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Ab Januar 2022 bundesweit im Einsatz

E-Rezept startet Testphase: E-Rezept-App jetzt verfügbar

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52 Kommentare 52

Erst ab 2022 sollen gesetzlich Versicherte für alle apothekenpflichtige Medikamente grundsätzlich mit einem sogenannten E-Rezept ausgestattet werden, die mit App und Smartphone verwaltet und eingelöst werden. Um den späten Digitalisierungsschub bis dahin so gut wie möglich vorzubereiten startet das E-Rezept ab morgen seine initiale Testphase.

Erezept Einloesen

Diese soll in der Fokusregion Berlin-Brandenburg Praxiserfahrung sammeln – und dies quasi im Wortsinn. So werden ausgewählte Praxen, Krankenhäusern und Apotheken in Berlin und Brandenburg ab Juli bereits auf die neuen Verordnungs- und Einlöseprozesse setzten und gemeinsam mit den eigenen Patienten und Kunden prüfen, wie reibungslos der Wechsel auf die App vonstatten geht.

Ab Januar 2022 bundesweit im Einsatz

Die hier gewonnenen Erkenntnisse sollen vor der bundesweiten Einführung des E-Rezeptes im vierten Quartal berücksichtigt und hoffentlich auch für die Optimierung des Angebotes herangezogen werden.
Rollout Erezept
Nach Angaben der für die App-Entwicklung verantwortlichen gematik GmbH wird für die Nutzung der jetzt verfügbaren Applikation ein eine Gesundheitskarte mit kontaktloser Verbindungsmöglichkeit und ein persönliche PIN vorausgesetzt, PIN und Karte werden dabei von den Krankenkassen ausgegeben. Interessant ist dabei: Die gematik GmbH tritt als „neutrale, nicht-kommerzielle Institution“ auf um das E-Rezept nicht zum Spielball „wirtschaftlichen Partikularinteressen“ zu machen.

Das E-Rezept im Video

App jetzt im App Store verfügbar

In den kommenden Monaten soll die Nutzung des E-Rezeptes schrittweise immer mehr ausgebaut werden. Während anfangs lediglich die die ärztliche Verordnung von apothekenpflichtigen Arzneimitteln erfasst wird, folgen nach und nach weitere Rezepttypen wie etwa Betäubungsmittel-Rezepte und langfristig auch Verordnungen für Heil- und Hilfsmittel – etwa eine Hörgeräte-Verordnung.

Ist alles eingerichtet, können Versicherte in der App von der Ärztin oder dem Arzt ausgestellte E-Rezepte empfangen und Informationen wie Hinweise zur Einnahme und Dosierung einsehen. Zum Einlösen eines E-Rezepts kann entweder der Rezeptcode in der App geöffnet und in der Apotheke vorgezeigt oder bereits vorab an eine Apotheke übermittelt werden. Auch ohne Anmeldung mit der Gesundheitskarte kann die App verwendet werden. Versicherte können dann Rezeptcodes vom Ausdruck abscannen, digital speichern und in einer Apotheke vorzeigen.

Laden im App Store
‎Das E-Rezept
‎Das E-Rezept
Entwickler: gematik GmbH
Preis: Kostenlos
Laden

Für weitere Informationen zum E-Rezept empfehlen wir euch die folgenden Webseiten:

Mit Dank an Kai!

30. Jun 2021 um 14:03 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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    52 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Das hört sich doch mal gut an. Langsam tut sich etwas im „Neuland“.

  • Na! Hauptsache es wird auch an die Barrierefreiheit gedacht! Denn das wird oftmals vergessen!

    • Z.B. dass du mit einem Rollstuhl bis an den QR Scanner in der Apotheke kommst?

      • Genau *facepalm*
        Eher sind hier VoiceOver geeignete UI und Texte. Schriften die sich vernünftig skalieren lassen, etc.

      • Auch das ;)
        Aber ich glaub hier geht es um Nutzbarkeit von Älteren oder Personen mit Behinderung :)

    • Die App erfordert iOS 14 oder neuer. Damit scheidet diese bequeme Lösung für die ältere Generation aus, die meist die etwas älteren Handys der Familie nutzen. Da es wohl weder aktuelle Handys noch Apple Watch auf Rezept gibt, wird der Ausdruck der E-Rezeptes beim Arzt und der Gang zur Apotheke für diesen Personenkreis unerlässlich sein.

      • Dir ist schon bewusst, dass IOS 14 bis zum Apple IPhone 6S unterstützt wird. Mehr als 90% aller Apple Iphones, welche aktiv genutzt werden, sind mit IOS 14 ausgestattet.

      • -> tbaer
        Das ist Nicht richtig. Wieso scheidet die Lösung aus?

  • Wer glaubt, dass jetzt alles besser/einfacher wird, kennt aber den deutschen Michel nicht!

    • Ich lasse diese Wortmeldung mal als Negativbeispiel stehen, merke aber an: Solch destruktiven Kommentare ohne „Fleisch in der Suppe“ wollen wir hier nicht lesen.

      Pointierte Kritik, die zum Thema passt, ist hier immer gern gesehen. Wer einfach nur mal Dampf ablassen will, geht aber vielleicht lieber eine Runde laufen als uns hier auf die Nerven.

  • Was mich etwas wundert:
    Wir haben ja alle seit Jahren diese schöne „Krankenkarte“. Ich kann mich irren, aber hieß es damals nicht, dass Krankendaten und Co. „auf der Karte“ verfügbar sein sollten? Ebenso können ja auch Rezepte auf der Karten landen.

    Aber die Sache mit der App ist natürlich auch cool.

    • Die Patientenakte kann auch auf die neue Krankenkarte mit NFC-Funktion übertragen werden, wenn der Patient das wünscht und der Arzt das technisch auch kann.
      Dann können auch andere Dienstleister bei Vorlage der Karte diese Daten auslesen.

      • Das Angebot zum Schreiben ausgewählter Datensätze (zunächst bor allem Diagnosen) via die sogenannte elektronische Patientenakte (ePA) auf der Versichertenkarte (eGK) ist seit heute für alle niedergelassenen Kassenärzte verpflichtend – wer nicht mitmacht, dem drohen Honorarkürzungen. Auch hier geht die Politik wie so oft den falschen Weg, statt Engagement in der Digitalisierung zu belohnen lässt sie die ohnehin schon überlasteten Praxen mit dem Thema allein und droht umgekehrt noch mit Sanktionen… ein Trauerspiel! Und leider führt es genau zum Gegenteil dessen, was gewünscht ist. Statt die Akzeptanz zu steigern stößt die Maßnahme auf viel pauschale Ablehnung…

  • E-Rezept was neues? Für Deutschland ja. Aber für andere Länder, z.B. Polen nein, denn dort klappt es schon sehr viel länger und sehr viel umfangreicher! Warum eigentlich meint Deutschland das Rad immer neu erfinden zu müssen? Und warum kommt so etwas nicht von der EU? Oder glaubt etwa jemand dass man die deutsche Software später mal bei Reisen in ein EU Land ebenfalls einsetzen kann?

    • Hier muß nichts neu erfunden werden! Wir haben aber wie üblich das große Problem mit dem überbewerteten Datenschutz, der nach Möglichkeit fast Erreichtes wieder zu zerbröseln!

      • Der Datenschutz ist nicht überbewertet und auch wirklich nichts schlimmes. Man muss es nur machen, und zwar richtig. Mit den Datenschützern reden, sie ins Boot holen und dann läuft es.
        Sieht man bei uns, wir haben das eRezept schon länger mit der TK (und mittlerweile einigen weiteren Krankenkassen) entwickelt und erprobt. Andere Länder haben zwar schon zum Teil länger digitale Rezepte, aber die Vorgänge sind nicht so komfortabel.

  • Eine GmbH ohne Gewinnerzielungsabsicht, die seit 2011 nur Verluste schreibt und in dem Sinne als steuerliche Liebhaberei gelten müsste? In der Hand eines Wirtschaftsinformatikers und Gesellschafters, der auch als Immobilienverwerter am Start ist/war?
    Er entwickelt und koordiniert nun die Verwaltung und Verarbeitung von Gesundheitsdaten, insbesondere Rezepte?
    Sehe ich kritisch, lass mich jedoch gern aufklären…

    • Ich weiß nicht, ob du diese Aufklärung meintest: Nach der Rechtsprechung des BFH hat eine Kapitalgesellschaft keine außerbetriebliche Sphäre. Daher kann sie auch keine Liebhaberei betreiben.

      • nein das meinte ich nicht… eine Kapitalgesellschaft, die nach der Gründungszeit dauerhaft Verluste schreibt, kann dem eigentlichen Unternehmenszweck einer Kapitalgesellschaft nicht nachkommen und da folgen wenigstens steuerliche Probleme – die Kernfrage meinerseits:
        Warum liegt es in der Hand einer fragwürdigen GmbH und nicht bei der Kassenärztlichen Vereinigung, wo man sein Rezept elektronisch verarbeiten lässt…

  • Da das ganze E-Rezept (und Glaube auch die Patientenakte in Zukunft) auf FHIR basiert, hoffe ich, dass Apple das in die Health-App integrieren lässt (wofür FHIR ja Voraussetzung ist), bzw. die Gematik das ermöglicht.

  • Alles gut und schön mit der App und den E-Rezepte !! Aber was man alle die ,die kein Smartphone haben ???? Oder die kein App benutzen wollen oder können??? Was machen alle unsere alten Leute ( Senioren) ???

  • Wieso hört man hierüber nichts von Datenschutz-Experten oder Informatikern? Schließlich scheint ja noch nicht einmal der Quellcode der App öffentlich zu sein, geschweige den eine ordentliche Beschreibung der Technik öffentlich verfügbar zu sein.
    Ich persönlich finde es zum Beispiel ein wenig kritisch die Daten an einer zentralen Stelle zu speichern.

  • Das Gesundheitskartenwesen wurde noch unter der Regierung von Helmut Kohl angestoßen, alles hätte schon vor 20 Jahren laufen sollen. Zentrale Säule ist die Chipkarte, einer Technologie au den 70ern, mit atemberaubenden 32kb Speicherkapazität. Die Firma, die die Dinger produziert, ist dermaßen innig mit Politik, Parteien und Telekom korruptiv-inzestuös verbandelt, dass das ganze System ohne diese Datenflaschenhälse nicht mehr denkbar ist. Praxisfeldversuche mit den bereits im Betrieb befindlichen Telematikelementen erbrachten erschütternde Ergebnisse: Ärzte, Praxispersonal und Patienten sperrten ihre Karten durch zu viele Falschangaben, unzureichende DSL-Verbindungen brachten die Systeme zum Absturz. Anhand der gewaltigen Summen, dieses in dieses todkranke System gepulvert wurden, ist ein Neustart des Projekts mit anderer Technik, was die einzigste Lösung wäre, nicht machbar. Es gibt Länder, wie z. B. Die baltischen Staaten, bei denendas ganze schon seit Jahren funktioniert, hier dient einfach der Personalausweis als Zugang. Einfach nur ein Trauerspiel…

  • Also für so einen iphone-Blog, der ja durchaus auch technische Innovation und so suggeriert, tummeln sich hier ganz schön viel herum, die alles neue verteufeln, alles in Frage stellen und witziger weise dauernd über Apple motzen.. in nem iphone-Blog. Meine Güte. Das internet wäre viel schöner ohne diese Menschen!

  • Cool……BTM-Rezeptcodes ab Januar beim Hacker Ihres Vertrauens ;-)

  • Bananenrepublik Deutschland, ein digitales Entwicklungsland

  • Das liegt eben daran, dass der Innovationsgehalt der Telematik-Infrastruktur nicht wirklich neu ist. Chipkarten, Kartenterminals und hardware-basierte VPN-Tunnel sind, für sich gesehen, nichts wirklich revolutionäres, und ein paar Apps am Ende des Systems, beim Patienten machen den Kohl nicht fett, wenn der Schwachpunkt in der Infrastruktur sitzt. Neue, innovative Lösung für die Digitalisierung der Gesundheitsbürokratie würde ich auf dieser Seite wirklich gerne bewundern und kommentieren/diskutieren, doch da kommt nichts Neues, kann nichts Neues kommen, da sich die Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft sich selbst mehrere Beine gestellt haben und ein Neustart anhand der bereits getätigten Investitionen nicht machbar wäre. Gesundheitsminister, deren Namen man erst googlen muss, hatten die letzten 25 Jahre über die Gesundheitskarte jeweils zur Chefsache erklärt und vollmundige Versprechen abgegeben – und versagt.
    Vor ein paar Jahren hatte ich bei einer Umschulung mal ein Referat über der dieses Thema gehalten, inklusive Gegenvorschlag für ein funktionierendes System.

  • Seid Ihr mit der Beschränkung auf „apothekenpflichtige“ Medikamente sicher? Für die benötigt man eigentlich gar kein Rezept.
    Ein Fortschritt wäre die Geschichte dann, wenn es um „verschreibungspflichtige“ Medikamente geht!

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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