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I know where your cat lives: Was Fotos verraten und wie man das verhindert

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53 Kommentare 53

Das Experiment eines amerikanischen Wissenschaftlers macht derzeit die Runde „I know where your cat lives„. Owen Mundy hat diverse Internetplattformen nach dem Stichwort „Cat“ durchsucht, diese nach Geodaten gefiltert und daraus eine Weltkarte erstellt, auf der ihr vielleicht auch eure Katze wieder findet. Doch letztendlich geht es nicht um die Katzen an sich, sondern um die Leichtfertigkeit, mit der Menschen Fotos veröffentlichen und damit viel mehr über sich verraten, als ihnen wahrscheinlich lieb ist.

Jedes der Katzenbilder enthält wie erwähnt Geodaten, somit lässt sich in der Regel sehr leicht feststellen, wo der Besitzer wohnt – die Wahrscheinlichkeit, dass er seine eigene Katze auf dem eigenen Grundstück fotografiert hat, ist ja recht hoch. Da die Geolokalisation sehr genau ist, kommt man leicht auf die Grundtücke oder sogar einzelne Wohnungen per Google-Maps. Wenn ein Einbrecher nun solche Daten sammeln würde, etwas von der Katze, aber diesem Besitzer wohlmöglich noch die Fotos eines neuen Fernsehers, Autos oder Schmuckstückes zuordnen kann, ist das Katzen-Domizil ein gefundenes Fressen.

Das Problem dabei: oft achtet man nicht einmal darauf, welche Daten genau versendet werden. Zwar erlauben Facebook, Instagram und Co. die Angabe eines Ortes, aber natürlich sind wir vorsichtig und machen genau das nicht. Doch in den Metadaten zu jedem Foto, also den Textinformationen, die eine Kamera-App einem Foto mitgibt, können genau diese Infos versteckt sein. Das kommt natürlich auf die Einstellungen der Foto-App an.

Wollt ihr eure Geodaten nicht preisgeben, so begebt euch zunächst einmal in die Einstellungen eures iPhone oder iPad. Unter „Datenschutz / Ortungsdienste“ könnt ihr die Geolokalisation komplett ausschalten, was nur selten sinnvoll ist. Allerdings listet iOS hier auch jedes einzelne Programm auf, das auf die Daten zugreifen möchte. Hier könnt ihr für jede Foto-App den Dienst deaktivieren und fortan wird eure Katze im Welt-Weit-Web nicht mehr geordnet werden können.

IMG_6319

In den Brunnen gefallen?

Sind eure Fotos bereits mit Geodaten versehen und ihr wollt diese wieder loswerden, bietet iOS keine Lösung dazu an, wohl aber diverse Apps, die euch die Metadaten eines Fotos präsentieren und zum Teil auch bearbeiten und somit auch löschen können. Der Exif Eraser Free ermöglicht das Betrachten und Löschen der Metadaten eines Fotos. Die Free Version blendet Werbung ein, die Standard-Version für 0,89 € verzichtet auf Werbung.
TrashExif entfernt ebenfalls Metadaten aus Fotos. Dies allerdings etwas komfortabler. So könnt ihr Presets anlegen, in denen ihr bestimmt, welche Metadaten gelöscht werden sollen. Etwa nur Geodaten und der Rest der Infos bleibt erhalten. Diese Presets könnt ihr nun auch auf mehrere Fotos gleichzeitig anwenden. TrashExif ist kostenlos mit Werbung. Diese entfernt ihr für 1,79 €. Eine unlimitierte Anzahl an Presets könnt ihr für 0,89 € freischalten lassen.
Eine weitere App „Photo Investigator“, die das Ändern der Metadaten ermöglicht, haben wir hier beschrieben. (Danke Felix)

App Icon
EXIF Eraser Free
Suzanne Nordfelt
Gratis
4.82MB

App Icon
App Not Found
Seller Not Found
Free
19.73MB

App Icon
TrashExif - Metadat
Takuma Shimizu
Gratis
1.67MB

App Icon
Photo Investigator
Daniel Anderson
Gratis
10.56MB

Freitag, 22. Aug 2014, 17:46 Uhr — Andreas Reitmeier
53 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Tolle Apps, aber gibt es so etwas auch für den Mac? Jemand eine Idee? Danke und schönes Wochenende :)

  • @Mod: Der Link zu Photo Investigtor funzt nicht.
    @all: Es wurde mal vor Jahren hier eine App vorgestellt, die Metadaten von Bildern im Photoalbum direkt auf die Karte anzeigt. Weiß noch jemand wie die hieß ?

  • Sorry aber wer auch nur 2 Byte von sich hochlädt muss sich dann nicht wundern, wenn Fremde dann irgendetwas über einen wissen. Geodaten weg und alles ist gut? Bullshit, auf dem Foto ist ja immer noch der Hintergrund erkennbar, und damit auch die Lokalisierung wieder machbar. (Ausser natürlich man fotographiert nur in seinem Keller, aber wer macht das schon…)

    • Ich bin immer noch überrascht, wie innert der letzten paar Jahren danke Facebook und Co 99% der Erst-Welt-ler plötzlich zu digitalen Exhibitionisten wurden.

    • Eigentlich sollte ja in der Social Media Welt die Schutzmaßnahmen seitens der Plattform gegeben sein die Fotos nur denjenigen anzuzeigen, denen man es auch im privaten Umfeld zeigen würde. Aber gerade Facebook erschwert es ja quasi monatlich durch die ganzen Änderungen. Generell also nicht verteufeln, aber wie wenig Gedanken sich manche Leute machen ist echt erschreckend

    • Selbst Du hast mit Deinem Kommentar hier mehr als 2Byte der Öffentlichkeit preis gegeben. Keine Geoadaten aber dennoch infos. Was irgendwann für ein wichtig ist entscheidest ja nicht Du sondern der „fremde“ auf der anderen Seite.

  • Ach was… Panikmache!!
    Hauptsache Fun haben!!!
    /Ironie off

  • Koredoko ist gratis und kann das auch

  • Geodaten für Fotos ist für mich eine super praktische Funktion. Leider kann man die eigenen Fotos seit iOS 7 nicht mehr komplet auf der Weltkarte anzeigen lassen. Sehr schade.

  • Wo meine Katze wohnt, weiß ich. Mich würde vielmehr interessieren, wo sich der Schlawiner abends immer rumtreibt! ;-)

  • Wer etwas von sich ins Netz hochlädt (wozu soll das überhaupt gut sein?) sollte nicht überrascht sein.

    • Beispielsweise um entfernt wohnenden Verwandten diese Aufnahme zukommen zu lassen? Oder nutzt du dazu die Alternative dazu auf einem/r verschlüsselten Stick/DVD/Festplatte dieses Bild per Post zu verschicken?
      Oder manche Firmen lassen nur noch online Bewerbungen zu. Dort lädst du ja genauso Daten von die quasi ins Netz. Alternative Hartz4? Wohl kaum

      • Außer Hartz4 gibts dann also keine Alternative mehr?! Gratuliere, Hirn ausschalten und gut is! *kopfschüttel*

      • Es gibt auch noch andere Firmen…..Und wenn ich ein Bild versende, habe ich bisher noch nicht gemacht, dann sind sämtliche Einträge mit einem Exifeditor geändert oder gelöscht und Geodaten sind abgeschaltet. Ich weiß wo ich Bilder gemacht habe und wenn andere das wissen sollen, sage ich es ihnen. Um mich mit Bekannten auszutauschen brauche ich das Netz nicht.

  • Würde auch nicht mehr auf Geodaten in meinen Bildern verzichten wollen. Ist einfach schön, mit entsprechenden Tools einen Überblick zu bekommen.

    • Für andere auch, darum ging’s eigentlich?!

    • Also Alternative: zwei Aaps benutzen. Eine mit Geodaten und eine ohne. (Die ohne Geodaten zum veröffentlichen der Fotos – Dir mit Exifdaten für den privaten Gebrauch) weis nicht warum sich andere so aufregen…..?! Ist doch jedem selbst überlassen. Schade nur, dass die wenigsten mit dem notwendigen Grundlagenwissen zu ihren eigenen Techn. Geräten ausgestattet sind.

  • @ max es ist noch immer möglich über die Foto App sich auf der Welt karte zeigen zu lassen wo die Fotos entstanden sin !!!!

  • …äh und die Katze wird nicht mehr „geortet“, nicht „geordnet“! :-)

  • Ich glaube nicht, das die ganzen Menschen auf der Welt entweder dumm oder schlecht sind.
    Es gibt auch Menschen, die sich freuen, wenn mal jemand zu Besuch kommt…

  • Hab selten so einen Blödsinn gelesen wie diesen Artikel. Das ist wohl wieder die typisch deutsche Paranoia…

  • Mein Tipp: Bild in Photoforge2 laden und dort neben dem richtigen Zuschnitt, um über das Umfeld nicht zuviel zu verraten (kann Apples App natürlich auch), gleich noch die EXIF-Daten passend verändern oder löschen. Dort kann man z.B. einfach auf der Karte einen anderen Ort festlegen und im Bild speichern.
    Nutze ich immer für Bilder, die in sozialen Medien wir Twitter veröffentlich werden sollen, und es sind auch schon Leute auf den veränderten Ort „reingefallen“!

  • Übrigens ist die „Paranoia“ nicht unbegründet. Es ist schon öfter vorgekommen, dass mit Hilfe der Infos aus sozialen Medien bei Personen genau „im richtigen Moment“ eingebrochen wurde, als sie nicht Zuhause waren.
    Es gibt sehr viele Leute, die z.B. von Konferenzen twittern. Mit zusätzlichen Infos wie z.B. aus solchen Katzenfotos oder sogar direkt aus den Tweets etc. selbst, macht man es den Kriminellen unnötig leicht.

  • Ich habe Geo-tags prinzipiell in allen Foto-Apps deaktiviert. Wenn ich sie dennoch brauche, nutze ich Photogene⁴ und setze den Ort händisch ein.

  • dann kann das china restaurant ums eck für das wochenend buffet gleich die route planen. dolle wurst. nicht immer ist das „aufzeigen“ von „möglichkeiten“ sinnvoll, geschweige von vorteil. stellt euch das mit anderem zeug vor. horror leute. horror!

  • Es geht viel einfacher … Ortungsdienste ausschalten und einen screen print vom gewünschten Foto machen … dieser kann nun gepostet werden ohne zu viel vom Standort zu verraten … Ok die kameradaten sind dann immer noch zu lesen …

  • Wenn ich ein Foto bei Instagram oder Twitter via App hochlade, kann man dann auch sehen wo das Foto gemacht wurde?

  • Hab schon mal genau aus dieser Paranoia probiert Geodaten von anderen Fotos auf FB mit der App „Exif Editor“ auszulesen – hat nicht geklappt, kann es sein, dass FB die Geodaten beim upload löscht?

  • So ein quatsch, zumindest Facebook und Instagram löschen die Metatags aus den Bildern bevor sie auf den eigenen Servern landen..

  • Entspannt euch Leute! Auf dieser Karte sind keine Katzen in Deutschland verzeichnet. Oder habt ihr da welche entdeckt? Rund um sind sehr viele…

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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