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Eye-Fi im Video Test: SanDisks SD-Karte überträgt Bilder drahtlos, versteht sich auf iPhone und iPad

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In Technik-affinen Kreisen wird die Marke „Eye-Fi“ bereits synonym für drahtlose Speicherkarten genutzt. Wir haben uns das Angebot für Fotografen – eine SDHC-Karten mit integriertem Wi-Fi Modul, einer Kompagnon-Applikation für iPhone und iPad und dem Desktop-Manager „Eye-Fi Center“ – jetzt genauer angeschaut und widmen uns dem komplexen Soft- und Harware-Bundle in einer ausführlichen Video-Vorstellung.

Eye-Fi in einem Satz: In der eigenen Kamera ersetzt Eye-Fi die normale SD-Karte und lädt neue Fotos bereits während des Knipsens, drahlos auf euren Rechner, an ein konfiguriertes iOS-Gerät oder an einen Web-Dienst eurer Wahl.

Die Hardware: Die hierzulande von SanDisk vertriebenen Eye-Fi Karten gibt es in zwei Varianten, die sich allein in ihrer Kapazität unterscheiden. Das 8GB-Modell für 49€ bietet etwa 900 10-Megapixel Schnappschüssen Platz, das 4GB Modell für 29€ ungefähr 450. Beiden Karten liegt ein SD-zu-USB Kartenlesegerät mit bei; auf der Speicherkarte selbst, warten die Installationsdateien des „Eye-Fi Centers“ für Mac und Windows.

Das Video: Bevor wir in den Text einsteigen, fangen wir direkt mit unserem 13 Minuten langen Video an. Viele der möglicherweise aufkommenden Fragen dürften anschließend bereits beantwortet sein.


(Direkt-Link)

Desktop-App und Eye-Fi Account: Ausgepackt und installiert, läuft bei Eye-Fi erst mal gar nichts, ohne den entsprechenden Online-Account. Das schnell angelegte Online-Konto, dient zum einen der Synchronisation der Eye-Fi Karteneinstellungen. Ändert ihr diese auf einem Endgerät (wie etwa dem iPhone), versorgt das Eye-Fi-Konto auch die restlichen Geräte mit den neuen Settings. Zum anderen bietet sich der Web-Login auch als temporärer Zwischenspeicher für eure Fotos an. Der kostenlose Eye-Fi Account archiviert auf Wunsch die Schnappschüsse der letzten Woche und erlaubt so Zugriff auf die neuen Fotos, ohne auf den persönlichen Rechner angewiesen zu sein. Ein Browser und der Eye-Fi Zugang reichen aus. Wer die Fotos unbefristet im Eye-Fi Konto lagern möchte bezahlt 50€ pro Jahr.

Ist der Login angelegt, kann die Desktop-App gestartet und genutzt werden. Über die Hilfs-Anwendung wird die Eye-Fi Karte jetzt mit ihrer Grundkonfiguration versorgt. In welche W-Lans und mit welchem Passwort soll sich die SD-Karte einloggen? Wohin sollen die Bilder übertragen werden? Sollen auch Videos berücksichtigt werden? Ist der automatische iPhoto-Import gewünscht? Und: Soll das kostenlose Zwischen-Archiv des Eye-Fi Web-Services genutzt werden.

Ist die Konfiguration abgeschlossen kann losfotografiert werden. Mit unseren Einstellungen schiebt die Eye-Fi Karte nun nach jedem Klick auf den Auslöser, das neue Bild direkt an das MacBook Air im Heimnetzwerk. Wir verzichten dabei auf die optional angebotene Ordner-Ablage und übergeben die Fotos direkt an iPhoto. Hier sortiert es sich einfach besser.

Der Einsatz in der Kamera: Unsere EOS 1100D verfügt über eine ab Werk integrierte Menu-Einstellung für die Eye-Fi Karte. Ist das Häkchen gesetzt, geht die Kamera nicht sofort in den Standby-Modus, sondern schiebt erst alle neuen Bilder durch den im Vorfeld angegebenen W-Lan Hotspot, ehe zum Stromspar-Modus gewechselt wird. Laufende Übertragungen werden im Display angezeigt; die Fotos natürlich trotzdem auf der Karte gesichert. Eine Übersicht der unterstützten Kamera-Modelle lässt sich hier einsehen.

Die Eye-Fi App für iPhone und iPad: Wer länger unterwegs ist und die Bilder nicht erst zu Hause übertragen, sondern schon während des Shootings Speicherplatz freigeben und ein zweites Display zur Bildkontrolle nutzen möchte, kann die Eye-Fi Karte auch in den sogenannten Direkt-Modus versetzen. Dabei wartet eure Spiegelreflex-Kamera nicht bis eins der vorkonfigurierten Netzwerke gefunden wurde, sondern verbindet sich direkt mit dem Endgerät und beamt die Bilder anschließend auf iPhone und iPad.

Die relativ umständliche Lösung – vor dem Außeneinsatz muss beim iPhone der Direkt-Betrieb aktiviert werden, zu Hause angekommen, bricht das Ad-Hoc Netz dann wieder Weg da eurer privates W-Lan wartet – funktioniert im Gegensatz zu den Erfahrungen, die einige kritische Amazon-Rezensenten sammeln konnten recht stabil, ist jedoch nur bedingt zu empfehlen. Ordentliche Fotos wollen am Rechner bearbeitet und begutachtet werden.

Die iPhone-App ohne Karte: Doch auch ohne Direkt-Übertragung von der Eye-Fi Karte lässt sich die kostenlose iOS-Anwendung als Fotostream-Alternative einsetzen. So können auch die Bilder, die ihr mit eurem iPhone geschossen habt, auf den Eye-Fi Online-Dienst oder direkt an euren Rechner übertragen werden. Wer die letztgenannte Variante wählt, kann auch hier wieder festlegen ob die Schnappschüsse direkt an iPhoto übergeben oder, nach Aufnahemedatum sortiert, in einem Ordner abgelegt werden sollen.

Facebook & Co.: Abschließend soll auch die Kompatibilität des Eye-Fi Angebotes mit Web-Diensten wie Facebook, Flickr und Co. nicht unerwähnt bleiben. Der automatische Upload kann bei Bedarf aktiviert werden – uns würde es im Traum jedoch nicht einfallen, bei der Online-Weitergabe privater Bilder einem Web-Automatismus zu vertrauen. Getestet haben wir das Feature deshalb nicht. Freigegeben, geshared und geteilt wird immer noch händisch.

Fazit: Die Eye-Fi Karten kosten zwar etwas mehr als Speicher-gleiche Karten ohne W-Lan Modul, nehmen euch dafür aber das Umstecken der SD-Karte ins Kartenlesegerät ab und machen den Foto-Abgleich mit dem eigenen Rechner zum Kinderspiel. Eine komfortable Bild-Übertragung, die wir nach einer Woche mit unserer Test-Karte nicht mehr missen wollen. Die Batterie unserer EOS 1100D ist noch so neu, dass der durchaus schnelle Drahtlos-Abgleich sich noch nicht negativ auf die Laufleistung ausgewirkt hat. Wir können das Eye-Fi-Bundle empfehlen – auch wenn die iPhone-Integration eher als nette „gut das es dabei ist“-Spielerei, denn als vollwertiger Ersatz für ein drahtloses Heimnetzwerk angesehen werden sollte.

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28. Nov 2012 um 14:42 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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