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iOS ist bereit

CarKey: Apples Datenschutz-Infos zum digitalen Autoschlüssel

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Über die von Apple in iOS bereitgestellte CarKey-Schnittstelle haben wir in der Vergangenheit bereits mehrfach berichtet. Mit iOS 13.4 wurde erstmals Vorbereitungen für die Verwendung des iPhone als digitaler Autoschlüssel getroffen. Auf die finale Bereitstellung und damit verbunden die Integration bei ersten Hersteller warten wir noch. Von Apples Seite scheinen die Vorbereitungen aber weitgehend abgeschlossen zu sein.

Ios Digitaler Autoschluessel Carkey

Mittlerweile geben die Datenschutz-Infos in iOS bereits umfassend Auskunft zu diesem Thema. Apples digitale Autoschlüssel-Funktion CarKey soll ja in die iOS-Wallet integriert und dann über NFC verwendet werden können, dementsprechend wurden die Datenschutzhinweise im Bereich „Wallet“ umfassend erweitert.

Apple CarKey: Digitaler Autoschlüssel und Datenschutz

Hier Apples detaillierte und die datenschutzrechtlichen Aspekte berücksichtigende Infos zum Thema „Autoschlüssel hinzufügen und verwalten“.

Wallet ermöglicht das Hinzufügen und Teilen von Autoschlüsseln für bestimmte Fahrzeuge. Du kannst einen Autoschlüssel hinzufügen, indem du dich bei der App des Fahrzeugherstellers anmeldest oder einen Kopplungscode in Wallet eingibst, um deinen Anspruch als Fahrzeughalter geltend zu machen und dein Gerät mit deinem Fahrzeug zu koppeln. Bei erfolgreicher Kopplung sendet dein Gerät ein einmaliges Einlöse-Token für den Halter an Apple. Apple verwendet das Einlöse-Token, Informationen über deinen Apple-Account und dein Gerät sowie deine Ortsdaten zum Zeitpunkt der Bereitstellung (wenn die Ortungsdienste aktiviert sind), um Missbrauch zu verhindern.

Um deinen Autoschlüssel zu konfigurieren, teilt Apple eine eindeutige Geräte-ID mit deinem Fahrzeughersteller. Diese Geräte-ID ist für jeden Fahrzeughersteller unterschiedlich, um deine Privatsphäre zu schützen. Dein Fahrzeughersteller kann diese Geräte-ID mit anderen Informationen verknüpfen, die er über dich erfasst hat, und wird diese Informationen gemäß seiner Datenschutzrichtlinie verarbeiten.

Du kannst Autoschlüssel teilen, indem du auf der Kartenrückseite der Schlüssel auf „Einladen“ tippst, den gewünschten Zugriffstyp auswählst und die Karte für die Autoschlüssel mithilfe von iMessage teilst. Apple leitet Informationen darüber, mit wem eine Karte geteilt wird sowie über den erteilten Zugriffstyp an den Fahrzeughersteller weiter, um die Konfiguration und Verwaltung von Karten für Autoschlüssel zu unterstützen. Apple teilt außerdem eine eindeutige Geräte-ID für den Kartenempfänger mit dem Fahrzeughersteller, damit dieser deine Karte verwalten kann. Für Kartenempfänger sowie Eigentümer kann der Fahrzeughersteller die Geräte-ID mit anderen Informationen verbinden, die über den Empfänger vorliegen, und diese Informationen gemäß seiner Datenschutzrichtlinie verarbeiten.

Apple sammelt und behält keine Daten über die Fahrzeugnutzung, etwa wann die Karte für die Autoschlüssel zum Auf- oder Zuschließen des Fahrzeugs genutzt wurde. Dein Fahrzeughersteller kann Nutzungsdaten deines Fahrzeugs gemäß der mit dir abgeschlossenen Vereinbarungen sammeln. Wir empfehlen, für zusätzliche Informationen die Datenschutzrichtlinie des Fahrzeugherstellers zu lesen.

Danke Etienne

Montag, 15. Jun 2020, 11:18 Uhr — chris
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  • Bei vielen Modellen geht das ja schon mit Android, z.B. Bei BMW. Ich gehe daher mal davon aus, dass das dann technisch auch einfach umzusetzen ist und bei den Modellen, die das mit Android können auch mit dem iPhone geht..

  • Verstehe auch nicht, warum das von vielen Seiten als Weltneuheit betitelt wird – bei Audi gibts die Funktion für Android-Geräte schon lange

  • Würde mich über sowas wie HomeKey freuen. Empfinde Bluetooth für smarte Türschlösser eher als Workaround, weil NFC dafür nicht freigegeben ist.

  • Bislang gibt es Apps der Hersteller die auf einer Plattform funktionieren. Apples Ansatz macht daraus eine Schnittstelle, die App unabhängig funktioniert, vom Lockscreen oder durch Annäherung und wahrscheinlich genau wie Fahrkarten selbst dann wenn der Akku leer sein sollte.

    • Exakt.
      Es geht nicht darum, dass es irgendwelche Hersteller-Hacks gibt, die auf Android funktionieren.
      Es geht darum einen Standard zu erstellen der:
      – von allen Auto Herstellern implementiert werden kann, und dann keine VW/BMW/Tesla App braucht
      – auch funktioniert wenn der Akku leer oder kein Netz vorhanden ist.
      – sicher ist

      Fragt mal den Typen der in der Wüste mit dem Tesla nicht mehr weiter fahren konnte weil er kein Netz hatte.

      Apple geht es nicht darum erster zu sein. Sie wollen der erste sein, der es „richtig“ macht.

      • Wer in der Wüste mit dem Tesla nicht weiterfahren kann, weil er kein Internet hat, muss sich echt doof anstellen. Funktioniert über Bluetooth (Fob und Handy) oder NFC (Karte). Beides völlig ohne Internet…

      • „Es geht darum einen Standard zu erstellen […]“

        Dieser Standard existiert bereits: Die „Hersteller-Hacks“ basieren nahezu alle auf dem Digital Car Key Standard (Ausnahme: Tesla), der bei Apple einfach nur als „CarKey“ vermarktet wird. Es ist dieselbe Schnittstelle, nur dass Apple den Zugang dazu analog Apple Pay über das Wallet bündeln wird, während Android die Nutzung einzelnen Apps frei überlässt.

        Alle namhaften Automobilhersteller sind dem entwickelnden Konsortium angehörig, im Vorstand sitzen neben BMW und VW auch Samsung und eben Apple. Bei Interesse mal nach dem Car Connectivity Consortium suchen.

        Daher funktionieren mit div. Android-Telefonen bereits heute alle die Features, die CarKey zukünftig bieten soll, inkl. der Nutzung noch mehrere Stunden nachdem der Telefonakku vermeintlich leer ist (bis zu 20h je nach Gerät).

        Kurz: Wahrscheinlich werden alle Fahrzeuge, die sich schon heute per Digital Car Key Standard mit Android Telefonen öffnen/starten lassen, nach der iOS Implementierung ohne Hardwarenachrüstung mit Apple-Geräten kompatibel sein.

        Die Apps der Automobilhersteller wirst du in den meisten Fällen wahrscheinlich trotzdem benötigen um den Schlüssel ins Wallet herunterzuladen, das wird ja in den Datenschutz-Infos oben schon beschrieben.

    • Genau so ist es. Zur Abwechslung mal ein fundierter Beitrag zu dem Thema :)

  • Wir damit auch das Starten des Motors ermöglicht (bei Modellen mit Keyless Start/Stopp)? Ansonsten müsste man ja trotzdem den Autoschlüssel mit sich führen.

  • Ich hörte kürzlich die Geschichte eines Anwalts, der zu sensiblen Mandantengesprächen mit seiner 80er-Jahre-E-Klasse fährt und sein Handy ausgeschaltet zu Hause lässt…
    Er ist praktisch nach heutigem Verständnis gar nicht unterwegs. Herrlich.

    • Das waren noch Zeiten :-))
      Ich habe diese Funktion erst gar nicht bestellt (neben Headup-Display und Memory-Funktion).
      Ich mag meinen Schlüssel und bin mir auch nicht zu schade, dort ganz gezielt mal eine Taste zu drücken, um den Wagen zu ver- oder entriegeln.
      Meinen Kofferraum kann ich auch immer noch innerhalb einer Sekunde schließen – ganz ohne Stromverbrauch.
      Vieles ist einfach „nice to have“ … aber es geht auch ganz toll ohne. Ich kenne noch Zeiten, wo man den Schlüssel in der Fahrertüre steckte, dort den Wagen aufschloss, sich reinsetzte und dann den Arm rüber zur Beifahrertüre ragte,um dort die Türe für den Beifahrer zu entriegeln. Da ist der Schlüssel mit Zentralverriegelung schon eine echte Innovation – auch ohe BT, oder NFC.

      • Man schloss aber erst die Beifahrertür aif und öffnete diese für die Begleiterin.

      • Californiasun86

        Könnte ja auch ein Kumpel sein, dann nicht. Also entspann dich mal. Aber du wolltest halt auch mal witzig sein ..

      • NicoF, du hast es verstanden :D

      • Die emanzipierte Frau von heute macht sicher lieber selbst die Türe auf als drauf zu warten das es ein Mann für sie macht, oder? Man kann heutzutage einfach so viel falsch machen…

      • @NicoF: nein, das lief damals schon sehr aufwandsoptimierend :-))
        2x Schlüssel in Schlösser, um mit „Perle“ ins Auto zu kommen war nicht (es war zu dieser Zeit ja KEINE Zentralverriegelung).

    • Ortung ist für einen Sicherheitsdienst auch dann möglich :
      – Scannen von Nummernschildern
      – Ortung über Klang des Wagens / Zündimpulse

      Zu Uni Zeiten habe ich mit einem Mikrofon Array einen Straßenkarte über die niederfrequenten LKW Geräusche erstellt.

      Es wird wohl nur keiner sich für einen Anwalt diese Mühe machen

      • Müssen sie auch nicht extra. da schon so viele Kameras und Mikrofone vorhanden sind, auf die zugegriffen werden können.

  • Carkey auf dem Handy? Jedesmal das Handy ans Türschloss halten? Wer bitte braucht denn sowas? Es gibt doch die Komfortschliessung. Ich habe den Fahrzeugschlüssel in der Tasche. Beim Annähern an das Fahrzeug öffnet das Fahrzeug, beim Weggehen verriegelt das Fahrzeug.

    • Und das mit der Apple Watch und ich wäre glücklich :)

    • Und der „Man-In-The-Middle“ öffnet dann auch gerne mal dein Auto!
      Das neue System ist nach derzeitigem Stand einfach sicherer!

      • Auf den ach so gefürchteten Man-in-the-middle warte ich seit 2012. ich nutze seit diesem Zeitpunkt die Komfortschliessung an diversen BMW Modellen. Problemlos und komfortabel.

      • Den „Man-In-The-Middle“ braucht es nicht. Es reicht, wenn er On-The-Side steht.

      • MitM-Angriffe auf Keyless-Systeme sind gar nicht mal so selten. Meinem Nachbarn wurde auf Reisen mal der Mietwagen so abgenommen.

      • Wenn ein Dieb ein Auto haben möchte bekommt er es egal ob Schlüssel, Funkzentral Verriegelung oder Keyless.

        Leute wacht auf. Wenn ihr nicht wollt das euer Auto geklaut wird, dann schaut in die Statistik und kauft euch ein Auto das nicht auf den ersten 3 Plätzen ist…

        Die Zugangsart hat schon lange nichts mehr damit zu tun.

      • Und selbst wenn du ein Auto kaufst, das nicht weit oben in der Statistik ist, kann es geklaut werden. Ein Auto nur deshalb aussuchen, weil es weniger geklaut wird? Hmm… Geringe Ansprüche an ein Verkehrsmittel, das viele ständig und dauernd nutzen.

      • Hi Jones,
        korrekt! Zu jedem Schloss gibt es einen Schlüssel. Und falls keiner passt…. wird eben einer angefertigt. So simple ist das.

    • Interessant wird es dann auch, wenn der UltraWideBand Chip des iPhones dafür genutzt wird. Dann bleibt das Handy genauso wie der Schlüssel in der Hosentasche. Und man kann eines der beiden daheim lassen.

      • Nicht ganz korrekt Olli. Beim Fahrzeugschlüssel ist der physische Schlüssel integriert. Dies bietet das IPhone nicht.

    • +1
      Versteh ich auch nicht, wo ist jetzt der Vorteil. Da habe ich lieber den Autoschlüssel in der Tasche.
      Die weiteren Kommentare nur quer gelesen.. Autoschlüssel hacken doch wohl eher theoretisches Problem.. vorausgesetzt aktuelle Technik. selbst bei alter Technik, Auto in Hauseinfahrt usw. in Bln. eher nicht.

      • „vorausgesetzt aktuelle Technik“

        Der ADAC hält seine Liste der anfälligen Autos und Motorräder relativ aktuell, derzeitiger Stand ist Mai 2020 und nach wie vor sind nahezu alle der >360 getesteten Autos und Motorräder anfällig für die Funkbrücken-Methode.

        https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/assistenzsysteme/keyless/

        Jaguar Land Rover fiel lange als einziger Hersteller positiv auf, da man dort nach und nach auf UWB inkl. Laufzeitprüfung umsteigt, was die bisherige Methode unmöglich macht. Mittlerweile ist der Golf 8 das erste Fahrzeug eines anderen Herstellers, das ebenfalls auf UWB setzt. Die Behelfslösung anderer Hersteller, das Funksignal nach 2 Minuten ohne Bewegung des Schlüssels zu deaktivieren, mag in der Praxis v.a. die nächtlichen Diebstähle verhindern, das Diebstahlpotenzial ist aber aufgrund der Einfachheit und geringen Kosten der Methode nach wie vor unverhältnismäßig groß. Früher musste man als Autodieb noch ein bisschen was drauf haben und brauchte relativ teures Equipment, heute kann man sich für ein paar Euro die nötige Technik bei Conrad bestellen.

  • Funktioniert das auch mit „Keyless Go“ Funktion? Hab sowas z.B. beim A3 Facelift. Sobald man den Schlüssel in der Tasche hat, kann man die Vordertür einfach so öffnen und losfahren. Würde dann das Handy genügen, ohne dass man den Schlüssel dabei haben muss?

    • Kein Schlüssel sonst wär’s ja wohl Quatsch, oder? ;)
      Handy reicht. Zum Starten muss beim BMW das Handy oder Keycard auf dem Wireless Charger liegen.

  • … und dann blöde gucken, wenn das Auto weg ist!

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