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Heimwegtelefon begleitet durch den dunklen Park

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34 Kommentare 34

Nach unserem Artikel über die in Indien durchgesetzte Smartphone-Richtlinie, die Hersteller zukünftig zur Integration eines Notruf-Knopfes verpflichtet, hat uns ifun.de-Leser Tim auf das Berliner Heimwegtelefon aufmerksam gemacht.

heimweg

Eine Freiwilligen-Initiative, die wir gerne erwähnen. Tim schreibt:

Moin, ich habe in den Kommentaren zu dem entsprechenden Artikel schon darauf hingewiesen, vielleicht könnt ihr den Artikel noch um den Hinweis auf den Berliner Dienst heimwegtelefon.de erweitern? Bis solche Notfälle-Knöpfe wirklich verbaut werden, ist das eine gute Zwischenlösung. Ein Freund, der bei einer Versicherung arbeitet, erzählte, dass dort an einem vergleichbaren Dienst gearbeitet wird. Dieser soll aber eher eine Kombination aus Apples „Notfall-ID“-Telefonnummern und diesem Heimwegtelefon werden […]

Die Idee des Heimwegtelefons stammt ursprünglich aus Schweden (wird dort jedoch von der Polizei angeboten) und ist schnell beschrieben: Anstatt euren Heimweg allein anzutreten, ruft ihre vor dem nächtlichen Spaziergang durch den Park das Heimwegtelefon an.

  • Es ist Nacht und du bist alleine unterwegs. Weil dir mulmig ist, rufst du uns beim Heimwegtelefon an.
  • Du gibst deinen Standort und dein Ziel an.
  • Wir unterhalten uns und du teilst regelmäßig deinen Standort mit.
  • Da wir genau wissen, wo du bist, kann im Ernstfall jederzeit die Polizei gerufen werden.
  • Du kommst sicher zu Hause an.

Den Anbietern geht es in erster Linie darum, Sicherheit zu schenken. Durch ein nettes Gespräch hat der Anrufer das Gefühl, nicht alleine nach Hause gehen zu müssen, fühlt sich dadurch wohler und strahlt im Besten Fall auch eine größere Sicherheit aus. Käme es dennoch tatsächlich zu einem Übergriff, hätte Heimwegtelefon den Vorteil direkt handeln und die Polizei einschalten zu können .

Das Heimwegtelefon ist momentan immer Donnerstags zwischen 20 und 24 Uhr, Freitags zwischen 22 und 4 Uhr und Samstags zwischen 22 und 4 Uhr zu erreichen. Die Nummer ist deutschlandweit einheitlich: 030-120 74 182

Das freiwillige Angebot kann mit Spenden unterstützt werden – Anwender die sich ehrenamtlich engagieren möchten, können sich direkt bei den Betreibern des von Sipgate unterstützten Dienstes melden.

Donnerstag, 28. Apr 2016, 16:08 Uhr — Nicolas
34 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Das ist ne tolle Idee! Habe ich aber vor Jahren mit ner Freundin regelmäßig auch schon so gemacht, wenn sie in entferntem Ort zu Fuß auf dem Weg nach Hause war.
    Heute im Zeitalter des „jeder hat ne Flat“ könnten viele auf diese Weise ein klein wenig Sicherheit geben mit jemand die/der auf unsicherem Terrain unterwegs ist!

  • Super Sache!
    Das Foto von der Düsseldorfer Rheinpromenade ist auch gut

  • Schönes Foto von der Düsseldorfer Rheinpromenade.

  • Find schön das sich da welche solche Angebote ausdenken.. :)

  • Das gaugelt nur Sicherheit vor. Dadurch können sich falsch sicher fühlen. Lieber früher und wenn möglich in Begleitung nach Hause gehen.

    • Es gauKelt … vgl. auch „Gaukler, der“.

      Aber richtig – man schenkt nicht wirklich Sicherheit, sondern nur vermeintliche Sicherheit. Es hört zwar jemand daß was passiert ist / sein könnte, aber das verhindert es nicht.

    • Genau, noch besser wäre es, wenn Frauen gar nicht mehr alleine rausgehen…wegen der Sicherheit.

      • Und sich mit Tüchern verhüllen…

      • Und wie bekommst Du dann Deine frische Kiste Bier vom Supermarkt ins Wohnzimmer?

        Ich trink jetzt erst mal ein Füchschen. Bei dem Bild.
        Stößchen, das ist Biersexuell….

    • Früher nach hause gehen?? Ja spinn‘ ich denn?!
      Es hilft schon, wenn regelmäßig der Standort besprochen wird – falls das Telefonat abreißt (Angreifer) kennt der Gesprächspartner den ungefähren Aufenthaltsort und kann die Polizei verständigen.

      • Ganz genau das ist auch unser Ansatz! Ich persönlich bin der Meinung, dass es in den meisten Gegenden auch nur gefühlt unsicher ist, vor allem durch die Medien, die alles bis ins letzte Detail ausschlachten. ABER das Telefonat lässt den Anrufer auch viel selbstbewusster laufen und nicht ängstlich und in der typischen Opferrolle. Dann kommt dazu, dass am Telefon immer noch ein Zeuge ist, was einige Täter auch abschreckt! Wenn eben was passiert, können wir schnell Hilfe rufen!

    • Am besten eine „Armlänge Abstand“

    • Da ist er wieder; der der die Suppe durch ein Sieb gießt um das Haar zu finden, schmeckt dir dein Leben eigentlich noch ?¿ da du anscheint nur noch Haare mit nem Tropfen Suppe drin siehst…

      Sich durch so ein Angebot ein Quäntchen mehr Sicherheit zu erzeugen, auch wenn sie vielleicht nur eine suggerierte ist, kann psychologisch sehr wertvoll sein.
      Wobei wir, ja auch in „heutiger“ Zeit, in einem Land leben wo es ein sehr hohes Maß an Sicherheit gibt.
      Kein Vergleich zu Indien wo JEDEN wirklich JEDEN Tag „Kölner-Sylvester“ ist…

    • Ja. Profis nutzen Hany+GPS Jammer.

    • Wer sollte sich da falsch-sicher fühlen und wo wird hier etwas vorgegaukelt? Das System ermöglicht dass ein Übergriff direkt gemeldet und verfolgt werden kann. Nicht mehr und nicht weniger. Aber das ist schon mehr als man (Frau) an Sicherheit hat wenn man ohne das System unterwegs ist. Und es wird nunmal immer Situationen geben in denen man es sich nicht aussuchen kann ob man alleine unterwegs ist.

  • Bis die Polizei eintrifft ist der Täter über alle Berge und das Opfer für immer ein Fall für den Psychologen. Der Gedanke hinter dem Projekt mag gut sein, täuscht aber auch eine trügerische Sicherheit vor, die den ein oder anderen vielleicht gerade deshalb etwas leichtsinniger handeln lässt.

    • Wieso sollte ein Nutzer dieses Dienstes leichtsinniger handeln? Statt sich die Handtasche klauen zu lassen, den Dieb wild angreifen, weil man ja die Polizei inidrekt am Telefon hat? Wer so etwas macht, hat andere Probleme.

      Ich finde den Dienst eine gute Idee. Und auch wenn der Täter über alle Berge ist: Es kann wahrscheinlich schneller geholfen werden.

      PS: Zuhause bleiben könnte die Menschen in trügerische Sicherheit wiegen und diese leichtsinniger handeln lassen. Es könnte ja jemand einbrechen..

  • Wenn man noch was, wie die App glympse integriert, wäre es noch besser.

  • Man könnte ja auch eine App entwickeln, bei der sich nach Hause gehende unterhalten. Das wäre wahrscheinlich günstiger aufrecht zu erhalten als so etwas. Man muss sich nur überlegen wie man das dann mit dem Standort macht. Man will ja nicht irgendwelchen Leuten am anderen Telefonhörer seinen genauen Standort mitteilen, wenn man alleine auf dem nach Hauseweg ist. Diesen könnte die App ja via gps erfassen.

  • Vielen lieben Dank an iphone-ticker für die Erwähnung!

  • Ein wie im Artikel beschriebener Notfall Knopf würde auch nur Sicherheit vorgauckeln. Es wäre nichts anderes.
    Knopf drücken, evtl erst mit der notrufzentrale sprechen, ggf. wird der Standort automatisch gesendet, bis die Polizei da ist wurde man längs ausgeraubt oder zusammengeschlagen.

    Warum soll dann diese Initiative schlecht sein? Die lassen sich wenigstens was einfallen und versuchen etwas zu unternehmen.

    Früher nach Hause gehen ist eine suboptimale Alternative. Schließlich will man sich nicht ins seinem Tun einschränken lassen. Das kann ich gut verstehen.

  • Ich finde den Service prima: dann muss ich meine Schwiegermutter abends nicht mehr durch den Park begleiten, sondern kann sagen sie braucht einfach nur dort anzurufen.

  • ich habe einen Notfallkontakt namens „polizei“. ueber apple watch wird deutlich reingesprochen „rufe polizei an“. das schreckt ab.
    das gleiche mit notarzt, falls ich gesundheitlich eingeschränkt bin und keine Fingerfertigkeit mehr habe und / oder eingeklemmt ….

  • Schön, dass es sowas gibt für Leute die meinen, dass man sowas braucht.

    Ich habe dafür aber ehrlich gesagt kein Verständnis. Rein rational gibt es keinen Grund vor Angst, weil es viel gefährlicher ist über eine Straße zu gehen. Ich verstehe einfach diese Panikmache nicht…das macht einem doch das Leben schon zur Hölle bevor was passiert…obwohl kaum einem je was passiert.

  • Schaut euch mal Lifebuddy von Bosch an. Ähnliches Konzept, derzeit in kostenloser Testphase.

  • Für die jenigen,die nachts allein eine Strecke bewältigen müssen die gefährlich erscheint,ist diese Option super!
    Nur finde ich es allgemein sehr erschreckend ,dass wir Angst haben müssen jederzeit überfallen zu werden!!!Die Jugend wird-oder ist sehr aggressiv geworden !

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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