iphone-ticker.de — Alles zum iPhone. Seit 2007. 19 447 Artikel
Podcast-Tipp

„Die digitale Kunst ist brotlos“ – 50 Podcast-Minuten zu Apple Music und Co.

Artikel auf Google Plus teilen.
19 Kommentare 19

HR2, das Kulturradio und zweite Hörfunkprogramm des Hessischen Rundfunks produziert bereits seit 1996 die monothematische Wortsendung Der Tag, die sich inzwischen auch über ein kostenfrei bereitgestelltes Podcast-Feed abonnieren lässt.

apple

Der Podcast ist grundsätzlich empfehlenswert, die Folge vom 11. Juni wollen wir euch heute aber besonders ans Herz legen. Das Team der Hörfunk-Sendung blickt aus Anlass des angekündigten „Apple Music“-Starts zum Monatsende auf die Musikindustrie, den Erfolg der Streaming-Portale und die Auswirkungen, die der Trend zum Monats-Abo mit sich bringt.

53 hervorragende Minuten, die sich in diesem Podcast und alternativ hier im MP3-Download anhören lassen.

30 Millionen Songs jederzeit digital abrufbar für einen Abo-Preis von 9 Euro im Monat – das bietet Apple ab Ende Juni erst einmal der Apple-Community. Ab Herbst soll es das Angebot auch für Nutzer von Android-Handys geben. Nichts Neues eigentlich. Streaming-Dienste wie Spotify oder Napster bedienen schon lange eine große Zahl von Musikfreunden, das Ende der CD ist eingeläutet. Trotzdem zuckt die Konkurrenz zusammen, denn mit Apple drängt ein weiterer großer Player auf den Markt, der mit dem Streaming-Dienst nicht mal Geld verdienen muss. Und erst recht zucken Kulturschaffende zusammen, auch bei ähnlichen Angeboten wie der Hörbuchplattform Audible. Künstler und Autoren können zwar von der Publicity profitieren, verdienen tun sie aber fast nichts daran. Und so sägt langfristig gesehen diese Industrie an dem Ast, auf dem sie sitzt: Irgendwann haben die Streaming-Dienste vielleicht einfach nichts mehr anzubieten?

Und übrigens: Die neue Farbe des aktuellen Spotify-Logos ist gewollt.

Dienstag, 16. Jun 2015, 15:57 Uhr — Nicolas
19 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
Rede mit!
  • Hallo,

    ich sehe das alles etwas anders und auch nicht ganz so schwarz. Man muss sagen, dass der normale Bürger ca. 30-40 Euro im Jahr für Musik ausgibt. Durch einen Streaming Dienst werden es 120€ im Jahr die ausgegeben werden.

    Natürlich ist es so, dass bei den kleinen Künstlern nicht so viel ankommt, aber wer glaubt denn, dass eine Band die nicht bei einem Major Label unter Vertrag ist viel Geld verdient.

    Es ist wie so häufig wer Groß ist und/oder der Geschmack der Massen trifft, verdient Geld. Ich sehe hier sogar eine kleine Chance für kleine Künstler, weil sie zufällig mal in einer Playliste auftauchen.

    Vielleicht nicht immer alles schwarz sehen, sondern auch mal rechnen. Es wird wohl sehr viel Geld generiert werden und natürlich verdient auch Apple, aber grundsätzlich ist es Schub für die Musikindustrie.

  • Das Ende der CD ist nach wie vor nicht eingeläutet. Das wäre ja theoretisch auch schon vor über 10 Jahren soweit gewesen.

    • Stimmt. Ich habe schon seit mein Sohn (11) geboren wurde keine CD mehr gekauft. Erst durch Napster bin ich auf den zahlenden Zug aufgesprungen. Mir gefällt das Streamen sehr gut und ich werde auch in Zukunft nie wieder eine CD besitzen. Diese Staubfänger bin ich zum Glück los.

  • Kann überhaupt nicht verstehen, was diese Streamingmusic für einen Vorteil haben soll.

    Ich empfange über das Internet (TuninRadio) die beste Musik. Auch nach meinem Geschmack. Und das kostenlos.
    Wenn mir ein Künstler besonders gefällt, dann kaufe ich mir seine CD’s.
    So habe dann MEINE MUSIK immer offline dabei.

    Warum für Musikstreaming auch nur einen Pfennig/Cent ausgeben, erschliesst sich mir nicht.

    Mal nebenbei: mir wäre es viel lieber, Apple würde seinen Gehirnschmalz zur Erhöhung/Erhaltung/wiederherstellung der IOS Software einsetzen. So habe ich immer wieder ein totales Aufhängen derselben, wenn der Bildschirm von Hoch- nach Querstellung gehen soll. Da hilft dann nur noch Homebutton + Ausschalttaste, und schon gar kein Musikstreaming.

    Prioritäten laufen bei Apple seit einiger Zeit absolut falsch. Irgendwann kostet das mehr, als der Streamingmist einbringt.

    • Was du machst, macht mein Opa genauso. Nur das er analoge Medien nutzt. Einfache Regel: Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Der Markt für Musik, die der Käufer auch besitzt, wird nie ganz verschwinden – es ist nur nicht mehr die goldene Kuh, welche die Musikindustrie hemmungslos gemolken hat. Maxi-CD’s für 10 Mark – ein Lied plus zwei-drei miserable Remixe. Auch mit der Einführung von iTunes wurden Soddom und Gomorra heraufbeschworen. Was ist passiert? Nichts. Da die Labels noch keine tragfähigen Zukunftsmodelle für das veränderte Konsumentenverhalten gefunden haben, machen sie Panik bei genau eben diesen Konsumenten. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

      • Na also, Dein Opa gehört wohl zu meiner Generation.
        Man muss aber nicht erst Opa werden, um eine vernünftige Kosten- Nutzen Rechnung zu machen. Oder?
        Ach, hab total vergessen, daß wir älteren Herrschaften das eh nicht mehr richtig schnallen und hinterm Berg leben.

      • Interessant wäre jetzt zu wissen, welchen Nutzen du aus Besitztum ziehst bzw. wie er von dir in Geld aufgewogen wird. Deine Argumentation hört sich mehr nach ideellem Wert an. Schau mal über den Tellerrand und versuche zu verstehen, dass Musik besitzen für viele nicht mehr interessant ist. Eher die ständige Verfügbarkeit auf ein nahezu grenzenloses Angebot. Was auch gerne vergessen wird: Spotify hat einen Weg raus aus der Illegalität geschaffen für Nutzer, die seit jeher nichts für Musik gezahlt haben. Ein Sammler hört nicht auf Musik zu sammeln. Einer der nur viel und günstig haben möchte – und auf den Besitz verzichtet – bekommt mit Streaming eine tolle Möglichkeit. Also: Sei mal nicht so „alt“ im Kopf und betrachte von mehreren Seiten. Das sagt dir ein 27jähriger.

      • Besitztum bietet Sicherheit. Wenn einem seine Lieder etwas wert sind, will man sicher darauf zurückgreifen können, wenn und wann man es will.
        Wenn ich das letzte Morrissey-Album nicht gekauft hätte, könnte ich es jetzt nicht mehr hören, weil M seiner Plattenfirma mittlerweile die digitalen Vermartungsrechte daran entzogen hat.
        Ich kann mir trotzdem das Album jederzeit aus der Cloud saugen :o)

      • Wie gesagt: Wenn Musik einen ideellen Zweck hat, man beispielsweise besonders einen Künstler, ein Genre oder was auch immer mag, ist Streaming wirklich nichts für einen. Deswegen sagte ich ja schon eingehend: Es wird beides bestehen – sowohl das Streaming als auch der klassische Vertrieb.

  • Wir leben in Zeiten der Flatrates. Punkt. Kein Künstler wird gezwungen bei einem Label zu unterschreiben, der das Streamen befürwortet. Persönlich entdecke ich beim Streamen ein paar Alben im Jahr, die ich dann kaufe. Denn Streaming in der Berliner U-Bahn fällt flach und Offline-Speichern mag ich nicht, dann lieber kaufen und Konzert besuchen, das hilft dem Künstler.

    • Genau. Auf Konzerte gehen. Das macht Spaß ohne Ende. Ich liebe es. Und die Tickets für die neu entdeckten Künstler sind noch günstig und die „Locations“ eher Clubs statt Mega-Hallen. App-Tipp: Bandsintown oder Songkick. Die kann man entsprechend konfigurieren. Anschließend erhält man Mitteilungen zu kommenden Auftritten. Aber wisst Ihr wahrscheinlich alles schon…:))

  • Einfach immer diese 3 monatigen Testphasen von deezer Spotify und bald Apple nutzen. Irgendein Dienst Haut immer was gratis raus zum testen. Höre so schon seit 1 Jahr umsonst :) und dank den Playlist Konvertern von Spotify zu deezer oder andersrum geht das ganze noch viel einfacher!

    • Toll. Du bist ein Held. Welcher arbeit gehst Du nach? Ach ja…arbeit ist ja blödsinn denn Dein Geld kommt vom Amt. Und so weiter und so fort…ach ja…ich höre dann jetzt auch auf zu zahlen (arbeiten). Aber wer stellt mir jetzt die Musik (Arbeitslosengeld) zur Verfügung?!? Mmhhhhh…

      • Ich bin Abiturient? Wenns kostenlos geht warum dann nicht auch auf diese Weise?! :D

      • Ich kann Dich ja verstehen…solange die Industrie so etwas anbietet sind sie ja auch zum Teil selber Schuld. Aber auf der anderen Seite muss/sollte auch ein „Abiturient“ für Dienstleistungen zahlen bzw. zahlen lassen (Eltern ;-))

  • Etwas offtopic: Wie kann ich in der Musik App in iOS 9 Playlists erstellen?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    ifun.de ist das dienstälteste europäische Onlineportal rund um Apples Lifestyle-Produkte.
    Wir informieren täglich über Aktuelles und Interessantes aus der Welt rund um iPad, iPod, Mac und sonstige Dinge, die uns gefallen.
    Insgesamt haben wir 19447 Artikel in den vergangenen 3382 Tagen veröffentlicht. Und es werden täglich mehr.
    ifun.de — Love it or leave it   ·   Copyright © 2016 aketo GmbH   ·   Impressum   ·   Datenschutz   ·   Auf dieser Seite werben aketo GmbH Powered by SysEleven