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Mit Remote, Luftdruck-Sensoren und Kameras

CPMC X6 ausprobiert: Motorrad-CarPlay mit Zusatzfunktionen

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32 Kommentare 32

Nachdem wir das X6 Motorcycle CarPlay System bereits vor einigen Wochen vorgestellt haben, hatten wir nun die Gelegenheit, das Gerät selbst im Alltag auszuprobieren. Unsere Eindrücke aus der Praxis haben wir im folgenden notiert. Die Kombination aus CarPlay-Display und Dashcam-Zentrale macht eine ganz gute Figur.

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CPMC X6: Ein Breites CarPlay-Display mit Sonnenschutz und Fernbedienung

Umfangreicher Lieferumfang

Der Lieferumfang fällt umfangreich aus und umfasst neben dem Display auch zwei Kameras, eine Lenkerfernbedienung sowie Sensoren zur Reifendrucküberwachung. Der erste Eindruck kann dadurch unübersichtlich wirken, relativiert sich jedoch nach der schrittweisen Einrichtung.

CPMC X6 Motorcycle Dash Cam Package Contents List

Der Paketinhalt ist umfangreich, die Kugelkopf-Halterung hat uns jedoch nicht zugesagt

Die Montage erfolgt eigentlich über eine mitgelieferte Halterung für gängige Lenkerdurchmesser. Diese ist solide verarbeitet, trägt allerdings vergleichsweise stark auf. Im Test haben wir uns daher für eine kompaktere, selbst gestaltete Lösung aus dem 3D-Drucker entschieden, die das Display näher am Lenker positioniert. Unabhängig davon lässt sich das Gerät mit den beiliegenden Komponenten ohne spezielles Werkzeug montieren.

Halterung X6 2500

Noch in weiß: Wir haben uns für zwei einfache Kunststoff-Brücken aus dem 3D-Drucker entschieden

Nach der Stromversorgung, wahlweise per USB-A oder über einen festen Anschluss an die Fahrzeugbatterie, startet das System automatisch mit der Zündung. Die Verbindung zum iPhone erfolgt dann drahtlos über Bluetooth und WLAN. Apple CarPlay steht dann ohne weiteres Zutun bereit. Navigations-Apps, Musik und Kommunikationsfunktionen lassen sich wie gewohnt nutzen, ohne das iPhone am Lenker befestigen zu müssen.

Carplay Kamera

CarPlay und Kamera-Ansichten lassen sich kombinieren (die Rückkamera ist hier ausgesteckt)

Im Betrieb überzeugt vor allem die Ablesbarkeit des 6,25 Zoll großen Displays. Bei maximaler Helligkeit bleibt der Bildschirminhalt auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut erkennbar. Die Bedienung erfolgt entweder direkt über den Touchscreen oder, was die Ansichtssteuerung angeht, über die kabelgebundene Fernbedienung.

Fernbedienung und Bedienlogik

Die zusätzliche Lenkerfernbedienung erweitert die Steuerung sinnvoll. Über mehrere Tasten lassen sich Ansichten wechseln oder die Touchfunktion des Displays deaktivieren. Letzteres ist für den Einsatz bei strömendem Regen empfohlen, da so Fehleingaben vermieden werden können.

Fernbedienung X6

Kameras, CarPlay, Systemmodus: Die Fernbedienung wechselt schnell die Display-Ansicht

Zwischen CarPlay, den unterschiedlichen Kameraansichten und der Systemoberfläche kann mit der Fernbedienung schnell gewechselt werden. In der Praxis bleibt CarPlay meist die zentrale Ansicht, während Zusatzfunktionen eher situativ genutzt werden.

Kamerasystem und Aufzeichnung

Neben der CarPlay-Funktion bildet die Kameratechnik einen zentralen Bestandteil des X6. Die mitgelieferte Front- und Rückkamera zeichnen das Verkehrsgeschehen mit jeweils 2K-Auflösung und einem Sichtfeld von 140 Grad auf. Die Aufnahmen werden als fortlaufende Schleifen auf der mitgelieferten 64-GB-Speicherkarte gespeichert. Ein 3-Minuten-Clip wiegt nach dem Export knapp 25 Megabyte.

Frontkamera

Die Kameras selbst werden mit 3M-Klebepads befestigt, lassen sich aber auch schrauben

Im Test zeigte sich die 2K-Bildqualität als ausreichend für die Dokumentation von Fahrten und Situationen im Straßenverkehr. Details wie Kennzeichen schnell vorbeifahrender Fahrzeuge lassen sich jedoch nicht wirklich zuverlässig erkennen. Die Aufnahmen eignen sich daher eher zur Rekonstruktion von Abläufen.

Die Kameraansichten lassen sich flexibel nutzen. Neben einer Vollbilddarstellung kann auch eine geteilte Ansicht aktiviert werden oder eine Kombination mit der CarPlay-Oberfläche. Im Freundeskreis haben wir Fahrer, die insbesondere die Rückkamera-Ansicht im Vollbild dauerhaft als digitalen Rückspiegel einsetzen.

Videovollbild 2500

Wer möchte kann sich das Kamerabild auch dauerhaft im Vollbild anzeigen lassen

Ergänzt wird das System durch eine Reifendrucküberwachung. Die Sensoren werden auf die Ventile geschraubt und übertragen ihre Daten automatisch an das Display. Abweichungen lassen sich über einstellbare Grenzwerte signalisieren.

Systemansicht

Die Systemansicht zeigt Luftdruck (links), Geschwindigkeit (Mitte, per GPS) und Statusinformationen

Technisch basiert das X6 auf einem Linux-System mit einem ARM-Cortex-A7-Prozessor und reagiert schnell, ohne zu stottern. Die drahtlose Kommunikation erfolgt über Bluetooth 4.2 sowie WLAN im 2,4- und 5-GHz-Bereich. Firmware-Aktualisierungen werden vom Hersteller bereitgestellt, was das Gerät von einfacheren Importlösungen unterscheidet, wie sie bei AliExpress und Co. angeboten werden. Sogar ein Handbuch (PDF-Download) ist verfügbar.

Die 2K-Aufnahmen sind zur Rekonstruktionen von Fahrsituationen durchaus zu gebrauchen

App-Anbindung und Zugriff auf Aufnahmen

Beim Zugriff auf die Videoaufnahmen zeigt sich ein zusätzlicher Zwischenschritt. Die Datenübertragung erfolgt über die separate eLook-App, die nur in einem eigenen Systemmodus erreichbar ist. Während der aktiven CarPlay-Nutzung ist kein Zugriff möglich. Dass dies nicht alle Nutzer wissen, lässt sich unschwer an den bereits im App Store abgegebenen Bewertungen erkennen. Hier muss man nach dem Start des Systems (und noch vor dem Aufbau der CarPlay-Verbindung) schnell den Modus wechseln, dann klappt auch der Zugriff.

Elook App

Die eLook-App überträgt die Aufnahmen

Nach dem Wechsel in den entsprechenden Modus lassen sich die Videos herunterladen und in der eigenen Mediathek speichern. Die App dient dabei ausschließlich der Verwaltung der Aufnahmen und bietet keine erweiterten Funktionen.

Fazit und Preis

Im Alltag zeigt sich für uns vor allem der große CarPlay-Bildschirm als entscheidender Vorteil, der die Navigation und Mediensteuerung deutlich komfortabler macht als eine Smartphone-Halterung am Lenker. Die integrierten Kameras sehen wir als sinnvolle Ergänzung, um Fahrten oder besondere Situationen festzuhalten, ohne dass sie im Mittelpunkt stehen.

Die Reifendrucksensoren haben wir dagegen nicht genutzt, da wir den Luftdruck weiterhin manuell kontrollieren und die Sensoren im Alltag eher stören. Insgesamt arbeitet das System zuverlässig, besitzt eine übersichtliche Menüführung und punktet mit guter Wetterfestigkeit.

Das X6 Motorcycle CarPlay System liegt regulär bei einem Preis von 250 Euro. Zum Saisonauftakt lässt sich dieser über den Code „SummerRide2025“ derzeit um mehr als 50 Euro auf nur noch 190 Euro reduzieren. Fair, finden wird.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wer darüber einkauft unterstützt uns mit einem Teil des unveränderten Kaufpreises. Was ist das?
27. März 2026 um 18:33 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


    32 Kommentare bisher. Dieser Unterhaltung fehlt Deine Stimme.
  • Ist ganz nett aber nichts was ich auf meinem Motorrad haben möchte. Mich stören schon immer die heutigen digitalen Instrumente.

  • Auf Touren ist CarPlay. Schon echt klasse, gerade weil man das Telefon dann in der Jacke behalten kann.

    • Und wie lange hält der Akku bei Wireless CarPlay mit laufender Navi App? Tagestouren dürften da schwierig sein denke ich.

      • Also ich hab ein sehr ähnliches Dingens am Moped.
        Da hält der Akku vom iPhone 15 bei stehender wireless CarPlay Verbindung von morgens 08:00 bis abends 18:00 und dann hab ich noch ca 15% übrig.
        Wenn ich zusätzlich noch Musik höre (über BT Headset), dann schrumpft es etwas zusammen, reicht aber immer noch bis ca 16:00

      • Dann denkst du da falsch. Tagestouren mit meinem 16pro Max kein Problem.

        Wichtig allerdings der CarPlay Screen sollte einen eigenen GPS Empfänger haben. Dann erfolgt der Standort Bestimmung darüber. Das spart Akku und ist ggf. präziser. Je nachdem wo un wie man sein Telefon verstaut.

      • Ist aber auch mit Vorsicht zu generieren, da manche Powerbanks gerade per MagSafe schon sehr warm werden. Ist dann doof, wenn die Jacke in Flammen steht.
        Aber es geht natürlich auch ein USB-Anschluss im Topcase. Funktioniert auch tadellos und bringt ausreichend Strom bis der Tank von Moped leer ist…
        ;-)

  • Ich nutze das BMW connected ride cradle mit meinem iPhone. Damit kann ich navigieren, Musik hören etc. Alles kann mit dem Standard Wonder Wheel am Lenker bedient werden.
    Dashcam mit 2K bringt nix. Da nutze ich die Innovv. Super Qualität.
    Und den Reifendruck messen heute fast alle Motorräder von Haus aus. Mein Mopped warnt auch wenn der Druck sinkt.

    Daher bringt zumindest mir diese Lösung Nix.

    • Den Reifendruck messen heute alle Motorräder schon von Haus aus?
      Das mag bei vielen BMWs so sein, die anderen sind da noch nicht so weit. Und gerade für die, sind die Sensoren Gold wert.
      Mein Moped ist eine Honda von 2017, kam mit ABS, LED, DCT und allem Pi pa po, aber da war noch nix mit Drucksensoren.
      Aber jetzt mit dem Monitor wie oben beschrieben klappt das wunderbar (und warnt auch bei sinkendem Druck)

    • Es sind Verlängerungskabel für die Kameras enthalten und somit ausreichend lang.

      • So so, du weist also wieviele cm ich brauche vom Lenker der „CanAm Spyder RT“ bis zum Kennzeichen und das das gelieferte ausreicht.
        Das ist wohl ein bisschen weiter als bei einem Motorrad. Dann lass mich Mitte an deinem Wissen teilhaben oder überdenke nächstes mal deine engstirnige Antwort

      • Dann kannst Du auch notfalls was zusätzlich bestellen. Bei einer FJ1200 von Yamaha langt es locker, und die ist echt lang von vorne bis hinten

      • @Martin
        Warum nur Typen wie Du so mega aggressiv unterwegs sein müssen … Zu faul einfach selbst auf der Seite des Anbieters nachzuschauen, aber hier rumpöbeln. Unglaublich!

    • Hallo Martin,
      wusstest Du, dass MK nicht verpflichtet ist, Dir zu antworten? Der einzige, der seine Antwort überdenken sollte, bist Du.

  • mich würde da den stromverbrauch interessieren wenn es komplett installiert ist mit den kameras.

  • Die exakt gleichen Geräte gibt es halt ohne Firmenbranding auch auf Aliexpress, je nach Modell gehts runter bis 50€ wenn man ein wenig stöbert und geduld hat.
    Hab mir vor kurzem selbst eins geholt, die Verarbeitung ist absolut Top und wertig und verglichen mit dem gleichen Gerät eines Namhaften Herstellers, ist es absolut exakt, 1:1 das gleiche Gerät. Kommt wahrscheinlich sogar aus exakt der gleichen Maschine…

  • Tipp aus eigener Erfahrung zu den RDK Sensoren, sollte man nicht über 180 km/h verwenden. Gummi Ventile halten das nicht aus und mit Metallventilen entsteht eine extreme (dynamische) Unwucht. Fahre mittlerweile wieder ohne…

  • Kann man einen Helm per BT koppeln, damit man die Ansagen hört?

  • Mal so als nicht Motorradfahrer sieht man dann noch was?

    • Kommt auf die Position an (die eigene und die vom Navi). Schau dir ne Standard Tenere mit vertikalen Display an und da kommt dann oben noch ein Navi / Roadbook drüber, geht auch. andere Motorräder haben teilweise ne komplett dunkle Scheibe. Ich hab damit keine Probleme (Sporttourer), wenn man sich bei 240 hinter die Scheibe duckt dann muss man halt irgendwo dran vorbei/durch schauen aber da ist der Fokus eh so eng das das auch geht.

  • Ich habe dieses Gerät seit ein paar Tagen in Benutzung.
    Bin ganz zufrieden damit.
    Die beiden Kameras werden mit zusätzlichen Verlängerungskabeln geliefert und die Zuleitungen sind somit ausreichend lang.
    Die Kopplung mit dem Mobiltelefon ist auch kein Problem. Ablesbarkeit auch.
    Auch nach dem erneuten Einschalten wird die Verbindung automatisch wieder hergestellt.
    Die RDK-Sensoren liessen sich erst nicht verbinden. Ein Hinweis des Supports die Sensoren zu vertauschen (entgegen der Kennzeichnung F und B) hat funktioniert.
    Außerdem waren die Knopfzellen der Sensoren schon relativ schwach.
    Die Bedienung mit Handschuhen ist auch gut.
    Da man auf dem CarPlay-Gerät auch die aktuelle Geschwindigkeit ablesen kann, gehe ich davon aus, dass ein GPS-Empfänger verbaut ist. Möglicherweise in der kabelgebundenen Fernbedienung.
    Einziges Manko: das Gerät wird mit einer Halterung, die aus zwei Kugelgelenken besteht, befestigt. Dies führt bei meiner Zwezylindermaschine manchmal zu starken Vibrationen. Ich habe mir für billiges Geld eine Halterung ohne Gelenk bestellt. Mal sehen, ob es damit besser wird.
    Zum Akkuverbrauch des Telefons kann ich keine Aussage machen, da meine Touren nur max. 4 Stunden waren.

  • Es mag zwar etwas altmodisch klingen, ich setze mich auf mein Motorrad.
    Helm auf den Kopf, dort wo ich mich nicht auskenne gegebenenfalls mit Karten navigieren.
    Ab und zu mal ein Blick in den die Rückspiegel, und den den Tacho.
    Dann heißt es den Motor hören, den Wind spüren, und einfach genießen.
    Will ich Technik bis zum Abwinken nehmen ich das Auto…
    Motorrad fahren ist zum Kurven räubern, abschalten, fahren, und einfach nur fahren !!

  • Drahtloses Apple CarPlay ist ein großer Bonus. Ich glaube nicht, dass diese Bildschirme eine Ablenkung darstellen, da ich sie zur Navigation verwende und nur darauf schaue, wenn ich wissen möchte, wohin ich will.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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