Intention veröffentlicht, durch ihren umgehenden Rückzug nicht nur eine große Twitter-Debatte auszulösen, sondern dieser auch von seinem Lieblingsplatz aus beizuwohnen: Dem Mittelpunkt.

Abschließend möchten wir euch zudem davon abraten Arments Empfehlung zu folgen und Apple um eine Rückerstattung der Kaufkosten zu bitten. Zwar lässt sich argumentieren, dass Arment so auf mehreren $100.000 sitzen bleiben wird – ohne die zukünftige Funktion seiner nunmehr eingestellten App gewährleisten zu müssen – euer Vorsprechen bei Apple könnte unter Umständen jedoch mit negativen Folgeerscheinungen einhergehen.

So hat Apple in den vergangenen Monaten eine schärfere Gangart bei der Rückforderung von App Store-Kosten eingeschlagen. Während sich im vergangenen Jahr noch mehrere Applikationen pro Monate reklamieren und rückerstatten ließen, reagiert Cupertino mittlerweile meist schon nach dem ersten Rückerstattungswunsch mit einem Hinweis, die die zukünftige Rückgabe von iOS-Applikationen unmöglich macht.

So liegen ifun.de mehrere E-Mails betroffener iTunes Kunden vor, denen Apple seit Mai die folgende iTunes-Warnmeldung beim Kauf einer neuen Applikation anzeigte:

Bestätigung: Ich bestätige, dass ich diesen Kauf nicht mehr stornieren kann, wenn ich diese App innerhalb von vierzehn Tagen, nachdem ich auf „Kaufen“ getippt habe, lade.

Hier müsst ihr euch also die folgende Frage stellen: Lohnt sich der zukünftige Verzicht auf Apples (de-facto einmaliges) Storno-Angebot wegen der 3€, die ihr wohlmöglich in Peace investiert habt; oder wartet ihre vielleicht lieber bis zur nächsten enttäuschenden 40€-Applikation ehe ihr von der Rückgabe-Option Gebrauch macht.

Unter dieser Zeile solltet ihr nun ein Banner sehen – wir hoffen es stört euch nicht zu sehr.

Samstag, 19. Sep 2015, 18:47 Uhr — Nicolas
69 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Nein falsch unter jeder Zeile sehe ich einen Banner! DAS stört mich sehr!

  • Guter Tipp… wollte schon stornieren! Dann spar ichs mir und habe jetzt Blockr eine Chance gegeben…hoffentlich wiederholt sich die Masche nicht :-)

  • Super Artikel! Man merkt einfach den Texten an, ob sie im Stress rausgehauen werden (unter der Woche) oder schön erstellt werden. Das ist schöne Wochenendlektüre.

    • Ich finde den Artikel auch sehr gut.

    • Ja, extrem gut formuliert und verwortet. Sowas liest man leider zu selten.

      Abgesehen davon ist die zuletzt erwähnte ‚Keine-Rückgabe-Bestätigun‘ reines Blendwerk bzw. Abschreckungstaktik, Rückgabe geht trotzdem.

    • und was dazu kommt: ihr habt schon vor monaten den effekt vorhergesagt, dass die entfernung von werbebannern negative folgen haben könnte, wie z. b. dass werbung durch gesponserten inhalt ersetzt wird.
      ihr seid super!
      dass das einem insider hingegen erst auffällt, nachdem er seine app programmiert und tausendfach verkauft hat, wirkt extrem unglaubwürdig.

      • Sehr guter Artikel. Das werde ich vermissen, wenn ich (hoffendlich morgen, wenn das Phone ankommt) auf Android wechsel….

      • du wirst „hoffendlich“ nicht mehr vermissen ….

      • Hallo blablabla,

        ja das wirst du auch vermissen, denn sowas liest man bei AndroidPit leider viel zu selten. Bin dort seit jahren am mitlesen und war auch lange angemeldet doch irgendwann war der Punkt erreicht an dem es einfach reicht wenn mann immer und immer wieder das gleiche liest und das 1000ste GalaxyXY mit dem iPhone verglichen wird.

  • Werbeblocker erfüllen maximal den Zweck, die Inhalte-Anbieter zum Umdenken zu bewegen.
    Kosten- und Werbefreie Angebote zum Kennenlernen und Bezahlangebote als Option für gute Inhalte.
    Am Liebsten als kündbares Abo.

  • Ich nutze keinen Werbeblocker. Muss auch dazu sagen, dass die Betreiber es teils selber schuld sind. Wenn die Werbung nicht immer so aufdringlich wäre, oft wird auch ein Großteil der Webseite verdeckt. Wenn man dann auf das „x“ klickt wird man auf die Seite auch noch umgeleitet.

    Hier an diesen stellen sollte mal gearbeitet werden!

  • Warum ist euer banner in ungarisch? Lesen hier so viele ungar mit? :)

    • Ist es möglich, dass Du Dich gerade in Ungarn aufhältst? Diese Frage ist nicht als verbale Attacke oder Provokation zu verstehen, sondern als ernstgemeine Hilfe. Mir wurden zum Beispiel gerade im Urlaub in Spanien sämtliche Werbeeinblendungen (also nicht nur im Blog von iFun.de) auf spanisch, und während unserer etappenweisen Rückfahrt durch Frankreich französischsprachige Werbeeinblendungen angezeigt. Wäre eine Erklärung…

      • Andere Gründe könnten auch die Nutzung eines Proxies o.ä. sein.
        Wenn die Ortung nicht über die Ortungsdienste möglich ist, so wird meist die IP verwendet.

  • Mit Jailbreak und einem systemweiten Adblocker, lässt sich auch der Banner in dieser App beseitigen. ;P

  • Ein ekelhafter Penner ist dieser Arment, aber er bekommt ja seine Aufmerksamkeit.

  • Man sollte erst denken und dann handeln. Aber so kann man ja schnell 100.000 € und mehr machen.

  • Ich verstehe nicht ganz inwiefern der Hinweis dass ich nur 14 Tage eine Rückerstattung der Kosten erhalte, aussagt ich könnte keine Artikel mehr zurückgeben?

    Ich dachte die 14-Tägige Rückgabe wäre ein Resultat eines EU Rechts?

    Ich habe zwar in der Vergangenheit nicht übermäßige Apps zurückerstatten lassen, aber das ein oder andere mal schon, und das funktionierte problemlos.

    • Du kannst auch weiterhin innerhalb von 14 Tagen stornieren, jedoch nur wenn du die App noch nicht geladen hast. Bevor du diese Mitteilung bekommst könntest du auch nach dem Runterladen noch stornieren.

      • Wenn ich eine Ware nach dem Fernabsatzgesetz bezogen habe ist diese in der Regel auch schon eingetroffen wenn ich mich für eine Rückgabe entscheide.
        Daß eine App eine Macke hat kann man ebenfalls erst NACH dem Erhalt feststellen.
        Der Passus von Apple ist in der vorliegenden Form unzulässig. Insofern kann auch eine „Zustimmung“ – ohne die man die App nicht laden kann – völlig irrelevant.

    • Richtig, das Ganze ist EU-Recht. Apples zwischengeschalteter Bestätigungshinweis ist unzulässig und ein Fall für den virtuellen Papierkorb.

  • die ad-blocker sind ein segen, websites laden soviel schnell – es ist ein traum! leider funktionieren die erst ab den 64bit-geräten, warum auch immer, und somit ist mein ipad 4 ausgeschlossen, gerade hier hätte ich es gerne gehabt … schade

  • Aber mal einige Frage an euch, also die Redaktion?

    Wie wirkt ihr dem den entgegen?
    Wie können wir als Besucher euch unterstützen?
    Wo könnt ihr uns in unserem Surferlebnis entgegen kommen?

    Weil i-wo muss man sich in der Mitte treffen können.

  • Ich beantrage die Rückerstatung auf jeden Fall. Die besagte Mail, das ginge zukünftig nicht, erhalte ich auch umlernend die wandert automatisiert direkt in den Papierkorb. Bi jetzt hat noch jede berechtigte Rückgabe funktioniert.

  • Ich gehe mit eurer Ansicht dass Arment ein Selbstdarsteller ist völlig konform.
    Ich nutze auch Blocker für nervige, zappelnde, laute Werbung.
    Kleine Banner stören mich nicht.
    Weshalb sich aber viele wundern, weshalb man für Blocker zahlt, für Blogs jedoch nicht, wundert mich wiederum.
    Beim Blocker zahle ich einmalig ein bis vier Euro. Bei jeden Blog soll ich aber monatlich so viel zahlen. Und das mal x Blogs.
    Versteht mich nicht falsch: ich zahle für mehrere Webseiten und Podcasts regelmäßig schon seit vielen Jahren. Aber andere Seiten sind es mir nicht wert. Bzw. werden primär i Nervwerbungen geblockt
    Und solche auf großen Webseiten

  • Da die App so schnell zurück gezogen wurde und ja dann auch nicht mehr weiter entwickelt wird sollte Apple die Stornierung zulassen ohne das es Folgen für den Käufer hat.

  • Ein guter Artikel, eine großartige Lektüre.

  • Man muss den Artikel nicht selbst stornieren und somit Gefahr laufen, dass einem in Zukunft diese Möglichkeit genommen wird.
    Über „Problem melden/Problem wird hier nicht aufgeführt“ lässt sich eine Rückerstattung bei Apple beantragen, die innerhalb von 48 Stunden bearbeitet wird.
    Ich hoffe, möglichst viele User machen von dieser Gelegenheit gebrauch…

  • Der Typ muss ja ein ziemliches A***loch sein.

  • Dann müssen die kleinen Seitenbetreiber eben einen eigenen Werbeblocker basteln, dann bekommen die auch schnell 100.000€.

  • Ich werde diese Werbeblocker nicht nutzen. Die Betreiber sollten eher dafür sorgen das die Werbung nicht so aufdringlich wird.

    Teilweise sind Werbefenster nicht weg zu klicken, sowas geht einfach nicht. Dann dürfen sich die Webseitenbetreiber nicht wundern das Werbeblocker eingesetzt werden.

  • Natürlich trifft es die kleinen Leuten am härtesten, das ist leider immer so.
    Davon mal abgesehen, wer nimmt denn überhaupt die Werbung bewusst wahr ?
    Ich kann euch nicht eine Marke nennen, von der ich in den letzten Wochen Werbung wahrgenommen habe.
    Ich akzeptiere Werbung, aber nur wenn sie nicht zu aufdringlich oder penetrant ist. Da hört dann meine Toleranz auf!

  • Darüber, dass der Entwickler von Peace ein etwas schwieriger Zeitgenosse ist, war in dem Bericht über die 3 Adblocker von vorgestern leider noch nichts zu lesen – das, sowie die Tatsache, dass das bekannte „Ghostery“ erwähnt wurde, könnte ein möglicher Grund für den Erfolg dieser App gewesen sein. Bei mir war das zugegebenermaßen so. :-)

    Ich habe mir die Kosten erstatten lassen. Wird übrigens auch vom Appentwickler selbst empfohlen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass dies in diesem Fall dazu führt, dass man zukünftig keine Apps mehr „zurückgeben kann“. Zum einen liegt hier ja der spezielle Fall vor, dass eine App zurückgezogen wurde, was Apple ja selbst auch weiß. Zum anderen denke ich, dass diesen Hinweis sowieso nur Leute bekommen, die dies öfters nutzen (und selbst bei denen wird dieser spezielle Fall hier den „Counter“ vermutlich nicht erhöhen). Wenn man schon ein paar hundert Euro im Appstore ausgegeben und nur eine Handvoll Mal Apps zurückgegeben hat, dann erwarte ich, dass das möglich ist. Andernfalls würde sicher spätestens ein klärendes persönliches Gespräch mit einem Apple-Menschen das Problem lösen.

    Bei mir jedenfalls wurde der Betrag erstattet, und selbstverständlich habe ich keinen Hinweis erhalten, dass dies in Zukunft nicht mehr möglich sei.

    • Bei mir ging die Rückerstattung auch problemlos durch. Und ich bin auch definitiv nicht bereit, ihm die zwei Euro in den Rachen zu werfen, wenn er die App nach 24 Stunden wieder aus dem Store nimmt. Ich habe sie tatsächlich wegen des Namens gekauft.

  • Schön das wir dafür Geld ausgegeben haben…

  • Bei aller berechtigten Kritik hat dieser Artikel einige Schönheitsfehler:

    Marco Arment tritt nicht gelegentlich im Accidental Tech Podcast (ATP) auf – er produziert ihn und ist Teil des ständigen Moderatoren-Trios (mit John Siracusa und Casey Liss).

    Bekannt ist er auch nicht erst seit Overcast, das ja erst in den letzten Jahren erschien, sondern maßgeblich durch Instapaper, als Blogger und durch seinen früheren Podcast „Build and Analyze“.

    Mit der Einstellung von „The Magazine“ hatte er übrigens bestenfalls indirekt etwas zu tun. Er hatte die App schon vorher verkauft. Dass sich Geschäftsideen als unwirtschaftlich herausstellen, kommt gerade im Tech-Bereich schon mal vor.

    Ich sehe auch nicht die Parallele von Peace zu Instapaper: Bei Instapaper hat er ja eher Verantwortungsbewusstsein bewiesen, indem er den Dienst an eine Firma weitergab, die diesen seither ordentlich weitergeführt, gepflegt und sogar funktionell ausgebaut hat.

    Zur Kritik an Arment möchte ich sagen, dass sich in der Tat der Verdacht aufdrängt, dass er sich als Drama Queen inszeniert. Aufmerksame Leser seines Blogs werden sich erinnern, dass er das auch schon mit einigen Apple-kritischen Posts exerziert hat, die er dann zurückzog, weil er das ja alles gar nicht so meinte. Im besten Falle ist das alles inszeniert, vielleicht ist er aber auch wankelmütig und denkt sich tatsächlich vorher nichts dabei.

    In jedem Fall müsste aber auch mal die Rolle der Nutzer angesprochen werden, die wie Herdentiere hinter jedem x-beliebigen Leithammel hinterherrennen.

  • Also ich kaufe relativ viele Apps und habe auch schon einige Male mein Geld zurück erstatten lassen, wenn ich unzufrieden war. Also von „einmalig“ kann man nun wirklich nicht sprechen. Diese Email bekomme ich auch, hatte aber bisher keinerlei Auswirkungen.

  • Tatsache ist doch auch das alleine heute bei gefühlten 8 Seiten / Anbietern die Seiten gar nicht funktionieren mit Blocker und daher sind die 99 Cent für mich nicht lohnend gewesen und die Funktion bleibt deaktiviert ! So wird es vielen gehen und das Thema ist bald vom Tisch! Tag 1 nach ios9 Punkt für den Nutzer , Tag 2 ios9 Punkt für die Großunternehmen!

  • Komisch, alle Blogs die ich lese mögen irgendwie Werbeblocker nicht so richtig. Moral hin oder her, woher die bizarre Annahme kommt das jedes lausige Hobby-Blog überleben muss und sei es durch den massiven Einsatz von Werbung erschließt sich mir nicht. Dann macht „Marias Stricktipps“ eben dicht, freut sich halt „Susis Strickkiste“ – die verzichtet auf nervige Werbebanner sondern hat z.B. regelmäßig Sponsoren der Woche, deren Produkte stellt sie deutlich als Werbung gekennzeichnet möglichst neutral vor und der Besucher kann den deutlich gekennzeichneten Artikel lesen oder nicht. Macht halt mehr Mühe als sich bei irgendwelchen Ad-Netzwerken zu registrieren und das lieblos angepasste kostenlose Template irgendeines kostenlosen CMS um Platz für Werbebanner zu erweitern. Bedeutet natürlich auch jenseits der Sponsored-Posts qualitativ ansprechenden Inhalt zu liefern – sonst wird das mit dem Sponsor nämlich nichts. Es gibt auch andere Wege der Finanzierung, wenn es dem Betreiber denn wichtig ist werden sie schon gefunden. Es sind ja auch nicht die Seitenbetreiber die an dieser nervigsten aller Arten von Werbung besonders gut verdienen aber bei jedem Bericht über diese kleine Funktion in iOS sklavisch Googles Geschäftsmodell als heiligen Gral besingen anstatt sich Gedanken über Alternativen zu machen.

  • Was ich nicht ganz verstehe: Warum sollten die Leute den Blocker jetzt löschen und eine Rückerstattung verlangen? Nur weil der Typ plötzlich Gewissensbisse bekommen hat? Die App wird doch auch weiterhin funktionieren, oder? Also hat man das Geld doch nicht verloren.

  • Die Dämonen, die ich rief. Heutzutage sind die Seiten so dermaßen vollgestopft, das der User kaum noch seine infos findet neben den ganzen Bannern etc. Ist natürlich ärgerlich für die kleinen Seiten, aber für die kann man dann ja Ausnahmen in seinem Blocker einrichten. Aber ich bin froh, das es die Dinger jetzt gibt! Und ich sehe es nur als großes Geheule an, was nun abgeht! Ihr habt es übertrieben, nun kam die Abrechnung!

  • Ihr habt Recht aber nur zum Teil! Bei einer Suche, was auch immer, landet man manchmal auf Forumseiten-dort sind die Banner richtig nervig. Die gehen permanent mit, genau da wo man auch lesen möchte. Wegklicken nicht möglich, bzw. sind die Schalter dafür hinterlistig angelegt. Dafür finde ich die Blocker richtig gut. Kurz platziert, dann weg oder an der richtigen Stelle ist fair für Leser und Betreiber. Aber Abzocke sollte man entgegenwirken!
    Und jetzt zur Euren Banner… Dieser ist unten platziert und für mich ungünstig. Beim scrollen kommt man ungewollt hin! Ich bin froh dass es Euch gibt und verstehe auch, (ihr habt es erklärt warum die unten sind) warum das so ist. In der Version vorher fand ich die Platzierung trotzdem besser.

  • „Marias Stricktipps“…
    Erbärmlicher, und leicht zu durchschauender, Versuch seitens des Autors, der armen „Maria“ seinen Subtext zu diktieren.
    :p
    Wenn Maria mir dazu verhilft genau die Socken zu stricken, die ich mir schon immer gewünscht habe, und ich dadurch ein glücklicherer Mensch mit warmen Füßen werde, dann hat sie hoffentlich an einen „Spendenknopf“ gedacht. Ich nutze diese Dinger recht oft, sofern vorhanden. Sei es für Bereitstellung von Wissen / Know-How, Freeware / OSS, Diensten etc.. Genauso wie ich in der Arbeit, in das Sparschwein neben den frei zugänglichen Gummibärchen, auch regelmäßig meinen Beitrag werfe. Es ist im Übrigen erwiesen, dass solche Sparschweine, auf freiwilliger Basis, besser gefüllt sind, wenn kein Preisschild daneben angebracht wird.
    Den Blogs und Portalen wird nur Angst und Bange wenn sie sich die Basis ihrer Inhalte näher betrachten. Schiere Artikelfrequenz hat eben gegen ein Gummibärchen keine Chance!

    • Das mag ja für dich noch gelten. Aber sicher nicht für die Mehrheit. Ich habe noch nie einen Cent für derartige „Spenden“ ausgegeben. Wenn ich was gut finde, kaufe ich es jedoch.

    • Das war auch Mein erster Gedanke! Der Druck auf die Tränendrüse. Die arme Maria….. Klingt natürlich besser als Rambos Waffentipps.

  • Apple behandelt und bewertet Stornierungen von Fall zu Fall. Mir liegen Mails zu Rückgaben von Marco Arments PEACE vor, in denen iTunes-Kundendienstmitarbeiter Verständnis zeigen und die Bitte um Stornierung für nachvollziehbar und begründet halten.

    In solchen Fällen ist kaum mit „Sanktionen“ von Seiten Apples zu rechnen. Wer hingegen schon häufiger – insbesondere auch sehr preiswerte – Apps mit Argumenten wie „gefällt mir nicht“, „irrtümlich geladen“ oder „App ist grottig“ zurückgegeben hat, bekommt anscheinend bei den nächsten Einkäufen oben genannte Warnhinweise mit höherer Wahrscheinlichkeit angezeigt.

    Firmen wie Apple haben mittlerweile recht ausgeklügelte Systeme zur Kundenbewertung am Start, die nicht nur die komplette Kaufhistorie und den Gesamtumsatz des jeweiligen Kunden in Betracht ziehen („Was bringt uns der Kunde?“), sondern auch Risikofaktoren wie den individuellen Support-Aufwand („Was kostet er uns?“).

    Deshalb sollte man Storno-Anträge (nicht nur bei Apple) stets sachlich formulieren und möglichst gut begründen.

    Bei manchen Firmen hilft das allerdings auch nichts. Wer meckert, bekommt einen Eintrag ins Klassenbuch – egal wie gerechtfertigt das Anliegen sein mag. Apple scheint hier noch zu den kulanteren Firmen zu gehören.

    Thomas
    GeekOut.de

  • Grundsätzlich verstehe ich die Probleme, die eine Seite wie Eure mit Werbeblockern hat. Bei euch und Ifun waren die Werbungen meines Wissens noch nie aufdringlich, daher hoffe ich, dass die Besucher Euch auf die Whitelist setzten. Zusätzlich ist Euer Blacklist Vorschlag sehr gut, vielleicht gibt es ja eine entsprechenden Blocker!
    Die aber sehr einseitige Darstellung von Marco Arment ist aber mehr als nur falsch und hat mich an die Bildzeitung erinnert – keine Unwahrheiten aber absichtlich so formuliert, dass man seine eigene Meinung durchzudrücken versucht!
    1) Marco hat Instapaper überraschend 2013 verkauft: Die App war seit 2007 im AppStore , daher sind 5-6 Jahre Laufzeit doch nicht ganz so schlecht, inkl vielen kostenlosen updates, Resdesigns oder Universal iPad Version. Es gab zwar InAppKauf aber das war für die meisten Leute Verzichtbar(Indexierung der Texte) und eher da, um den Entwickler zu Supporten. Und nach dem Verkauf in 2013 wurde die App noch schneller von einem gröberen Team. Weiterentwickelt – letzte Woche kam ein großes Update für iOS 9 heraus.
    2) The Magazin war eine Kostenlose Newsstand App, die auf Abo gesetzt hat. Alle die abnimmt haben, haben auch ihre Inhalte bekommen – Marco hatte nach einiger Zeit gesehen, dass er doch nicht alleine den Job des Magazin Herausgebers und Redaktuers machen wollte und hat die App durch einen geeigneteren Feund weiterführen lassen. Den Inhalten (Atikeln) hat das eher geholfen als geschadet.
    3) wie viele Kommentatoren schon gesagt haben, ist es in den Fall unwahrscheinlich, dass Apple ein Problem mit der Rückgabe hat oder den Anwenders es in Zukunft schwerer macht. Eher hätte Marco ein Problem, da er Apple so viel Aufwand gemacht hat (aber auch das ist dank seiner Connections genauso unwahrscheinlich wie das Apple deswegen den Rückgabeprozess verbessert).
    4) Peace war zwar kostenpflichtig, aber nicht alle anderen Blocker sind/waren das (Clear war zur Veröffentlichung Gratis, erst später auf Bezahlt umgestellt, einige andere bieten InAppPurchase an für alle Funktionalitäten).
    5) Marco hat mit seinen Kumpels einen sehr erfolgreichen Podcast, aber ich bin nicht sicher, ob er das nur wegen Aufmerksamkeit macht, die Ihr Laienpsychologisch zu interpretieren scheint. Er scheint jemand zu sein der manchmal kontroverse Meinungen vertritt aber mehr sehe ich da nicht. Im Fall Apple und „lost functional high ground“ hatte er es etwas spitz formuliert aber wurde von allen Entwicklern und langzeit Apple Usern bestätigt.
    6) Marco war nicht Tumblr Mitbegründer sondern „nur“ erster Angestellter. Wobei er aber vermutlich trotzdem genug nach dem Verkauf an Yahoo gemacht hat, um nie wieder am Hungertuch zu nagen.

  • Übrigen geht ihr mir langsam auf dem Sack mit eurer extremen Zensur!

    • Ich baue meine Ad-Blocker einfach selbst. Letztendlich ist doch das Problem das man als Nutzer mit der Werbung getrackt und teilweise zugespamt wird. Ich als Nutzer lasse mir das nicht gefallen! Und solange Ihr Betreiber das nicht in den Griff bekommt, habe ich kein Interesse mein Verhalten zu ändern. Und nur an die User zu appellieren das Ihr eure Inhalte weiter „in Rechnung“ stellen könnt wird euch auf lange Sicht nicht schützen. Mittlerweile ist das Netz voller Dreck und man kann sich nichts anschauen ohne das man nicht Artikel lange damit konfrontiert wird. Vielleicht sollte man das auch mal in Betracht ziehen… Aber Ich lasse mir das nicht gefallen. Und andere sicher auch nicht. Ich denke es ist die Zeit gekommen an den Sich die Betreiber mal so langsam Gedanken machen sollten wie sie diesen Umstand verbessern können. Aber so lange es funktioniert wird sich nichts ändern und alles bleibt wie es ist. Es werden harte Zeiten für das Netzgeschäft kommen, und so werden eindeutig viele verlieren.

  • Der Hinweis kam bei mir auch neulich und Rückgabe einer weiteren App, die schon geladen war, funktionierte danach trotzdem. Hab aber in meinem Leben auch erst 2 Apps storniert, aber wie erwähnt, kam nach dem ersten Mal tatsächlich bereits diese Warnung.

  • …mir ist das recht egal. solange es die möglichkeit gibt, unerwünschte werbung zu blocken, werde ich dies auch tun. sorry, aber der quatsch, der von den meisten webseiten auf die besucher eintrommelt ist einfach unerträglich.
    da beleibt es auch nicht aus, dass weniger aufdringliche seiten/werbung mit aussortiert wird. es gibt für mich nur sehr sehr wenige seiten, die ich unterstütze, in dem ich den adblocker deaktiviere. 99,9% aller webseiten sind aber austauschbar und bieten keinen einzigarten content.

  • Gerade auf Mobilen Geräten ist es wichtig mit einer kleinen Datenmenge auszukommen und genau das bringen die Werbeblocker. Wenn es eine Seite nicht übertreibt, schaue ich auf dem Desktop die Werbung, das muss reichen. Allerdings lasse ich bei allen Browsern jeden Tracker blockieren, das sind meist so 5-15 verschiedene Tracker, dafür habe ich absolut kein Verständnis. Ebenso die Social Buttons, weg damit, die Fräcken auch.

  • User erst abzukassieren und dann nicht zu liefern ist schon ziemlich mieser Stil!

    Hätte ich diese App gekauft, würde ich sie selbstverständlich reklamieren, setzt sie doch explizit auf die von Apple aktiv beworbe, neue Schnittstelle in iOS 9. Die o.g. Nachricht hatte ich von Apple zwar auch schon erhalten, sie ist inzwischen aber auch wieder verschwunden, wie ich mit dem letzten Kauf festgestellt habe.

    Davon abgesehen: Habe ich das falsch verstanden? Ist es nicht so, dass Apples iAds beispielsweise gar nicht geblockt werden? Dass es also gar nicht stimmt, dass ALLE Werbung geblockt würde?

    Wenn User also, ohne mit der Wimper zu zucken, einen oder zwei Euro ausgeben, obwohl eine Mehrheit gar nicht so vehement gegen Werbung eingestellt ist, sagt das ja vielleicht mehr über den zu blockenden Content aus als über die pösen User, die sich dagegen wehren, zumal sie ja nicht nur auf ihr Device laden, was sie in der Form gar nicht haben wollen, sondern auch noch dafür bezahlen, mit Geschwindigkeitseinbußen UND teuren Daten.

    Dass nun ausgerechnet die, die für den Einsatz von Contentblockern verantwortlich zeichnen, ein Wettrüsten ankündigen wie zuvor im Desktop-Bereich, war leider, leider zu erwarten. Sie werden auch hier verlieren. Mit bzw. unter ihnen leiden werden leider auch viele kleine Anbieter, zumindest wenn sie sich gegen iADs entscheiden.

    Aggressives Flickerflacker und Inhalte verdrängender, verdeckender Content ist keine Werbung, sondern eine gezielte Belästigung des Users, der sich auf SEINEM Gerät zu Recht zur Wehr setzt.

  • eigentlich, … eigentlich wusste der herr doch ganz genau, was für eine app er da programmiert – und mit welchen konsequenzen. bei seinem backgroundwissen zu online-marketing und -werbung kam der entschluss viel zu spät.
    es ging ihm ums geld – und um, wie hier vermutet wurde, dass er mal wieder im mittelpunkt steht; das ist meine meinung. auch wenn ein gewisser teil der käufer den kaufbetrag erstattet haben will, bleibt in seiner geldbörse noch genug hängen – weil käufer zu faul sind, es ihnen egal ist, angst vor repression von apple haben, nicht davon mitbekommen haben uswusf …

  • Es ist doch eigentlich ganz einfach: bei unaufdringlicher Werbung wie den Bannern in der ifun App sehe ich keinen Grund für Werbeblocker. Schließlich müsst auch ihr von irgendwas leben! Wenn ich dann aber Werbung sehe, die den Inhalt verdeckt und erst weggeklickt werden muss hört das Verständnis bei mir auf. Erst recht, wenn diese Werbung nach jedem dritten Klick erneut angezeigt wird. Das wird meiner Meinung nach nur noch getoppt von Werbeeinblendungen, die direkt in den Appstore weiterleiten.

    Fazit: nutzen die Betreiber unaufdringliche Werbung greifen auch weniger Leute zu Adblockern.

  • So, gerade eben kam die Benachrichtigung, dass das Geld automatisch erstattet wird.

    Sehr geehrte iTunes-Kundin, sehr geehrter iTunes-Kunde,
    Full City hat uns mitgeteilt, dass die App „Peace: Block Ads and Trackers, Powered by Ghostery®“ aus dem App Store entfernt wurde und dass kein weiterer Support für die App bereitgestellt wird.

    Wir haben Ihnen daher eine volle Rückerstattung für die App in Höhe von 2,99 € gutgeschrieben. Die Gutschrift erfolgt je nach gewählter Zahlungsmethode in der Regel innerhalb von fünf Werktagen. Die App ist weiterhin unter „Käufe“ in Ihrem iTunes-Account verfügbar.

    Mit freundlichen Grüßen

    iTunes Store Team
    http://www.apple.com/support/i.....tunes/ww/

  • Recht politisch der Beitrag und sehr auf diese Seite und ihre Probleme mit Werbeblockern bezogen. Ich habe nichts gegen die Werbung hier und verstehe das Problem an sich, wenn solche Einnahmen ausbleiben und die Alternativen am Ende sogar zu Misstrauen zwischen den Lesern und der Redaktion führt. Alles schon bekannt und oft genug diskutiert.
    Aber es sind zu viele schwarze Schafe. Wie in einem SciFi Film kommt man sich vor. Überall nur Werbung und es prügelt nur so auf einen ein. Videowerbung und Plakate auf den Bahnhöfen und S-Bahnhöfen, in den Bahnen und Bussen, auf der Straße, an den Wänden überall. Die Printmediem, tolle 100 Seiten werden beworben, voll mit Werbung, teilweise über 30% der Seiten. Man kommt nachhause, das WC Papier ist noch nicht bedruckt, nimmt sein Smartphone oder Tablet und liest. Und es gehen Werbungen auf, wo ist das X, links, rechts? Ach ein kleines „close“ oder „weiter“ ist es diesmal. Ups, das weiter hat den AppStore geöffnet. Neuer Versuch. Ok, wieder Werbung, aber dort ist der Beitrag. Ein Video dazu, 30Sekunden Werbung, dann ein 10 Sekunden Beitrag und erneut 1Minute Werbung im Anschluss.
    Der Kopf raucht irgendwann. Dann stellt man fest, man hat kaum Informationen gewonnen die man wollte, viel mehr würde der Kopf mit Werbung befeuert. Also erst mal mit einem Spiel etwas Abwechslung schaffen. Aber Hey…. Ihr kennt das ja, Kunden wollen InApp Käufe und Werbung um kostenlos spielen zu können. Naja… spielen. Ist schon anders als in den 90ern. Aber sicher besser. Wozu tief in ein Spiel eindringen? Pfff…
    Mit ist die Werbung überall zu viel. Ihr könnt sicher nichts dafür und müsst auch darunter leiden, unternommen hat aber auch keiner was. Die Medien haben kaum diesen Thema gefördert. Kaum jemand hat mal den Mund aufgemacht und gesagt das es zu viel wird. Dieses Schweigen brachte ja auch Einnahmen. Aber alles kommt zurück.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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