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Handy vom Autodach gefallen

Bayern: Smartphone-Unfallerkennung löst Großeinsatz aus

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48 Kommentare 48

Die automatische Unfall- und Sturzerkennung bei Smartphones und Smartwatches steht immer wieder in der Diskussion. Die Zahl der Falschmeldungen ist hoch, aus Kreisen von Rettungsdiensten gibt es aber unterm Strich weiterhin positives Feedback nach dem Motto „lieber einmal zu viel als zu wenig angerufen“.

Aktuell hat die automatische Notruffunktion im Bayerischen Wald für einen Großeinsatz mit Hubschrauberbeteiligung gesorgt. Ursache war dem Bayerischen Rundfunk zufolge ein auf dem Autodach vergessenes Handy, das beim Anfahren heruntergefallen und dabei wohl eigenständig einen Notruf ausgelöst hat.

Iphone Unfall Erkennung 843

In der Notrufzentrale war man von einem Verkehrsunfall mit einer schwerverletzten Person ausgegangen, woraufhin ein Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und der Polizei ausgelöst wurde. Nachdem die Einsatzkräfte vor Ort keine Unfallspuren fanden, wurde zudem noch ein Hubschrauber angefordert, der das Gebiet mithilfe eines Scheinwerfers absuchen sollte.

Die mittlerweile zum Ort des Geschehens zurückgekehrte Smartphone-Besitzerin konnte die Angelegenheit schließlich aufklären und hat in der Folge auch das von der Feuerwehr gefundene Smartphone zurückerhalten.

iPhone seit letztem Jahr mit Unfallerkennung

Aus der Mitteilung geht nicht hervor, ob es sich hierbei um eine iPhone-Besitzerin oder eine Android-Nutzerin gehandelt hat. Letztendlich bieten jedoch beide Systeme entsprechende Funktionen an.

Das iPhone und die Apple Watch wurden ja erst im vergangenen Jahr mit einer automatischen Unfallerkennung ausgestattet. Vorausgesetzt werden hierfür allerdings die neuesten Modelle von iPhone 14 und iPhone 14 Pro beziehungsweise mindestens eine Apple Watch Series 8, Apple Watch SE der zweiten Generation oder Apple Watch Ultra. Darüber hinaus verfügen verschiedene Apple-Geräte über eine Funktion zur Sturzerkennung, über die ebenfalls automatisch ein Notruf aktiviert werden kann.

Es sollte nicht verwundern, wenn ein beim Anfahren vom Autodach fallendes iPhone exakt jene Sensoren angesprochen werden, die Apples neue Unfallerkennung auslösen. Dem Hersteller zufolge reagiert die Funktion bei schweren Autounfällen wie einem Frontal-, Seiten- oder Heckaufprall sowie bei Überschlägen und setzt automatisch einen Notruf ab, wenn der Besitzer innerhalb von 20 Sekunden nicht reagiert.

Danke Michael

25. Mai 2023 um 08:28 Uhr von chris Fehler gefunden?


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  • Hätte man vielleicht doch besser „ankleben“ sollen ;-))

  • Als Feuerwehrmann kann ich bestätigen das es in regelmäßigen Abständen zu Fehlalarmen kommt. Wobei da die Fehlalarme aus Autos 90% ausmachen. Dennoch absolut sinnvoll. Der Umfang der Alarmierung ist oft übertrieben – aber das ist wohl heutzutage so. Es will sich niemand nachsagen lassen er hätte zu wenig getan.

    • Ich denke nicht, dass die Feuerwehr und Polizei per Einsatz bezahlt werden. Die bekommen Gehalt. Ist somit ein normaler Arbeitstag.

      • Das trifft auch auf meine Zahnarzthelferin zu, trotzdem bezahl ich da jedes Mal für die Zahnreinigung :D nur weil jemand ein festes Gehalt bekommt muss das ja nicht zwangsläufig heißen, dass die für alle anderen gratis arbeiten. Hier kommt ja noch Benzin/Kerosin dazu. Aber ja, es ist gut dass sowas von der Allgemeinheit bezahlt wird und wir nicht 3. Welt spielen wie die USA in dem Bereich.

      • Passt nicht ganz. Du zahlst eine Leistung, die Zahnreinigung. Ob das die Helferin oder der Doc persönlich macht ist egal.
        Es geht darum das die Helfer das Geld am Ende des Monats bekommen egal ob die eine Fahrt oder 20 pro Monat machen…

      • Freiwillige Feuerwehr ( und das sind 90% aller Feuerwehren) bekommen Einsatzpauschalen.
        Gehalt bekommt „nur“ die Berufsfeuerwehr

      • Erstmal möchte ich erwähnen, dass ca. 96% des Feuerwehrwesens in Deutschland auf dem Ehrenamt beruht. Es gibt „nur“ ca. 111 Berufsfeuerwehren.
        Also werden die allerwenigsten Feuerwehrleute bezahlt.
        Die Einsätze selber zahlt immer die Kommune. Es sei denn, es wurde Vorsätzlich gehandelt. Dann kann auch schonmal eine dicke Rechnung an den Verschulder selber gehen.

      • Das denke ich aber nicht ,bei größeren Einsätzen fallen mehr kosten an! Klar kriege Polizisten ihren monatslohn ! Aber wenn so nen Einsatz diverse Einsatzkräfte zusammen ruft und Helikopter und co genutzt werden kann das schon richtig ins Geld gehen ! Aber was ist nen Menschenleben wert!?
        Ich denke ,wenn bei 10 extrem kostspieligen Einsätzen 1 leben geredet werden kann dann ist das schon ein Erfolg !

      • Ja und die Autos und andere Einsatz-Gefährte brauchen auch nicht pro Einsatz Betriebsmittel, die Geld kosten. So nen Heli fliegt mit heißer Luft wenn er los muss.

      • @Nebu2k als erstes bekommen weder Polizisten noch Beamte Gehalt sondern eine Alimentation bzw. Besoldung.

        Da von den aktiven Einsatzkräften öffentlicher Feuerwehren in Deutschland nur 3,4% Beamte im feuerwehrtechnischen Dienst sind, bekommen also 96,6% schon mal kein Gehalt/Besoldung/Alimentation. Im besten Fall gibt es mal eine Mini-Aufwandsentschädigung bzw. Fahrgeld für diese 96,6%.

        Und bei den Gedanken ob man mal eben irgendwelche Kosten in Rechnung stellen kann, empfehle ich mal einen Blick in die durch die jeweiligen Landesgesetzgebungen verabschiedeten Feuerwehr-, Brandschutz- bzw. Hilfeleistungsgesetze !

        Z.B. in NRW das Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG)

        § 52 BHKG – Kostenersatz(1) Die Einsätze im Rahmen der den Gemeinden und Kreisen nach diesem Gesetz obliegenden Aufgaben sind unentgeltlich, sofern nicht in Absatz 2 etwas anderes bestimmt ist.

        (2) Die Gemeinden können Ersatz der ihnen durch Einsätze entstandenen Kosten verlangen

        1. von der Verursacherin oder dem Verursacher, wenn sie oder er die Gefahr oder den Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt hat

        kann ich in obigen Fall schon mal nicht erkennen und wird von mir im Einsatzbericht mit folgenden Vermerk versehen:

        Nicht zahlungspflichtiger Einsatz.

    • Die Kommunen und sofern man vorsätzlich eine Falschmeldung abgesetzt hat, kann auch der Verursacher herangezogen werden. Von Vorsatz kann aber hier ja wohl keine Rede sein…

    • War klar, dass diese dämliche Frage wieder von irgendjemandem kommen muss. Natürlich bezahlt das die Allgemeinheit, wenn niemand die Rettungskräfte absichtlich ohne Grund gerufen hat.

      • Das hätte man:
        A) auch freundlich und ohne Gemecker beantworten können und
        B) gibt es vielleicht auch Menschen, die das eben nicht wissen, da (noch) kein Interesse an diesen Themen bzw. keine Berührungspunkte.

        Um es mit deinen Worten zu sagen:
        Klar das wieder so eine dämliche Antwort auf eine normale Frage kommt…

      • @Taurus: gut zusammengefasst

      • Mir ging es mehr darum, dass bei solchen Ereignissen immer reflexartig jemand fragt, wer das eigentlich alles bezahlt, so, als ob die Gefahr besteht, dass die fragende Person da direkt zur Kasse gebeten werden könnte.

      • Vielleicht weiß er einfach nicht dass diese Gefahr in dieser Konstellation nicht besteht und hat einfach aus Interesse gefragt. Die Frage ist neutral formuliert – manchmal ist eine Frage einfach nur eine Frage :-)

    • Ich zahle lieber hierfür Steuern, als für so manch anderes was hier in Deutschland abgeht.

  • Naja, ich sehe den Fehler bei der Autofahrerin. Sie hat schließlich fahrlässig gehandelt. Ggf. Könnte man wirklich darüber nachdenken, ob sie durch ihre Fahrlässigkeit nicht sogar für einen Teil der Kosten belangt werden kann…

    Hier jetzt aber die Notwendigkeit der Funktion oder eine möglich Übersensibilität der Sensoren als Grund in Frage zu stellen, ist Quatsch. Es ist richtig und wichtig, dass es diese Funktionen gibt.

    • Wenn es ein iPhone war, kann man eigentlich keine Fahrlässigkeit voraussetzen, da die Funktion standardmäßig aktiviert ist und ich vermute mal, daß viele Besitzer das gar nicht wissen.

    • Fahrlässig? Ja, ok. Man legt nichts auf das Autodach. Aber aufgrund der Tatsache, dass dies nicht mutwillig passiert ist, sehe ich keinen Grund, hier die Dame zur Kasse zu bitten.

      Mir ist es glücklicherweise noch nie passiert, dass ich etwas auf dem Dach vergessen habe (lege auch nie was ab), aber passieren kann sowas immer mal (Ablenkung durch Kinder, usw.).

      • Fahrlässig heißt nicht mutwillig ,das heißt eher unvorsichtig!
        Dann gibt es noch grob fahrlässig wenn man unvorsichtig schaden in Kauf nimmt und mutwillig ist wenn man es extra macht !
        Gibt da im fachjustischen auch noch detaillierte Beschreibungen ,aber so grob sollte das einfach und verständlich sein

    • Wenn dir das passiert wäre und man würde dich zur Kasse bitten, fändest du das dann fair?

  • Für die Falschmeldungen ist nicht die Technik sondern der Mensch verantwortlich …

    • Naja es gab de Facto keinen Unfall im Sinne der Notruffunktion (die ist ja dazu da um Unfälle bei denen Menschen verletzt wurden zu erkennen und zu melden) also ist die Technik schon verantwortlich da sie eine reine Beschädigung des Telefons als Unfall eines Menschen interpretiert hat.
      Auch wenn alle Welt immer von der ach so mächtigen KI spricht merken wir doch genau in solchen Fällen das KI eben doch oft „nur“ 1 und 0 kann und eben nicht alles sauber interpretieren und verstehen kann ;)

      • Sebastian Voigt

        1. kann die Technik nur sich selbst auslesen und nicht den Menschen, ob dem was passiert ist.

        2. Gab es für das iPhone ja einen Unfall, da es heruntergefallen ist und das (davon gehe ich aus) nicht gerade sanft.

        Also hat die Technik funktioniert und alles richtig gemacht.
        Es hätte genau so gut sein können, dass man mit dem Auto eine Brücke oder Abhang herunter gestürzt ist.

      • Das es auch im Jahre 2023 immer noch so viele Menschen gibt, für die alltägliche Technik eine „Magic Box“ darstellt. Die Technik hat im Umfang ihrer Funktionen ihren Dienst erfüllt.
        Aber schön, wie du Maschinensprache, Assembler und Machine Learning verquirlst, Ted.

  • Meine Apple Watch ist mal gehangen und ich wollte sie ausschalten. Dadurch hat sich dann der Notruf aktiviert und ich konnte es nicht beenden. Peinlich war das es in nem Meeting war. Aber der dispatcher hat’s gerafft und am Ende nichts passiert. Danach hab ich den Quatsch ausgeschalten.

    • Der Quatsch hat mir mal den Arsch gerettet:

      • schwerer Sturz mit dem MTB
      • ich lag einem Hang, der nicht sichtbar von außen war
      • Arm gebrochen, Schlüsselbein gebrochen, Knie ausgekugelt
      • handy hing am Fahrrad, das lag in für mich unerreichbarer Entfernung
      • Apple Watch hat Notruf ausgelöst und so haben die mich gefunden
      • und nein, ich musste nichts bezahlen
      • ich werde es nicht abschalten
      • und ja, es war die sturzerkennung, nicht die unfallerkennung
  • Patrick Schulze

    Meine Watch startet regelmäßig den Notruf beim Holzhacken mit der Axt. Also als Tip von mir, besser die Watch ablegen vor dem Holzhacken. :-)

  • Ich habe letzt einmal hart auf den Tisch gehauen mit der Faust, um mich abzureagieren (war alleine im Raum) da hat meine Apple Watch einen Unfall draus gemacht ;-) konnte den Anruf bei 112 aber noch rechtzeitig stoppen.

  • Bitte ganz wichtig wenn es klingelt nicht gleich auf legen ,sonder der Leitstelle sagen das alles ok ist .Sonst geht die Leitstelle von einem Notfall aus!

  • War das iPhone noch ganz? Wenn nicht verstehe ich den Hilferuf. :D

  • hatte auch so einen ähnlichen Einsatz, mit sicherheit noch ausbaufähig, aber ich denke das wird auch immer besser werden und ich denke wir fahren lieber mal mehr raus wie einmal zu spät.

  • Hatte letztens ne Unfall per Fahrrad. Uhr hat verlässlich Alarm gegeben. Fand ich gut. Man kann den Alarm ja noch abbrechen, sollte er nicht notwendig sein.

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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