Nachhaltig und robust bei Kälte
Bluetti Pioneer Na: Die erste Powerstation mit einer „Salzwasserbatterie“
Bluetti hat mit seiner neuen Powerstation Pioneer Na gleich in mehrfacher Hinsicht Neuland betreten. Die darin verbauten Natrium-Ionen-Zellen lassen sich nicht nur nachhaltig produzieren, sondern sind auch besonders gut für den Einsatz bei frostigen Temperaturen geeignet. Somit passt die Markteinführung des Geräts auch perfekt zum herannahenden Winter.
Die Bluetti Pioneer Na ist die erste Powerstation auf dem Markt, die auf die noch relativ junge Akku-Technologie setzt. Aufgrund ihres Hauptbestandteils Natrium-Ionen werden die Akkus auch Salzwasserbatterien genannt.
Besonders positiv ist, dass bei der Herstellung von Natrium-Ionen-Akkus keinerlei kritische Rohstoffe verwendet werden, sondern stattdessen ausschließlich reichlich verfügbare Materialien und Recyclingprodukte zum Einsatz kommen. Man darf hoffen, dass zeitnah auch andere Hersteller auf diesen Zug aufspringen.
Mit Natrium-Ionen-Akkus ausgestattete Geräte sind darüber hinaus auch bei Minusgraden leistungsfähiger als wenn gewöhnliche Akkus verbaut sind. Die Bluetti Pioneer Na kann bei minus 15 Grad noch auf bis zu 60 Prozent ihrer Kapazität geladen werden und lässt sich bis minus 25 Grad als Stromlieferant verwenden.
Etwas größer als gewöhnliche Geräte
Die Bluetti Pioneer Na hat eine Gesamtkapazität von 900 Wattstunden. Mit ihren Abmessungen von 340 × 247 × 317 mm fällt die 16 Kilogramm schwere Powerstation weniger kompakt aus als andere Geräte in dieser Leistungsklasse. Der Grund hierfür ist einer der wenigen Nachteile der Natrium-Ionen-Akkus. Diese sind konstruktionsbedingt etwas größer als von der Leistung vergleichbare Lithium-Batterien.
Im Schnelllademodus lässt sich der Akku der Pioneer Na innerhalb von 35 Minuten auf bis zu 80 Prozent seiner Gesamtkapazität füllen. Dieser Wert wird bei Temperaturen zwischen 5 und 25 Grad Celsius und durch die Kombination von Solar und Energie aus der Steckdose erreicht. Ansonsten kann man hier mit Werten von 45 Minuten für 80 Prozent rechnen. Bis der Akku der komplett entladenen Powerstation vollständig geladen ist, dauert es etwas länger als eine Stunde.
1.500 Watt Dauerleistung am Ausgang
An Ausgängen stehen neben zwei Schuko-Steckdosen eine USB-C-Buchse mit bis zu 100 Watt, vier USB-A-Anschlüsse mit jeweils 15 Watt Leistung sowie eine Autosteckdose mit bis zu 120 Watt zur Verfügung. Die maximale Ausgangsleistung von allen Anschlüssen zusammen ist auf 1.500 Watt limitiert. Kurzzeitig verkraften die Steckdosen Leistungsspitzen bis zu 2.250 Watt.
Das Gerät verfügt zudem über eine Funktion, die wir bislang bei keiner anderen Powerstation gesehen haben. Ein auf der Oberseite abgelegtes Smartphone kann nach dem Qi-Standard kabellos mit bis zu 15 Watt geladen werden.
App erleichtert Konfiguration
Wie die meisten Powerstations von Bluetti lässt sich auch die Pioneer Na mit der App des Herstellers verbinden. Die Kommunikation erfolgt dabei über Bluetooth, man muss also direkt in der Nähe sein. Standardwerte wie der Akkustand oder aktuelle Aus- oder Eingangsleistungen werden ansonsten auch auf dem Display der Powerstation angezeigt.
Mithilfe der App lassen sich erweiterte Einstellungen wie das Aktivieren verschiedener Stromversorgungs- und Lademodi jedoch einfacher als direkt am Gerät vornehmen. Man müsste dies sonst mit Tastenkombinationen bewerkstelligen und diese – zumindest wenn sie selten gebraucht werden – jedesmal extra im Handbuch nachschlagen.
Vorbote für neuen Akku-Standard
Die Bluetti Pioneer Na nimmt für uns in erster Linie aufgrund der hier eingesetzten neuartigen und vielversprechenden Akku-Technologie eine besondere Rolle ein. Ganz nebenbei gefällt uns aber auch sehr gut, dass Bluetti sich von der Farbe Schwarz als Standard für diese Produktkategorie verabschiedet hat und das Gerät in eine eisblaue Kunststoffhülle gepackt hat.
Vom Leistungsumfang muss sich die Bluetti Pioneer Na nicht vor anderen Geräten in ihrer Klasse verstecken. Das im Vergleich etwas größere Gehäuse nehmen wir angesichts der positiven Umwelteigenschaften der dahintersteckenden Akku-Technologie und ihrer Unempfindlichkeit gegen Kälte gerne in Kauf.
Den offiziellen Preis für die Pioneer Na gibt Bluetti mit 1.199 Euro an. Derzeit ist das Gerät zum Einführungspreis von 899 Euro erhältlich. Darüber hinaus hat Bluetti im Rahmen einer Black-Friday-Aktion verschiedene weitere Produkte aus seinem Angebot im Preis gesenkt.






Genial! Die Autoindustrie wartet auch schon drauf. Keine bzw. extrem wenig seltenen Erden müssen dafür verbraucht werden.
Funktioniert leider nicht im Auto. Da ist die Energiedochte zu gering. Die Zechnologie ist aber was für das Eigenheim, weil der Speicher (= Tank) fast beliebig vergrößerbar ist. Einfach nen größeren Tank und zusätzliche Flüssigkeit.
Schön dass es jetzt billig wird. Vor 10 Jahren hatte ich das mal ausgerechnet und bin bei 18kWh auf 60.000€ gekommen. Tankgröße damals Fläche einer Garagenrückwand mit 3m Tiefe.
Einergiedichte
Energiedichte und Technologie ;-)
Na wenn du das damals so ausgerechnet hast ;)
Muhahahahaha
Made my day
Hmmmmmm.
https://www.focus.de/auto/elektroauto/news/kann-nicht-brennen-chinesen-bringen-neues-e-auto-mit-natrium-akku_id_259544679.html
Verwechselst Du da was? Das ist ne normale NatriumIonenBatterie mit normalem Elektrolyt.
Du meinst RedoxFlow-Batterien, oder?
@shortman:
Jup, heute nennt sich das RedoxFlow. Damals waren die Teile noch echt groß (so Container-Größe), teuer und hatten nen deutschen Namen – lol.
Hab das gerade mal gegoogelt. Die sind echt klein und billig geworden. 18kWh für 12.000€. Nice. Mit der passenden Solaranlage wird das echt interessant.
In keiner Batterie sind seltene Erden verbaut. Ich weiß nicht, wann sich wenigstens dieser Fakt mal rumspricht.
Yeah, 900Wh bei einer Dauerleistung von 1500W – bedeutet das nicht, dass das Teil dann in etwas mehr als 30 Minuten leer ist? Das Wireless laden tut sein übriges dazu.
Das Produkt ist ja euch relativ klein und daher nicht unbedingt dafür gedacht, große Verbraucher länger zu betreiben.
Das ist mehr ein Camping-Begleiter.
…Camping bei Minusgraden – gehört in jedes mobile Iglu… ;-)
Da kannste dann auch nur paar Mal dein Handy dran laden.
Was willst du beim Camping denn damit betreiben, sodass du es extra mitschleifst?
Kühlschrank oder sowas fällt ja auch aus.
Licht hat meist nen eigenen Akku.
Also wir haben auf dem festival immer von anker immer so eine box mit rund 250Wh mit und betreiben damit durchgehend die kühlbox. Laden aber auch tagsüber mit solar nach
„Die Kommunikation erfolgt dabei über Bluetooth, man muss also direkt in der Nähe sein.“
Sehr lobenswert. Lokal und ohne Cloud sollte auch Standard werden.
1300 Euro für 900 Watt Speicherkapazität? Wer kauft das, wenn es 1kWh bei DJI zum halben Preis gibt?
Sorry! 1200 E!
Warum einen DJI akku für 600€ kaufen wenn man für die hälfte schon ein stromaggregat kaufen kann?
Weil zwar aus beidem Strom rauskommt, aber sonst hat das wenig miteinander zu tun. Beide Geräte decken doch gar nicht die selben Use-Cases ab. Was interessiert mich also ein Stromaggregat?
Was interessiert jemanden der Natrium Batterien möchte ein getät mit lifepo… kommt zwar bei beiden strom raus doch sind es andere usecases
nur 1 USB-C Anschluss?
Das hab ich mir auch gedacht. Ich hätte eher 4 USB-C und einen USB-A erwartet. Aber gleich 4 von den alten Dingern bei einem Gerät im Jahr 2025?!
Diese Taschenrechner und Uhren früher, in die man Salzwasser eingefüllt hat. Ist denke ich was ganz anderes.
Das Verfahren ist garnicht neu sondern eine vergessene Erfindung von Moritz Honigmann schon 1883 erfunden https://de.wikipedia.org/wiki/Natronlokomotive.
hallo Noodles,
vielen dank für diesen Beitrag! habe es mir mit viel Interesse durchgelesen und kannte ich auch noch nicht. Jedoch muss ich da widersprechen: Die chemischen Reaktionen, die hier zugrunde liegen, sind ganz anders. Bei der Natonlokomotive handelt es sich um Energie, die durch verdünnen von Laugen frei wird, bei der Batterie in diesem Artikel sind es jedoch Redoxreaktionen, die hier ablaufen. Von daher hat Herr Honigmann schon eine coole Erfindung hinterlassen, die aber mit dieser Technik hier nichts zu tun hat. ;)
Was sind denn Anwendungen für do ein Gerät? Nur Camping?
Kann man das auch als Speicher für ein Balkonkraftwerk nutzen?
Gibt es auch modulare Wechselrichter-Syteme mit USB-C, Schuko und Solareingang (XT60) aber ohne fix eingebaute Batterien.
Also Steuerelement mit Anschlüssen.
Batterie extra ansteckbar. Somit Batteriepack modular wechsel und wartbar.