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Von Steve Jobs durchgepeitscht

iPhone: Glasbildschirm schien 5 Monate vor Verkaufsstart noch unmöglich

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Im Web macht derzeit ein sehenswertes Video von Apples Chief Operating Officer Jeff Williams die Runde. Der bei Apple mittlerweile auch für das Produktdesign verantwortliche Manager erzählt hier eine nette Anekdote aus den ersten Tagen des iPhone im Jahr 2007.

Das Gerät war damals noch mit einem Bildschirm aus Kunststoff ausgestattet und Steve Jobs bemerkte im Anschluss an die Vorstellung Kratzspuren darauf. Für Jobs war sofort klar, dass das Telefon so nicht ausgeliefert werden kann, sondern bis zum Verkaufsstart knapp ein halbes Jahr später mit einer gläsernen Vorderseite versehen werden muss.

Nach Einschätzung der bei Apple mit der Produktion des Geräts betrauten Teams waren hierfür allerdings noch einige Jahre Entwicklungszeit nötig, doch Jobs ließ Williams’ Worten zufolge keinen Zweifel daran, dass er keine andere Lösung akzeptieren werde:

Nein, ihr versteht mich nicht, wenn es im Juni ausgeliefert wird, muss es Glas sein. Ich weiß noch nicht, wie wir es machen, aber wenn es im Juni ausgeliefert wird, wird es Glas sein.

Steve Jobs Iphone Touchscreen

Glas-Bildschirm 11 Tage vor Verkaufsstart angekündigt

Jobs deutliche Worte zeigten Wirkung. Fünf Monate später kündigte Apple im Rahmen einer Pressemitteilung nicht nur an, dass die Akkulaufzeit der Geräte nicht wie angekündigt 6, sondern bis zu 8 Stunden Gesprächszeit ermögliche. Zudem verwende man für die gesamte Oberfläche des iPhone nun Glas statt Kunststoff, um bestmögliche Kratzfestigkeit und Klarheit zu erzielen. Keine zwei Wochen später kam das erste iPhone am 29. Juni 2007 in den Handel.

Das in einer Werkshalle von Corning Glas aufgenommene Video vermittelt auch einen ganz guten Eindruck vom „Ive-Nachfolger“ Jeff Williams. Der Manager ist zwar kein Produktdesigner, wird aber Ives bisheriges Team führen. Berichten zufolge war Williams schon in den vergangenen Jahren stets eng mit der Produktentwicklung verbunden und habe deutlich mehr Interesse an diesem Prozess gezeigt, als Apple-Chef Tim Cook.

Via The Verge

Dienstag, 09. Jul 2019, 11:59 Uhr — chris
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  • So viel zu: „früher wurden die Geräte vor dem Verkauf noch richtig getestet“.

    • Ja, wurden sie. Durch den CEO höchstpersönlich…

    • Es macht den Unterschied wer alles koordiniert! Steve hat alles richtig gemacht und seine Ideen durchgeboxt. Das unterscheidet Visionäre von Leuten die alles machen wie schon immer.
      Das erste iPhone war einfach genial und um Jahre voraus.

      • Dr.Koothrappali

        Das erste iPhone war Jahre voraus??? Eigentlich genau im Gegenteil, es konnte keine MMS kein 3G usw. Also bitte schreibe keinen Schwachsinn.

      • schreib du mal keine kacke.
        als ob heutzutage jemand vernünftig mms kann…..
        3g war zu der zeit vom ersten iphone noch ziemliches neuland

    • Hätte es unter Cook wahrscheinlich nicht gegeben, weil der Aktionär nichts davon hat…;-)

      • @ Dr.Koothrappali: Das erse iPhone WAR mit all seinen Limitierungen in anderen Bereichen seinen Konkurrenten um Jahre voraus, was das User-Interface angeht. Das ist dadurch bewiesen, dass alle in dem Punkt nachgezogen haben… Jahr(e) später. Da hilft auch Rumbölken nichts.

  • Und noch immer Glasbruch … iPhone XR = 230,-€
    Willkommen 2019

    • Und ansonsten schnell Kratzer im Display. Was ist dir lieber? Glasbruch kann ich durch sorgsamen Umgang verhindern. Kratzer im Kunststoff entstehen automatisch bei der Nutzung.

      • Bei Glas aber auch. ;-)
        (Zwar nicht so schnell, aber kratzerfrei bleibt such das Glas nicht)

      • Hmm seid Jahren nie einen Mikrokratzer im Glas und das ohne Schutzhülle, scheine was falsch zu machen…

      • Seit dem 8er sind Kratzer im Display die Norm. Bei sorgfältiger Nutzung. Nur Kontakt mit Stoff…

      • Das Glas beim iPhone 8 ist einfach nur schrott. Total verkratzt, schon nach wenigen Wochen.

      • VeNoM ja tust du und zwar weil du seit Jahren nicht mehr beim Augenarzt warst. Auch dein iPhone hat Mikrokratzer nur siehst du sie halt nicht.

      • Kann dir innerhalb drei Tagen Kratzer ins Glas machen. Bei normaler Benutzung im Job. Bin Zahntechniker

      • Mikro-Kratzer sind auf jeden iPhone drauf. Diese sieht man allerdings nur bei direkter Beleuchtung / bzw. in der Sonne.
        Jemand der sein iPhone ein Jahr ohne Schutzglas nutzt und keine Mikro-Kratzer sieht sollte zum Augenarzt.

      • Mein iPhone X hat schnell Kratzer bekommen. Alle anderen nicht.
        iPhone Xs Max hat bis jetzt nur wenige ganz leichte. Zugegeben trage ich es immer in der Gesässtasche ohne Displayschutz, manchmal sind auch Münzen oder Schlüssel in der Tasche.

      • Gratulation!!!
        Bei mir ebenso.

      • Mein iPhone X Display ist schrecklich zerkratzt. Hatte vorher 5, 6, 7, die sehen heute noch besser aus. Gut, ich muss dazu sagen, dass mein X Display bis heute nicht gesprungen ist. Vielleicht ist das Glas ja etwas weicher, zerkratzt zwar, bricht dafür aber nicht so schnell?!

    • Ich habe das Display von meinem alten Handy 5s selbst gewechselt, kosten ~18€ mit allem Werkzeug und Anleitung + ~15€ für einen 1800mAh Stunden Akku. Alles in einer 3/4 Stunde erledigt.

      Bei meinem aktuellen 8+ habe ich eine 3D Display Schutzfolien verbaut. Gibt es bei Amazon für 10€ für 2 Stück. Seitdem keine Probleme mit Kratzern oder Bruch.

      Aber ich muss auch sagen, dass gerade bei einem so hochpreisigem Produkt wie dem iPhone oder dem iPad Pro ruhig noch besseres und Kratzer unempfindlicheres Glas verbaut sein könnte. Auf die 100g beim iPad Pro würde es mir nicht ankommen.

    • Davon abgesehen scheint das Glas auf der Rückseite vom iPhone X nicht viel kratztesistenter als Plexiglas zu sein. Ich hatte nicht mal beim 3Gs so leicht kleine Kratzer drin.

  • Das gute alte Reality Distortion Field!

  • Ich hab noch bei keinem meiner iPhone ein Glasbruch gehabt.
    Ich benutze es täglich und hab es stetig dabei.
    Steve Jobs ein Mann der Visionen hatte und ahnte was geht.

    • wirf es doch mal ein paar mal runter, irgendwann bricht es dann schon. ;-) und ja, ich hatte schon einen.

      • Wäre mir neu das das iPhone für die Normale Nutzung ein paar mal runtergeworfen werden muss.

      • Scheint so, als würdest Du es falsch nutzen wenn du es runterschmeißt.

        Es gibt auch Handys für unkoordinierte Fingerspasten die Stürze aushalten ;-).

      • ich spreche nicht davon, das es bei normaler nutzung bricht. ;-)

      • Auch bei schlechter Nutzung bricht das Glas sehr selten. Der Rahmen von meinem SE ist von allen Seiten zerkratz und hat Dellen. Auf dem Display habe ich 2 kleine Kratzer, die man nur bei richtiger Sonneneinstrahlung sieht und auch nur wenn das Display aus ist.
        Ich weiß nicht wie die Leute das immer schaffen, dass das Glas vorne bricht.

    • Ich hatte seit 2007 auch noch nie ein gebrochenes Display. Das liegt aber eher daran, dass ich noch immer ein SE verwende das einfach so gut und sicher (auch ohne Hülle) in der Hand liegt, dass es mir noch nie herunter gefallen ist.
      Eine Panzerfolie oder sowas hatte ich noch nie an einem Gerät und wirklich störende Kratzer konnte ich bislang noch nicht feststellen, obwohl ich meine iPhones sowohl im Büro als auch bei beruflichen Montagen, Waldarbeit, Umbau zuhause usw. verwende und nie sonderlich sorgsam damit umgehe.
      Alles halb so wild.

      Ich würde mir allerdings auch kein >800 Euro iPhone kaufen. 1. weil der Schaden dann schon sehr ärgerlich wäre, 2. weil die abgerundeten Displaykanten ja fast zum Kaputt gehen konstruiert wurden und 3. weil mir die aktuellen iPhones einfach zu unhandlich, weil zu groß, schwer und rutschig sind.

      Mein altes iPhone 5 ist mir auf der Strasse bei einer unachtsamen Bewegung mal derart blöd aus der Hand gerutscht, dass es gute fünf Meter weit durch die Luft flog und auf den harten Boden knallte. Der Alurahmen war an einer Ecke ziemlich ramponiert aber das Glas war tadellos.
      Meine Frau hat sich ein XR gekauft, nach zwei Wochen fiel es auf den Boden und das Glas hat seitdem an der Ecke oben einen Defekt. In meinen Augen sind die aktuellen Geräte komplette Designunfälle. Sehen schick aus, sind aber völlig unpraktisch.

      • Das passt 1:1 zu mir. iPhone SE. Zwar weniger Angenehm in der Hand aber dafür um Welten sicherer in der Hand. Und man kann es überhaupt in einer Hand halten. Gegen jeden Trend hin oder her will meine Hand auch nicht mitwachsen.
        Seit meinem 3Gs auch noch nie ein Glasbruch gehabt. Bei normaler Nutzung bricht Glas auch nicht. Bei unnormaler Nutzung würde auch mein Balkonfenster kaputt gehen.

  • „including its stunning 3.5-inch display“… schon süß wenn man an die zeit zurückdenkt. ;-)

  • Wow, Steve wollte kein Plastikdisplay, sondern eines aus Glas, weil er bemerkte, dass Plastik kratzeranfällig ist. Ein Visionär!

  • Das hat Steve einfach ausgezeichnet und das habe ich bei ihm immer nen Stück weit bewundert. Es war ihm egal ob etwas möglich war, was es kostete oder wie viele Leute dafür schuften mussten….Es musste perfekt sein. Diesen Anspruch, den er selber an seine Produkte hatte, hat Apple immer aus gemacht….Und Apple vorallem von allen anderen Unternehmen entschieden. Das fehlt nun leider, wenn ein „Buchhalter“ an der Spitze sitzt….

    • So lange bist du noch nicht dabei, oder?
      Steve wollte das zwar, aber geklappt hat es längst nicht immer.
      Ist eigentlich seit Jahrzehnten auf dem gleichen ziemlich hohen Niveau. Mal gibt es kleine Ausfälle, aber meine Erfahrungen sind seit 30 Jahren sehr gut.

    • Dieses Steve Jobs Gejammere nervt, weil es unsachlich ist.

      Steve Jobs hat etwas Neues erfunden und dann nur noch optimiert, genau das hat sein Nachfolger bis heute gemacht.

      Die nächste große Erfindung ist das faltbare oder die Idee von ibm mit der Uhr und aufsteckbaren Bildschirmen in diversen Größen.

      Aber ob 4 Kamera und eckig ist doch eine physikalische Notwendigkeit und keine Design Idee.

      Smartphones heute sich fertig entwickelt, da kommt nix mehr neues.

      Selbst Gott hätte keine bessere Idee.

      • Dem stimme ich zu. Es geht hier nicht um Evolution, sondern um Revolution. Etwas anders machen. Das dazu besser und „schicker“ oder intuitiver.

    • Man hat tatsächlich den Eindruck, dass Tim Cook sich zu schnell von „geht nicht“- Aussagen seiner Ingenieure leiten lässt. Beispiel MagSafe oder leuchtender Apfel: Ich würde mir in solchen Fällen vom CEO ein „dann MACHT es möglich, soo erscheint das Ding jedenfalls nicht auf dem Markt!“ wünschen.

      • Dafür müsste Tim Visionär sein. Er müsste eine klare Vision haben was wie sein soll. Dazu braucht er neben dem dann auch ein Gefühl für Design und/oder den nötigen Enthusiasmus um es sich vorzustellen, zu wissen was der Kunde will.

        Er ist aber eher Kaufmann, kein Steve. Das sah man schon an der Entscheidung Jonny für OS/iOS und Hardware zum Chefdesigner zu machen.

      • Der leuchtende Apfel wirkt heute etwas unmodern…auch so erkennt man die Macs. Viel subtiler und auch effektiv…

  • Wenn ich an die seltsam geformten Quadra, Centris, Performa etc. in nikotinrauchgelb denke…
    Aber in der Verklärung ist vieles top.

    • Ab Werk waren die so weiß, wie sonst keine Rechner auf dem Markt. Nikotin-gelb, beige und hellbraun waren vor allem die PCs.
      Allerdings haben sich die Apple mit der Zeit auch stark verfärbt und sind dementsprechend unansehnlicher geworden.
      Mit den erwähnten Rechnern hatte übrigens meines Wissens weder Jobs noch Ive etwas zu tun. (Ive vielleicht etwas aber nicht federführend.)

  • Und seltsam, dass sich Steves „außergewöhnlich anspruchsvolles“ Wissen um Design so gar nicht in seiner Kleidung fand.

    • Er war Produkt-Design-affin, nicht Mode-Design.

      (Tatsächlich wundere ich mich allerdings diesbezüglich auch über viele Industrial-Designer/Produkt-Designer.)

      • Bei manchen Grafik-Designern waren schwarze Rollkragenpulli damals en voque.
        Macianer erkannt man außerdem oft anhand des Logos am Auto. Lustige Zeit war das.

      • Apropos en vogue: Der Jobs Steve war halt schlau und wusste, dass man mit der Designmasche tierisch Kohle machen kann.
        Und da kam der Ive Jony und Alu war das neue Plastik und dünn das neue fett.
        But anyway: Wenn es um gutes Design geht, dann ist und war Apple bei mir garantiert nicht ganz vorne dabei.

      • Sondern?
        Ich glaube, dass es unbestritten ist, dass Apple zu den Top-Firmen gehört, was das Design angeht!
        (Und das übrigens nicht erst seit dem iMac.)
        Das muss man neidlos anerkennen!

      • Neben rein ästhetischen Kriterien gibt es beim Design objektive, die Apple fast nie erfüllt(e).
        Ich weiß nicht, wie das in anderen Ländern ist, aber hier sind Industriedesigner meistens Dipl. Ing. TU.
        Beispiele gibt es viele, ein Blick in Designmagazine oder Bücher erübrigt eine Aufzählung.

      • @awesome:
        Ich BIN Industrial-Designer, setze mich also auch beruflich seit langem damit auseinander und muss deiner Aussage widersprechen!
        Apple hat eben meist nicht nur für gutes Styling gesorgt, sondern die Produkte auch funktional gut gestaltet mit oftmals sehr guten, durchdachten und ästhetischen Detaillösungen. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist meines Erachtens der MacPro (bzw. der letzte PowerMacintosh).
        Zugegebenermaßen gibt es in der langen Reihe der Apple-Produkte auch einige „Design-Fails“.
        Ganz, ganz weit vorne sehe ich da z.B. die runde „Puck“-Mouse der ersten iMacs. Also quasi das erste Produkt, bei dem Ive federführender Designer war, soweit ich mich erinnere.
        Nichts desto trotz ist Apples Design stilbildend und prägte sogar die Ästhetik anderer Industriebereiche teilweise.- Smartphones und auch Laptops gar dominant.
        Wenn man das leugnet, dann steht man meiner Meinung nach in einer Reihe mit Leuten, die die Erde für eine Scheibe halten.
        Und auch früher, zu Zeiten als frogesign dafür verantwortlich war, kann man zumeist von ganzheitlich sehr gutem Produktdesign sprechen.

        Was der Abschluss der Designer in deinem Land (welches auch immer das ist) damit zu tun haben soll, kann ich in diesem Zusammenhang nicht nachvollziehen.

        Gerne würde ich aber ein paar Beispiele aus den erwähnten Publikationen genannt bekommen…

  • Die Info dass kurz vor knapp von Kunststoff zu Glas gewechselt wurde ist aber nicht neu.
    In der Biografie stehts, und ich meine dass es auch vorher schon mal erwähnt wurde.

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