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Trotz Apple Silicon

iPhone & Co.: So viel Qualcomm steckt noch in Apple-Geräten

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Apple spricht gerne über eigene Chips. A-Serie, M-Serie, S-Serie, N1, R1 und inzwischen auch die ersten eigenen C-Modems stehen für den Anspruch, möglichst viel zentrale Technik selbst zu kontrollieren. Ein Blick auf die Mobilfunk-Komponenten in iPhone, iPad und Apple Watch zeigt aber: Ganz ohne Qualcomm geht es weiterhin nicht.

Iphone 15 Qualcomm

AppleInsider hat die bekannten Qualcomm-Bauteile in Apples Geräten zusammengetragen. Der Überblick liest sich wie eine kleine Erinnerung daran, wie kompliziert Funktechnik ist. Während Apple bei Prozessoren längst eigene Maßstäbe setzt, stammen viele Mobilfunkmodems weiterhin von Qualcomm. Das gilt nicht nur für ältere Geräte, sondern auch für aktuelle iPhone-Modelle.

Qualcomm bleibt im iPhone präsent

Die Geschichte reicht bis zum CDMA-iPhone 4 zurück, das 2011 mit einem Qualcomm-Modem für Verizon erschien. Seitdem war Qualcomm immer wieder Apples wichtigster Mobilfunklieferant, unterbrochen nur durch die Intel-Phase rund um iPhone XS, iPhone XR und iPhone 11. Mit dem iPhone 12 kehrte Apple für 5G wieder zu Qualcomm zurück.

Auch heute ist die Trennung noch nicht abgeschlossen. iPhone 16e, iPhone 17e und iPhone Air nutzen zwar bereits Apples eigene C-Modems. iPhone 17, iPhone 17 Pro und iPhone 17 Pro Max setzen laut Teardown-Informationen aber weiter auf Qualcomms Snapdragon X80. Wir hatten zuletzt bereits im Zusammenhang mit Qualcomms Übernahme des KI-Startups Modular darauf hingewiesen, dass auch im iPhone 17 Pro noch Qualcomm-Technik steckt.

Qualcomm Snapdragon X70 Modem

Apples eigene Modems kommen langsam

Apples erster großer Schritt war das iPhone 16e mit dem C1-Modem. Später folgte das iPhone Air mit C1X und N1. Apple beschreibt den C1X als deutlich schnellere und sparsamere Weiterentwicklung, die im besonders dünnen iPhone Air auch Platz im Gehäuse spart. Trotzdem ist klar: Apple rollt die eigene Funktechnik vorsichtig aus und ersetzt Qualcomm nicht auf einen Schlag.

Das hat gute Gründe. Mobilfunkmodems müssen weltweit mit zahllosen Netzen, Frequenzen und Sonderfällen funktionieren. In den USA kommt zusätzlich mmWave hinzu, also besonders schnelles 5G auf kurzen Distanzen. Genau hier dürfte Qualcomm noch eine Weile im Spiel bleiben, bis Apple auch diese Anforderungen zuverlässig selbst abdecken kann.

Auch iPad und Apple Watch betroffen

Der Qualcomm-Anteil beschränkt sich nicht auf das iPhone. Mobilfunkfähige iPads nutzten über Jahre ebenfalls Qualcomm-Modems, zuletzt unter anderem Snapdragon-X70-Komponenten in mehreren aktuellen iPad-Modellen. Neuere Geräte wie das M5 iPad Pro und das M4 iPad Air sollen dagegen auf Apples C1X umgestellt worden sein.

Bei der Apple Watch ergibt sich ein ähnliches Bild. Die erste Mobilfunkuhr, die Apple Watch Series 3, verwendete Qualcomm-Technik. Später wechselte Apple zeitweise zu Intel, kehrte bei Series 8 bis Series 11 sowie Apple Watch Ultra und Ultra 2 aber wieder zu Qualcomm zurück. Erst bei neueren Mobilfunkuhren mit 5G-RedCap-Unterstützung kommt MediaTek ins Spiel.

Für Nutzer ist das alles im Alltag nur selten sichtbar. Spannend ist der Überblick trotzdem, weil er zeigt, wie weit Apples Unabhängigkeit tatsächlich reicht. Beim Hauptprozessor ist Apple längst allein unterwegs. Beim Mobilfunk bleibt Qualcomm dagegen einer der Zulieferer, ohne die viele Apple-Geräte schlicht nicht funken würden.

09. Juli 2026 um 10:56 Uhr von Ben Fehler gefunden?


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