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Cybermobbing als anhaltendes Risiko für Kinder

EU plant zentrale Melde-App gegen Cybermobbing

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Cybermobbing zählt in der Europäischen Union weiterhin zu den häufigsten Sicherheitsproblemen im digitalen Alltag von Kindern und Jugendlichen. Nach Erhebungen europäischer Beratungsstellen hat etwa jeder sechste Jugendliche entsprechende Erfahrungen gemacht.

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Die Angriffe finden dabei nicht nur in sozialen Netzwerken statt, sondern auch in Messenger-Diensten, Online-Spielen und anderen digitalen Umgebungen. In den vergangenen Jahren war Cybermobbing das dominierende Thema bei Anfragen an die europaweit aktiven Safer Internet Centres.

Zentrale Melde-App geplant

Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Kommission einen Aktionsplan gegen Cybermobbing vorgestellt, der bestehende Rechtsinstrumente ergänzt. Ein zentraler Baustein ist die geplante Einführung einer europaweit nutzbaren Online-Sicherheits-App. Diese soll Kindern und Jugendlichen ermöglichen, Cybermobbing niedrigschwellig zu melden, Beweise wie Screenshots oder Chatverläufe zu sichern und gebündelt weiterzugeben.

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Gleichzeitig soll die Anwendung gezielt Unterstützungsangebote anzeigen, die sich an Betroffene, Eltern oder Betreuungspersonen richten. Ziel ist es, Meldewege zu vereinheitlichen und den Zugang zu Hilfeangeboten in allen Mitgliedstaaten vergleichbar zu gestalten.

Der Aktionsplan folgt dabei drei Linien: Neben der Stärkung bestehender Schutzgesetze geht es um Prävention durch Aufklärung sowie um klare Verfahren für Meldung und Unterstützung. Die App ist im dritten Bereich angesiedelt und soll Lücken schließen, die bislang durch uneinheitliche Plattformmeldungen und nationale Unterschiede entstanden sind.

Einbettung in bestehende EU-Regeln

Die neue Melde-App ist Teil eines größeren Rahmens. Bereits heute verpflichten europäische Vorgaben Plattformen zu erhöhten Sicherheits- und Datenschutzstandards für Minderjährige. Ergänzend verfolgt die EU mit Programmen wie Better Internet for Kids seit Jahren einen koordinierenden Ansatz. Hinzu kommen Regelungen zur Kennzeichnung manipulativer Inhalte sowie Pilotprojekte zur Altersverifikation, die den Zugang zu ungeeigneten Angeboten einschränken sollen, ohne die Privatsphäre der Nutzer aufzugeben.

12. Feb. 2026 um 14:01 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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