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Reanimations-App startet im Herbst

Brustkorb, iPhone, App: Für eine effektivere Herzdruckmassage

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In den kommenden Wochen darf die Webseite reanimation.app im Blick behalten werden. Hier soll noch im Herbst 2019 eine iPhone-Anwendung debütieren, die Ersthelfern bei Wiederbelebungsmaßnahmen zur Hand gehen und die Überlebenschancen des Herzstillstands-Patienten so maximieren will.

Reanimation App

Bilder: Rundfunk Berlin Brandenburg

Die App, die während der Herzdruckmassage auf einem iPhone gestartet und zwischen eigenem Handballen und Brustkorb des Notfalls gelegt werden soll, will die Effektivität der klassischen Reanimations-Technik verbessern und Helfer im Ernstfall mit anleitenden Sprachansagen durch die Stress-Situation führen.

Auf der Webseite des Projektes, das in Kooperation mit der Prof. Dr. Andresen, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Herzstiftung e.V. gerade eine intensive Testphase durchläuft, können sich interessierte Anwender in eine E-Mail-Liste eintragen und werden informiert, sobald die Anwendung zum kostenlosen Download im App Store verfügbar ist.

Allein in Deutschland erleiden circa 65.000 Menschen Jahr für Jahr einen plötzlichen Herzstillstand. Weniger als 10% überleben! In den meisten Fällen ist der Ersthelfer ein Laie, der nicht selten auch Zeuge des Kollapses ist. […] Die Reanimations.app erlaubt eine effektive Wiederbelebung durch ein ständiges “Feedback” über die ideale Drucktiefe und Druckentlastung.

Der verantwortliche App-Entwickler, Alexander Leuchte, hat einen frühen Prototypen der Anwendung bereits Ende März im RBB-Fernsehen demonstriert. Der Sendungsmitschnitt, inklusive der Zusage, dass alle getesteten iPhone-Modelle den Einsatz wohlbehalten überstanden haben, ist im Anschluss für euch eingebettet.

Mit Dank an Karin!

Mittwoch, 14. Aug 2019, 16:03 Uhr — Nicolas
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  • Die iPhones dürften sich bei einer Herzdruckmassage verbiegen, und wenn das stark genug erfolgt, wird die App dann auch nicht mehr funktionieren

  • Zwischen Brust und Handballen???
    Hab grad mal auf den Kalender geschaut. Aber der erste April ist noch lange hin.

    • …dem schließe ich mich mal an, klingt wirklich wie ein Aprilscherz. Ich war Rettungsassistent, und je nach Brustkorbform wird das iPhone das nicht überleben. Der Patient vermutlich ebenfalls nicht, da der Ersthelfer Angst haben wird sein iPhone zu zerstören. Also eine wirklich tolle Schnapsidee!

      Prost!

      • Bin auch RA und stimme dir vollkommen zu. Als Effizienzkontrolle der CPR wird dieser Schuss sowohl medizinisch als auch technisch nach hinten losgehen. Im Zweifelsfall werden am Ende beide tot sein: Patient & IPhone.

  • Also ich würde mein iPhone-Display während einer Reanimation nicht zwischen Patient und Handballen platzieren wollen; glaube kaum, dass das unbeschadet übersteht.

  • Im Ernstfall ist die App dann wegen begrenztem Speicher ausgelagert. Danke Apple für die Speicherpolitik.

  • Damit das auch nur einigermaßen realitätsnah ist, müsste man wahrscheinlich das Displayglas des iPhones zerdrücken.

  • So langsam wird es haarsträubend. Es hat einen Grund warum man mit dem Handballen drückt und dem Opfer nicht ein Brett auf die Brust legt um ihn wiederzubeleben. Wo führt dieser App Wahn einiger Irren noch hin. Das nächste ist ne Operationsapp in der mir erklärt wird wie ich fehlerfrei Herz und Leber entfernen kann.

  • Auf den ersten Blick sieht das nicht sehr vielversprechend aus. Beim 2.Mann, der die Herzdruckmassage durchführt, sagt die App zwar regelmäßig „perfekt“, die Eindrücktiefe entspricht aber sicher nicht den empfohlenen 5cm.

    • Das mit der Tiefe ist eines. Aber diese Puppe hat keine Knochen, die allenfalls zuerst gebrochen werden und dadurch einen enormen Druck aufs Handy bringen.
      Dazu kommt, ein zerbrochenes Display mit all seinen Bakterien, Mikrosplitter im Körper die Infektionen verursachen …
      Nein. Die App ist schon gut, aber nur fürs Tempo. Die restliche Arbeit soll nur analog/manuell erfolgen.

  • Wenn es sich bewährt, darf Apple gerne kopiernudeln und es in den vom Lockscreen zugänglichen Notfallpass und Siri packen.

  • Moin,
    so ganz glaubhaft ist es für mich nicht, dass das iPhone bei einer Herzdruckmassage ohne Schaden bleibt.
    Wenn ich mich an die leider unzähligen Reanimationen die ich als Notarzt durchführte, war der Kraftaufwand bei CPRs schon häufig (Adipositas-Pat. etc) sehr hoch, zumal das Sternum bzw. Rippen schon einen hohen Widerstand aufbauen können. Aber: mit „drücken“ kann man nichts falsch machen, den Fehler den die meisten machen ist der, NICHTS zu machen aus Angst „ich könnte ja was kaputt machen“. Knochenbrüche (Rippen) können passieren, sind aber nicht so tragisch, der Patient dadurch überleb diest! Wenn aber eine App dazu beiträgt, das mehr gedrückt bzw. reanimiert wird begrüsse ich das sehr! Wie oft habe ich es erlebt, dass wir als Rettungsteam ankamen und die Leute, unter anderem auch Polizisten!, standen nur herum und taten (drückten) nichts!
    Mal sehen ob es was bewirkt!
    Herzliche Grüsse
    Doktor Bob

    • „mit „drücken“ kann man nichts falsch machen,“
      Dann braucht es die App nur, um den Takt anzugeben. Der Rest wird mit dem Körpergewicht und Kraft gemacht – bei Erwachsenen. Bei Kindern und Kleinkindern bitte vorsichtig und vorsichtiger drücken. 1/3 der Tiefe zwischen Rücken und Brustbein, auch wenn es weniger als 5 cm sind.
      Danke

    • @Bob: Warum müsst ihr Ärzte eigentlich überall euren Doktor raushängen lassen? Ich habe auch einen (Ingenieur), nenne mich hier aber nicht „Doktor Joe“. Habt ihr das nötig? Braucht ihr das wirklich für euer Ego? Mann Mann Mann …

  • Bei dem Video schaudert es mich.
    Gerade als der zweite Herr beginnt „zu pumpen“ und das Handy regelmäßig „zu stark“ meldet wird der Patient schon bald aufgrund mangelnder Herzdruckmassage nicht mehr oder nicht mehr ohne bleibende Hirnschäden reanimierbar sein.

  • Und wenn 3D-Touch Geschichte ist, ist diese App auch wieder verschwunden.

  • Gibt dann bestimmt welche die dann die App auf ein iPad installieren und damit eine Herzdruckmassage machen wollen.

  • Geil! Ich mache auch eine App: iWagenheber.
    Einfach iPhone zwischen Auto und Wagenheber klemmen. Die App zeigt dann kurz ob der Wagenheber an der richtigen position ist, ehe er sich für immer verabschiedet.
    Patent iz drauf ,Junge!

  • Es ist mir total egal was mit dem iPhone passiert. Aber im Ernstfall soll man den Handballen richtig platzieren und man sagt ja auch, dass nicht mal ein Kleidungsstück zwischen Patient und Hand liegen soll, damit man nicht abrutscht. Und ein iPhone sicherlich erst recht nicht…

  • Die richtige Position einmal erlernt, helfen auch Songs wie Stayin‘ Alive von den Bee Gees, für Metalfans Highway to Hell und für die Schlagerecke Atemlos. ;)

  • Sorry, aber als Ersthelfer mit regelmäßiger Auffrischung kann ich nur mit dem Kopf schütteln! Musik „im Sinn“ für den Takt reicht da völlig. Passende Lieder wurden schon genannt. Aber so .. könnte echt ein Aprilscherz sein.

  • Da freut sich der Reanimationspflichtige, dessen Herzschrittmacher eine Mache hat und durch das Handy auf dem Brustkorb vollends ausflippt …

    Die Frage ist auch, wieviele Rea-Zyklen das Handy tatsächlich mitmacht. Zudem gibt es ja doch einige Lieder, die man zur Not mitsummen kann – je nach Belieben:

    ACDC – Highway to hell
    Bee Gees – stayin alive

  • Leute – mal langsam ausatmen, bis der Puls wieder unten ist.
    Die meisten sind doch komplett überfordert als Ersthelfer. Handlungsoptionen Fehlalarm. Von daher ist alles was die hilflosen Helfer unterstützt willkommen.
    Mich würde ja interessieren, ob die Meckerer hier aus dem Stand reanimieren könnten. Ich kann’s. Im Schlaf.

    • Die Empörten und Apple-Gegner hier hängen doch eh nur vor ihren Windows-Kisten rum um hier ihren Bullshit abzulassen! ;)

    • Möglicherweise wäre Siri mit deutlichen Handlungsanweisungen aber hilfreicher?

      Zumindest, wenn da mehr kommt als „ich verstehe die Frage nicht“ oder „soll ich das für dich googeln?“.

  • Ich fühle mich gleich viel sicherer hier. Es scheinen viele Ärzte anwesend zu sein :)

    Wir gehen jeden Tag zu Ärzten und vertrauen ihnen. Jetzt kommt ein Chefarzt und Verbandschef daher und stellt eine App vor.

    Glaubt ihr echt, dass du totaler Mist ist und nicht funktioniert? Skeptisch bin ich auch, aber das oben genannte Vertrauen ist weiterhin da.

    Eine App die auf jeden Fall funktioniert: Handy in die Luft werfen und (vllt.) fangen. High score!

  • Demnächst gibt es ein Upgrade dafür. Ein iPad pro auf den Brustkorb legen und im Takt von „Highway to hell“ (100bpm) darauf herumhüpfen.
    Geht angeblich auch mit MBPs ab 2017.

  • Ersthelfer hier. Ca 50.000 Menschen verrecken in Deutschland jährlich, weil hilflose Angehörige daneben stehen und aus Angst etwas falsch zu machen… nichts tun. Diese App ist absoluter Bullshit, welche zu mehr Verunsicherung führt. Deswegen hier eine Kurzfassung (die man so übrigens auch in der App vom roten Kreuz findet):

    1. Helfen! Man kann nichts falscher machen als die Person sterben zu lassen. Toter als tot geht nicht.
    2. Atmung kontrollieren. Wenn man sich nicht innerhalb von 5s 100% sicher ist, dass die Person atmet, weiter zu 4.
    3. Person atmet, super, auf die Seite drehen und Notruf anrufen. Streicht das Wort stabile Seitenlage aus dem Gehirn. Es ist egal.. dreht die Person einfach so auf die Seite, dass sie nicht an ihrem Speichel erstickt. Damit haben schon Kleinkinder ihren Eltern das Leben gerettet.

    4. Nicht sicher ob Atmung? Kopf überspannen (in den Nacken drücken), vielleicht war die Zunge im Rachen. Wenn Atmung, s. 3. sonst weiter zu 5.
    5. Notruf anrufen (besser jemand anderes anrufen lassen) und SOFORT mit Herzmassage beginnen. Zum Takt von „Staying Alive“ oder „Yellow Submarine“ da wo ihr das Herz vermutet (vergesst diese Fingerregeln, es ist egal und kostet nur Zeit/tote Hirnmasse) anfangen zu drücken, so doll, wie ihr es für richtig haltet. Bei Menschen über 40 sind die Rippen so starr, dass man unweigerlich einige brechen muss, um ordentlich zu drücken.
    5. Erst aufhören, wenn der Notarzt da ist. Beatmung bringt bei Erwachsenen nichts. D.h. man muss 5-10min drücken, was extrem anstrengend ist, also direkt umstehende Leute zum Abwechseln animieren! Jede Pause beim drücken kostet Hirnmasse.

    Die wichtigeste Regel: 99,9% der Menschen machen inuitiv alles richtig (drücken an der richtigen Stelle mit dem richtigen Druck). Also vergesst die ganzen Regeln, einfach loslegen, Leben retten. Nicht erst auf irgendeine scheiss App starren.

    Ausnahme: Es ist ein Defibrilator in der Nähe (in Deutschland mittlerweile an fast allen öffentlichen Orten, erkennbar am grün-weissen Logo mit Blitz). In diesem Fall statt Punkt 5 oben, den Defibrilator anschalten und den akkustischen Anweisungen folgen.

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