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New York Times und Konkurrenten betroffen

Ausgebremste Tweets: X-App verlangsamt Links zu missliebigen Webseiten

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51 Kommentare 51

Wer in der iPhone-Applikation des Kurznachrichten-Portals x.com (ehemals Twitter) einen Link antippt, der landet nicht direkt auf der verlinkten Webseite, sondern muss einen Umweg über die hauseigene Link-Weiterleitung t.co in Kauf nehmen.

Kurzlinks zum Tracking der Nutzer

Der zusätzliche Zwischenschritt, den das im vergangenen Jahr von Elon Musk übernommene Kurznachrichten-Netzwerk seinen Anwendern schon vor Jahren aufbrummte, diente bislang vor allem dem Tracking der Nutzerbasis. Twitter eröffnete sich so die Möglichkeit die Popularität aller geteilten links genau nachzuvollziehen.

Zudem gestatteten die Kurzlinks, genau zu protokollieren, welche Konten für die meisten Zugriff auf bestimmte Webseiten verantwortlich zeichneten. Da mehrere Kurzlinks auf das gleiche Ziel verweisen können, lassen sich die Aktivitäten einzelner Accounts bzw. deren Follower so zielgenau nachgeflogen.

New York Times und Konkurrenten betroffen

Allerdings nutzt der Kurznachrichten-Dienst seine Weiterleitungen nicht nur für statistische Auswertungen. Wie eine Untersuchung der Washington Post jetzt ermitteln konnte, bremst x.com die Links zu bestimmten Webseiten offenbar auch bewusst aus und reduziert so den Traffic auf die entsprechenden Ziele. Denn: Nutzer warten heutzutage nur noch ungern und schließen auch bereits angetippte Links eher wieder, als zusätzliche Sekunden in den ausbleibenden Seitenaufbau zu investieren.

Wie aus Analysen der Washington Post hervorgeht, versieht x.com Links zu Webseiten, über deren Inhalte sich Unternehmens-Chef Elon Musk in der Vergangenheit negativ äußerte, mit 5-Sekunden-Verzögerungen. Betroffen sind unter anderem die Seite der New York Times sowie das soziale Netzwerk Facebook und direkte Konkurrenten wie Instagram, Bluesky und Substack.

Die New York Times gab an entsprechende Drosselungen bereits selbst registriert zu haben, eine Nachfrage diesbezüglich wurde von der Kurznachrichten-Plattform jedoch nicht beantwortet. Auch die Washington Post erhielt kein Feedback von Unternehmenschef Elon Musk, stellte kurz nach Veröffentlichung der Erkenntnisse jedoch fest, dass der Twitter-Nachfolger die Drossel wieder zu entfernen schien.

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16. Aug 2023 um 08:04 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • Free Speech und so… War doch immer Musks Aussage. Naja, wie das bei Heuchlern eben so ist, ist nur wichtig wenn es die eigene Weltansicht widerspiegelt!

  • Möchte man von so jemanden ein Auto kaufen, was zu 90% aus Software besteht?! Wer weiß was er da in Zukunft manipuliert um Personen zu schaden die den König kritisiert haben.

    • Siehe: Deutsche Auto Hersteller schneiden russische Kunden vom Service ab.

      Aber das findest du sicher gut und richtig, nehme ich an…

      • Da können sich die Russen bei ihren Politikern bedanken, bei Nazideutschland hätte ich das Vorgehen auch begrüßt.

      • Ich wünschte, ich könnte die Welt auch derart eindimensional Leben. Dieses sinnlose Siechen bis zum Tod in einer Welt, die aus nichts anderem als Schwarz und Weiß besteht, erscheint mir erstrebenswerter, als ständig derartige Kommentare lesen zu müssen, und mir darum Gedanken machen, wie es zu einer derartig dummen Gesellschaft kommen konnte.

      • Der wahre Klaus

        Dann geh sterben.

      • @Tim: Google mal den Begriff „Whatsboutism“.

        Das ist ein ganz schlechtes Verhalten. Oft der Grund warum Paare ihre Probleme nicht klären und immer weiter abrutschen bis es zu Trennung kommt. Kann man auch auf viele weitere Bereiche im Leben anwenden. Das ist menschlich ein ganz schlechter Stil!

      • Guter Kommentar!

      • Expertenberater

        Ah ja, hier ist wohl ein Putler unterwegs.

    • Ja, hab ich, bin so zufrieden wie noch nie mit einem Auto.

    • Dein Tes** würde nach dem Kommentar jetzt einfach stehen bleiben. ;-)

    • Die Autos sind gut, ohne Frage, auch wenn Mercedes mittlerweile ein besseres Elektroauto anbietet (aber zum deutlich höheren Preis). Aber jetzt schon streicht Tesla z.B. softwaresritig die Parksensoren. Ältere Modelle haben sie noch, neuere nicht mehr und bei den älteren könnte Baby Elon jederzeit über ein Softwareupdate die Sensoren abschalten. Genau das ist der Grund für mich, einen anderen Hersteller zu bevorzugen.

      • Ich finde auch, dass Mercedes mittlerweile die technisch besseren E-Autos baut. Leider hat Mercedes kein SuperCharger Netz. Und (aber das ist meine persönliche Meinung) ich finde die meisten E-Autos von Mercedes sind an Hässlichkeit kaum zu überbieten. Gut man sitzt meist im Auto und muss sich diese Beleidigung für die Augen damit relativ selten antun…

        Die Benziner wie die C- oder S-Klasse (nur von vorne) finde optisch sehr gelungen. Aber ein Benziner kommt für nicht nicht mehr in Frage.

      • Ach, und ich würde niemals Full-Self-Driving nutzen, wenn das nur mit Kameras und ohne LIDAR oder andere Sensoren arbeitet. Ich hoffe, dass so ein ausschließlich auf Kameras basiertes System in der EU niemals eine Zulassung bekommt.

      • @Ben
        Ich sehe das anders. Der Mensch als Fahrer hat auch nur 2 „Kameras“ (Augen) und muss damit im Verkehr zurecht kommen. Wichtiger ist, wie die Infos ausgewertet werden. Das macht bei uns das Gehirn schon ganz gut, bei Kameras muss da halt Software her (bei LIDAR übrigens auch).

      • Der Vorteil des Sc-Netzes schwindet auch von Tag zu Tag. Mittlerweile kommst du sogar mit nur einer Ladekarte easy durch Europa. Ladepunkte und Ladeparks gibt es mittlerweile genug. Und solange der Ausbau weiterläuft wird diese Vorteil von Tesla immer kleiner.

      • +++ … wenn nicht der Preis wär

    • Naja den Tesla kann man einfach hacken, easy ein jailbreak durchführen und dann kann man auch alles manuell steuern

    • Ich bin lautstarker Kritiker Elmos und mein Tesla funktioniert nach wie vor einwand- und wartungsfrei. :)

  • Mal angenommen ich wäre CEO von X (fka Twitter) und man ein geheimer Geldgeber würde mich dazu bringen X langsam aber sicher im Geheimen zu ruinieren. Dann würde ich ungefähr das tun, was Elon mit X tut.

    -> der schlechte CEO ever (ich weiß, ist er offiziell nicht mehr, aber…)

  • Et voilà:
    Und wieder die einfachste Lösung:
    boykottieren

  • lt. Reuters wurde die Verzögerung inzwischen wieder entfernt.

  • Nie war der Zeitpunkt günstiger, ein Konkurrenzprodukt zu X/Twitter auf den Markt zu bringen. Viele Journalisten, Politiker, Sportler etc. würden wechseln, wenn es eine echte Alternative gäbe. Threads von Meta sind noch nicht weltweit verfügbar und es gibt berechtigte Kritik an Meta bzgl. Datenschutz. Aber es könnte sich irgend ein Gigant oder ein Konsortium jetzt leisten, viel Geld in ein Konkurrenzprodukt zu stecken und würde damit die Leute zum Wechsel bewegen. Wo sind Apple, Google und Amazon? Wollten nicht einige große Verlage zusammen etwas auf die Beine stellen?

    • Wenn große Unternehmen viel Geld in etwas investieren, dann mit dem Ziel noch viel mehr Geld daraus zu schöpfen. Welches Interesse sollte also bestehen, wenn auch noch Datenschutz beachtet werden soll? 2 Deiner Unternehmen wäre alleine schon aus diesem Grund raus und Apple hat vermutlich kein Interesse so etwas plattformübergreifend zu entwickeln.

    • Das Problem ist weniger die technische Seite, sondern der enorm hohe Aufwand der Moderation eines sozialen Netzwerks. Auch wenn viele immer gerne meinen, man kann das ja einfach so laufen lassen ohne groß einzugreifen. So funktioniert das aber leider nicht. Und es wird dann immer Leute geben, die Zensur schreien oder man lässt es abdriften zum absoluten Hate-Speech Bodensatz.

  • War nie bei der Sekte und werde es wohl auch nie sein.. (man muss ja auch nicht bei jeder Sekte mitmachen)

    Trotzdem: der Aufruf an alle, die noch diesem Sektenführer folgen ihm abzuschwören und im zu zeigen was er mit seinem X machen kann:
    sich das X in den Arsch schieben

  • Ich bin ja gespannt, was die Reaktion von Twitter auf die Verlage und das Leistungsschutzrecht sein wird.

    Die verklagen Twitter ja gerade weil sie Geld haben wollen.

  • Expertenberater

    Was lässt sich dieser Vollhonk noch alles einfallen um den einst so populären Kurznachrichtendienst völlig zu ruinieren.

  • Zeigt nur wieder, was für eine arme Wurst Musk ist.
    Läuft alles nicht so rund im republikanischen Oberstübchen…

  • Wer jetzt immer noch nicht diesen Dienst verlässt, gibt die Kontrolle über sein Leben endgültig ab.

    Dazu braucht’s dann nicht mal KI.

  • Hach ja, der Free Speech Absolutist am absolutieren… :)

  • Wow, die Kommentare haben hier echtes Bild-Niveau.
    Letztendlich macht Twitter das, was alle machen. Aber die Beklopptenbubble hat ja in Musk, ihren neuen Hitler gefunden. Da ist das natürlich alles viel schlimmer.

  • Ich finde „X“ als Namen auch ziemlich bekloppt. Neulich einen Link zu Twitter- sorry- X – geöffnet und das Logo oben mit dem Fenster/ Schließen- „X“ verwechselt…

  • Twitter Account gelöscht und App deinstalliert.
    There are other worlds than these.

  • Tja, Meinungsfreiheit a la Musk.

    Alle sind gleich, er und seine Freunde sind gleicher

    • Meinungsfreiheit ist ein im Grundgesetz verbrieftes Grundrecht auf das sich jeder Staatsbürger gegenüber dem Staat berufen kann. Ein Unternehmen dagegen darf sich Geschäftspraktiken, Kunden und Partner frei aussuchen. Es steht aber jedem frei, einen anderen Kurznachrichtendienst zu nutzen.

    Redet mit. Seid nett zueinander!

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