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Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen

EU will Messenger-Apps zur Interoperabilität zwingen

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Die EU will Betreiber von Messenger-Diensten künftig dazu verpflichten, auf offene Schnittstellen zu setzen und eine Interoperabilität zwischen den verschiedenen Techniken zu gewährleisten. Ziel ist es, dass Nutzer über die jeweils von ihnen gewählte Messenger-App auch mit Benutzern anderer Plattformen Nachrichten austauschen, Dateien senden oder Videoanrufe tätigen können.

Die Interoperabilitätsverpflichtung für Messenger-Anwendungen ist Teil des von der EU ausgearbeiteten Digital Markets Act (DMA), eine Vorgabe, die Monopolbildung verhindern und insbesondere auch dafür sorgen soll, dass kleinere Marktteilnehmer über bessere Chancen verfügen. Auf die nun erfolgte Einigung des Parlaments hin können die Vorgaben in die Gesetzgebung einfließen.

EU will Apple & Co. in die Bahnen weisen

Apple und Google sehen sich hinsichtlich der von der EU angestrebten Maßnahmen zur Verhinderung von Monopolbildungen ja bereits mit entsprechenden Vorgaben mit Blick auf den App Store konfrontiert. Mit den Interoperabilitätsvorgaben für Messenger macht die EU nun in einem weiteren Bereich unangenehmen Druck auf die Unternehmen. Insbesondere Apple hat sich über die vergangenen Jahre hinweg strikt dagegen gewehrt, seinen iMessage-Dienst zu öffnen oder gar für andere Plattformen bereitzustellen.

Insbesondere hat Apple bislang keine Bereitschaft gezeigt, den als SMS-Nachfolger gehandelten Standard RCS (Rich Communication Services) zu unterstützen. Das Protokoll bietet im Wesentlichen, was die EU mit dem DMA fordert und würde eine anwendungsübergreifende Kommunikation zwischen Messengern wie iMessage, WhatsApp und Google Messages ermöglichen.

Als Europäisches Parlament haben wir dafür gesorgt, dass die DMA sofort greifbare Ergebnisse liefern wird: Verbraucher haben die Wahl, die Kerndienste von Big-Tech-Unternehmen wie Browser, Suchmaschinen oder Messaging zu nutzen, und das alles, ohne die Kontrolle über ihre Daten zu verlieren .
-Andreas Schwab, EU

Der vom EU-Parlament vorläufig verabschiedeten Fassung zufolge zielen die Vorgaben auf die großen Anbieter wie Apple, Google oder die auch hinter WhatsApp stehende Facebook-Mutter Meta ab, die eine Marktkapitalisierung von mindestens 75 Milliarden Euro oder einen Jahresumsatz von mindestens 7,5 Milliarden Euro verbuchen. Um als „Gatekeeper“ bezeichnet zu werden, müssen diese Unternehmen zudem bestimmte Dienste wie Browser, Messenger oder soziale Medien anbieten, die in der EU monatlich mindestens 45 Millionen Endnutzer und jährlich 10 000 Geschäftsnutzer haben.

Die verabschiedeten Vorgaben müssen nun in ordentliche Form gebracht, geprüft und vom EU-Parlament und Rat gebilligt werden, damit die Vorgaben im Anschluss umgesetzt werden können.

Titelbild: depositphotos.com
25. Mrz 2022 um 11:07 Uhr von chris Fehler gefunden?


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  • Hm unterstützen nicht alle Mobile Geräte noch SMS? :-)

    • Mit reinen SMS sind keine Gruppenchats möglich. Das heisst ich kann schon mehreren Empfängern gleichzeitig schreiben. Sie wiederum können jedoch nicht auf das SmS allen Antworten.
      Ich würde dies sehr begrüssen. Hoffe es geht keine 5jahre mehr.

      • Ich bin erst heute darauf gekommen (durch Zufall) aber es gäbe ja auch etwas wie RCS (Rich Communication Services). das könnte man dann ausbauen und nutzen

    • Der wahre Klaus

      Stimmt, die Standard-SMS erfüllt die Anforderungen schon. Wenn jetzt die anderen Apps folgen würden, fände ich das sehr gut.

      • Der Datenschutz geht dann komplett flöten wenn man nun doch klar jemandem kommuniziert der auf der anderen Seite WhatsApp nutzt …

    • Auch Dateien senden oder Videoanrufen sind kaum möglich mit SMS…

      • Es war Sarkasmus!!!

      • naja, jedes Smartphone hat E-Mail, damit kann man Text, Bilder und Dateien schicken. Und mit SMS Texte. Ach ja, einen „normalen“ Audio-Anruf kann man mit einem Smartphone auch noch tun. Und da kann sogar auf klassische Handies (sollte es die noch geben) anrufen oder selbst zum Festnetz. Also der Gegenüber braucht nicht zwingend ein Smartphone.
        Also Basis-Funktionen funktionieren ja schon übergreifend.
        Gruppen-Chat. Wie wäre es mit einem E-Mail an eine Gruppe? Man kann dann einfach auf „Alle Antworten“ klicken und jeder bekommt die Nachricht zurück. Fast schon magisch, nicht wahr?
        also wenn man will, dann hat man schon viele Möglichkeiten schon jetzt. Man muß nicht immer in div. Messengern rum eiern.
        Wie die Durchgängigkeit gewährleistet sein soll, wenn man in einen bestehenden Messenger Dienste anderer Messenger anbietet, das frage ich mich gerade. Hätte man eine Schnittstelle, ist es ja nicht mehr durchgängig sondern es wird von Messenger A was an Messenger B übergeben. Und wie ist dann das Mapping der User? Ein Messenger basiert auf der Handy-Nummer, andere auf einem Nickname, wieder andere auf einer Mail-Adresse.
        Wird dann auch das Adressbuch mit einem Klick an unzählige Firmen übertragen? Also einmal im iMessage angemeldet, wandert das Adressbuch zu Apple, dann zu Facebook, Whatsapp, Telegram, Signal und was weiß ich alles?

      • Muss man halt selbst verknüpfen.
        Die Messenger müssen es halt nur unterstützten.

  • Damit Meta dann doch noch an meine daten kommt die ich auf Threema und Telegramm hinterlasse?
    Danke EU

    • Das ist und wurde so nicht gesagt. Wie es umgesetzt werden wird, sehen wir noch. Apple wird da schon ein Auge drauf haben.
      RCS ist auch nicht verschlüsselt, haben immer alle gemeckert. Unter Android hat es Google aber verschlüsselt hinbekommen. Man kann immer überrascht werden. Hier müssen die Unternehmen jetzt einfach sehr eng zusammen arbeiten oder ihren Dienst innerhalb der EU eben einstellen.

    • Erst mal tief durchatmeten. Wer sagt denn dass das geht? Wenn mir jemand von Meta in meine Threema App eine Nachricht schickt, müsste ja meta threema zwingen können z.B. das Adressbuch rüberzuladen. Dat gloob ik ned.

      • Theresa, als kleiner Anbieter, muss diese Art der Verknüpfung ja auch erstmal wollen. Die EU schreibt lediglich vor, dass die großen Anbieter wie Meta und Apple ihre Messanger für kleinere, auf deren Anfrage hin, öffnen müssen. Möchten das beispielsweise Threema oder Signal überhaupt? Wenn die sich werde bei Apple, noch sonst wo melden, bleibt alles wie es ist.

      • Es sollte nicht notwendig sein, dass Meta die Interna von Threema kennt. Ist bei Email ja auch nicht so.

    • Ich bin da auch nicht so glücklich da dadurch Nachrichten anhand des schwächsten Anbieters gehandhabt werden. Der eine hat eine Transportverschlüsselung der andere E2E, der nächste unsicher Backups.
      Das heißt ich muss mir dann dreimal überlegen ob ich mit xy kommuniziere weil er Anbieter x hat

      • Es ist doch immer noch DEINE Entscheidung, wem du z.B. über Threema deine Daten schickst. Du musst ja nicht antworten, wenn du keine Metadaten an den anderen Dienst geben möchtest.

        Von daher sehe ich Vorteile in diesem Vorgehen.
        Viele können Whatsapp löschen, weil sie nicht mehr von ihrem Bekanntenkreis abgeschnitten werden. Das dürfte einen Dominoeffekt auslösen.

    • Das betrifft Threema und Telegram im Moment überhaupt nicht, da die von der Größe her gar keinen sog. Gatekeeper Status haben und damit gar nicht zur Interoperabilität verpflichtet sind! Threema hat außerdem schon eine Absage an die Umsetzung einer Interoperabilität erteilt.

  • Ich dachte Apple hätte damals iMessage als SMS Nachfolger „allen“ vorgeschlagen. Ok, unter welchen Bedingungen etc. Keine Ahnung. Aber es wurde zumindest als interoperabler Ansatz „verkauft“…

    • iMessage war nie als Nachfolger der SMS geplant. Das ist offiziell RCS, was unter Android bereits Standard ist. Nur Apple hat da nie mitgemacht. Hätten alle RCS würde es WhatsApp und Co fast gar nicht brauchen.

      • marius müller westerwelle

        Hab ich mir auch gedacht. Google hat RCS ja extrem aufgebohrt und echt gut umgesetzt und mit einer Verschlüsselung erweitert. Kann echt nicht verstehen warum Google oben im Text überhaupt erwähnt wird, Apple blockiert hier doch quasi alleine :D für alle anderen Messenger aber echt gut. So kann man sich das jährliche „ich lösche WhatsApp“ bla bla sparen

    • Im Gegenteil, sie haben iMessage bewusst als Alleinstellungsmerkmal für Apple-Geräte gesehen, was zumindest in den USA auch tatsächlich als Verkaufsargument funktioniert hat.

  • Hätte Apple RCS hinzugefügt, wäre es vielleicht nicht so weit gekommen. Somit begrüße ich den Schritt der EU und hoffe auf baldige Umsetzung. Wahrscheinlich haben sie Unternehmen aber jetzt x Jahre Zeit dafür. Hinzu betrifft es ja nur die kleinen Messanger, die den Zugang zu WhatsApp oder iMessage beantragen können. Es ist also nicht vorgeschrieben, dass Apple-iMessage-Nutzer bald auch WhatsApp-Nachrichten erhalten können müssen. Die Umsetzung wird somit noch sehr interessant werden.

  • Wieder so ein Blödsinn der EU Unsicherheiten einzubauen. Hat sich irgendjemand beschwert dass er in seiner Kommunikation eingeschränkt ist bei all den Möglichkeiten die es noch gibt??? Ich verstehe nicht…

    • Sehr viele. Ich nutze nur iMessage aber würde schon gerne auch mal Daten schnell austauschen, ohne immer alles per E-Mail machen zu müssen.

      • Datenaustausch über Email? Wer macht das bitte – außer Dir?

      • Tom, echt jetzt?

      • Dann musst du halt was anderes nutzen xD muss ja keine what’s app sein.

      • Und genau so darf es eben nicht sein. Ich bin nicht der, der mir dann was anderes suchen muss. Die Dienste haben sich mir und den Gegebenheiten anzupassen. Es ist also gut, was die EU hier vorschreibt. In ein paar Jahren ist dies für alle selbstverständlich und es juckt wirklich niemanden mehr, ob du persönlich lieber WhatsApp, Signal, iMessage oder oder oder nutzt, da du dennoch jeden erreichst und mit jedem videotelefonieren können wirst.

      • Mario, die Dienste haben sich Dir anzupassen? Die Dienste passen sich Dir an, wenn es aus marktwirtschaftlicher Sicht Sinn ergibt und nicht über eine Regulierung einer außenstehenden Instanz.

      • Nur ergibt es halt marktwirtschaftlich keinen Sinn Monopole aufzugeben, daher muss die EU ab und an die Anbieter zwingen etwas zu tun, was für die Kunden gut ist, auch wenn das Unternehmen dadurch nicht mehr Gewinne macht.

      • Keine Frage, aber in diesem Fall: Wo ist hier ein Monopol in Aussicht?

      • Sie meinen also nicht, dass Whatsapp in Deutschland einen monopolänlichen Status hat?

        Welche Chance hat ein Programmierer für einen Messenger hier gegenanzukommen?

      • Hannes, jetzt mal unter uns – das war überspitzt formuliert. Dennoch sehe ich Email als direktes Medium zum Austausch von Dokumenten, Dateien, Fotos eher ungeeignet, wenn es sich um eine große Menge, Anzahl handelt. Es gibt soviel andere und effizientere Methoden, die schneller und auch über Messenger reibungslos funktionieren.
        Zurück zum Topic, mit erschließt sich eine Regulierung in vielen Bereichen der EU nicht, aber das ist meine persönliche Meinung.

  • Apple wird sagen, dass iMessage doch mit SMS und MMS bereits „offen“ ist.

    Oder, wenn die Rechtsabteilung zu dem Schluss kommt, dass es langfristig aussichtslos erscheint, „überrascht“ uns Apple auf der WWDC mit „one more thing“, um dem Thema zuvorzukommen und Android-User ins Apple-Ökosystem zu ziehen: iMessage > ApplePay-Zahlungen von Freunden usw. …

  • Als Laie frage ich mich, wie es dann um die Verschlüsselung steht. Muss dann der Dienst mit der vermeintlich stärksten Verschlüsselung diese dem Dienst mit der schwächsten anpassen?
    Man kennt ja auch das Ansinnen der Behörden einfacher die Chats überwachen zu können.
    Weiß da jemand was zu?

    • Da kann keiner etwas zu sagen, da es zur Zeit nicht mal ansatzweise technisch durchdacht ist und die Hersteller gerade sicher darüber überrascht sind, dass das echt durch ging.

    • Google mal nach Chatkontrolle. Sollte Ende diesen Monats ein Gesetzentwurf vorgelegt werden und wurde erstmal verschoben. Wenn das kommt, spielt die Interoperabelität eh keine Rolle mehr.

    • Das war übrigens auch mein erster Gedanke.

      iMessage auch für Android anzubieten ist die eine Sache. Eine Interaktion verschiedener Messenger untereinander etwas anderes.

      Ich nutze beispielsweise Threema mit nicht nur E2E-Verschlüsselung, sondern auch sehr strikter Authentifizierung. Kann mir schlecht vorstellen, dass eine Schnittstelle zu beliebigen anderen Messengern ohne Aufgabe der spezifischen Sicherheitskonzepte möglich sein soll. Bin aber nicht Experte…

      • Natürlich kannst du die strikte Authentifizierung nur im Thremaa universum machen.
        Du kannst dann aber in Zukunft auch eine Nachricht an einen Whatsapp Nutzer schreiben.
        Wenn dir das zu unsicher ist, schreibst du ihm einfach nicht.

  • Würde mich schon sehr darüber freuen, über meine HomePods (die iMessage können) auch schnell mal meinen Signal-Freundinnen schreiben zu können. Zur Zeit erhalten die solche Nachrichten dann per SMS, was schon verwirren kann, führt man zwei Chats (eben bei Signal und über SMS). Ist nämlich schon sehr, sehr praktisch, eine Nachricht in den Raum diktieren zu können. Habe ich mir schnell angewöhnt.

    • Oh ja, mache ich tatsächlich auch oft. Nicht jeden Tag aber schon mehrmals die Woche. Gerade nebenbei beim Fernsehen, da ein HomePod hier direkt neben auf einem Beistelltisch steht. Ist schon irrwitzig, wie schnell so etwas ins Blut gehen kann.

  • Die EU konnte Apple bisher zu nichts zwingen, wird es auch nie schaffen.

  • Im Grunde wurde ja hier jetzt alles gesagt und unterm Strich können wir uns als Nutzer eigentlich nur freuen. Was die Umsetzung angeht, habe ich auch noch meine Bedenken aber da vertraue ich tatsächlich irgendwie auf Apple. Gerade da gefiel es mir, dass die Politik auch iMessage direkt angesprochen hat und es nicht nur wieder nur um WhatsApp ging. Auch bin ich gespannt, wann wir die ersten Früchte sehen werden. Wenn das erneut über Jahre geht, wäre es schon ärgerlich. Vielleicht bekommt man dazu heute noch wo ein paar Informationen mehr. Die Frage ist auch, wann es dann wirklich final greift, wenn jetzt noch in ordentliche Form gebracht werden muss. Dauert das Tage, Wochen, Monate?

    • Ein unsicherer Messenger wird genutzt, um deine sensiblen Daten abzugleichen. Es wird dir an iMessage übertragen und vielleicht auch kenntlich gemacht, dass dein Gegenüber kein iMessage benutzt oder noch besser sogar, der Messenger vermerkt, wo die Nachricht her kommt.
      Du antwortest bewusst nicht, weil du dich bewusst entscheidest, nicht mit diesem Messenger über diese Angelegenheit zu kommunizieren?

      Was soll Apple jetzt genau tun?
      Deine Daten liegen als Nachricht bei dem unsicheren Anbieter. Und du kannst nichts mehr tun. Apple auch nicht. Der Drops ist gelutscht.

      Will man das?
      Diese Frage stelle ich mir.

      • Reine Spekulation die schon scheitert, wenn da gar nichts sichtbar für wen gemacht wird.

  • Völlig sinnlos… das wäre ja, als ob man mit einem Vodafone Handy jemanden anrufen könnte, der bei der Telekom ist… wer braucht sowas?…

  • Langsam wird es Zeit, dass man den Politkern verbietet, sich mit technischen Themen zu beschäftigen. Denn so kommt da nur Mist raus.
    Wie soll ich z.B. per Whatsapp eine Schwurbler Gruppe auf machen können in der die üblichen Telegramm Schwurbler sind, aber auch 3 Freunde die bei Wechat, 2 Freunde die bei ICQ, 3 Freunde bei Zingr, 3 Freunde sind nur bei INSTA und 5 Familienmitglieder die nur SMS nutzen.
    WER muss also welche Daten an welchen dienst weiter geben?
    Von Ende zu Ende Verschlüsselung fange ich in diesem Fall erst gar nicht an ;)
    die einzig SINNVOLLE Lösung wäre, sich auf ein Gemeinsames Protokoll zu Einigen und eine übergreifende App zu entwickeln, die auch noch mit SMS kompatibel ist.

    • Und genau dieses gemeinsame Protokoll wäre z.B. RCS (eventuell noch mit Verschlüsselung erweitert). Eine gemeinsame App wird und braucht es dafür dann nicht zu geben. Genau darum geht es doch!

  • Da hier einige gefragt hatten und die Info wohl bei fast allen News-Seiten untergegangen scheint: Nachdem EU-Parlament und Rat alles gebilligt haben, haben die Unternehmen 6 Monate für die Umsetzung zeit, bevor es dann Strafzahlungen hagelt. Wir müssen also keine Jahre mehr warten, bis wir davon profitieren werden.

  • Ein absehbarer Rohrkrepierer wie so viele andere IT-Erlasse der EU …

  • Die Idee ansich ist gut… allerdings weiß ich jetzt schon, dass das ganze wieder kur zu Problemen führt zwischen den Messenger Apps. Ganz nach dem Motto „Viele Kl he verderben den Brei“

  • Ich nutze ein iPhone seit dem iPhone 3. Damals war Nachrichten noch eine reine SMS/MMS Funktion. Unter iPhones wurde diese Technologie später zur Übertragung auf iMessage erweitert. Hat mein Gegenüber das nicht, bekommt er halt eine SMS und ich eine SMS zurück. Die Übertragung wird nicht blockiert oder unterbunden.

    iMessage kann nicht alles, was ich mir als User wünsche. Also suche ich mir Alternativen. iMessage nutzt auch nicht automatisch jeder, selbst wenn er es könnte.
    Und auch meine ausgewählte Alternative nutzt nicht jeder.
    Und viele meiner Kontakte erreichen mich über WhatsApp nicht, weil ich das gar nicht möchte.
    Damit muss ich leben, bekomme nämlich nicht immer alles mit, weil ich auch mal vergessen werde. Aber damit lebe ich gerne und das ist eine bewusste Entscheidung.

    Ich persönliche lege großen Wert auf Datensicherheit. Also wähle ich meine Apps, mein Betriebsystem, meine Hardware so, dass ich mich wohl fühle.

    Und es bringt mir gar nichts, dass ich Threema nutze, weil die Ende zu Ende verschlüsseln, ich aber aus einem bekannt unsicheren Messenger angeschrieben werden kann, um beispielsweise meine Adresse abzugleichen oder was auch immer. Denn selbst wenn ich die Nachricht nicht beantworte, liegt der Inhalt dem unsicheren Messenger-Betreiber vor. Und ich kann nichts dagegen tun. Weiß es im schlimmsten Fall noch nicht mal.

    Was mit meinen Daten wo passiert, möchte ich gerne selbst in der Hand haben. Und das ist damit aufgehoben. Auch wer mich in welchen Apps erreicht, möchte ich gerne selbst in der Hand haben. Denn vielleicht halte ich mich bewusst von gewissen Messengern fern, um mich damit von gewissen Personen oder Inhalten fern zu halten.

    Die Frage ist also, was ist mir ein Gruppenchat, den ich unbedingt haben muss, wert dafür in Kauf zu nehmen.
    Und dies mag ich von Fall zu Fall selbst abwägen können.
    Kann ich dann aber nicht mehr.

    • Das sehe ich zu 100% genauso. Ich möchte selber differenzieren, welche Messager ich für welche Personengruppen nutze.

      • Die Zeit ist nun eben vorbei. Nein, du kannst locker bleiben. Die Messanger sind nicht verpflichtet sich zu verbinden. Die kleinen dürfen das aber nun von den großen verlangen.

  • Ob die Menschen der Zukunft dann wieder Handynummer statt WhatsApp-Nummer sagen werden?

  • Damit meta noch mehr Spionieren kann. Wird das ermöglicht, schalte ich imessage ab. Datenschutz muss gewährleistet werden.

  • Zumindest bei WhatsApp Usern kein Problem: sie haben ja nach eigener Beteuerung eh nichts zu verbergen ;)

  • Ganz ehrlich: Ich bin nicht dafür, dass wir neuerdings auf Krampf alles und jeden versuchen, miteinander zu verbinden. Was ist denn plötzlich auf der Erde los, dass wir für alles „offen“ sein sollen?
    Bei dieser News habe ich den Eindruck, dass im Grunde nur darum geht, dass sämtliche Kommunikation der Menschen über ein Standtart laufen soll, damit Staaten und Länder einfacher haben, auf diese Kommunikation zuzugreifen – natürlich weiterhin mit dem klassichen Arugment der Terror-Abwehr oder den bösen Leuten mit Bart.
    Ich mag iMessage für das was es ist und für alles andere gibt es ja bereits Whatsapp, Telefgram, Threema & Co, die sich jeder installieren kann.
    Wieso muss die EU jede Firma zwingen, dass man sich mit allen versteht?

    Heute ist iMessage dran und morgen vollverschlüsstle Messagner: Alles wird offen und für fremde Nasen sichtbar – das ist die New World Order.

    Und mein Kommentar bitte ich dieses Mal ausdrücklich darum nicht gelöscht zu werden!
    Ich bewahre bei all meinen Kommentaren meine Ettikete und trotzdem werden fast alle meine Beiträge gelöscht bzw. zensiert.

    Wenn ihr nicht möchtet, dass die Leute ihre freie Meinung zum Ausdruck bringen, dann entfertnt am besten die Kommentarfunktion.

    Ich respektiere jede Meinung – auch wenn sie für mich nicht logisch oder nachvollziehbar sein sollte. Dennoch würde ich nie auf die Idee kommen, Beiträge zu haten oder gar ganze Diskussionen mit mir unbekannten Menschen zu führen.
    Also bitte spart euch die Arbeit mit dem Versuch, mich mit euren Idealen und Vorstellungen bekehren zu wollen.
    Ich bin nicht dafür, dass alles „offen“ und „frei“ – im Sinne von z.B. „alternative Bezahlmöglichkeit außerhalb des App-Stores (Apple VS. Epic) möglich sein müssen.

    Als Unternehmen sollte man nämlich auch die Mögichkeit haben, mit seiner Idee, seinem Servie oder seiner Dienstleistung Geld verdienen zu können =)

  • Der Drops ist gelutscht, es wird so kommen da nütz es nichts, sich jetzt darüber aufzuregen. Wir werden uns daran schon gewöhnen. Ist ja eh nicht der erste Bericht zu dem Thema. Wie lange stand das im Raum? 1,5 Jahre oder so? Ich freue mich drauf, keine Messanger mehr installieren zu müssen, die Apple Nachrichten App reicht und gut ist. Du nutzt lieber Signal? Ja dann, bitte. Hauptsache jeder kann endlich wieder jeden erreichen. So wie es früher auch schon mal war. Ich freue mich, teile nicht die hier geäußerten Bedenken und kann kaum noch auf die Umsetzung warten.

  • Ich kann ja auch von Gmail an Yahoo eine email schicken. Also sollte das auch bei Messengers funktionieren. Sonst sind wir irgendwann wieder bei Compuserve und Co, aber das kennt hier ja niemand mehr.

    • Bei einer Email hast du eine Adresse die fiktiv/fake ist. Diese ist nicht verifiziert im besten Fall.

      Wenn wir hier über einen Messenger reden wird bereits über die Telefonnummer, IP, Cookie, Adressbuch ein grosser Abgleich deiner Daten von den Firmen wie Meta gefahren um zu verifizieren wer ihre Dienste nutzt.

      Somit kann man das überhaupt nicht vergleichen.

      Ich möchte auch nicht von WA Usern erreicht werden. Da gibt es Leute die kennen dich nur wenn sie ein Problem mit ihrem Computer haben und texten dich dann zu.

      Für Freunde & Familie habe ich Threema ohne Registrierung. Jeder meiner Freunde/Familie hat einem einen gescannten Code gesehen. Das empfinde ich als guten Messenger.

  • Im Juli muss das Europäische Parlament das Digitale-Märkte-Gesetz (Digital Markets Act/DMA) in seiner finalen Form noch bestätigen. Dafür ist eine letzte Abstimmung vorgesehen, welche nur noch eine reine Formalität darstellt. Mit einem Inkrafttreten ist dann 2023 zu rechnen.
    Ein Jahr nach Einführung des DMA sollen Messenger dann interoperabel werden.
    Allerdings erstmal nur für die Eins-zu-Eins-Kommunikation. Und diese muss wenigstens eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ermöglichen.
    Weitere drei Jahre sollen marktdominante Anbieter wie Whatsapp Zeit haben, um Gruppenchats interoperabel zu bekommen.
    Das Gesetz gilt allerdings nicht für Anbieter wie Signal, Threema oder Telegram. Bei den kleineren Plattformen will man es den Betreibern überlassen, ob sie sich für die Konkurrenz öffnen wollen.

  • Interessant, dass die EU-Kommission gleichzeitig Chatkontrolle haben will und ein wiederholtes „Nein“ des EuGH einfach nicht akzeptiert.

    Die Frage, die ich mir stelle:

    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Interoperabilität dabei hilft, Sicherheitslücken für einen bestimmten Messenger in Zukunft auch auf (allen) anderen einzusetzen?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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