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Open-Source-Messenger für Behörden

BundesMessenger: Betaphase angelaufen, finale Freigabe 2023

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68 Kommentare 68

Auf Grundlage des sicheren BwMessengers, den der IT-Dienstleister BWI für die Bundeswehr entwickelt hat, wird derzeit die Behördenlösung BundesMessenger entwickelt, der sich als Messaging-Lösung für die Öffentliche Verwaltung der Bundesrepublik beschriebt und inzwischen auch schon in seine Betaphase eingetaucht ist.

Bundesmessenger

Ein Open-Source-Messenger für Behörden

Der BundesMessenger wird dabei als Open-Source-Projekt für iOS, Android und das Web entwickelt und implementiert seinerseits das offene Kommunikationsprotokoll Matrix.

Vor wenigen Tagen wurde der BundesMessenger nun auch zur Freigabe in den App Store eingereicht und ist damit offiziell in seine Betaphase gestartet, in der interessierte Behörden die WhatsApp-Alternative auf ihre Tauglichkeit in prüfen können.

Grundsätzlich soll der Messenger in internen Behörden-Netzwerken eingesetzt werden, soll aber auch die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Behörden ermöglichen und so zum schnellen, digitalen Kommunikationsmittel in der Verwaltung werden. Ende-zu-Ende verschlüsselt, im Eigenbetrieb der jeweiligen Behörden.

Matrix Infrastruktur 1400

So sollen ausschließlich IT-Kosten für den Betrieb entstehen, die branchenübliche Abrechnung von Einzelplätzen ist nicht vorgesehen.

Finale Freigabe im Sommer 2023

Bereits im ersten Quartal 2023 soll der BundesMessenger in den öffentlichen Testbetrieb gehen, in dem sich die App auch ohne Behörden-Zugang ausprobieren und sichten lässt. Die finale Freigabe der Applikation, die anschließend im Monatsrhythmus aktualisiert werden soll, ist dann für das dritte Quartal 2023 geplant, wird also voraussichtlich im Spätsommer des kommenden Jahres erstmals in den Live-Betrieb gehen.

Informationen zum BundesMessenger finden sich auf dem Info-Portal der BWI, zudem lässt sich der Quellcode der Anwendung auf dem Code-Portal opencode.de einsehen.

19. Dez 2022 um 08:07 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Hört sich erst mal unglaublich an, wenn der wirklich im Sommer kommt, explodieren hier bestimmt ein paar Köpfe nachdem die Werbung per Fax in jedes Rathaus gekommen ist.

  • Die app ist im store (noch?) nicht verfügbar. Ich erhalte eine Fehlermeldung

  • Ist das nicht eher eine Slack / Teams Alternative als eine What’s App Alternative? Zumindest kenne ich Matrix auch so…

    • Wieso schreiben Leute What’s App, wenn doch vor allem iOS Nutzer täglich WhatsApp lesen dürfen. Mehr Mut zu weniger Apostroph…

      • Ja alle verschicken Text. WA ist gegenüber Teams / Slack jedoch sehr eingeschränkt ;)

      • So sehr nu auch nicht. Ist aber halt vom Unterbau anders und baut nicht auf Matrix auf, war eher als Scherz zu sehen. Klar sind das alles Messenger aber halt doch mit enormen Unterschieden (aktuell noch). Sobald aber alle die EU Regelungen umsetzen müssen wird’s aber am Ende wirklich auf „sind doch alles die gleichen“ hinauslaufen.

  • Und warum setzt man nicht einfach auf einen der unzähligen, bereits vorhandenen Matrix Clients? Warum muss man hier wieder eine eigene App entwickeln? Immerhin nutzt man mit Matrix ein vorhandenes Protokoll und versucht das Rad nicht wieder komplett neu zu erfinden.

    • Käpt'n Blaschke

      Slack in einer deutschen Behörde? Der war gut. Am Ende führen die dort auch noch dieses Internetz ein. Dann müsste ja tausende Tonnen von Faxpapier entsorgt werden.

    • Weil man möglicherweise behördenspezifische Features und Integrationen anbieten möchte, die im Upstream nix verloren haben. Oder einfach, um es den Anwendern so einfach wie möglich zu machen.

    • Ich finde das hier nun gar nicht mal so schlecht, dass für unseren Behörden was eigenes gemacht wird. Man muss sich nicht mit allen Abhängig machen von anderen. Was dabei raus kommt sieht man doch aktuell sehr gut bzgl. unser Energieproblem.

  • Ich wünsche der App noch ein hübsches Logo. Das Jetzige wirkt doch sehr oll und finster. Ab ja. Gut. Muss mir nicht gefallen.

  • Mal sehen ob der wirklich kommt… bevor der benutzt wird schlägt eh wieder der Datenschutz zu oder sonstwer hat was zu meckern. Mal wieder ein Steuergeldgrab…

  • Dann gibts einen Messenger für Bundeswehr, einen für die Bundesverwaltung und einen für jedes Bundesland. Also brauch man dann im Zweifel 18 Messenger im öffentlichen Dienst. Föderalismus ist schon toll. ;-)

    • Föderalismus ist echt toll. Zb kann eine Bundesregierung nicht beliebig weitreichende Gesetze im Alleingang bestimmen und ein Land sind nicht einfach zum Königreich ausrufen.

      Es gibt sicher Haken, aber ich denke schon, dass der Mehrwert überwiegt.

      • Stimmt. Aber was Informationsaustausch anders ist noch Luft nach oben. ;-)

      • Käpt'n Blaschke

        So haben wir 16 Königreiche die häufig gegeneinander arbeiten weil von unterschiedlichen Parteien regiert. Klasse. Zwischen gut gedachtem Föderalismus und dem Vorhof der Bürokratiehölle gibt es auch noch einen gesunden Mittelweg. Den sehe ich hier in Deutschland nicht. Wenn ich 2km über den Rhein nach Rheinland-Pfalz fahre vieles alles anders als in Hessen. Das ist teilweise so absurd, dass man es nicht glauben kann.

      • Ist halt echt ein zweischneidiges Schwert, föderalismus ist schon toll aber teilweise absolut absurd. Ist ja schön dass alle Länder Gesetze abnicken müssen aber warum sind so Dinge wie Bildung oder Gesundheitssystem nicht bundesverantwortung? Da wurde bei der Einführung echt Mist gebaut.

      • In der jetzigen Form ist der Föderalismus einfach nur eine Bremse (alles soll so bleiben wie es ist) und eine Geldvernichtung (vieles muss 16 mal parallel entwickelt und entscheiden werden)

      • Verbesserung nach oben. Auf jeden Fall, vor allem in der „Kompatibilität“ zueinander.

        Abschaffen aber bitte nicht ;)

    • Ist ja das tolle, alle 18 können den gleichen Messenger nutzen, müssen halt nur die eigene Matrix Instanz bereitstellen. Das ist halt wirklich mal so designt dass jeder recht zügig aufspringen kann und dabei seine eigenen Vorgaben zur Umsetzung aufstellen kann.

  • Tolle Idee und gutes Konzept.
    Hoffentlich funktioniert das auch gut und wird von den Mitarbeitern als Arbeitserleichterung angenommen.
    Digitalisierung heißt ja nicht nur, Technik bereitstellen. Sondern eben auch die Menschen, die es benutzen sollen, ordentlich einzuweisen und das Positive in den Vordergrund stellen.

  • Na ob das klappt? Da werden doch wieder Sachbearbeiter sagen „Ich pack doch keine dienstliche Software auf mein privates Handy!“ und dann müssen noch zigtausend Handys angeschafft werden.
    Würde mich nicht wundern.

  • Warum muss denn hier eine separate App entwickelt werden, obwohl es bereits genug Alternativen gibt? Danke fürs Verschwenden von Steuergeldern.

  • Mich würde nicht wundern, wenn der „Betrieb“ unabsehbar plötzlich 3 Stellage Millionen Beträge kostet… der Staat lässt sich immerhin regelmäßig über den Tisch ziehen

    • Ist ja immer eingepreist. Bei den Ausschreibungen kommt’s immer auf den günstigsten an. Da wird schon von vorne herein mit höheren Kosten am Ende gerechnet.

      • Ob da wirklich immer Folgekosten mit dabei sind? Glaube ich irgendwie nicht, sonst würde nicht jedes Bauprojekt dann das doppelte oder dreifache kosten.

      • Du sagst es ja selbst, jedes Projekt kostet das doppelte oder dreifache. Jeder rechnet halt mit dem dreifachen. Die einzigen die da jedes Mal überrascht sind, sind die Zeitungsleser. Wer sich die „Angebote“ der Firmen anschaut weiß halt schon, dass so niedrige Einstiegspreise nur durch nachträgliche Verhandlungen zustande kommen können. Ist halt durch das Vergaberecht so vorgesehen (ja, theoretisch sollte man genauer nachrechnen und alles betrachten. Faktisch wird einfach geschaut wer ist der günstigste und wo passt es am Ende noch in’s Budget)

  • Ob der auch eine Hintertür haben soll, wie sich manche Politiker wünschen …

  • ..ich verstehs nicht so ganz – ist das ein Messenger für Behörden-Mitarbeiter, welche Ihr eigenes Gerät verwenden, oder läuft dieser nur auf Geräten, welche im Behördennetz gemeldet sind….

  • Kostet den Steuerzahler bestimmt 80 Millionen Euro. Die Kosten werden aber noch weiter steigen. Und nach offizieller Freigabe des Messengers, wird der nach 2-3 Tagen geknackt. Freue mich schon auf die ersten Schlagzeilen. :D

  • Wieder ein Deutsches Millionengrab. Das arme SteuergeldWir haben ja im Digitalen Deutschland.

  • Na wenn das genau so funktioniert, wie das besondere Behördenpostfach, (beBPo), na dann gute Nacht Marie… Jeden Scheiß entwickeln wir neu, statt mal im“befreundetem“ Ausland zu schauen und dann funktioniert es nicht oder nur mehr schlecht als recht.

    • Wir haben viel zu viel aus den befreundeten Ausland und wie schnell aus einen „Freund“ ein „Feind“ wird sehen wir aktuell mit Russland. Jahrzehnte gab es eine Partnerschaft bzgl. unserer Gasversorgung und wir haben deswegen verschlafen entsprechende Alternativen aufzubauen.

      Ich geb dir soweit recht, wir müssen für den Consum nicht alles neu erfinden, da können wir ruhig Apple, Samsung etc. etc. Smartphones kaufen oder bei Fernsehern von LG, Samsung, Philips etc. etc.

      Aber ab den Zeitpunkt wo es mehr oder weniger wichtig für unsere Infrastruktur wichtig, sollten wir unser eigenes Ding machen. Um nicht da ständig in der Abhängigkeit von anderen zu sein.

    • Moin Marco,
      was sind deine Probleme mit beBPo?
      Bei uns läuft das einwandfrei uns ohne Probleme.
      Klar ist das Programm nicht hübsch und nicht modern, aber es tut genau das was soll, Nachrichten zwischen Behörden austauschen..

  • Ich wünschte, es gäbe einen deutschen, oder auch europäischen Messenger für alle.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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